Staatliche Förderung für Bauherren: Modernisierungsarbeiten im Inneren eines Hauses
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Bauen | Ratgeber

Staatliche Förderung 2022 für Hauskauf, Hausbau, Sanierung

Dirc Kalweit

Dirc Kalweit

Für den Kauf, Bau oder die Sanierung eines Hauses bekommt ihr staatliche Förderung. Ein Überblick, welche staatlichen Förderprogramme sich 2022 für wen lohnen.

Ob ihr ein Haus oder eine Wohnung baut, kauft oder saniert: Wenn ihr als Bauherr dabei energetisch mehr tut, als die Gesetze verlangen, gibt es dafür fast immer auch eine staatliche Förderung.

Welche Förderprogramme das im Jahr 2022 sind und für wen sie in Frage kommen, zeigen wir euch in dieser Übersicht. In den dazugehörigen, weiterführenden Artikeln findet ihr die Detailinformationen zu den einzelnen Förderprogrammen.

Staatliche Förderung beim Hausbau

Die staatliche Förderung beim Hausbau kommt von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Sie vergibt im Rahmen der Bundesförderung effiziente Gebäude (BEG) im Programm 261 Kredite mit Zinsvergünstigungen und Tilgungszuschüssen für Bauherren.

Allerdings sind an die Förderung bestimmte energetische Anforderungen geknüpft, die beim Hausbau eingehalten werden müssen. Maßstab ist hier der sogenannte Effizienzhaus-Standard. Allerdings werden nach und nach immer weniger Effizienzhaus-Stufen gefördert. Seit 1. Februar 2022 wird der Kfw55-Effizienzhausstandard für Neubauten nicht mehr gefördert.

Auch von den ursprünglich drei förderfähigen Effizienzhaus-Standards der Stufe EH/EG 40 sind zwei (EE, Plus) seit dem 20. April 2022 nicht mehr gültig. So gibt es nur noch einen einzig Effizienzhaus-Standard, der beim Neubau förderfähig ist: EH/EG 40 NH (NH = Nachhaltiges Gebäude). Um den zu erreichen, muss das Gebäude ganz bestimmte Anforderungen an die Nachhaltigkeit erfüllen.

Bescheinigt wird das durch das „Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude“ (QNG). Diese Bescheinigung wird von akkreditierten Zertifizierungsstellen ausgestellt. Das Siegel gab es in der Vergangenheit bereits als optionales Element. Wer das Zertifikat vorweisen konnte, hat damit einen zusätzlichen Nachhaltigkeitsbonus erhalten. Nun ist das Siegel Pflicht bei der Neubauförderung.

Ab 2023 ist dann eine Neuausrichtung der Neubauförderung geplant. Dazu erklärte Bundesbauministerin Klara Geywitz in einem Interview mit dem Handelsblatt, dass sich künftig die Neubauförderung wohl auf Kredite mit Zinsreduzierung beschränken wird.

Alle weiteren Details zur Neubauförderung findet ihr in diesem Artikel: KfW-Förderung beim Neubau: So kommt ihr an die Fördermittel

Hier sind außerdem sieben tolle KfW 40 Plus Effizienzhäuser aus unserer Fertighaus-Datenbank.

Staatliche Förderung beim Hauskauf

Ihr seid Ersterwerber eines neu gebauten Effizienzhauses? Dann kommt für Euch das KfW-Programm "Kredit 261" in Frage. Das ist Teil der Bundesförderung für effiziente Gebäude - Wohngebäude (BEG WG). Die Förderung besteht aus zwei Komponenten - einem Tilgungszuschuss und einer Zinsvergünstigung auf die erste Zinsbindungszeit.

Die Höhe des Tilgungszuschusses ist für die förderfähigen Effizienzhausstufen 85, 70, 55 und 40 gestaffelt. Je höher der energetische Standard ist, umso mehr Geld gibt es vom Staat. Die Zinsvergünstigung beträgt für alle Stufen einheitlich maximal 15 Prozent. Sie kann je nach Marktgeschehen sinken.

Auch wenn euer Traumhaus kein neu errichtetes Effizienzhaus ist, greift die KfW euch mit Fördergeldern unter die Arme – und zwar in Form des KfW-Wohneigentumprogrammes. Unter der Bezeichnung "Kredit 124" vergibt die KfW ein Darlehen für den Kauf (und Bau) von selbstgenutztem Wohneigentum zu folgenden Bedingungen:

  • Bis zu 100.000 Euro Kreditbetrag
  • Förderkredit ab 2,63 Prozent effektivem Jahreszins (Stand: August 2022)

Gegebenenfalls lässt sich diese Förderung mit anderen Förderprogrammen kombinieren. Wenn ihr eine Baufinanzierung plant, dann lasst euch einmal vorrechnen, ob sich das eventuell bei eurem Vorhaben lohnt.

Interessant für alle mit einem Bauvorhaben: "Baupreise: Aktuelle Zahlen und Prognosen zur Baupreisentwicklung".

Staatliche Förderung beim Hauskauf mit Kindern

Mit 6,5 Milliarden an Fördersumme und fast 310.000 Anträgen war das Baukindergeld - der KfW-Zuschuss 424 - einer der erfolgreichsten Fördermaßnahmen. Die Betonung liegt auf "war", denn nur, wer bis bis zum 31.03.2021 seinen Kauf­vertrag unter­zeichnet beziehungsweise die Bau­genehmigung hat, kommt in den Genuss des Baukindergeldes. Diese Förderung ist an das Haushaltseinkommen gekoppelt und umfasst einen Zuschuss in Höhe von 12.000 Euro pro Kind. Die Förderung muss innerhalb von sechs Monaten nach dem Einzug ins neue Heim gestellt werden, spätestens jedoch bis zum 31.12.2023.

Aktuell weist die KfW auf ihrer Internetseite auf die hohe Nachfrage hin. "Daher werden die Fördermittel voraussichtlich noch vor dem Jahresende ausgeschöpft sein. Wie bei jeder Förderung gilt: Eine Antragstellung ist möglich, solange die Fördermittel nicht aufgebraucht sind. Gut zu wissen: Sobald Sie Ihren Antrag gestellt haben, ist das Baukindergeld bis zu unserer finalen Entscheidung für Sie reserviert." Über eine Neuauflage oder Verlängerung der Förderung wird immer wieder diskutiert.

Eine bundesweite Förderung beim Hauskauf mit Kindern existiert also derzeit nicht. Alternativ gibt es aber auf Länderebene diverse Initiativen, um Familien zu Wohneigentum zu verhelfen. So unterstützt beispielsweise Baden-Württemberg Familien mit Kindern durch zinsverbilligte Darlehen. Und auf Gemeindeebene gibt es ebenfalls manchmal Unterstützungsprogramme für Familien.

Staatliche Förderung bei der Sanierung

Über die erwähnte Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) wird auch die Förderung der Sanierung von Bestandsbauten gesteuert. Dabei gibt es grundsätzlich zwei unterschiedliche Modelle: Die Komplettsanierung zum Effizienzhaus wird durch KfW-Kredite gefördert. Für Einzelmaßnahmen gibt es Zuschüsse vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA).

Komplettsanierung zum Effizienzhaus

Wer bei der Komplettsanierung seines Hauses den KfW-Kredit 261 nutzen will, muss sich an die Vorgaben des Effizienzhaus-Standards halten. Im Gegensatz zum Neubau werden in der Sanierung jedoch viel mehr Effizienzhaus-Stufen gefördert, nämlich EH/EG 85 und besser. Auch für die Sanierung von Bau­denk­mälern oder Gebäuden mit besonders erhaltens­werter Bausubstanz gibt es Geld vom Staat.

Wichtigste Voraussetzung: Der Bau­antrag oder die Bau­anzeige des Wohn­gebäudes müssen zum Zeit­punkt des Antrags mindestens fünf Jahre zurückliegen. Bedingung ist außerdem, dass ein Energieeffizienz-Experte in die Sanierung eingebunden ist.

Die Fördermittel gibt es in Form eines zinsgünstigen Kredites (inklusive Tilgungszuschuss). Hier die Übersicht, welche Fördermittel es für welche Sanierungsmaßnahme gibt:

  • Effizienzhausstandard
  • Tilgungszuschuss
  • Zuschuss Worst Performing Building (ab 22.09.2022)
  • maximale Zinsvergünstigung
  • maximal geförderte Kosten (Kreditbetrag)
  • maximale Förderung in Euro
  • Denkmal
  • 5 %
  • 15 %
  • 120.000 Euro
  • bis zu 24.000 Euro
  • Denkmal EE
  • 10 %
  • 15 %
  • 150.000 Euro
  • bis zu 37.500 Euro
  • Effizienzhaus 85
  • 5 %
  • 15 %
  • 120.000 Euro
  • bis zu 24.000 Euro
  • Effizienzhaus 85 EE
  • 10 %
  • 15 %
  • 150.000 Euro
  • bis zu 37.500 Euro
  • Effizienzhaus 70
  • 10 %
  • 15 %
  • 120.000 Euro
  • bis zu 30.000 Euro
  • Effizienzhaus 70 EE
  • 15 %
  • 15 %
  • 150.000 Euro
  • bis zu 45.000 Euro
  • Effizienzhaus 55
  • 15 %
  • 5 %
  • 15 %
  • 120.000 Euro
  • bis zu 42.000 Euro
  • Effizienzhaus 55 EE
  • 20 %
  • 5 %
  • 15 %
  • 150.000 Euro
  • bis zu 60.000 Euro
  • Effizienzhaus 40
  • 20 %
  • 5 %
  • 15 %
  • 120.000 Euro
  • bis zu 48.000 Euro
  • Effizienzhaus 40 EE
  • 25 %
  • 5 %
  • 15 %
  • 150.000 Euro
  • bis zu 67.500 Euro

Bundesförderung effiziente Gebäude (BEG): die Förderung bei der Sanierung zum Effizienzhaus

Wie ihr bei der Komplettsanierung zum Effizienzhaus einen Energieberater einbindet, den Antragsweg und noch weitere Details findet ihr in diesem Artikel: Sanierung zum KfW-Effizienzhaus: So kommt ihr an Fördermittel

Sanierung über Einzelmaßnahmen

Gerade Eigentümer älterer Häuser möchten ihr Haus nicht in jedem Fall komplett sanieren, um zwingend den KfW-Effizienzhausstandard zu erreichen. Manchen reicht es schon, mit einer Einzelmaßnahme Energie zu sparen.

Wer zum Beispiel nur dämmen möchte, die Heizung erneuert, die Fassade dämmt oder die Fenster austauscht, hat ebenfalls Anspruch auf eine staatliche Förderung, wenn die Maßnahme die jeweiligen Technischen Mindestanforderungen erfüllt.

Für die Bundesförderung für effiziente Gebäude - Einzelmaßnahmen (BEG EM) ist das BAFA zuständig. Diese Förderung gibt es ausschließlich in Form von direkten Investitionszuschüssen. Das heißt: Das BAFA zahlt einen von der Maßnahme abhängigen Prozentsatz (Fördersatz) der förderfähigen Kosten nach dem Bau an den Antragsteller zurück.

Um den BAFA-Zuschuss zu bekommen, müsst ihr in vielen Fällen einen Energieeffizienz-Experten einbinden. Außerdem müsst ihr mindestens 2.000 Euro (bei der Heizungsoptimierung mindestens 300 Euro) investieren. Förderfähig sind maximal 60.000 Euro. Für die verschiedenen Maßnahmen sind die Fördersätze unterschiedlich hoch. Außerdem können diverse Boni oben drauf kommen. Auch hier noch die Förder-Übersicht des BAFA:

  • Einzelmaßnahme
  • Basis-Fördersatz
  • Austausch-Bonus Öl-/Gasheizung
  • iSFP-Bonus
  • Effizienzbonus Wärmepumpe
  • Innovationsbonus
  • maximale Förderung
  • Gebäudehülle (Dämmung Fassade, Dach, Geschossdecken, Austausch Fenster und Außentüren, sommerlicher Wärmeschutz) Basisförderung
  • 15 %
  • 5 %
  • 20 % von 60.000 Euro = 12.000 Euro
  • Anlagentechnik (Lüftungsanlage, Smart Efficiency Home)
  • 15 %
  • 5 %
  • 20 % von 60.000 Euro = 12.000 Euro
  • Wärmepumpe
  • 25 %
  • 10 %
  • 5 %
  • 40 % von 60.000 Euro = 24.000 Euro
  • Biomasseheizung
  • 10 %
  • 10 %
  • 5 %
  • 25 % von 60.000 Euro = 15.000 Euro
  • Solarthermie
  • 25 %
  • 25 % von 60.000 Euro = 15.000 Euro
  • EE-Hybrid-Heizung
  • 25 %
  • 10 %
  • 5 %
  • 40 % von 60.000 Euro = 24.000 Euro
  • EE-Hybrid-Heizung mit Biomasse
  • 20 %
  • 10 %
  • 5 %
  • 5 %
  • 40 % von 60.000 Euro = 24.000 Euro
  • Wärmenetz- / Gebäudenetzanschluss
  • 25 %
  • 10 %
  • 35 % von 60.000 Euro = 21.000 Euro
  • Heizungsoptimierung
  • 15 %
  • 5 %
  • 20 % von 60.000 Euro = 12.000 Euro

BAFA - Förderung für Einzelmaßnahmen (BEG EM)

Für welche Einzelmaßnahmen ihr Förderung bekommt, welche Bedingungen ihr erfüllen müsst und wie das Antragsverfahren funktioniert, diese Infos findet ihr hier: Staatliche Förderung für neue Heizung und hier Dämmung, Lüftung, neue Fenster: Fördermittel für Einzelmaßnahmen bei der Sanierung

Man misst Fenster beim Einbau aus
Auch für Einzelmaßnahmen wie zum Beispiel den Einbau von neuen Fenstern gibt es staatliche Förderung. © Getty Images/iStockphoto

Steuern mindern statt Förderung kassieren

Seit Anfang 2020 hat der Staat neben der direkten Förderung durch Zuschüsse und Kredite eine weitere Möglichkeit geschaffen, um die Sanierungskosten zu minimieren. Statt Fördergelder zu beantragen, könnt ihr große Teile der Sanierungskosten einfach von eurer Steuerschuld abziehen.

Dafür müsst ihr drei Voraussetzungen erfüllen:

  • das Haus muss älter als zehn Jahre sein
  • ihr müsst das Haus selbst bewohnen
  • ihr habt bisher keine anderen Steuervorteile genutzt oder öffentliche Fördermittel erhalten

Ist das der Fall, dann könnt ihr die Steuerermäßigung über drei Jahre folgendermaßen verteilt in Anspruch nehmen:

  • im ersten Jahr (Abschlussjahr der Sanierung): Steuerermäßigung von 7 Prozent auf die Sanierungskosten, maximal 14.000 Euro.
  • Jahr 2: Steuerermäßigung von 7 Prozent auf die Sanierungskosten, maximal 14.000 Euro.
  • Jahr 3: Steuerermäßigung von 6 Prozent auf die Sanierungskosten, maximal 12.000 Euro.

In vielen Fällen ist das zwar nicht ganz so lukrativ wie das Einstreichen von staatlichen Zuschüssen. Der Aufwand ist aber deutlich geringer. Denn statt Anträge und Bestätigungen einzureichen und baubegleitende Maßnahmen durchzuführen, müsst ihr nur die Sanierung selbst dokumentieren und bei der Steuererklärung angeben.

Wir haben in diesem Artikel einmal alle Steuertipps, wie ihr die Sanierung absetzt, zusammengefasst.

Ausschnitt des Formulars für die Einkommensteuererklärung
Die Unterlagen über die Sanierungsmaßnahmen müsst ihr zusammen mit der Einkommensteuererklärung einreichen, um den Steuerbonus zu erhalten. © Getty Images/iStockphoto

Energieberater: So viel gibt der Staat für die Beratung dazu

Ob ihr nur die Fenster tauscht oder gleich euer ganzes Haus zum KfW-Effizienzhaus saniert – bei allen Sanierungsmaßnahmen empfiehlt es sich, vorher einen Fachmann zu Rate zu ziehen. Ein Energieberater (oder auch Energieeffizienz-Experte) ist solch ein Fachmann. Er sagt euch, welche Maßnahme was bringt, welche Sanierungsschritte eventuell aufeinander aufbauen und vor allem wie ihr an die verschiedenen Fördermittel kommt.

Einen KfW-Zuschuss für die Kosten des Energieberaters beim Neubau gibt es:

  • bei der Baubegleitung beim Bau eines Ein- und Zwei­familien­hauses in Höhe von bis zu 5.000 Euro.
  • bei Mehr­familien­häusern mit drei oder mehr Wohnungen in Höhe von bis zu 20.000 Euro

Um einen noch besseren energetischen Standard zu erreichen, gibt es die so genannte Nachhaltigkeits-Klasse. Für die Nachhaltigkeits­zertifizierung eines Neubaus fördert die KfW bei Erreichen dieser Klasse die Kosten bis zu den gleichen Höchst­grenzen wie bei der Bau­begleitung, auch hier wieder mit 50 Prozent.

Oft ist die Begleitung durch einen Energieberater auch vorgeschrieben, um Fördergelder zu erhalten. Aber selbst wenn nicht: Eine gute Sanierungsplanung mithilfe eines Energieberaters spart euch in jedem Fall Zeit und Geld. Wir erklären euch, wo ihr einen Energieberater findet, was er leisten muss und wie ihr sogar für seine Leistung noch Fördermittel bekommt.

Holzheizung von Viessmann im Keller
Eine Holzheizung benötigt viel Platz und ist prima im Keller aufgehoben. © Viessmann Werke

Für die Installation einer Holzheizung bekommt ihr einen Förderbonus von mindestens 30 Prozent.

Bauherren-Förderung der Bundesländer: Regionale Bauförderung

Nicht nur der Bund, auch die einzelnen Länder haben verschiedene Programme zur Förderung von Wohneigentum aufgelegt. Die Vergabe der Gelder erfolgt dabei oft über landeseigene Förderbanken. In einigen Ländern gibt es aber auch ein eigenes Landesförderinstitut. Oder die regionale Bauförderung wird direkt vom Land gesteuert.

So unterschiedlich die Wege der Vergabe, so verschieden sind auch die Konditionen. Ihr müsst euch also immer an den jeweiligen landeseigenen Vergabebedingungen orientieren. Eine Übersicht, welches Institut in welchem Bundesland zuständig ist, findet ihr in unserem Beitrag "Fördermittel der Bundesländer: So kommt ihr an die regionale Bauförderung".

Wohnungsbauprämie: So kassiert ihr den Zuschuss

Auch die Wohnungsbauprämie (WoP) ist eine staatliche Förderung. Seit 1952 erhalten Bausparer vom Staat einen festgelegten Prozentsatz als Zulage auf ihren jährlich gesparten Betrag. Das Ziel dahinter hat sich nicht geändert: Die Bundesregierung will die Bedingungen zum Erwerb von Wohneigentum verbessern und mit der Wohnungsbauprämie einen zusätzlichen Anreiz schaffen.

Im Januar 2021 trat das neue Wohnungsbauprämiengesetz in Kraft. Weil darin die Einkommensgrenzen angehoben wurden, kommen automatisch mehr Menschen in den Genuss der Wohnungsbauprämie. Außerdem steigen auch die Zulage und die maximale Förderprämie.

Alle Details zur neuen Wohnungsbauprämie, wer sie bekommt und wie hoch die Förderung im Einzelfall ist, das lest ihr in "Wohnungsbauprämie: So kassiert ihr den Zuschuss".

KfW-Förderung für Smart Home

Auch Smart Homes werden gefördert? Ja! Tatsächlich gibt es kein spezielles Produkt zur Förderung von Smart Homes. Aber etliche Smart-Home-Anwendungen wie zum Beispiel die Lichtsteuerung, smarte Heizungen oder Überwachungskameras werden über andere Förderprogramme abgedeckt.

Welche Programme das sind, welche Smart-Home-Anwendungen genau gefördert werden, das findet ihr alles in dem Artikel: "Förderung für Smart Home: So kommt ihr an die Fördergelder".

Fördergelder für altersgerechtes Umbauen

Wenn ihr euer Haus oder eure Wohnung barrierefrei gestalten und altersgerecht umbauen wollt, dann könnt ihr auch dafür Fördermittel einstreichen. Allerdings könnt ihr nicht so einfach drauflos sanieren. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) hat ziemlich genau festgelegt, welche Umbaumaßnahmen zur Barrierereduzierung sie fördert.

Für diesen Umbau gibt es seitens der KfW entweder einen zinsgünstigen Kredit (Kredit 159) oder einen Investitionszuschuss (Zuschuss 455-B), den ihr nicht zurückzahlen müsst. Über die genauen Konditionen, wie ihr an die Fördermittel kommt und was ihr beachten solltet, das alles findet ihr in diesem Artikel: "Fördermittel für altersgerechtes Umbauen: So bekommt ihr die KfW-Förderung".

Auch interessant: "Hohe Inflation: Was bedeutet das für meinen Immobilienkredit?".

Barrierefreies Haus: Steuerung per Wandtaster
Beispiel für Barrierefreiheit: Türen, die sich per Taster öffnen und schließen lassen. © Arnt Haug

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