Mähroboter auf Rasen, im Hintergrund ein Haus und ein Mann
© Husqvarna

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Mähroboter: Die Vorteile und Nachteile

Nike Heinen

Nike Heinen

Die Vorteile eines Rasenmäher Roboters: Er spart viel Zeit und erleichtert die Rasenpflege. Leider haben die Mähroboter aber auch einige Nachteile.

Man sieht sie immer öfter in heimischen Gärten: Mähroboter, die über den Rasen rollen und das Grün dabei schön kurz halten. Nach getaner Arbeit fahren sie nahezu geräuschlos in ihre kleine Garage zurück. Dann lädt der Akku wieder auf – und das Ganze geht von vorn los.

1995 kam der erste Mähroboter auf den Markt, inzwischen ist nach Schätzungen des Gartenexperten Klaus Peter Teipel in 3,8 Prozent der Haushalte ein Mähroboter vorhanden. 2,1 Prozent der deutschen Haushalte planen eine Anschaffung. Mähroboter bieten eine Menge Vorteile, vor allem die Zeitersparnis ist ihr größtes Plus. Vor der Anschaffung solltet ihr euch aber auch über ein paar Nachteile bewusst sein.

Die Vorteile von Mährobotern

  • Mähroboter erledigen die Rasenpflege, das lästige Rasenmähen nehmen sie euch ab. Über einen ganzen Sommer gesehen sparen sie euch also viele Stunden Arbeit.
  • Gerade Allergiker lieben Mähroboter, weil sie so nicht mehr unmittelbar mit frisch gemähtem Rasen in Kontakt kommen und trotzdem eine gepflegte Grünfläche haben.
  • Weil sie häufig mähen und weil sie das Schnittgut fein zerkleinert als nährenden Mulch zwischen den Grashalmen liegen lassen, wächst der Rasen besonders dicht und teppichartig. Der Mähroboter betreibt also gleichzeitig auch Rasenpflege.
  • Rasenmäher-Roboter mulchen den Rasen. Nur die Spitzen des Rasens werden geschnitten und klein gehäckselt. Das wenige Schnittgut bleibt dann als Dünger auf der Rasenfläche. Es fällt also kein Rasenabfall an, so bleibt mehr Platz in der Biotonne.
  • Weil sie viel leiser sind als ein herkömmlicher Rasenmäher, dürfen Mähroboter theoretisch sogar nachts mähen. Theoretisch. Denkt aber bitte an die Tiere, die nachts unterwegs sind. Mehr dazu lest ihr in unserem Artikel "Darf mein Mähroboter nachts laufen?".
  • Akku nach einigen Jahren tauschen und Messer nachschleifen – das sind die einzigen Wartungsarbeiten bei einem Rasenmäher-Roboter. Im Vergleich zu Benzinmähern ein deutlicher Vorteil.
  • Wann, wie lang, in welchen Intervallen gemäht wird – das könnt ihr meist alles individuell über die App des Herstellers einstellen. Bei einigen Modellen funktioniert das auch abhängig von der aktuellen Wetterlage. Euer Samstag ist gerettet, weil der Roboter die Arbeit schon in den trockenen Zeiten in der Woche erledigt hat.
Mähroboter auf Rasen, im Hintergrund ein Haus und eine Familie
Sattes Grün: Durch den regelmäßigen Schnitt und das automatische Mulchen wird die Rasenfläche automatisch gepflegt. © Gardena

Die Nachteile von Rasenrobotern

  • Mähroboter sind in der Anschaffung deutlich teurer als herkömmliche Rasenmäher. 3o0 Euro müsst ihr für den Kauf mindestens einkalkulieren. Da kommt dann eventuell noch die Verlegung des Begrenzungsdrahtes durch einen Fachmann hinzu.
  • Rasenroboter brauchen in der Regel einen Grenzdraht, um das Ende des Rasens zu finden, und dort an den Kanten lassen sie dann mitunter trotzdem die letzten Büschel stehen. Also muss bei ordnungsliebenden Gemütern meist noch der Rasenkantenschneider zur Unterstützung herhalten.
  • Ist der Garten nicht eben, kann es zu Verletzungen der Grasnarbe kommen. Denn Mähroboter nehmen darauf keine Rücksicht. Bei hügeligem Gelände verringert sich die Akkulaufzeit ziemlich schnell. Und bei Steigungen stoßen normale Modelle schnell an ihre Grenzen. Die Modelle, die auch an Hängen gute Arbeit machen, sind deutlich teurer.
  • Insekten und andere Nützlinge werden durch die ständige Gefahr, überfahren zu werden, stärker beeinträchtigt als bei konventionellen Mähern. Und: Wo der Mähroboter war, da wächst keine Blüte mehr. Besonders Bienen finden so keine Nahrung. Für Igel sind Mähroboter eine besondere Gefahr. Das Tier rennt nämlich nicht davon, sondern rollt sich bei Gefahr zusammen. So kann es unter Umständen zu tödlichen Verletzungen kommen. Auch wer Haustiere hat, sollte einiges beachten, bevor er einen Mähroboter kauft.
  • Tests haben außerdem immer wieder mal Sicherheitsdefizite bei Mährobotern aufgezeigt. Es ist davon abzuraten, euren (jüngeren) Nachwuchs alleine zu lassen, wenn der Mähroboter aktiv ist.
  • Kleine Gegenstände werden oft übersehen. Wenn euer Nachwuchs mal sein Spielzeug auf dem Rasen liegen lässt, kann das unter Umständen zu Beschädigungen beim Rasenmäher-Roboter führen.
  • Bei hohem Gras sind Mähroboter machtlos. Wenn es also längere Zeit regnet und der Rasen wächst, der Roboter aber wegen des Regens in seiner Station bleibt, dann hilft nur noch der konventionelle Rasenmäher.
  • Wenn mal was nicht funktioniert, muss der Mäher zur Reparatur in den Fachhandel. Selbst wieder zum Laufen bringen ist so gut wie unmöglich, vor allem, wenn die Sensortechnik kaputt ist.
Biene auf einer Blume in einer Wiese
Ökologische Artenvielfalt? Nicht, wenn er Mähroboter ständig im Einsatz ist. Dann haben Bienen und andere Insekten keine Chance. © geejell - stock.adobe.com

Und dann wäre da noch die Sache mit der "Flächenleistung". Wie viel Rasenfläche ein Mähroboter wirklich bewältigt, das hängt von mehreren Faktoren ab: Die Formel für die Berechnung der Flächenleistung von Mährobotern findet ihr hier.

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