Kinder springen in einen Pool im Garten
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Bauen | Ratgeber

Pool bauen: Mit diesen Kosten müsst ihr rechnen

Ein eigener Swimmingpool im Garten muss kein Traum bleiben. Es gibt die unterschiedlichsten Möglichkeiten, sich ein eigenes Schwimmbecken zu bauen – für jedes Budget. Wir stellen euch die verschiedenen Pool-Varianten vor und nennen die ungefähren Kosten.

Es gibt prinzipiell drei Möglichkeiten für einen Pool im Garten: Entweder ihr lasst einen Swimmingpool in den Boden ein, wobei der Pool aus verschiedenen Materialien bestehen kann. Oder ihr stellt ein oberirdisches Schwimmbecken auf. Daneben gibt es noch die Variante, einen Pool nur zeitweise aufzustellen und im Winter wegzupacken. Die verschiedenen Swimmingpool-Varianten sind natürlich mit unterschiedlichen Kosten verbunden. Wir geben euch einen Überblick, was ein Pool im Garten kostet.

1. Der aufblasbare Quick-Up-Pool

Die schnellste, einfachste und günstigste Lösung für den spontanen Badespaß im Sommer ist ein so genannter Quick-Up-Pool. Er wird einfach auf einer ebenen Fläche ausgebreitet. Dann blast ihr den integrierten Luftring auf, lasst Wasser ein und schon kann das Badevergnügen beginnen.

Diese Pools sind rund und haben einen Durchmesser von bis zu etwa fünf Metern. Ist der Sommer vorbei, baut ihr das Becken einfach wieder ab. Langfristig sicher nicht die beste Lösung, gerade für Mieter aber eine gute Alternative zum großen Gartenpool.

Kosten für aufblasbare Gartenpools: Quick-Up-Pools bekommt ihr schon für um die 100 Euro.

Kinder im Quick-Up-Pool
Ein aufblasbarer Quick-up-Pool ist schnell auf- und auch wieder abgebaut. Er ist die günstigste Poollösung für den heimischen Garten. © Getty Images/iStockphoto

Ein aufblasbarer Quick-Up-Pool ist schnell auf- und auch wieder abgebaut. Er ist die günstigste Poollösung für den heimischen Garten.

2. Der in den Boden eingelassene Swimmingpool

Am elegantesten ist es, den Swimmingpool in den Boden einzulassen. Allerdings birgt ein ebenerdiger Pool auch ein großes Risiko: Kinder oder Tiere können hineinfallen und darin ertrinken. Auch wer keine Kinder hat, sollte dies bedenken. Wenn jemand im Pool zu Schaden kommt, haftet der Besitzer. Bei den Materialien für einen solchen Pool gibt es verschiedene Möglichkeiten, die unterschiedlich teuer sind.

Stahlwand-Folienbecken

Bei dieser Schwimmbad-Variante wird ein Stahlkorpus in runder oder ovaler Form errichtet und mit einer wasserdichten Folie ausgekleidet. Maximal acht Meter Durchmesser und eine Wassertiefe von 1,50 Meter sind möglich. Der Korpus muss gut hinterfüllt werden, damit er nicht irgendwann umkippt.

Kosten für einen Stahlwandpool: Einen Rundpool mit drei Metern Durchmesser und einer Tiefe von 1,20 Metern gibt es ab etwa 600 Euro. Einer mit acht Metern Durchmesser kostet dagegen rund 2.000 Euro. Im Lieferumfang sind häufig Zubehör wie Filter und Poolleiter enthalten.

Kunststoffbecken

Bei den so genannten Einstückbecken aus Polyester oder glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) ist die Form des Pools vorgegeben. Die Bauzeit für einen solchen Pool ist sehr kurz. Das Becken wird in einem Stück geliefert und ihr müsst es lediglich in die passende Baugrube einsetzen. Dafür sind die Transportkosten relativ hoch.

Kosten für ein Kunststoffbecken: Solche Kunststoff-Pools sind bereits ab 5.000 Euro erhältlich, dazu kommen die Kosten für die Montage. Für ein Rechteckbecken mit einer Bahnlänge von acht bis neun Metern müsst ihr mit einem Anschaffungspreis von etwa 10.000 Euro rechnen.

Betoniertes Schwimmbecken

Wer seinen Swimmingpool aus Beton gießt, kann selbst über Größe und Form entscheiden. Ein solcher Pool ist sehr solide und lange haltbar. Allerdings ist diese Variante sehr aufwendig und es fallen hohe Arbeitskosten an – es sei denn, man kann die Arbeiten selbst vornehmen. Ausgekleidet wird das betonierte Becken mit Folie oder mit einem keramischen Belag.

Kosten für ein betoniertes Schwimmbecken: Für so einen betonierten Pool müsst ihr mit 25.000 bis 30.000 Euro rechnen, wenn ihr ihn von Fachfirmen bauen lasst.

Gemauerter Pool

Alternativ zum Beton könnt ihr euer Schwimmbecken auch aus Schalsteinen oder Styroporbausteinen mauern. Lest hier unseren Erfahrungsbericht, wie ihr euch selbst einen solchen Pool bauen könnt. Die Steine werden jeweils auf eine Bodenplatte gemauert und anschließend mit Beton ausgegossen. Der Pool wird dann noch mit einer Folie ausgekleidet.

Kosten für einen gemauerten Pool: Für so einen Pool müsst ihr mit 25.000 bis 30.000 Euro rechnen. Wer Arbeiten in Eigenleistung erbringt, kann auch mit etwa 10.000 Euro auskommen.

Edelstahlbecken

Auch Einstückbecken aus Edelstahl sind möglich. Sie bieten eine edle Optik und das Wasser in einem Edelstahl-Pool heizt sich wesentlich schneller auf und speichert die Wärme länger als in anderen Pool-Varianten.

Kosten für ein Edelstahlbecken: Für einen Swimmingpool aus Edelstahl müsst ihr mit Kosten von rund 30.000 Euro rechnen.

Schwimmteich

Eine Alternative zum klassischen Pool bietet der Badeteich. Wenn ihr darin schwimmen wollt, benötigt ihr jedoch etwas mehr Platz. Der Vorteil eines Badeteichs: Bei den laufenden Kosten ist der Teich äußerst sparsam, da sich das Ökosystem im besten Fall von selbst erhält.

Kosten für einen Schwimmteich: Die Anlage eines Schwimmteichs durch einen Fachmann kostet rund 10.000 Euro. Wer viel in Eigenleistung macht, kann auch hier mehrere Tausend Euro sparen.

In unserer Bildergalerie zeigen wir euch die Vielfalt in den Boden eingelassener Swimmingpools.

3. Das oberirdische Schwimmbecken

Ihr spart bares Geld, wenn ihr das Schwimmbecken nicht oder nur zum Teil versenkt. Es fällt weniger Aushub an und der Arbeitsaufwand ist geringer. Außerdem fällt in einen solchen Pool nicht so leicht ein Kind oder Tier.

Stahlwand-Aufstellbecken

Becken, die über eine Stahlwand verfügen und im Schnitt 120 Zentimeter tief sind, benötigen keine Versenkung. Wer handwerklich geschickt ist, kann sie selbst aufstellen. Aufstellpools sind inzwischen in vielen Baumärkten in den unterschiedlichsten Ausführungen erhältlich.

Kosten für einen Stahlwand-Aufstellpool: ab rund 1.000 Euro. Mehr dazu lest ihr in unserem Artikel "Stahlwandpool: Was ein Aufstellpool kostet und wie ihr sparen könnt"

Oberirdischer Pool
Hier fällt kein Kind aus Versehen rein. Oberirdischer Pool mit Verkleidung in Holzoptik. © Getty Images/iStockphoto

Außenwhirlpool

Eine Alternative, wenn es euch in erster Linie um Entspannung geht, ist ein Außenwhirlpool. Mehr dazu findet ihr in unserer Kaufberatung zu Außenwhirlpools.

Kosten für eine Außenwhirlpool: Ein solider Whirlpool für Garten oder Terrasse mit wenig Schnickschnack kostet zwischen 500 und 2.000 Euro.

Badefass als Alternative in kleinen Gärten

Gerade in kleinen Gärten, wo wenig Platz ist, kann ein Badefass eine Alternative zu einem großen Aufstellpool sein. Ein Badezuber wird beheizt und ist so auch im Winter nutzbar. In unserem Artikel zu Badezubern erklären wir, welche Arten es gibt und was ihr beim Kauf beachten solltet. Ein Badefass könnt ihr aber auch selbst bauen.

Kosten für ein Badefass: Einen Badezuber aus Fichtenholz bekommt ihr ab 500 Euro.

Laufende Kosten für einen Pool im Garten

Neben den einmaligen Anschaffungskosten müsst ihr für euren Pool auch die laufenden Betriebskosten einplanen. Die sind von verschiedenen Faktoren abhängig, wie der Poolgröße, der Nutzungsdauer und -häufigkeit sowie den Außentemperaturen.

Ganz pauschal kann man für Frischwasser, Strom- und Heizkosten und die regelmäßige Reinigung mit Kosten von 1.000 bis 2.500 Euro pro Jahr rechnen.

Pool im Garten bauen: So geht's!

Ihr habt euch für eine Variante entschieden? Sehr gut! Wir verraten euch alles Übrige, was ihr beim Bau eines Pools im eigenen Garten beachten müsst. Wir wünschen euch viel Spaß bei eurem ganz eigenen Pool-Projekt!

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