Verschiedene Gartengeräte im Schuppen
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Wohnen | Listicle

7 Gartengeräte, die jeder unbedingt braucht

Jan Krutzsch

Egal ob englischer Rasen oder Spielfläche für die Kinder: Der heimische Garten braucht Pflege. Wir zeigen euch sieben Gartengeräte, die jeder für die Gartenpflege unbedingt braucht.

Ob Mieter oder Hausbesitzer, wenn ihr einen Garten habt, benötigt ihr die richtigen Gartengeräte. Stellt sich die Frage: Welche Gartengeräte brauche ich, um die grundlegendsten Arbeiten im Grünen zu erledigen?

Wir verraten euch, welche sieben Gartengeräte jeder wirklich braucht. Außerdem erfahrt ihr hier Details, die euch bei der Arbeit mit diesen Geräten bestimmt weiterhelfen.

1. Der Rasenmäher

Keine Liste der Gartengeräte, die jeder unbedingt braucht, ohne den Rasenmäher. Egal ob als handgetriebener Spindelmäher für kleine Gärten, vollautomatisierter Mähroboter oder Rasentraktor für parkähnliche Grundstücke – der Rasenmäher ist ein Muss für jeden, der ein Stück Rasen besitzt.

Deshalb steht der Rasenmäher auch ganz am Anfang unserer Liste der Gartengeräte, die jeder unbedingt braucht.

Welchen Rasenmäher brauche ich?

Wichtigstes Kriterium bei der Wahl des richtigen Mähers ist die Flächenleistung. Deshalb unterscheidet man nach kleineren und größeren Grundstücken.

Kleiner Garten:

  • Der Elektro-Rasenmäher eignet sich für kleinere Grundstücke bis etwa 500 Quadratmeter Fläche. Vorteil des Gerätes ist die geringe Lautstärke und die Umweltfreundlichkeit im Vergleich zum Benzinrasenmäher.
  • Der Akku-Rasenmäher hat die gleiche Funktionsweise wie der Elektro-Rasenmäher, ist aber kabellos und dadurch sehr flexibel einsetzbar. Nachteil: Der Akku reicht meist nur für eine Fläche von etwa 250 Quadratmetern. Dann heißt es entweder aufladen und abwarten oder einen Wechselakku kaufen.
  • Der Rasenmäher-Roboter eignet sich vor allem für Gärten, die zusammenhängende Rasenflächen besitzen.

Großer Garten:

  • Der Benzinrasenmäher ist der richtige Mäher für Grundstücke ab 500 Quadratmetern Fläche. Für das Mähen von Hanglagen gibt es ihn auch mit Hinterradantrieb.
  • Für richtig große Gärten kann auch ein Aufsitz-Rasenmäher oder gar ein Rasentraktor die richtige Wahl sein.

Übrigens: Die Flächenleistung, die die Hersteller von Rasenmähern angeben, sind nur Idealwerte. Wie ihr die wirkliche Flächenleistung für euer Rasengrundstück selbst errechnet, das erfahrt ihr in diesem Artikel:

Was kostet ein Rasenmäher?

Die Preise für Elektro-Rasenmäher fangen bei etwa 50 Euro an. Ihr solltet allerdings bereit sein, etwas mehr zu investieren, sonst ist die Freude nur von kurzer Dauer. Gute Markengeräte kosten etwa 150 bis 300 Euro. Ähnlich sieht es bei den Akku-Rasenmähern aus. Dort können sehr gute Geräte aber auch bis zu 600 Euro kosten.

Rasenmäher-Roboter kosten ab etwa 400 Euro aufwärts, bis hin zu Luxusmodellen für knapp 5.000 Euro. Das Gros kostet um 1.000 Euro. Eine tolle Übersicht über verschiedene Modelle und deren Leistung findet ihr hier.

Benzin-Rasenmäher gibt es ebenfalls schon zum Einstiegspreis von etwa 150 Euro. Top-Geräte mit Antrieb kosten etwa 500 bis 750 Euro.

Etwas teurer wird es bei den Aufsitz-Rasenmähern und den Rasentraktoren. Einsteigermodelle gibt es ab etwa 1.000 Euro zu kaufen, die Mittelklasse schlägt mit ungefähr 2.000 bis 2.500 Euro zu Buche. Rasentraktoren, die größten und leistungsstärksten Vertreter der Rasenmäher, kosten bis zu 10.000 Euro.

Ein Elektrorasenmäher mit Kabel
Die Größe des Mähers bestimmt die Schnittbreite, die Schnitthöhe lässt sich meist einstellen. © iStock

2. Die Gartenschere

Gartenscheren gibt es ebenfalls in den unterschiedlichsten Ausführungen: klein, teleskopierbar, mit Feder oder sogar mit Akku und Schneidkraftunterstützung.

Welche Gartenschere brauche ich?

Welche Gartenschere ihr braucht, kommt ganz auf den Einsatzzweck an. Der Allrounder unter den Scheren ist die klassische Garten- oder auch Baumschere. Mit ihr können die meisten Arbeiten an Blumen, Büschen und Ästen bis zu etwa 15 Millimeter Stärke durchgeführt werden. Bei größeren Durchmessern empfiehlt sich entweder eine Akku-Schere mit Schneidkraftunterstützung oder eine größere Astschere mit teleskopierbaren (also mehrstufig ausfahrbaren) Griffen.

Außerdem gibt es Bypass- und Amboss-Scheren. Der Unterschied ist, dass bei den Bypass-Scheren zwei Schneideflächen gegeneinander laufen (wie bei einer herkömmlichen Schere). Im Gegensatz dazu trifft bei der Amboss-Schere eine Klinge auf eine breite Fläche. Daher ist die Amboss-Schere gut für harten und trockenen Holzschnitt geeignet. Dagegen ist die Bypass-Schere für scharfe, präzise Schnitte an Blumen ausgelegt.

Was kostet eine Gartenschere?

Einfache Gartenscheren für den gelegentlichen Gebrauch gibt es ab etwa 10 Euro. Solide Modelle kosten etwa 30 Euro, Spitzenprodukte bis zu 80 Euro. Diese sind dann auch häufig handgeschmiedet.

Eine Bypass-Gartenschere
Mit einer Bypass-Schere schneidet man feinere und weiche Äste oder Stängel. © iStock

3. Der Rechen oder die Harke

Zwischen Rechen und Harke wird nur im norddeutschen Raum unterschieden. In Süddeutschland sind beide Begriffe für dasselbe Gartengerät gebräuchlich. Denn Rechen gibt es in unterschiedlichen Formen. Einmal als Laubrechen mit weichen Zinken und einmal als Gartenrechen oder Harke mit festen Zinken. Häufig sind diese dann aus Metall.

Welchen Rechen, welche Harke brauche ich?

Wieder einmal bestimmt der Einsatzzweck, welches Gartengerät sinnvoll ist. Wenn ihr viele Bäume und damit Laub im Garten habt, dann hilft euch ein großer Laubrechen weiter. Möchtet ihr Moos und Unkraut aus dem Rasen harken, dann benutzt dafür eine Gartenharke. Auch zum Anlegen von Beeten empfiehlt sich eine Gartenharke. Kleinere Harken helfen beim Auflockern des Bodens. In unserer Bildergalerie seht ihr den Unterschied.

Was kostet ein Rechen, was kostet eine Harke?

Gute Rechen oder Harken kosten nicht die Welt. Bereits für etwa 20 Euro bekommt ihr taugliches Material. Ebenfalls interessant sind sogenannte Kombi-Systeme. Bei diesen ersetzt ein Stil mit mehreren Wechselaufsätzen mehrere verschiedene Gartengeräte. Diese Systeme kosten etwa 40 bis 50 Euro.

Tipp: Ihr könnt euer Laub im Herbst auch liegen lassen. Warum, das erfahrt ihr in diesem Artikel:

4. Der Spaten

Ein Spaten ist auf jeden Fall eines der Gartengeräte, die jeder unbedingt braucht. Dabei ist der Spaten nicht zu verwechseln mit der Schaufel. Der Spaten ist für sämtliche Grabarbeiten im Garten zuständig. Dagegen arbeitet man mit einer Schaufel, wenn man Material von A nach B bewegen möchte, wie etwa beim Sand schaufeln.

Welchen Spaten brauche ich?

Bei der Form des Spatens gibt es zwei Arten. Zum einen den geraden Spaten, der sich für lockere bis normale Böden eignet. Zum anderen gibt es den spitzen Spaten, der eher für steinige und sehr harte Böden gemacht ist. Spitze Spaten gibt es auch mit gezacktem Rand. Damit können Wurzelstöcke besser duchtrennt werden, ähnlich einem Wellenschliffmesser.

Es gibt drei unterschiedliche Griffformen: Ohne Griff, mit T- oder mit D-Griff. Bei Spaten ohne Griff ist das Ende des Stiels einfach zu einer kleinen Kugel abgerundet. Der bequemste Griff ist der D-Griff, da bei ihm das Querstück gegriffen werden kann, ohne das der Stiel im Weg ist.

Was kostet ein Spaten?

Da beim Graben immense Hebelkräfte auftreten können, muss ein Spaten einiges aushalten. Hier sollte man nicht am falschen Ende sparen. Gute Markenspaten beginnen bei etwa 40 Euro, handgeschmiedete Exemplare können auch das drei- bis vierfache kosten.

Mit dem Spaten sticht man in die Erde
Mit einem Spaten werden alle Grabarbeiten im Garten erledigt. Wichtig ist die Qualität des Blattes. © iStock

5. Die Heckenschere

Unter dem Oberbegriff Heckenschere tummeln sich gleich mehrere Kandidaten. Zum einen die klassische manuelle Heckenschere. Dann die elektrische Heckenschere, wahlweise mit Strom oder mit Akku betreiben. Und die benzingetriebene Heckenschere.

Welche Heckenschere brauche ich?

Bei großen und breiten Hecken bietet sich eine Benzin-Heckenschere an. Die hohe Arbeitsleistung spricht für sich. Jedoch sind die Modelle meist recht schwer und laut. Elektrische Heckenscheren sind leiser und mit Stromkabel ebenfalls für große und lange Hecken geeignet. Dagegen sollte man Akku-Heckenscheren nur wählen, wenn man entweder kleine Hecken schneiden möchte oder mehrere Wechselakkus besitzt.

Die manuelle Heckenschere ist etwas für Gartenliebhaber. Mit ihr lassen sich Formschnitte veredeln oder auch bestimmte Figuren in Hecken schneiden.

Ihr wollt wissen, wie hoch so eine Hecke überhaupt sein darf? Dann lest das und mehr in unserem Artikel nach:

Was kostet eine Heckenschere?

Bei den elektrischen Heckenscheren gibt es ein riesiges Angebot. Regelmäßig werden diese und ihre Akku-Schwestermodelle sogar beim Discounter ab etwa 30 Euro angeboten. Das muss nicht unbedingt schlecht sein, wer wenig Heckenschnitt hat, dem reicht solch eine einfache Schere vielleicht bereits. Bessere Geräte kosten ab etwa 50 Euro und – je nach Ausstattung und Schwertlänge – bis zu 200 Euro.

Benzin-Heckenscheren kosten schnell das Doppelte, Profigeräte bis zu 800 Euro.

Eine klassische manuelle Heckenschere kauft ihr für etwa 15 bis 50 Euro, je nach Qualität.

Eine Heckenschere schneidet eine Tuja-Hecke
Mit einer Heckenschere mit langem Schwert lassen sich auch breite Hecken gut schneiden. © iStock

6. Die Säge

Eine Säge im Garten ist ebenfalls ein Gartengerät, dass man unbedingt braucht. Das muss aber nicht gleich die Kettensäge sein. Am Besten eignet sich für die normale Gartenarbeit eine Baum- oder Astsäge.

Welche Säge brauche ich?

Wenn ihr nicht gerade Holzfäller seid oder ein Grundstück mit 20 alten Eichen besitzt, braucht ihr keine Kettensäge. Die meisten Arbeiten im Garten lassen sich mit einer einfachen Handsäge durchführen. Unser Tipp ist die Baum- oder Astsäge. Sie nimmt nicht viel Platz im Schuppen weg und ist universell einsetzbar. Durch ihre schlanke Form und ihr relativ langes Sägeblatt kommt sie auch an unzugängliche Stellen ran.

Viele Modelle lassen sich recht einfach auf einen Teleskopstab aufstecken. Damit wird die Handsäge dann zum Hochentaster.

Was kostet eine Säge?

Eine gute Markensäge kostet etwa 30 Euro, größere Modelle auch 50 Euro.

7. Die Gartenschaufel

Den Abschluss der Liste der Gartengeräte, die jeder unbedingt braucht, macht die Gartenschaufel. Auf den ersten Blick unscheinbar, ist sie doch für viele das Gartengerät, welches absolut unverzichtbar ist. So werden mit ihr Blumen gepflanzt, kleine Grabarbeiten im Blumenbeet durchgeführt, Unkraut gestochen und vieles mehr. Die Gartenschaufel wird auch Pflanzschaufel, Pflanzkelle oder Blumenschaufel genannt. Sie ist das Multitool des Gärtners.

Welche Gartenschaufel brauche ich?

Es gibt Gartenschaufeln ganz aus Kunststoff, mit Kunststoffgriff und Metallschaufelblatt, mit Holzgriff und vollständig aus Metall. Auch unterschiedliche Breiten werden angeboten. Wir raten zum Klassiker, der Gartenschaufel aus Metall mit Kunststoffgriff. Sie vereint unserer Erfahrung nach Stabilität und Nutzwert am Besten.

Was kostet eine Gartenschaufel?

Eine Standard-Gartenschaufel kostet etwa 10 Euro. Premium-Exemplare können allerdings auch bis zu 40 Euro kosten.

Eine Gartenschaufel, oder auch Pflanzschaufel genannt
Mit einer Gartenschaufel werden auch Blumen umgetopft und kleinere Grabarbeiten durchgeführt. © iStock

Fazit: Diese sieben Gartengeräte sind im Garten unersetzlich

Wenn ihr diese sieben Gartengeräte, die jeder unbedingt braucht, euer Eigen nennen könnt, seid ihr für die Gartensaison gut gerüstet. Natürlich lässt sich diese Liste beliebig verlängern, denn im Garten hat jedes Gerät seine ganz spezielle Berechtigung. Egal ob Gartenschlauch oder Schubkarre – für jeden Einsatzzweck gibt es das passende Gartengerät.

Wichtig ist aus unserer Sicht, bei der Anschaffung der Geräte auf Qualität zu achten. Die Geräte sind neben vielen mechanischen Belastungen auch Wind und Wetter ausgesetzt. Bei guter Pflege sollten sie auf jeden Fall einige Jahre halten.

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