Wohnzimmer mit Kaminofen
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Wohnen | Info-Guide

Kaminofen kaufen: 6 Möglichkeiten, Feuer in eure Wohnung zu bringen

Tanja Müller

Level: Für Alle

Schwedenofen, Pelletkamin, Kachelofen oder Gaskamin: Egal, ob ihr in einer Wohnung oder einem Haus lebt, es gibt für jede Wohnsituation die passende Feuerstätte. Wir sagen euch, was sie kostet und zeigen die schönsten Kaminofen-Modelle.

Nichts ist an kalten Tagen schöner, als vor einem Kaminfeuer wieder aufzutauen. Gerade in der Übergangszeit könnt ihr die Zentralheizung tagsüber auf Sparflamme laufen lassen, denn ein Kaminofen bringt euch zum Feierabend im Nu behagliche Wärme ins Wohnzimmer. Zum einen spart so eine Feuerstätte Energie und Kosten, zum anderen bringt sie eine besondere Atmosphäre in euer Zuhause. Und dekorativ ist sie noch dazu.

Wir stellen euch verschiedene Arten von Kaminöfen vor, sagen euch, mit welchen Preisen ihr für den Einbau rechnen müsst und zeigen die schönsten Kaminofen-Modelle.

Schwedenofen: Der Unkomplizierte

Den stärksten Boom verzeichnet die Kaminöfen, auch als Schwedenofen bekannt.. Das kommt nicht von ungefähr, lässt er sich doch praktisch in jede Wohnung einbauen. Ihr braucht einzig einen geeigneten Schornstein für den Abzug. Und wenn ihr womöglich einmal umzieht, nehmt ihr die Feuerstätte einfach mit.

Kaminöfen mit moderner Verbrennungstechnik garantieren eine umweltschonende Verbrennung und erfüllen alle Emissionsschutzverordnungen. Da könnt ihr getrost das Design als Auswahlkriterium in den Vordergrund rücken. Da Kaminöfen vormontiert sind, geht ihr Einbau zumeist schnell vonstatten. Die Preisspanne ist groß. Sie reicht von 500 bis 5.000 Euro.

Ebenso groß ist die Design-Vielfalt, wie unsere Galerie zeigt:

Pelletofen: Der Smarte

Längst müsst ihr Kaminöfen nicht mehr nur mit Stückholz befeuern. Holzpellets, der Brennstoff der Zukunft, steigt vom Heizungskeller in die Wohnzimmer auf. Spezielle Heizeinsätze für die preiswerten Presslinge werden immer beliebter. Etliche Hersteller bringen Pelletöfen auf den Markt, die in Punkto Design ihren mit Holzscheiten befeuerten Kollegen in nichts nachstehen.

Mikroprozessoren steuern die Geräte. Über ein Thermostat könnt ihr die Raumtemperatur regeln. Das geht ganz bequem mit der Fernbedienung vom Sessel oder auch vom Handy aus – falls es im Büro doch wieder einmal länger dauert. Mit 2.000 Euro Anschaffungskosten solltet ihr mindestens rechnen.

Wasserführender Kaminofen: Der Ökonomische

Gleich ob mit Pellets oder mit Scheitholz betrieben, bei Kaminöfen könnt ihr zwischen zwei Varianten wählen – der luft- und der wasserführenden. Erstere beheizt nur den Raum. Noch ökonomischer ist die zweite: Ausgestattet mit einem Wasser-Wärmetauscher erhitzt sie zusätzlich Wasser, das in einen Pufferspeicher eingespeist wird. Damit könnt ihr das ganze Haus heizen oder Warmwasser bereiten.

Wasserführende Kaminöfen kosten je nach Leistung und Ausstattung zwischen 2.000 bis 5.000 Euro. Dazu kommen noch 500 bis 800 Euro für einen 1.000 Liter fassenden Pufferspeicher. Integrierte Wärmetauscher und Hygienespeicher für Trinkwasser erhöhen die Preise noch. Übrigens könnt ihr euch auch klassische Kachelöfen mit Wasserführung bauen lassen.

Kachelofen: Der Klassiker

Seine angenehme und ob der Speicherfähigkeit der Kacheln langanhaltende Wärme macht den Traditionskamin so beliebt. In modernen Bauformen erlebt der Kachelofen gerade eine Renaissance. Das gute Stück fordert Platz im Raum, ist dafür aber von bleibenden Wert. Vom Ofensetzer individuell angefertigt, hat die Feuerstätte ihren Preis. Der beginnt etwa bei 5.000 Euro.

Dank verschiedener Oberflächenstrukturen, Glasurfarben, Formen und Formate passt sich die Ofenkachel heute nahezu jedem Einrichtungsstil an. Ihr solltet euch unbedingt vom Ofenbauer beraten lassen. Er berechnet die Feuerstätte optimal auf Raumgröße und Wärmebedarf.

Unsere Bildergalerie zeigt ein paar Beispiele moderner Kachelöfen:

Grundofen: Die Dauerheizung

Einen Grundofen, auch als Speicher- oder Specksteinofen bekannt, könnt ihr als Dauerheizung nutzen – auch für mehrere Räume. Aufgebaut aus keramischen Speichermaterialien, bietet der Grundofen eine lang anhaltende, gleichmäßige Heizleistung. Sein Prinzip: Heizgase ziehen durch ein komplexes Zugsystem aus Schamottesteinen. Diese speichern die Wärme und geben diese ganz langsam in den Raum ab. Die Strahlungswärme empfinden wir als besonders angenehm.

Der Grundofen ist im Niedrigenergie- oder Passivhaus eine gute Wahl, weil er ob seiner gleichmäßigen Wärmeabgabe die Räume nicht überhitzt. Der aufwendige Aufbau und die individuelle Ausführung kosten: Los geht es hier bei 5.000 Euro. Einen Grundofen könnt ihr schlicht verputzen oder mit Kacheln verkleiden lassen.

Ein klassischer Grundofen sorgt für eine angenehme Wärme. © Günther Seyrlehner

Gaskamin: Der Komfortable

Wenn ihr womöglich im fünften Stockwerk wohnt und kein Holz schleppen wollt, kann ein Gaskamin als Alternative dienen. Gaskamine finden immer mehr Liebhaber, wohl ob des unvergleichlichen Komforts. Schließlich lassen sie sich wie inzwischen viele Kaminöfen via Fernbedienung oder über WLAN steuern.

2.000 Euro Anschaffungskosten solltet ihr mindestens für einen Gaskamin veranschlagen. Gaskamine könnt ihr mit Erdgas oder via Gasflasche betreiben. Einige Bundesländer schreiben für den Betrieb nicht zwingend einen Schornstein vor. Dann lässt sich das Abgasrohrsystem nachträglich installieren, auch über einen Außenwandanschluss. Hier fragt ihr am besten den Schornsteinfeger.

Die mit Gas betriebenen Einbaukamine von Leda bieten auch bei geringem Verbrauch und niedriger Heizleistung die volle Dosis Romantik. © Leda

Weitere Möglichkeiten, Kaminfeuer ohne Schornstein und Holz in euer Zuhause zu bringen, findet ihr in unserem Artikel "Biofeuer, Ethanolkamin und andere Dekofeuer".

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