Eine ältere Frau sitzt in einem Gartenstuhl und entspannt im Sonnenschein.
© Getty Images/Lilly Roadstones

Wohnen | Ratgeber

Strand im Garten: So schafft ihr Beach-Feeling im eigenen Zuhause

Lisa Gutknecht

Ein Strand im Garten weckt Urlaubsgefühle und lädt an Wochenenden oder nach Feierabend zum Erholen ein. Mit wenig Aufwand lässt sich ein kleiner Gartenstrand anlegen. Alles über Material, Kosten und typische Fehler.

In unmittelbarer Strandnähe zu wohnen, bleibt für die meisten Menschen zeitlebens ein Traum. Das Gute aber ist: Lässt sich das Zuhause schon nicht an die See verfrachten, so könnt ihr doch zumindest das Beach-Feeling vor eure Haustür holen. Ein eigener kleiner Strand im Garten ist die Lösung – und gar nicht schwer umzusetzen. Hier erfahrt ihr, was einen guten Gartenstrand ausmacht und wie ihr ihn in wenigen Schritten anlegt.

Was macht einen guten Strand im Garten aus?

Damit euer Strand im Garten dem Original an Nordsee oder dem Mittelmeer möglichst nahe kommt, solltet ihr ein paar Dinge beachten. Das braucht ihr für authentisches Beach-Feeling:

Sand für euren Strand

Ein Strand ohne feinen Sand unter den Füßen kommt natürlich nicht in Frage. Im Baumarkt oder bei Fachhändlern wie Kies Direkt bekommt ihr das Fundament für euren Gartenstrand. Der Sand sollte möglichst fein sein: 0,3 bis 1 Millimeter Körnung sind ideal. Es gibt sogar speziellen Beach-Sand. Ansonsten eignen sich Schwemmsand, Spielsand oder alternativ feiner Kies.

Strandbepflanzung

Pflanzen machen das Gesamtbild rund: Passend zum sandigen Untergrund solltet ihr Gewächse wählen, die sich an Trockenheit und Sonne nicht stören. Gute Strandpflanzen sind:

  • Sanddorn
  • Rosmarinweide
  • Apfelrose
  • Strandroggen
  • Dünenrose
  • Stranddistel
  • Strandflieder
  • Amethyst-Schwingel
  • Heiligenkraut
  • Perlkörbchen
  • Wollziest
  • Schmucklilie

Damit Wasser gut abfließen kann, sollte der Boden rund um eure Strandpflanzen durchlässig sein. Das erreicht ihr mit einer Kombination aus lockerer Gartenerde und Schotter. Oder ihr nutzt einfach Töpfe, die ins Gesamtkonzept eures privaten Beachclubs passen.

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Beach-Möbel zum Entspannen

Richtig erholen lässt es sich am privaten Gartenstrand mit passenden Möbeln. Bequeme Liegestühle, eine Hängematte mit Gestell oder ein Strandkorb laden zum längeren Verweilen ein. Luxuriöser geht es mit einer Lounge-Garnitur aus Rattan zu. Wer sparen will, kann seinen Liegeplatz natürlich schlicht und einfach mit einem Handtuch oder einer Luftmatratze markieren.

Dekoration mit Strandflair

Die Dekoration ist das i-Tüpfelchen für den Strand im Garten. Treibholz, Muscheln, Kies und Natursteine schaffen ein Wohlfühlambiente. Eine Boje, ein Anker oder ein Rettungsring können für extra Urlaubsfeeling sorgen. Ebenso wie die passende Beleuchtung. Fackeln, Lampions und Solarlichter komplettieren euren Gartenstrand.

Für lange Abende in eurem privaten Beachclub eignet sich eine Feuerstelle. Was ihr dabei alles beachten müsst, erfahrt ihr in unserem Artikel Feuerstelle im Garten: So schafft ihr echte Lagerfeuer-Atmosphäre.

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Pool oder Badeteich

Wer das Strandgefühl perfekt machen will, braucht selbstverständlich eine Wasserquelle. Sei es zum Abkühlen an heißen Tagen oder für plätschernde Hintergrundgeräusche. Badespaß versprechen ein naturbelassener Badeteich oder ein Außenpool. Modelle zum Aufblasen oder Stahlwandpools sind die günstigsten Varianten. Ein Springbrunnen oder ein Wasserfall im Garten laden zwar nicht zum Plantschen ein, runden die Urlaubsidylle aber trotzdem ab.

Strand im Garten: 4 Typische Fehler

Ein Gartenstrand kann vom Sandkorn bis zur Deko perfekt durchdacht sein, doch wenn ihr diese vier Fehler begeht, ist die Urlaubslaune schnell vergangen:

1. Ihr habt einen Windschutz vergessen

Der feine Sandstrand darf euch beim ersten Sturm nicht gleich um die Ohren fliegen. Ihr solltet für die gewünschte Fläche deshalb Boden abtragen und den Sand in einer etwa zehn Zentimeter tiefen Grube aufschütten. Rundherum am besten Pflastersteine oder dekorative Ziersteine verlegen. Sie grenzen euren Strandbereich optisch vom restlichen Gelände ab und schützen zusätzlich vor Verwehungen.

Idealerweise wählt ihr für euren Strand im Garten einen windgeschützten Standort. Achtet darauf, dass keine Laubbäume in der Nähe sind, die leicht Blätter verlieren.

2. Ihr plant den Sonnenschutz nicht ein

Als Sonnenanbeter vergisst man schnell einmal einen geeigneten Schattenspender mit an den Strand zu nehmen. Dieser Fehler sollte euch in der heimischen Beach-Oase nicht unterlaufen. Schließlich wollt ihr hier bei gutem Wetter viele Stunden verbringen. Ein Sonnenschirm schützt eure Gäste und euch selbst. Bedenkt, dass die Fläche großzügig genug ist, damit auch spielende Kinder genügend Schatten abbekommen.

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3. Ihr denkt nicht an Unkraut

Damit ihr lange Freude an eurem feinen Sandstrand habt, solltet ihr vorausschauend planen. Unter die Sandschicht gehört Unkrautvlies. Der spezielle Untergrund ist wasserdurchlässig und verhindert, dass Unkraut euer Beachfeeling verdirbt. Ein weiterer Vorteil: Ihr könnt den Strand dank der Plane jederzeit problemlos abtragen oder verlegen.

4. Ihr schützt euren Gartenstrand nicht vor Katzen

Nicht nur eure Familie, auch freilaufende Katzen werden euren Strand im Garten lieben. Die Haustiere nutzen feinen Sand allzu gern als Katzenklo. Um euch davor zu schützen, könnt ihr Düfte in die Ecken eures Sandareals sprühen: Ätherische Öle wie Orange, Zitrone und Pfefferminze schrecken die Streuner ab. Ebenso zuverlässig lassen sich Katzen mit Wasser vertreiben – zum Beispiel aus dem Rasensprenger oder einer Wasserpistole.

Was kostet ein Strand im Garten?

Das Budget für einen Gartenstrand hängt natürlich stark von euren Ansprüchen ab. Grundsätzlich könnt ihr mit folgenden Kostenpunkten rechnen:

Übersicht: Kosten für einen Strand im Garten

  • Material
  • Kosten
  • Sand
  • ab circa 150 Euro pro Kubikmeter inklusive Lieferung
  • Unkrautvlies
  • circa 10 Euro pro Quadratmeter
  • Ziersteine oder Pflastersteine
  • circa 1 Euro pro Stein oder 25 Euro pro Kilogramm
  • Pflanzen
  • circa 100 Euro

Für einen circa zehn Quadratmeter großen Strand im Garten fallen Kosten von rund 500 Euro an, ohne Möbel und Dekoration.

How to: So legt ihr euren Strand im Garten an

Bereit für euren eigenen Beachclub im heimischen Garten? Los geht's:

  1. Wählt einen geeigneten, windgeschützten Standort im Garten und steckt die Fläche ab.
  2. Tragt eine zehn Zentimeter dicke Erdschicht ab und legt diese mit Unkrautvlies aus. Alternativ eignet sich Teichfolie.
  3. Füllt die Fläche mit Sand auf und verlegt am Rand Steine.
  4. Fehlen nur noch die Bepflanzung und die Dekoration – mit Möbeln, Holz, Muscheln und Co. macht ihr euren Strand im Garten perfekt.

Ihr habt keinen eigenen Garten für den persönlichen Strand, die Umsetzung ist euch zu aufwendig oder einfach zu teuer? Dann wir haben eine günstige Alternative für euch, wie es mit dem Urlaubsfeeling zu Hause doch noch klappt:

Urlaubsziel Balkon: 8 Tipps für eure persönliche Oase

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