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Wohnen | Statement

Ordnung schaffen: So bleibt es (fast) immer aufgeräumt

Eva Brenner

Eva Brenner

Langfristig raus aus dem Chaos! Wohnglück-Kolumnistin Eva Brenner gibt euch Tipps, wie ihr mit relativ einfachen Mitteln auch dauerhaft Ordnung haltet – und wie ihr euch fürs Aufräumen richtig motiviert.

Ja, wir alle wissen es. Und dennoch halten wir uns oft selbst nicht dran: Sofort alles wegzuräumen ist die beste Art, um Ordnung zu schaffen. Denn es ist viel angenehmer, das Aufräumen direkt zu erledigen, statt alle unliebsamen Dinge über einen längeren Zeitraum beseitigen zu müssen. Der Klassiker hier ist wohl das schmutzige Geschirr. In dieser Kolumne also ein paar Tipps von mir, wie ihr es schafft, mit relativ einfachen Mitteln auch auf Dauer Ordnung zu halten.

Ordnungssysteme einführen

Ein Ordnungssystem bedeutet für mich: Alles sollte einen festen Platz haben. Natürlich gibt es auch Dinge, die wir mal sofort im Raum benötigen, wie zum Beispiel ein Ladekabel. Aber damit ihr das auch schnell wiederfindet, solltet ihr für Dinge, die gerade nicht in Benutzung sind, einen festen Ort vorsehen.

Ich räume mir aber die persönliche Freiheit im Alltag ein, auch mal in der Eile ein paar Sachen liegen zu lassen. Aber dann plane ich – entweder morgens gleich nach dem Aufstehen oder abends vor dem gemütlichen Teil des Tages – 30 Minuten ein, um konsequent einmal in der ganzen Wohnung "klar Schiff" zu machen.

Weitere Hacks für mehr Ordnung findet ihr auch in unserem Artikel: Wohnung sauber halten: 10 goldene Regeln für Faule

Das Körbchen-System

Das Körbchen-System ist besonders gut geeignet für Treppen. Treppen sind bei vielen Menschen eine Ablage für Dinge, die nach oben oder nach unten sollen – und da kommt das Körbchen-System ins Spiel. Sammelt einfach die Objekte, die in die andere Etage sollen, in einem Körbchen neben der Treppe.

Dann könnt ihr sie problemlos mit nach oben/unten nehmen und müsst euch im Fall eines spontanen Besuchs nicht schämen, dass die Treppe mit Kleinkram voll liegt. Denn genau die Dinge, die bei uns Panik auslösen, wenn unerwarteter Besuch vor der Tür steht, sind die Dinge in unserem Haushalt, die wir ganz schleunigst ändern sollten!

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Übrigens: Ihr könnt so einen Treppenkorb oder Stufenkorb bei Amazon bestellen [Anzeige*]

Ordnungshelfer richtig nutzen

Wer hätte das gedacht? Ja, Ordnungssysteme erfüllen tatsächlich ihren Zweck, indem sie den vorgesehen Raum für ein Objekt verkleinern. Angenommen ich habe beschlossen, dass meine ungenutzten Regenschirme im Flurschrank lagern. Dann ist es sinnvoll, dort eine Kiste hinzustellen, in der die Schirme liegen oder stehen. Oder eine Befestigung an der Tür anzubringen, sodass die Schirme nicht kreuz und quer im Schrank herumfliegen (wenn es beim Wegräumen mal wieder schnell gehen musste), sondern an dem zugewiesenen Platz auf ihren nächsten Einsatz warten.

Nicht umsonst gibt es Begriffe wie Schirmständer oder Hutablage, manche Dinge sollten wir einfach auch entsprechend nutzen. Um noch mal auf das unliebsame Thema "Geschirr" zurückzukommen: Das Abtropfbecken dient dem Abtropfen des Geschirres – und nicht der Bequemlichkeit, das Geschirr einfach so lange stehen zu lassen, bis man es wieder nutzt. Hin und wieder sollte der Name einfach Programm bleiben, oder?

Die Sache mit der Wäsche

Wenn wir jeden Tag unsere Gebrauchsgegenstände nach Nutzung unmittelbar wegräumen – wie gehen wir nun also mit den Dingen um, die nicht jeden Tag erforderlich sind? Oder die mehrere "Ordnungsvorgänge" erfordern, wie zum Beispiel das Waschen der Kleidung am Abend?

Natürlich macht es erst Sinn eine Maschine anzuwerfen, wenn genügend Schmutzwäsche da ist. Aber dann solltet ihr sofort loslegen und nicht erst warten, bis sich fünf Maschinen Dreckwäsche angehäuft haben. Denn dann löst das Aufhängen, Abnehmen, Falten und Bügeln bei denen, die keine Freude daran empfinden, nur noch größere Frustration aus.

Jeder muss da einen Weg für sich finden, es lohnt sich schließlich auch nicht, für jedes T-Shirt einzeln das Bügeleisen anzuschmeißen. Aber spätestens bei drei Körben Wäsche hört der Spaß dann definitiv auf. Schaut, dass das Wäschethema sich bei euch in allen Bereichen immer die Waage hält, indem ihr so oft wie möglich (und nötig) am Ball bleibt.

Damit auch der Wäscheständer nie wieder im Weg herumsteht, hier noch zwei praktische und platzsparende Lösungen:

Deckentrockner Wäsche
Mit dem Deckentrockner Hangbird, den es in verschiedenen Lackierungen und Seilfarben gibt, verschwindet die Wäsche praktischerweise unter der Decke. © Hangbird

Der allbekannte Putzplan

Auch ein Putzplan kann Ordnung schaffen, indem man sich mit seiner Hilfe wichtige Dinge vor Augen führt, die erledigt werden müssen. Das gilt gerade in Bezug auf die Dinge, die nicht jeden Tag erledigt werden müssen, wie zum Beispiel das Aufräumen und Reinigen des Kühlschranks oder das Staubwischen auf dem Türrahmen.

Na, wer fühlt sich gerade erwischt, das alles schon viel zu lange nicht mehr getan zu haben? Schreibt es euch einfach auf, macht einen Termin im Kalender, nutzt die Erinnerungsfunktionen eures Smartphones – was auch immer. Aber erinnert euch selbst an solche Dinge, denn sie müssen erledigt werden, auch wenn ihr euch gern davor drückt.

Bevor ihr aber jetzt alle in die Küche rennt, um euren Kühlschrank zu säubern, denkt immer daran: Auch die richtige Arbeitsatmosphäre ist wichtig beim Putzen und Aufräumen. Macht euch laute Musik an, hört ein spannendes Hörbuch oder schaltet den Fernseher beim Bügeln ein, dann macht sich der Haushalt doch fast von allein.

Ein kleiner Motivationsschub

Jetzt mal Hand aufs Herz: So ein aufgeräumter Schrank macht einen nach der Fertigstellung bei der Betrachtung doch glatt ein bisschen stolz, oder? Und das Sortieren und Ordnen macht gerade mit schönen, einheitlichen Behältern viel mehr Spaß!

Wenn euch immer noch die Motivation fehlt, dann schaut euch doch einfach mal ein paar gelungene Beispiele im Internet an. Und wenn ihr das Gefühl bekommt, ihr hättet es auch gerne so ansehnlich organisiert – dann fangt einfach an!

Und hier noch drei schöne Wohnglück-Artikel, die ich euch empfehlen möchte und die euch in Sachen "Ordnung halten" unterstützen:

Mehr zu Eva Brenner: Ihr wollt gern wissen, wie ihr eure Zimmerdecke zum Hingucker macht? Oder welche Wandfarbe für euch die richtige ist? Diese und weitere Kolumnen hat Eva Brenner exklusiv für Wohnglück geschrieben. Ihr findet alle Kolumnen in unserer großen Übersicht:

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