Mähroboter am Steilhang
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Mähroboter für Hanglage: Kauftipps, Modelle und Kosten

Deborah Hucht

Deborah Hucht

Ihr wohnt am Hang und sucht nach einem Mähroboter? Worauf es beim Kauf eines Mähroboters in Hanglage ankommt und welche Modelle laut Stiftung Warentest gute Leistungen am Hang erbringen und was sie kosten, erfahrt ihr hier.

Ihr sucht einen Mähroboter für den Rasen, wohnt aber in Hanglage? Gut zu wissen: Die meisten Rasenmähroboter bewältigen Steigungen bis 25 Prozent ohne Probleme. Viele neuere Modelle überbrücken sogar Hänge mit bis zu 36 Prozent Steigung. Einzelne Powergeräte schaffen sogar Steillagen mit 70 Prozent.

Ausschlaggebend ist beim Kauf die Angabe zur Steigfähigkeit des Mähroboters. Diese setzt sich aus verschiedenen Faktoren zusammen. Damit ihr für euch die richtige Auswahl treffen könnt, haben wir fünf Kauftipps für Mähroboter, die ihr am Hang einsetzen wollt, zusammengefasst und nennen die Kosten, mit denen ihr rechnen müsst. Dazu stellen wir euch fünf von Stiftung Warentest getestete Modelle vor, die in Hanglage sehr gute Arbeit leisten.

1. Mähroboter für die Hanglage: Auf die Räder kommt es an

Mähroboter, die für Hanglagen oder andere Steigungen geeignet sind, weisen meist vier Räder auf – eins mehr als viele herkömmlichen Rasenroboter. Der Vorteil: Sie kippen daher nicht so schnell.

Die Räder sind zudem oft größer als die bei Mährobotern für unkomplizierte Lagen. Viele Hersteller von Mähern für Hanglagen setzen außerdem auf Spikes oder besondere Profile. So hat der Mähroboter einen besseren Grip und kann sich den Hügel hinaufkrallen.

Anbieter wie Husqvarna bieten spezielle Reifenkits an, mit denen ihr eure Mähroboter geländetauglich ausstatten könnt.

2. Mit mehr Motorleistung zu mehr Power am Hang

Mähroboter, die Hanglagen perfekt meistern, haben einen leistungsstärkeren Motor – heißt, sie verbrauchen in der Regel auch mehr Energie und sind auch lauter. Darüber hinaus sind sie oft mit Neigungssensoren ausgestattet, um besser auf Veränderungen im Gefälle reagieren zu können.

Bedenkt außerdem, dass viele Mäher eine geringere Flächenleistung besitzen, sobald ihr sie in die Steillage schickt. Da sich die Herstellerangaben hier meist auf den Dauerbetrieb beziehen, hilft nur das tatsächliche Austesten des Mähers, um herauszufinden, wie viel Fläche der Mähroboter am Hang schafft.

3. Mit Allradantrieb den Hügel hinauf

Wie bei einem Auto auch, unterscheidet ihr bei Rasenmährobotern drei Antriebsarten:

  • Frontantrieb
  • Heckantrieb
  • Allradantrieb

Mähroboter mit Allradantrieb schaffen es sehr gut diverse Hügel und Hanglagen hinauf. Muss euer Rasenmäher allerdings an einer steilen Stelle umdrehen, bietet sich eventuell ein Modell mit Frontantrieb eher an. Diese Exemplare sind etwas wendiger und kommen mit weniger Platz aus.

4. Wie funktionieren Mähroboter in Hanglage?

Mähroboter für die Hanglage funktionieren genauso wie herkömmliche selbstfahrende Rasenmäher: Ihr steckt die zu mähende Fläche mit Begrenzungsdraht ab oder richtet mithilfe der integrierten Sensoren den Arbeitsbereich ein.

Achtung: Viele Mähroboter benötigen eine Auslaufzone. Das heißt, ihr solltet sie auf einer ebenen Fläche – maximal 15 Prozent Gefälle – wenden lassen. Bei Mähern mit Front- oder Allradantrieb könnt ihr eventuell eine kleinere Wendefläche einbauen – achtet hier auf die Herstellerhinweise.

Wie andere Mähroboter auch, haben die Modelle für Hanglagen Probleme mit zu nassem Gras oder zu viel Laub auf der Fläche. Ihr seid euch noch nicht sicher, ob ihr wirklich in einen Mähroboter investieren wollt? Dann könnt ihr euch hier alle Vorteile und Nachteile von Mährobotern durchlesen.

5. Was kosten Mähroboter für die Hanglage?

Ihr ahnt es schon: Je größer die Steigung, desto mehr Leistung ist nötig – und desto tiefer greift ihr in die Tasche.

Günstige Modelle, die kleine Hänge gut schaffen, bekommt ihr bereits ab 300 Euro. So zum Beispiel der "EasyMow 6 HD" von Power-G, der in einem Test von Stiftung Warentest gute Ergebnisse am Hang erzielt hat.

Habt ihr einen extremen Steilhang im Garten, müsst ihr deutlich mehr Geld investieren. Mähroboter wie der "Automower 435X AWD" von Husqvarna schaffen Hänge bis zu 70 Prozent Steigung, er kostet dafür aber auch 5.000 Euro.

Stiftung Warentest: 5 gute Mähroboter für die Hanglage

In einem Test von Stiftung Warentest wurden elf verschiedene Mähroboter unter die Lupe genommen. Dabei mussten sich alle Geräte auch an einem Hang mit 33 Prozent Steigung beweisen. Wir haben euch fünf Rasenroboter rausgesucht, die beim Mähen am Hang mit der Note "sehr gut" abgeschnitten haben.

1. Bosch Indego S+ 400: Der Mähroboter für kleine Gärten

Kleiner Hang im kleinen Garten? Dann ist der Bosch "Indego S+ 400" der richtige Mähroboter für euch. An einem Tag schafft der smarte Rasenmäher laut Anbieter bis zu 400 Quadratmeter Rasenfläche. Die minimale Schnitthöhe liegt bei drei Zentimetern, dazu ist er super geeignet für einen gewöhnlichen Rasen.

Der Mähroboter lässt sich zudem bequem per App steuern und bezieht sogar Wettervorhersagen in seine Mähpläne mit eine.

  • Hersteller: Bosch
  • Schnitthöhenbereich: 3 bis 5 Zentimeter
  • Maximale Flächenleistung: 400 Quadratmeter
  • Mähzeit: 45 Minuten
  • Aufladezeit: 45 Minuten
  • Preis: ca. 798 Euro
Bosch Indego S+ 400 Mähroboter mäht Rasen im Garten
Mähroboter "Indego S+ 400" von Bosch lieferte im Test von Stiftung Warentest die besten Ergebnisse. © Bosch/OpenStreetMap

2. Mähroboter "Automower 105" von Husqvarna

Auch der kompakte Mähroboter "Automover 105" von Husqvarna lieferte im Test sehr gute Ergebnisse am Hang. Der Hersteller versichert, dass der Rasenroboter bis zu 25 Prozent Steigung schafft. Im Test von Stiftung Warentest mähte er sogar die 33 Prozent Steigung mit Bestnote.

Mit 400 Metern Begrenzungskabel eignet er sich auch für etwas komplizierte Gärten und punktet zudem bei unebeneren Flächen. Im Vergleich zu anderen Modellen ist der kleine Mähroboter von Husqvarna jedoch recht teuer. Dazu kann das Gerät nicht per App gesteuert werden. Um zur Ladestation zurückzufinden, benötigt er ein zusätzliches Führungskabel.

  • Hersteller: Husqvarna
  • Schnitthöhenbereich: 2 bis 5 Zentimeter
  • Maximale Flächenleistung: 600 Quadratmeter
  • Mähzeit: 65 Minuten
  • Aufladezeit: 50 Minuten
  • Preis: ca. 840 Euro (Anzeige)*
Produktfoto von Mähroboter automower 105 von Husqvarna
Entlang des Begrenzungskabels schafft der Mähroboter "Automower 105" von Husqvarna eine maximale Steigung von 25 Prozent. © Amazon/Husqvarna

3. "RMI 422.0" Mähroboter von Stihl

Der Mähroboter "RMI 422.0" von Stihl ist zwar etwas teurer, dafür aber besonders schnell und akkurat. Dazu punktet er auch bei unebenen Rasenflächen.

Zur RMI 422-Reihe gehören noch zwei weitere Modelle, die mehr Leistung und Komfort mitbringen: Der "RMI 422 P" (das P steht für Power) hat einen besonders starken Akku und schafft Flächen bis zu 1.500 Quadratmeter sowie Steigungen bis zu 40 Prozent. Der "RMI 422 PC" (das C steht für Connect) meistert Rasenflächen bis zu 1.700 Quadratmeter und lässt sich ebenfalls per App steuern.

  • Hersteller: Stihl
  • Schnitthöhenbereich: 2 bis 6 Zentimeter
  • Maximale Flächenleistung: 800 Quadratmeter
  • Mähzeit: 50 Minuten
  • Aufladezeit: 60 Minuten
  • Preis für RMI 422: ca. 995 Euro* (Anzeige)*
Mähroboter imow von Stihl
Teuer, aber gut durchdacht: Mähroboter "RMI 422.0" von Stihl. © Stihl

4. Mähroboter "Robolinho 500 E" von AL-KO

Der "Robolinho 500 E" überzeugt mit sehr guten Noten am Hang, laut Hersteller AL-KO soll der Mähroboter sogar Steigungen von bis zu 45 Prozent schaffen. Großer Pluspunkt: Er ist dabei auch noch super leise. Der Hang sollte jedoch keine Unebenheiten aufweisen, denn damit tut sich der Roboter für den Rasen etwas schwer.

Für einen Aufpreis von knapp 200 Euro ist der "Robolinho 500 E" auch mit App-Steuerung erhältlich, außerdem gibt es ein weiteres Modell, das 1.000 Quadratmeter schafft.

  • Hersteller: AL-KO
  • Schnitthöhenbereich: 2,5 bis 5,5 Zentimeter
  • Maximale Flächenleistung: 500 Quadratmeter
  • Mähzeit: 50 Minuten
  • Aufladezeit: 60 Minuten
  • Preis: ca. 739 Euro (Anzeige)*
Produktfoto von Mähroboter Alko 500 E
Besonders nachbarfreundlich: Der Mähroboter 500 E von AL-KO ist besonders leise. © AL-KO

5. "ROB S600" Mähroboter für die Hanglage von McCulloch

Der "ROB S600" von McCulloch überzeugte im Test zwar nicht mit Schnelligkeit, dafür mähte er insgesamt aber gut. Der Mähroboter lieferte in Hanglage sogar sehr gute Ergebnisse, ebenso auf unebenen Rasenflächen. Das Gerät lässt sich per App über Bluetooth auf Sicht steuern und ist dazu leicht einzurichten. Um zur Basis zurückzufinden benötigt man jedoch ein separates Führungskabel.

  • Hersteller: McCulloch
  • Schnitthöhenbereich: 2 bis 5 Zentimeter
  • Maximale Flächenleistung: 700 Quadratmeter
  • Mähzeit: 55 Minuten
  • Aufladezeit: 60 Minuten
  • Preis: ca. 749 Euro (Anzeige)*
Produktfoto Mähroboter ROB S600 von McCulloch
Der Mähroboter "ROB S600" von McMulloch passt seine Mähaktivität an das Rasenwachstum an. © Amazon/McCulloch

Weitere Mähroboter-Modelle findet ihr in unserem Artikel "Leistungsstarke Mähroboter: Diese Modelle werden mit großen Rasenflächen fertig".

Habt ihr kleine Kinder zuhause, die gerne durch den Garten toben, solltet ihr euch genau überlegen, ob ihr euch einen Mähroboter anschaffen wollt, denn kaum einer ist wirklich kindersicher. Mehr dazu erfahrt ihr in "Mähroboter gefährlich für Kleinkinder: Stiftung Warentest kritisiert Hersteller".

Auch Haustierbesitzer sollten vorsichtig sein, wie ihr in Mähroboter und Haustiere: 5 Tipps, die ihr beachten solltet nachlesen könnt.

Wenn ihr euch gegen einen Mähroboter entscheidet, dann findet ihr hier gut getestete Rasenmäher:

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