Mähroboter im Garten und Hund im Hintergrund auf der Terrasse
© iStock/Getty Images/Ziga Plahutar

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Mähroboter und Haustiere: 5 Tipps, die ihr beachten solltet

Deborah Hucht

Deborah Hucht

Ihr habt Hunde, Katzen oder Kinder und wollt euch einen Mähroboter kaufen? Damit dieser nicht zur Gefahr für eure Haustiere oder die Kleinsten wird, haben wir hier fünf Sicherheits-Tipps für euch.

Trifft ein Mähroboter auf ein Hindernis, sollte er stoppen. Doch nicht immer funktioniert die Technik einwandfrei – und es kommt zu Unfällen mit Hunden, Katzen, Wildtieren oder sogar Kindern. Wir haben für euch zusammengefasst, wie ihr die größten Gefahrenquellen für eure Haustiere und Kinder ausschaltet.

1. Sind Mähroboter gefährlich für Haustiere und Kinder?

Rasenmähroboter können euren Haustieren und auch euren Kindern Verletzungen zufügen. Dann nämlich, wenn sie wider Erwarten nicht bremsen sollten – und Kind, Hund oder Katze über den Fuß fahren. Durch die Messer können Schnittverletzungen vorkommen. In der Regel besitzen die hochwertigen Modelle spezielle Sensoren und stoppen, wenn sich ein Kind oder Tier nähert.

Doch nicht immer funktionieren die Geräte wie gewünscht. In einem Test von Stiftung Warentest erhielt keiner der elf getesteten Mähroboter das Testurteil "gut", denn nicht ein einziges Modell war genügend auf spielende Kinder eingestellt. Mehr Infos zu den Mähroboter-Tests von Stiftung Warentest findet ihr unter Tipp 5.

2. Mähroboter als Gefahr für Wildtiere

Nicht nur Haustiere, auch Wildtiere fallen immer wieder mal Mährobotern zum Opfer. Gerade Mähroboter-Unfälle mit Igeln häufen sich laut einem Bericht der Welt – weil viele Besitzer ihren Mäher nachts laufen lassen. Igel flüchten nicht, sondern rollen sich zusammen. So kommt es, dass sie wiederholt von einem Mäher überfahren und dadurch lebensgefährlich oder sogar tödlich verletzt werden.

Auch Frösche, Kröten und Insekten sind gefährdet, da sie von vielen Modellen gar nicht als Hindernis erkannt werden. Besonders, wenn ihr einen Naturgarten angelegt habt, in dem viele Wildtiere ein Zuhause gefunden haben, sollte die Anschaffung eines Mähroboters genau überlegt sein.

3. Gefahrlose Zeitfenster zum Mähen finden

Programmiert eure Mähroboter so, dass sich weder Haustiere noch Wildtiere im Garten befinden. Vormittage sind ideal – wenn ihr auf der Arbeit seid und die meisten wildlebenden Tiere Ruhe halten. Vermeidet es, den Roboter in der Dämmerung oder nachts laufen zu lassen.

4. Den Mähroboter, Tiere und Kinder im Auge behalten

Kontrolliert regelmäßig euren Rasen und bringt Kröten oder Frösche in Sicherheit, bevor euer Mähroboter loslegt. Behaltet eure Haustiere – und eure Kinder – im Auge, wenn ihr wisst, dass euer Roboter läuft. Sensibilisiert eure Kinder, dass sie nicht in der Nähe des Mähroboters spielen. Und trainiert euren Hunden (und Katzen) an, einen Bogen um die Geräte zu machen.

Ihr seid euch noch nicht sicher, ob ihr in einen smarten Rasenmäher investieren wollt? Dann kann euch unser Artikel "Mähroboter: Die Vorteile und Nachteile" bei der Entscheidung helfen.

5. Stiftung Warentest: Sind Mähroboter tier- und kindersicher?

Seit 2016 gelten laut dem Industrieverband Garten (IVG) schärfere Vorgaben, was das Erkennen von Tieren oder Kinderfüßen durch die Mähroboter angeht. Hersteller wie Husqvarna, zu deren Konzern auch Gardena gehört, arbeiten stetig daran, die Modelle sensibler zu gestalten.

In einem Versuch der Stiftung Warentest aus dem Jahr 2018 schnitten sechs von acht Geräten im Bereich Sicherheit gerade mal mit "befriedigend" ab. Zwei fielen gleich durch: Sie hatten die im Versuch verwendeten Kinderschuhe gar nicht als Hindernis erkannt und ihnen erheblichen Schaden zugefügt.

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Im aktuellsten Mähroboter-Test von Stiftung Warentest aus dem Jahr 2020 (Abruf kostenpflichtig) versagten alle elf getesteten Mähroboter in puncto Sicherheit. Zwar wiesen viele der Mähroboter weniger Lücken unter dem Gehäuse auf, durch die Kinderhände oder eine Hundepfote greifen können. Ein Mähroboter hatte sogar gar keine.

Sobald die Rasenroboter aber Fahrt aufnahmen, machte nur einer von elf Mährobotern vor flach auf dem Boden liegenden Gegenständen, wie zum Beispiel einem vier Zentimeter dicken Holzstab, halt. Dieser simulierte im Test einen flach auf dem Boden ausgestreckten Kinderarm. Mehr Informationen zum Test erhaltet ihr in unserem Artikel "Mähroboter gefährlich für Kleinkinder: Stiftung Warentest kritisiert Hersteller".

Auch die Stiftung Warentest rät deshalb allen Haustierbesitzern sowie Eltern von Kindern: Während der Mähzeiten solltet ihr eure Hunde, Katzen oder andere Haustiere und auch eure Kinder von den Mährobotern fernhalten.

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Die beste Kontrolle über den Rasenmäher hat man nach wie vor, wenn man ihn selbst bedient. Welche Geräte im Test der Stiftung Warentest am besten abschnitten und was sie kosten, erfahrt ihr hier:

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