Mähroboter auf Rasen, im Hintergrund ein Haus und ein Mann
© Husqvarna

Wohnen | Pro/Contra-Liste

Mähroboter: Die Vorteile und Nachteile

Nike Heinen

Level: Für Anfänger

Die Vorteile eines Rasenmäher Roboters: Er spart viel Zeit und erleichtert die Rasenpflege. Leider haben die Mähroboter aber auch einige Nachteile.

Man sieht sie immer öfter in heimischen Gärten: Mähroboter, die an der Schnur gezogen über den Rasen rollen und das Grün dabei schön kurz halten. Nach getaner Arbeit fahren sie nahezu geräuschlos in ihre kleine Garage zurück. Dann lädt der Akku wieder auf – und das Ganze geht wieder von vorn los.

Die gefühlte Zunahme der Rasenmäher-Roboter lässt sich auch statistisch belegen. Im ersten Halbjahr 2015 wurden in Großbritannien, Deutschland, den Niederlanden, Belgien und Frankreich Mähroboter im Wert von insgesamt 92,6 Millionen Euro verkauft. Von Januar bis Juli 2016 waren es bereits 127 Millionen.

Mähroboter bieten eine Menge Vorteile, vor allem die Zeitersparnis ist ihr größtes Plus. Vor der Anschaffung solltet ihr euch aber auch über ein paar Nachteile bewusst sein.

Die Vorteile von Mährobotern

  • Mähroboter erledigen die Rasenpflege, das lästige Rasenmähen nehmen sie euch ab. Über einen ganzen Sommer gesehen sparen sie euch also viele Stunden Arbeit.
  • Gerade Allergiker lieben Mähroboter, weil sie so nicht mehr unmittelbar mit frisch gemähtem Rasen in Kontakt kommen und trotzdem eine gepflegte Grünfläche haben.
  • Weil sie häufig mähen und weil sie das Schnittgut fein zerkleinert als nährenden Mulch zwischen den Grashalmen liegen lassen, wächst der Rasen besonders dicht und teppichartig. Der Mähroboter betreibt also gleichzeitig auch Rasenpflege.
  • Rasenmäher-Roboter mulchen den Rasen. Nur die Spitzen des Rasens werden geschnitten und klein gehäckselt. Das wenige Schnittgut bleibt dann als Dünger auf der Rasenfläche. Es fällt also kein Rasenabfall an, so bleibt mehr Platz in der Biotonne.
  • Weil sie viel leiser sind als ein herkömmlicher Rasenmäher, dürfen Mähroboter theoretisch sogar nachts mähen. Theoretisch. Denkt aber bitte an die Tiere, die nachts unterwegs sind.
  • Akku nach einigen Jahren tauschen und Messer nachschleifen – dass sind die einzigen Wartungsarbeiten bei einem Rasenmäher-Roboter. Im Vergleich zu Benzinmähern ein deutlicher Vorteil.
  • Wann, wie lang, in welchen Intervallen gemäht wird – das könnt ihr meist alles individuell über die App des Herstellers einstellen. Bei einigen Modellen funktioniert das auch abhängig von der aktuellen Wetterlage. Euer Samstag ist gerettet, weil der Roboter die Arbeit schon in den trockenen Zeiten in der Woche erledigt hat.
Mähroboter auf Rasen, im Hintergrund ein Haus und eine Familie
Sattes Grün: Durch den regelmäßigen Schnitt und das automatische Mulchen wird die Rasenfläche automatisch gepflegt. © Gardena

Die Nachteile von Rasenrobotern

  • Mähroboter sind in der Anschaffung deutlich teurer. 600 Euro müsst ihr für den Kauf mindestens einkalkulieren. Da kommt dann eventuell noch die Verlegung des Begrenzungsdrahtes durch einen Fachmann hinzu.
  • Sie brauchen in der Regel einen Grenzdraht, um das Ende des Rasens zu finden, und dort an den Kanten lassen sie dann mitunter trotzdem die letzten Büschel stehen. Also muss bei ordnungsliebenden Gemütern meist noch der Rasenkantenschneider zur Unterstützung herhalten.
  • Ist der Garten nicht eben, kann es zu Verletzungen der Grasnarbe kommen. Denn Mähroboter nehmen darauf keine Rücksicht. Bei hügeligem Gelände verringert sich die Akkulaufzeit ziemlich schnell. Und bei Steigungen stoßen normale Modelle schnell an ihre Grenzen.
  • Insekten und andere Nützlinge werden durch die ständige Gefahr, überfahren zu werden, stärker beeinträchtigt als bei konventionellen Mähern. Und: Wo der Mähroboter war, das wächst keine Blüte mehr. Besonders Bienen finden so keine Nahrung. Für Igel sind Mähroboter eine besondere Gefahr. Das Tier rennt nämlich nicht davon, sondern rollt sich bei Gefahr zusammen. So kann es unter Umständen zu tödlichen Verletzungen kommen.
  • Tests haben außerdem immer wieder mal Sicherheitsdefizite bei Mährobotern aufgezeigt. Es ist davon abzuraten, euren (jüngeren) Nachwuchs alleine zu lassen, wenn der Mähroboter aktiv ist.
  • Kleine Gegenstände werden oft übersehen. Wenn euer Nachwuchs mal sein Spielzeug auf dem Rasen liegen lässt, kann das unter Umständen zu Beschädigungen beim Rasenmäher-Roboter führen.
  • Bei hohem Gras sind Mähroboter machtlos. Wenn es also längere Zeit regnet und der Rasen wächst, der Roboter aber wegen des Regens in seiner Station bleibt, dann hilft nur noch der konventionelle Rasenmäher.
  • Wenn mal was nicht funktioniert, muss der Mäher zur Reparatur in den Fachhandel. Selbst wieder zum Laufen bringen ist so gut wie unmöglich, vor allem, wenn die Sensortechnik kaputt ist.
Biene auf einer Blume in einer Wiese
Ökologische Artenvielfalt? Nicht, wenn er Mähroboter ständig im Einsatz ist. Dann haben Bienen und andere Insekten keine Chance. © geejell - stock.adobe.com

Und dann wäre da noch die Sache mit der "Flächenleistung". Wie viel Rasenfläche ein Mähroboter wirklich bewältigt, das hängt von mehreren Faktoren ab: Die Formel für die Berechnung der Flächenleistung von Mährobotern findet ihr hier.

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