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Wohnen | Checkliste

Urlaubsziel Balkon: 8 Tipps für eure persönliche Oase

Michael Penquitt

Michael Penquitt

Level: Für Anfänger

Der Balkon wird bei der Einrichtung häufig stiefmütterlich behandelt. Mit diesen 8 Tipps wird er zum idealen Rückzugsort, um dem Alltag zu entfliehen!

Nicht immer lassen Zeit und Geld einen ausgiebigen Urlaub im sonnigen Ausland zu – und das braucht es auch nicht immer. Vor allem in den warmen Sommermonaten kann bereits ein Kurzurlaub auf Balkonien wahre Wunder bewirken. So richtig schön baumelt die Seele aber nur, wenn es der Balkon erlaubt. Mit diesen einfachen Tipps macht ihr euren Balkon zu einer Oase der Entspannung.

1. Balkon entrümpeln

Das Wichtigste zuerst: In vielen Haushalten gleicht der Balkon einer Outdoor-Abstellkammer. Gerade über den Winter sammeln sich allerhand Unrat, Pfandflaschen, Laub und Spinnweben an. Deswegen gilt auch hier der Tipp aller Tipps: Erstmal aufräumen und entrümpeln. Und wenn ihr schon dabei seid, könnt ihr auch gleich den Grill sauber schrubben. Erst dann solltet ihr mit dem Einrichten loslegen.

2. Der Boden ist das Fundament

Bevor ihr Möbel und anderes Zeugs auf den Balkon stellt, kümmert euch um den Boden. Denn euer Balkon soll nicht nur schön aussehen, er soll sich auch schön anfühlen. Die meisten Balkonböden sind in ihrer Standardausführung jedoch wahrlich keine Augenweiden.

Als Eigentümer könnt ihr den Balkon komplett sanieren und ein festes Holzdeck oder Outdoor-Fliesen verbauen. Deutlich einfacher und günstiger ist es, den Untergrund mit klickbaren Holzfliesen auszustatten.

3. Sich der Balkonfläche anpassen

Die wenigsten Balkone sind wirklich groß. Ganz im Gegenteil: In den meisten Fällen müssen kreative und pragmatische Lösungen her, um den wenigen Platz gut zu nutzen, ohne dass wir wieder am Ausgangspunkt stehen.

Wenn ihr dennoch gerne auf dem Balkon frühstückt, solltet ihr auf leichtes Mobiliar zurückgreifen. Für kleine Balkone eignen sich vor allem klappbare Stühle und Tische, die bei Bedarf aufgestellt werden. Die gibt es mittlerweile nicht mehr bloß aus billigem Plastik, sondern auch in Ausführungen, die sich sehen lassen können.

Etwas größere Balkone vertragen auch größere Möbel. Da bietet sich eine Lounge-Ecke mit niedrigen, gepolsterten Sitzmöbeln mit Lehne an. Wenn ihr etwas handwerkliches Geschick mitbringt, könnt ihr die Möbel mit wenigen Handgriffen auch selber bauen.

4. Macht es euch gemütlich

Wenn selbst die schlanksten Möbel keinen Platz auf dem Balkon finden oder ihr ihm eine Extraportion Wohnlichkeit verpassen wollt, solltet ihr über Kissen, Teppiche und Decken in eurem kleinen Paradies nachdenken. Habt keine Angst vor Muff und Schimmel, moderne Outdoor-Textilien sind wasserfest und witterungsbeständig.

Selbst unansehnliche Böden lassen sich so in einen schmucken Untergrund verwandeln. Durch einen geschmackvoll arrangierten Kissen- und Deckenhaufen lässt sich sogar ein französischer Balkon auf die Wohnfläche ausdehnen und in ein gemütliches Plätzchen verwandeln.

5. Naturmaterialien verwenden

Eine Entscheidung, mit der ihr generell bei der Einrichtung eurer Wohnung nicht falsch liegen könnt, ist, euch auf natürliche Materialien zu verlassen. Vor allem der aktuelle Wohntrend Lagom setzt auf eben solche. Und auch dem Balkon stehen gedeckte Farbe, Möbel aus Holz sowie matte Oberflächen.

Der Vorteil: Wer es auf dem Balkon etwas reduzierter mag, braucht dank der rauen Strukturen keine Angst davor zu haben, dass die Wände zu kahl und der Balkon zu kalt wirken. Die Formen dürfen dann auch etwas schlanker und schlichter sein, was kleinen Balkonen zugute kommt. Den Wohlfühlfaktor mindert das in diesem Fall nicht.

6. Entspannung im Grünen

Ohne Pflanzen, kein Balkon. Pflanzen strahlen Ruhe und Gelassenheit aus, verbessern die Luftqualität und fördern dadurch das Wohlbefinden. Selbst wenn ihr keinen grünen Daumen habt, sind das doch genug Gründe, um ein wenig Flora auf den Balkon zu lassen. Außerdem habt ihr die Wahl zwischen unzähligen pflegeleichten, widerstandsfähigen Pflanzen, mit denen ihr kaum etwas falsch machen könnt. Nutzpflanzen bedürfen hingegen meist einer etwas ausführlicheren Pflege. Doch vor allem die Hobby-Küche unter euch sollten einen Mini-Gemüsegarten in Erwägung ziehen.

"Aber ich habe keinen Platz!" Blödsinn, entgegnen wir da. Sogar französische Balkons können in einen grünen Garten mit malerischem Ausblick verwandelt werden. Platzsparend sind Pflanzen nämlich dann, wenn ihr sie aufhängt. Sie können von der Decke hängen, in Blumenkästen am Geländer befestigt sein oder an Rankgittern die Wände hochklettern.

7. Investiert in Gartenwerkzeuge

Was ihr für die Pflege der Pflanzen in jedem Fall braucht, ist Gartenwerkzeug. Und das kann viel mehr sein als ein bloßes, nun ja, Werkzeug. Denn Gartenwerkzeuge können praktisch und dekorativ zugleich sein. Design-Werkzeuge kosten natürlich immer etwas mehr, ihr schlagt damit aber auch gleich zwei Fliegen mit einer Klappe. Gegenstände wie die Gießkanne "Heritage" vom englischen Herstellers Haws oder eine Gartenschere von Manufactum können regelrecht auf dem Balkon inszeniert werden.

8. Beleuchtung

Zu guter Letzt solltet ihr den Balkon ins richtige Licht setzen. Denn gerade wenn ihr gerne lange Sommerabende auf dem Balkon verbringt, wollt ihr nicht im Dunkeln gelassen werden. Was die Beleuchtung angeht, habt ihr die Qual der Wahl: Von Windlichtern und Öllampen zum Aufhängen über größere Feuerschalen bis hin zu LED-Lampen und Solarleuchten habt ihr eine riesige Auswahl an Lichtquellen für euren Balkon. Es liegt einzig und allein in euren Händen, in welchem Licht euer kleines, grünes Paradies künftig erstrahlt.

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