Frau reinigt Regenrinne
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Wohnen | Ratgeber

Dachrinnenreini­gung: Diese 7 Fehler solltet ihr vermeiden

Katharina Schneider

Eigentum verpflichtet – das gilt auch für Hausbesitzer. Um die Sicherheit anderer zu gewährleisten, gehört auch die regelmäßige Dachrinnenreinigung zu den Pflichten. Wir zeigen euch, welche Fehler ihr dabei machen könnt und wie ihr sie vermeidet.

Laub, Pflanzensamen, herumfliegender Plastikmüll – in Regenrinnen können sich allerhand Gegenstände sammeln. Die Folge: Bei Regen verstopfen die Rinnen, das Wasser kann nicht abfließen. Das kann zu überschwemmten Gehwegen und beschädigten Hausfassaden führen. Im schlimmsten Fall kann sogar das Fundament des Hauses leiden. Deshalb haben Hausbesitzer die Pflicht, ihre Dachrinnen regelmäßig auf mögliche Verstopfungen zu prüfen und sie zu reinigen.

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Aber auf was muss bei der Dachrinnenreinigung geachtet werden? Wir zeigen euch die sieben häufigsten Fehler – und wie ihr sie vermeidet.

1. Wie oft muss eine Dachrinne gereinigt werden?

Zwei Mal im Jahr sollten Hausbesitzer ihre Dachrinne reinigen. Frühling und Herbst bieten sich hierfür an. Die Reinigung im Herbst, bevor der winterliche Frost einsetzt, ist aber besonders wichtig. Im Herbst verstopfen außerdem Laub und Blätter Regenrinnen häufig. Diese sollten vor dem Wintereinbruch und einer eventuellen Schneeschmelze auf jeden Fall entfernt werden. So könnt ihr möglicherweise kostenintensive Schäden vermeiden.

Ein weiterer Vorteil der regelmäßigen Reinigung: Wer sich der Dachrinnenreinigung regelmäßig widmet, kennt die Stellen, die besonders anfällig für Schmutz sind und an denen sich besonders viel sammelt. Das spart bei der nächsten Reinigung Zeit.

2. Welches ist die richtige Ausrüstung zur Dachrinnenreinigung?

Neben einer Teleskopleiter, die rutschfeste Sprossen haben sollte, braucht ihr

  • eine Schaufel,
  • einen Handbesen und
  • Bauhandschuhe.

Ein hilfreiches Werkzeug zur Dachrinnenreinigung könnt ihr auch selbst basteln. Dazu schneidet ihr einfach den Boden einer PET-Flasche mit 1,5 Litern Fassungsvermögen ab. Jetzt habt ihr ein Kehrblech, mit dem ihr die Rinne entlangfahren und sie vom Dreck befreien könnt, ohne dass ihr diesen über den Rand der Rinne auf den Boden fegen müsst.

Im Fachhandel gibt es außerdem zahlreiches Equipment zur Reinigung der Regenrinne zu kaufen. Besonders praktisch sind Teleskopstangen, weil ihr dann nicht ständig die Leiter verschieben sowie sie rauf- und runtersteigen müsst. Eine Gummilippe, die an der Stange befestigt ist, macht es möglich, dass ihr die Regenrinne in einem Zug reinigen könnt.

Es gibt auch Reinigungsroboter, die Dachrinnen von Schmutz und Blättern befreien. Die kleinen Helfer könnt ihr einfach in die Rinne setzen. Sie säubern diese dann mit Hilfe von Bürsten und Rotorblättern ganz alleine.

Profi reinigt Dachrinne und Dach
Besonders an schwer erreichbaren Stellen solltet ihr eure Dachrinne von einem Profi mit der entsprechenden Sicherheitsausrüstung reinigen lassen. © Getty Images/iStockphoto

3. Den Schmutz nicht mit Gewalt entfernen

Als erstes solltet ihr den Schmutz in der Regenrinne lockern. Ihr solltet mit der Reinigung nicht mittig beginnen, sondern immer am Ende der Regenrinne. Dabei ist es aber wichtig, nicht zu grob vorzugehen und den Dreck mit aller Kraft wegzukratzen.

Wenn ihr das tut, könnt ihr die Rinne beschädigen. Deshalb solltet ihr den Schmutz zunächst mit euren Händen (mit Arbeitshandschuhen) lösen. Anschließend könnt ihr den Dreck entfernen. Sinnvoll ist es, wenn ihr den Dreck sofort in einen Eimer befördert. Wer ihn einfach nur auf den Boden kehrt, macht sich doppelte Arbeit.

4. Ihr beachtet das Fallrohr bei der Dachrinnenreinigung nicht

Zunächst solltet ihr darauf achten, eure Regenrinne immer gegen die Richtung des Fallrohrs zu reinigen. Andernfalls kann es verstopfen, was eine aufwendigere Reinigung nach sich zieht. Deshalb solltet ihr vor der Reinigung den Abfluss am Fallrohr verschließen.

Sinnvoll ist auch ein Sieb, das Verstopfungen des Fallrohrs vorbeugt. Allerdings sind diese Siebe in der Regel eher grob. Sie halten zwar größeren Schmutz davon ab, in das Fallrohr zu gelangen. Feinere Partikel können aber dennoch durch das Sieb gelangen.

Sollte das Fallrohr verstopft sein, braucht ihr eine Rohrreinigungsspirale. Die bekommt ihr im Fachhandel. Um euer Fallrohr damit zu reinigen, müsst ihr zunächst den Abfluss des Rohrs öffnen. Anschließend führt ihr die Spirale von oben ein und dreht sie kontinuierlich, bis ihr ans Ende des Rohrs gelangt. Anschließend solltet ihr das Fallrohr mit Wasser durchspülen, um auch kleinere Schmutzpartikel zu beseitigen.

5. Ihr reinigt die Dachrinne "blind"

Nicht nur Laub und Schmutz sammelt sich in Regenrinnen. Sie werden auch gerne von kleinen Tieren und Vögeln als Nistplatz genutzt. Ihr solltet daher unbedingt darauf achten, ob sich Tiere in eurer Regenrinne eingenistet haben und die Rinne zunächst anschauen. Auch wenn ihr euch für die Reinigung mit der Teleskopstange vom Boden aus entschieden habt, solltet ihr zunächst mit Hilfe einer Leiter einen Blick in die Dachrinne werfen.

6. Ihr überschätzt euch selbst bei der Dachrinnenreinigung

In vielen Fällen könnt ihr die Reinigung der Regenrinne selbst vornehmen. Das klappt dann gut, wenn ihr ohne Probleme an die Dachtraufe des Hauses gelangt. Sicherheit geht in jedem Fall vor. Wichtig ist, dass die Leiter einen guten Stand hat und stabil beschaffen ist. Die Leiter sollte die Dachkante dabei um mindestens einen Meter überragen. Am besten ist es außerdem, ihr organisiert euch einen Helfer, der die Leiter von unten stabilisiert.

Wenn ihr die Dachtraufe nur sehr schwer erreicht oder auch wenn das Haus viele Geschosse hat, solltet ihr einen Profi zu Rate ziehen. Die Experten kommen in der Regel mit einem Hubwagen, der die sichere Reinigung der Regenrinne ermöglicht. Es kann auch sein, dass der Experte dabei aufs Dach steigen muss. Das können auch Industriekletterer erledigen. Spezialfälle solltet ihr um eurer Sicherheit willen auf jeden Fall Profis überlassen.

Gitter für Dachrinne
Mit speziellen Gittern aus dem Fachhandel könnt ihr eure Dachrinne vor Laub und grobem Schmutz schützen. Das erspart euch Zeit bei der nächsten Reinigung. © Getty Images/iStockphoto

7. Ihr bearbeitet die gereinigte Dachrinne nicht nach

Nachdem ihr die Regenrinne von dem groben Schmutz und Laub befreit habt, müsst ihr sie noch durchspülen. Nur so können auch kleine Schmutzablagerungen gelöst werden. Hierfür gibt es im Fachhandel spezielle Haltevorrichtungen für Gartenschläuche. So könnt ihr eure gereinigte Dachrinne in einem Zug durchspülen. Ihr könnt den Innenraum der Dachrinne auch mit einem nassen Lappen auswischen. So verhindert ihr, dass sich eine Borke in der Rinne bildet.

Außerdem hilfreich können Laubgitter sein, die ihr im Fachhandel bekommt. Die legt ihr einfach in die Rinne. so könnt ihr verhindern, dass Blätter und grober Schmutz in die Regenrinne gelangen. So habt ihr bei der nächsten Reinigung weniger zu tun.

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