Ein Rasensprenger
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Rasen bewässern: 5 goldene Regeln zur richtigen Rasenbewässerung

Jan Krutzsch

Satter grüner Rasen oder doch eher gelber Garten? Wir zeigen euch, wie ihr euren Rasen richtig bewässern und dabei auch noch Zeit und Geld sparen könnt.

Ein schöner Rasen ist die Zierde jedes Gartens. Doch nicht nur die Optik ist wichtig. Ein gesunder Rasen verhindert auch die Verbreitung von Unkraut. Damit er gesund bleibt, ist es gerade im Sommer wichtig, den Rasen richtig zu bewässern. Wie viel Wasser braucht euer Rasen, wann gießt ihr am besten und wie könnt ihr dabei Zeit und sogar Geld sparen? Wir haben für euch fünf goldene Regeln zur richtigen Rasenbewässerung zusammengestellt.

Alle Infos zur Wahl der richtigen Rasensorte für euren Garten und auch zum richtigen Mähen findet ihr in diesem Artikel:

1. Die richtige Wassermenge beachten

Rasen braucht eine Menge Wasser. In der Regel benötigt ein Quadratmeter Rasenfläche etwa 20 Liter Wasser pro Woche. Und das macht bei einer Fläche von 200 Quadratmetern immerhin 4.000 Liter pro Woche.

Natürlich kommt es auch auf die Bodenbeschaffenheit und die Lage des Rasens (schattig, sonnig) an. Deshalb ist die richtige Wassermenge auch so wichtig, damit die Rasenwurzeln in bis zu 15 Zentimetern Tiefe komplett durchnässt werden. Ansonsten zieht sich der Rasen in die oberen Bodenschichten zurück. Er wurzelt dann noch flacher, was ihn anfälliger für Wassermangel macht.

Rasenwurzeln im Schnitt
Rasenpflanzen wurzeln bis in etwa 15 Zentimeter Tiefe. Deshalb ist gründliches Bewässern wichtig. © iStock

2. Den Rasen regelmäßig und zur richtigen Zeit bewässern

Damit der Boden immer gleichmäßig feucht und die Rasenwurzel ausreichend versorgt ist, sollte regelmäßig bewässert werden. Bei lockeren Böden solltet ihr zwei- bis dreimal die Woche gießen, bei festen und lehmigen Böden einmal pro Woche.

Die beste Tageszeit zum Bewässern ist morgens. Dann ist der Boden von der Nacht abgekühlt und es verdunstet nur wenig Wasser. Tagsüber solltet ihr nicht gießen, damit die Oberfläche bei Sonneneinstrahlung nicht nass ist. Sonst kann es zum gefürchteten Linseneffekt kommen und der Rasen verbrennt.

Verbrannte Stellen auf einem Rasen
Wenn ihr zur falschen Tageszeit gießt, kann das durch die Sonneneinstrahlung zu Verbrennungen des Rasens führen. © iStock

3. Neuen und jungen Rasen anders bewässern als alten Rasen

Eine andere Taktik für die Rasenbewässerung solltet ihr bei neu verlegtem oder neu ausgesätem Rasen anwenden. Denn dieser braucht noch Unterstützung beim Anwachsen. Unser Tipp: Den jungen Rasen zwei bis drei Wochen lang gleichmäßig feucht halten. So begünstigt ihr das Anwurzeln.

4. Mit Regenwasser und Grundwasser den Rasen bewässern spart Geld

Den Garten mit Trinkwasser zu gießen ist teuer. Denn rechnet ihr mit etwa 0,2 Cent pro Liter Frischwasser, kostet euch eine Rasenfläche von 200 Quadratmetern pro Woche bereits acht Euro. So ergibt sich über den Sommer eine recht stolze Summe, die schnell in Richtung 100 Euro oder darüber steuern kann.

Günstiger geht das mit Regenwasser oder Grundwasser. Das ist kostenlos, wenn ihr es für die Bewässerung eures Gartens nutzt. Und nicht nur das: Regenwasser, welches als Gießwasser genutzt wird und somit versickern kann, wird anteilig von der Niederschlagswassergebühr abgezogen. Wie groß euer Regenwassertank sein sollte, lest ihr in unserem Artikel "Passender Regentank: Wie groß sollte meine Regentonne sein?".

Auch der Bau eines Brunnens oder einer Zisterne kann sich lohnen, wenn man eine größere Rasenfläche bewässern muss.

5. Ein Bewässerungssystem spart Zeit und Geld

Teil- oder vollautomatisierte Bewässerungssysteme sparen euch Zeit und sogar Geld. Dabei unterschiedet man in oberirdische Bewässerungsmethoden, unterirdische und kombinierte Bewässerungsmethoden.

Oberirdische Bewässerungssysteme

Bei der oberirdischen Methode werden Rasensprenger, Sprenkler und Regner verwendet. In Kombination mit Bewässerungsautomaten, bei denen ihr Intervalle und Wassermengen einstellen könnt, ergibt sich so ein flexibles und effektives Wassermanagement. In Kombination mit einem Regensensor oder einem Bodenfeuchtigkeitsmesser erkennen die Systeme auch, wann es unnötig ist, zusätzlich zu bewässern.

Unterirdische Bewässerungssysteme

Wenn ihr einen neuen Rasen sät oder Rollrasen verlegt, könnt ihr auch ein unterirdisches Bewässerungssystem verlegen. Meist nutzt man dazu einen Perlschlauch, der in Schleifen unter der geplanten Rasenfläche verlegt wird. Die Steuerung funktioniert wie bei den oberirdischen Systemen. Der große Vorteil ist die geringere Wassermenge, die das System benötigt, da das Wasser direkt an die Wurzel kommt ohne zu verdunsten. Der Nachteil ist, dass ihr im Fall eines Defektes nicht so einfach an den Schlauch herankommt.

Kombinierte Bewässerungssysteme

Das Beste aus beiden Welten sozusagen. Bei kombinierten Systemen verlegt man Zuleitungen unterirdisch und bewässert oberirdisch. Dazu verwendet ihr beispielsweise versenkbare Rasensprenger. Der Vorteil solcher Systeme ist, dass sie wartungsfreundlicher als unterirdische System sind und dennoch eine aufgeräumte Optik haben, da keine Schläuche an der Oberfläche herumliegen.

Ein kombiniertes Bewässerungssystem zum Rasenbewässern
Mit unterirdisch verlegten Zuleitungen und versenkbaren Rasensprengern erhaltet ihr eine schicke und aufgeräumte Optik im Garten. © iStock

Fazit: Den Rasen richtig zu sprengen, ist eine Sache der Planung

Es ist alles eine Sache der Planung. Wassermenge, Tageszeit, System – wenn ihr unsere fünf goldenen Regeln zur richtigen Bewässerung eures Rasens einhaltet, werdet ihr lange Freude am grünen Garten haben. Und dabei sogar noch etwas Geld sparen!

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