Feuerstelle im Garten mit Feuer
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Wohnen | Ratgeber

Feuerstelle im Garten: So schafft ihr echte Lagerfeuer-Atmosphäre

Lisa Gutknecht

Eine Feuerstelle im Garten lädt zum geselligen Beisammensein bis in die späten Abendstunden ein. Perfekt für laue Sommernächte, aber auch zum Wärmen im Herbst und Winter. Erfahrt hier, was es zu beachten gibt und welche Feuerstellen es für Garten und Terrasse gibt.

Eines vorweg: Ein offenes Feuer, wie man es beispielsweise aus der Osterzeit kennt, bedarf in den meisten Regionen einer Genehmigung. Lodern die Flammen hingegen in einem dafür geeigneten Stahlkorb oder einer feuerfesten Schale, habt ihr keine Probleme. Voraussetzung ist, dass die Feuerstelle einen Durchmesser von maximal einem Meter hat. Um auf Nummer sicher zu gehen, raten wir, euch bei eurer Gemeinde- oder Stadtverwaltung nach den örtlichen Bestimmungen zu erkundigen.

Was es noch zu beachten gibt und welche Varianten die schönste Lagerfeuer-Stimmung erzeugen, lest ihr hier.

Was ist bei einer Feuerstelle im Garten zu beachten?

Ein Feuer ist schön anzuschauen und sorgt für Gemütlichkeit, kann falsch entfacht jedoch schnell zur Gefahr für Mensch und Natur werden. Diese Regeln solltet ihr bei eurer Feuerstelle im Garten deshalb beachten:

  • Verbrennt nur trockenes und naturbelassenes Holz.
  • Haltet Abfälle, Pappe, Karton und Papier von den Flammen fern.
  • Bei großer Trockenheit und Waldbrandgefahr sowie bei starkem Wind ist ein Lagerfeuer tabu.
  • Sobald ein Feuer entfacht ist, sollte eine erwachsene Person stets anwesend sein.
  • Immer ein geeignetes Löschmittel bereithalten.

Feuerstelle auf der Terrasse: Was ist wichtig?

Für eine Feuerstelle braucht ihr nicht zwangsläufig einen eigenen Garten. Auch eine kleine Terrasse kann zum Schauplatz eures Lagerfeuers werden. Grundvoraussetzung sind ein befestigter, feuerfester Untergrund wie Beton und eine geeignete Schale.

Außerdem dürfen keine leicht brennbaren Gegenstände in der Nähe sein, da es immer zu Funkenflug kommen kann. Pflanzen und Möbelstücke oder Stoffauflagen also beiseite stellen.

Wohnt ihr dicht an dicht mit euren Nachbarn, ist es ratsam, mit ihnen über eure Lagerfeuer-Pläne zu sprechen. Auch wenn sich das Flammenspiel in Grenzen hält, könnte die Rauchentwicklung ansonsten schnell für Unmut sorgen. Eure Nachbarn müssen nämlich keinesfalls hinnehmen, wenn ihr ihnen regelmäßig die Bude vollraucht – da ist die Rechtsprechung ziemlich eindeutig.

Feuerschale oder Feuerkorb für den Garten?

Die einfachste Variante einer Feuerstelle für Zuhause sind Feuerkörbe oder Feuerschalen. In der Mulde lassen sich die trockenen Holzscheite einfach stapeln und entzünden. Am nächsten Morgen könnt ihr die Asche problemlos entsorgen. Bei Nichtgebrauch das Gefäß einfach umdrehen, so dass die Innenseite trocken bleibt.

Schale oder Korb: Vorteile und Nachteile

Ob ihr euch für eine Schale oder einen Korb entscheidet, ist letztlich Geschmacksache. Feuerschalen sind breit und flach, so dass immerzu genügend Luft an das Brenngut gelangt. Vorsicht ist hier geboten, da es zu Funkenflug kommen kann. Zum Schutz gibt es spezielle Hauben, die ihr auf eure Schale setzen könnt.

Ein Feuerkorb ist höher als breit und hat Aussparungen zur Belüftung. Funkenflug ist somit besser vorgebeugt, Glutpartikel können dafür aus den Öffnungen fliegen.

Feuer brennt im Feuerkorb
Ein Feuerkorb ist höher als eine Schale und hat zur Belüftung Aussparungen an den Seiten. © Getty Images/iStockphoto

Feuerschale aus Gusseisen

Es gibt Feuerschalen aus unterschiedlichen Materialien, besonders beliebt ist Gusseisen. Wer eine rustikale und ursprüngliche Optik bevorzugt, wird Gefallen daran finden.

Vorteile:

  • Hohe Standfestigkeit
  • Robustes, strapazierfähiges Material
  • Unempfindlich selbst bei großer Hitzeentwicklung

Nachteile:

  • Hohes Eigengewicht von 10 bis 20 Kilogramm
  • Anfällig für Rost

Feuerschale aus Edelstahl

Wem modernes Design besser gefällt, der bevorzugt in der Regel eine Feuerschale aus Edelstahl.

Vorteile:

  • Besonders langlebig
  • Rostet nicht

Nachteile:

  • Kann bei Wind umkippen
  • Dünne Bleche verbeulen leicht

Nachfolgend zeigen wir verschiedene Modelle für jeden Anspruch und Bedarf:

Feuerschale mit Grill: "Kingstone" aus Stahl

Wer seine Feuerstelle auch zum Grillen nutzen möchte, sollte sich das am besten vor dem Kauf überlegen. Es gibt spezielle Modelle, die direkt als Komplettset mit einem Grillrost geliefert werden. Alternativ lassen sich einige Varianten durch ein passendes Rost zum Grill umrüsten.

Die "Kingstone" Feuerschale eignet sich für die Zubereitung von Stockbrot über offenen Flammen oder zum Grillen. Sie ist aus robustem Stahl und für das Befeuern mit Holz und Grillbriketts geeignet.

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Feuerschale groß: "Burni" aus Cortenstahl

Für dekorative Zwecke genügt in der Regel eine kleine Feuerschale mit einem Durchmesser von 60 Zentimetern. Wer nicht nur den Anblick, sondern auch ein Steak frisch vom Rost genießen möchte, sollte mindestens 80 Zentimeter wählen.

Die Feuerschale "Burni" aus drei Millimeter starkem Cortenstahl gibt es in verschiedenen Größen. Der Sockel bietet Standfestigkeit und sorgt für ausreichend Abstand zum Untergrund.

Das Besondere an dieser Feuerstelle: Sie wird in blankem Stahl geliefert und erhält nach vier bis fünf Monaten ihren typischen, rostigen Look. Die rötliche Schicht dient als Korrosionsschutz und macht das Material besonders langlebig.

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Feuerschale mit Funkenschutz: "MGO" aus Beton

Feuerschalen mit Funkenschutz bewahren euch vor Schäden durch Funkenflug und Glutspritzer. Die Gitterhauben zum Überstülpen sind vor allem dann sinnvoll, wenn Kinder mit am Lagerfeuer sitzen. Doch auch Holzmöbel oder andere Gegenstände lassen sich so schützen.

Die Feuerschale "MGO" ist aus zeitlosem Beton gefertigt. Im Lieferumfang enthalten sind Grillrost, Funkenschutz und eine Kohle-Gabel aus Eisen. Dank der eingelassenen Griffe ist ein sicherer Transport jederzeit möglich.

Gas-Feuerstelle im Garten: "Ätna" aus Faserbeton

Lagerfeuerstimmung ganz ohne Rauchentwicklung, Funkenflug und Asche? Das klappt nur mit einer Gas-Feuerstelle. Ein solcher Outdoor-Kamin spart viel Zeit beim Anfeuern und bei der anschließenden Reinigung. Außerdem lässt sich die Hitze bequem regulieren.

Wem Sicherheit und Zweckmäßigkeit wichtig sind, liegt mit einer gasbetriebenen Feuerschale genau richtig. Allerdings müsst ihr auch etwas mehr Geld dafür ausgeben.

Die Feuerstelle "Ätna" ist aus grauem Faserbeton gefertigt. Zum Zubehör gehören unter anderem schwarze Lavasteine und eine Edelstahl-Brennerschale. Zur Inbetriebnahme wird lediglich eine Gasquelle benötigt.

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Feuerstelle im Garten bauen: DIY-Tipp

Das Lagerfeuer zu entfachen, macht natürlich noch mehr Freude, wenn schon die Feuerstelle mit den eigenen Händen errichtet wurde. Wer genügend Platz im Garten hat, kann das Projekt problemlos in Angriff nehmen.

Etwa drei Meter um den Feuerplatz herum sollten sich keine brennbaren Gegenstände befinden. Dazu zählen auch Pflanzen, die schnell Feuer fangen könnten. Zudem sollte Abstand zu den Nachbarn groß genug sein.

Für eine einfache Feuerstelle benötigt ihr nur Spaten und Schaufel, feuerfeste Steine und Kies oder Sand.

  1. Hebt ein circa zehn Zentimeter tiefes Loch aus, das einen Durchmesser von etwa einem Meter hat.
  2. Die Feuergrube wirkt besonders dekorativ, wenn die Wände schräg verlaufen. Eine plane Fläche tut es aber ebenso.
  3. Den Untergrund mit Kieselsteinen oder Sand verkleiden und die Steine rundherum drapieren.

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