Runder Stahlwandpool im Garten
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Wohnen | Ratgeber

Stahlwandpool: Was ein Aufstellpool kostet und wie ihr sparen könnt

Lisa Gutknecht

Ein Stahlwandpool ist eine günstige Möglichkeit, sich den Traum von der eigenen Bade-Oase im Garten zu erfüllen. Hier erfahrt ihr, was ein Aufstellbecken aus Stahl so attraktiv macht, was es kostet und wie ihr Geld sparen könnt.

Viele Wege führen zum Pool im eigenen Garten. So zum Beispiel auch ein Stahlwandpool: Er zählt ebenso wie der Quick-Up-Pool zur Kategorie der sogenannten Aufstellpools. Je nach Form und Größe könnt ihr ihn entweder frei aufstellen, teilversenken oder komplett in den Boden einlassen – alles natürlich auch eine Kostenfrage.

Grundsätzlich ist die Stahlkonstruktion im Gegensatz zu einem betonierten Schwimmbecken oder einem Badeteich eine der günstigsten Varianten, an einen eigenen Pool zu kommen.Wir nennen euch alle Vorteile von Stahlwandpools, vergleichen drei verschiedene Modelle und was sie kosten und geben fünf Tipps, wie ihr Geld sparen könnt.

Noch ein kleiner Tipp vorweg: Entscheidet ihr euch für eine Variante, die Baumaßnahmen erfordert, braucht ihr in der Regel erst ab einem Wasservolumen von 50 Kubikmetern eine Genehmigung. Das Bauvorhaben solltet ihr dennoch bei der Behörde anmelden.

Welche Vorteile hat ein Stahlwandpool?

Im Vergleich zu anderen Poolarten weist der Stahlwandpool eine Reihe von Vorteilen auf:

  • Aufbau: Kleine Stahlwandpools bis zu einer Höhe von 120 Zentimetern können in der Regel frei stehen. Für die Montage ist kein Fachwissen erforderlich. Der Aufbau gelingt in wenigen Schritten fast von alleine.
  • Stabilität: Ein Stahlwandpool ist aufgrund seiner Beschaffenheit besonders stabil und hält bei entsprechender Pflege viele Jahre.
  • Überwinterung: Stahlwandbecken sind bei guter Pflege robust und witterungsbeständig. Ihr könnt den Pool sorgfältig abgedeckt im Garten überwintern, ohne ihn abbauen zu müssen. In der nächsten Saison ist meist nur eine neue Poolfolie fällig.
  • Flexibilität: Entscheidet ihr euch für einen freistehenden Stahlwandpool, könnt ihr ihn jederzeit im Garten versetzen.
  • Vielfalt: Rund, oval, achtförmig – Stahlwandpools gibt es in verschiedenen Formen und Größen, die frei stehen oder (teil)versenkt werden. Poolliebhaber finden in nahezu jeder Preisklasse ein passendes Modell.
Stahlwandpool mit Abdeckfolie im Winter
Ein Stahlwandpool kann gut geschützt unter einer Thermofolie überwintern und muss nicht abmontiert werden. © Getty Images/iStockphoto

Beachtet: Ovalpools müssen aufgrund ihrer Form in der Regel komplett versenkt oder zumindest teilversenkt werden. Der Montage- und Kostenaufwand ist hier deutlich größer als bei runden Stahlwandpools. Eine ebene, in den Boden eingelassene Betonfläche ist Grundvoraussetzung.

Lest hier mehr über weitere Möglichkeiten, sich den Traum vom eigenen Pool zu erfüllen.

Stahlwandpool-Übersicht: Modelle und Kosten

Es gibt Rundpools, Achtformpools und Ovalpools – sie alle sind mit einer wasserfesten und UV-beständigen Folie ausgekleidet. Worin sich die einzelnen Modelle unterscheiden und was sie im Durchschnitt kosten, könnt ihr der angefügten Tabelle entnehmen.

  • Größe
  • Höhe
  • Montage
  • Vorteile
  • Nachteile
  • Kosten
  • Rundpool
  • circa 300 bis 800 Zentimeter
  • 90 bis 150 Zentimeter
  • aufgestellt, teilversenkt, komplett versenkt
  • flexibel und leicht aufzustellen
  • große Fläche notwendig, zum Schwimmen trotzdem nicht ideal
  • ab circa 500 Euro
  • Ovalpool
  • circa 400x300 bis 900x400 Zentimeter
  • 120 bis 150 Zentimeter
  • teilversenkt, komplett versenkt
  • optimal zum Schwimmen
  • kann nicht frei aufgestellt werden, Betonfundament notwendig
  • ab circa 1.000 Euro
  • Achtformpool
  • circa 500x300 bis 700x500 Zentimeter
  • 120 bis 150 Zentimeter
  • aufgestellt, teilversenkt, komplett versenkt
  • verschiedene Aufstellmöglichkeiten
  • komplexe Montage, spezielle Abdeckungen notwendig
  • ab circa 2.000 Euro

Stahlwandpool Übersicht: Modelle und Kosten

Laufende Kosten für einen Stahlwandpool

Neben den einmaligen Anschaffungskosten müsst ihr für euren Pool auch die laufenden Betriebskosten einplanen. Die sind von verschiedenen Faktoren abhängig, wie der Poolgröße, der Nutzungsdauer und -häufigkeit sowie den Außentemperaturen.

Ganz pauschal kann man mit Kosten von 1.000 bis 2.500 Euro pro Jahr rechnen für:

  • Frischwasser
  • Strom- und Heizkosten
  • Reinigung

Stahlwandpool: 5 Tipps zum Kosten sparen

Unter den Stahlwandpools sind die freistehenden runden Modelle am günstigsten. Ihr bekommt bereits ab 500 Euro ein solides Becken. Noch preiswerter fahrt ihr in der Regel nur mit einer aufblasbaren Variante, den Quick-Up-Pools.

Doch auch wenn es ein ovaler oder achtförmiger Pool sein soll, lässt sich bei Einkauf, Montage und Unterhalt Geld sparen. Hier sind fünf Tipps:

1. Ein Komplettset kaufen

Natürlich könnt ihr euch die Einzelteile für euren Stahlwandpool wie Wände, Bodenschienen und -vlies, Filteranlage sowie Folie, Handlauf und Leiter individuell zusammenstellen. Doch meist lohnt es sich, direkt ein Komplettset zu kaufen. Das kostet euch im besten Fall nicht nur weniger Geld, sondern auch weniger Nerven beim Aufbau.

3. Den Stahlwandpool zum richtigen Zeitpunkt kaufen

Ab dem späten Frühling, wenn die ersten Sonnenstrahlen den Garten erwärmen, steigt das Kaufinteresse für Pools. Die günstigsten Preise für einen Aufstellpool erwischt ihr zwischen Mai und Juli. Preistief ist Statistiken zufolge im Juni.

4. Das Fundament selbst vorbereiten

Soll der Pool im Boden versenkt werden, braucht ihr ein Fundament. Bei den meisten achtförmigen und ovalen Stahlwandpools ist eine ausreichend dicke Betonplatte Pflicht. Das bedeutet Extrakosten von rund 1.000 Euro. Mit ein wenig Know-how und dem passenden Equipment – Bagger und Betonmischer – könnt ihr die Grube selbst vorbereiten und die Kosten für eine Fachkraft sparen.

Baustelle Stahlwandpool wird montiert
Je nach Form und Größe verlangt ein Stahlwandpool ein Betonfundament, das in den Boden eingelassen ist. © Getty Images/iStockphoto

4. Den Pool mit einer Solarplane abdecken

Im Hochsommer ist eine Abkühlung willkommen. Wer gerne in den frühen Morgenstunden badet oder bis in den späten Herbst seine Bahnen ziehen möchte, freut sich über einen warmen Pool. Das Beheizen ist ein echter Kostentreiber. Empfehlenswert ist eine Solarplane. Sie erwärmt das Poolwasser und reduziert den Wärmeverlust über Nacht.

5. Eine Gartenwasseruhr montieren

Beim Poolwasser lassen sich die Kosten senken, indem ihr eine Gartenwasseruhr anbringen lasst. Diese könnt ihr ganz einfach bei der Stadt anfragen. Das Frischwasser für den Garten wird dann separat und in der Regel zu einem günstigeren Tarif berechnet.

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