Bewässerung eines Gartenbaumes mit Schlauch
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Wohnen | Listicle

Baumbewässerung: 5 Bewässerungs­systeme für gesunde Bäume im Sommer

Jan Krutzsch

Eure Bäume im Garten brauchen im Sommer Wasser: Doch wie gießt man Bäume richtig? Wir zeigen euch die besten Systeme zur Baumbewässerung im Garten.

Bäume können Trockenheit besser überstehen als andere Gartenpflanzen. Aber die häufigen Dürresommer der vergangenen Jahre haben auch ihnen zugesetzt. Deshalb solltet ihr eure Bäume im Garten ebenfalls regelmäßig bewässern. Wir zeigen euch dafür die fünf besten Methoden zur Baumbewässerung für gesunde Bäume im Sommer.

Wie ihr erkennt, ob euer Baum grundsätzlich Wasser benötigt, lest ihr zudem in folgendem Ratgeber:

1. Bewässerungsring oder Gießring zur Baumbewässerung verwenden

Einen Bewässerungsring für die Baumbewässerung zu verwenden, ist die klassische Methode. Ihr könnt einen Bewässerungsring einfach im Baumarkt oder Gartencenter kaufen und einsetzen. Diese Ringe werden auch Gießringe genannt. Meist sind sie aus Kunststoff und werden einige Zentimeter tief in das Erdreich gedrückt. Füllt dann den Ring mit Mulch auf. Mulch hat die tolle Eigenschaft, Feuchtigkeit zu speichern und das Erdreich vor dem Austrocknen zu schützen. Außerdem hilft die Mulchschicht dem Gießwasser beim Versickern.

Wichtig dabei ist lediglich, dass der Umfang die Baumscheibe komplett umfasst.

Was ist die Baumscheibe?

Mit dem Begriff "Baumscheibe" ist nicht die umgangssprachliche Holzscheibe aus einem Baumstamm gemeint. Im Gartenbau bezeichnet der Begriff den Bereich rund um den Stamm des Baumes, welcher von den oben liegenden Baumwurzeln durchzogen und von der Krone des Baumes beschattet wird. Erkennen könnt ihr die Baumscheibe vor allem daran, dass sie meist nicht von Gras oder anderen Pflanzen bewachsen ist.

So gießt ihr mit einem Bewässerungsring

Ihr gießt einmal wöchentlich eine große Menge Wasser in den Bewässerungsring. Dort staut sich das Wasser und versickert so zielgerichtet rund um die Baumscheibe im Boden. Dadurch durchtränkt ihr den Boden bis in die tiefen Bereiche. So bekommen auch die wichtigen tieferen Wurzeln genügend Wasser.

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2. Gießrand und Gießmulde zur Baumbewässerung verwenden

Für diese Art der Baumbewässerung braucht ihr kein Material einzukaufen. Entweder grabt ihr um den Baum einen kreisrunden Bereich ab und schafft so eine ringförmige Vertiefung um den Baum, oder ihr häuft einen kleinen Erdwall rund um den Stamm auf. Profis sprechen dann häufig von einem Gießrand und einer Gießmulde. Die Mulde könnt ihr dann ebenfalls mit Mulch auffüllen. Lasst dabei aber noch einen Rand nach oben frei, damit das Wasser nicht zur Seite wegfließen kann.

So gießt ihr mit dem Gießrand oder der Gießmulde

Ihr bewässert euren Baum genauso wie mit dem Bewässerungsring. Einmal die Woche heißt es: Wasser marsch! Mindestens 100 Liter bei einem kleineren bis mittleren Baum sollten es schon sein. Bei großen Bäumen könnt ihr mit etwa 200 Litern rechnen.

Eine Baumscheibe gefüllt mit Mulch
Eine Gießmulde gefüllt mit Mulch. Man sieht den Umfang der Baumscheibe hier deutlich, auch der kleine Rand für das Wasser ist gut zu erkennen. © iStock

3. Baumsack oder Baumbad zur Baumbewässerung verwenden

Einen anderen Ansatz verfolgt die dritte Methode der Baumbewässerung, das Bewässern mit einem Baumsack oder auch Baumbad. Der Vorteil: Ihr müsst nicht graben oder Erde aufschütten, sondern könnt ohne großen Aufwand und mobil bewässern. Mobil, da ihr den Sack schnell und einfach an- und wieder abbauen könnt und ihn so auch für mehrere Bäume nutzen könnt.

Auch hier bietet es sich an, die Baumscheibe mit Mulch zu bedecken und darauf dann den Sack zu stellen. Das Bewässern mit einem Baumsack bietet sich vor allem bei kleineren und neugepflanzten Bäumen an. Das noch junge Wurzelwerk wird hier schonend mit Wasser versorgt und kann dadurch gut und tief anwurzeln.

So gießt ihr mit einem Baumsack

Der Baumsack wird einfach mit einem Klettverschluss oder einem Spanngurt am Stamm angebracht und mit Wasser gefüllt. Der Boden des Sackes ist perforiert. So gibt der Sack dann über einen gewissen Zeitraum sein Wasser direkt an den Baum ab. Bei größeren Bäumen könnt ihr auch mehrere Säcke verwenden.

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4. Baumbewässerung Marke Eigenbau

Unsere vierte Methode greift das Prinzip des Baumbades auf. Ihr könnt mit zwei Mörtelkübeln (Kosten etwa 10 Euro im Baumarkt) eine einfache und kostengünstige Baumbewässerung Marke Eigenbau konstruieren.

Die Kübel sollten dabei ein Fassungsvermögen von jeweils 65 Litern haben. In die Böden der Kübel bohrt ihr 20 Löcher mit zwei bis drei Millimetern Durchmesser. Dann positioniert ihr die Kübel einfach direkt am Stamm und füllt sie mit Wasser. Den Rest erledigt die Schwerkraft. Fertig ist die Bewässerung Marke Eigenbau.

5. Bewässerungsautomatik: Geeignet für Bäume in Kübeln

Wenn ihr Bäume in Kübeln auf dem Balkon gepflanzt habt und nicht selber gießen könnt, bewässert ihr diese am besten mit einem vollautomatischen Blumenkastenbewässerungssystem. Die Bewässerung mit Tonkegeln, wie sie bei Topfpflanzen gut funktioniert, ist hier nicht sinnvoll. Bäume – auch solche in Kübeln – benötigen einfach zu viel Wasser. Und die Bewässerungskegel sind dafür unterdimensioniert.

Das automatische Bewässerungssystem arbeitet mit einer elektrischen Tauchpumpe. Diese stellt ihr einfach in einen Mörtelkübel mit ausreichend Wasser (65 bis 100 Liter) auf den Balkon. Die programmierbare Zeitschaltuhr versorgt dann über ein Schlauchsystem und Düsen die Pflanzenkübel mit Wasser. Ihr braucht also nur eine Steckdose, aber keinen Wasseranschluss dafür. Einige Systeme arbeiten dabei sogar ohne Stromanschluss mit Solarenergie.

Ein Bewässerungssystem für den Balkon
Für alle Balkone und Terrassen ohne Wasser- und Stromanschluss, ist die Solar-Bewässerung AquaBloom von Gardena eine Lösung. © Gardena

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