Frau mit luftreinigenden Zimmerpflanzen
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Pflanzen als Luftreiniger: 10 Zimmerpflanzen, die Schadstoffe filtern

Albert Linner

Level: Für Alle

Zimmerpflanzen sehen nicht nur gut aus, sie können auch für gutes Raumklima sorgen. Hier kommen 10 Luftreiniger-Pflanzen, die Schadstoffe effektiv aus der Luft filtern.

Zimmerpflanzen werten jede Wohnung auf. Im antiken Ägypten wussten sie das bereits, auch Griechen und Römer zogen sich Lorbeerbäume in den Häusern heran. Was man damals aber noch gar nicht wusste: Pflanzen werten den Wohnraum nicht nur mit ihrer Ästhetik auf, sondern reinigen auch die Luft und leisten so einen wertvollen Beitrag für euer Raumklima.

Die US-Weltraumbehörde NASA forschte in den 80er-Jahren nach Möglichkeiten, die Luft in ihren Raumstationen zu entgiften und Schadstoffe zu filtern. Das Ergebnis: Einige Pflanzen sind wahre Luftreinigungswunder!

Wir stellen euch zehn Zimmerpflanzen vor, die maßgeblich zu einem guten Raumklima in eurem Zuhause beitragen.

1. Grünlilie als Raumklima-Wunder

Chlorophytum comosum, besser bekannt als Grünlilie oder Graslilie, ist einer der Stars der NASA-Studie. Bis zu 95 Prozent von Schadstoffen wie Formaldehyd, Benzol oder Kohlenmonoxid filtert die Grünlilie aus der Luft. Die Enzyme in den Blättern zerlegen die Schadstoffe und machen sie gefahrlos.

Außerdem reguliert die Pflanze die Luftfeuchtigkeit in eurer Wohnung. Dabei ist die Grünlilie besonders pflegeleicht und zudem auch für Allergiker geeignet, da sie keinerlei Allergien verursacht.

Grünlilie
Die Grünlilie ist ein Raumklima-Wunder. © Getty Images/iStockphoto

2. Drachenbaum als Luftreiniger

Der Drachenbaum (Dracaena) ist eigentlich gar kein Baum, sondern gehört mit seinen bis zu 150 Arten zur Familie der Spargelgewächse. Seinen Luftreinigungsqualitäten tut das aber keinen Abbruch. Schadstoffe wie Benzol, Formaldehyd, Trichlorethylen oder Toluol filtert der Drachenbaum mühelos aus der Luft.

Vorsicht ist allerdings bei Haustieren angebracht, denn für Hunde und Katzen ist der Drachenbaum giftig. Eine Übersicht über für Haustiere giftige Pflanzen findet ihr in unserem Artikel zu giftigen Zimmerpflanzen.

3. Gemeiner Efeu hilft sogar gegen Schimmel

Den gemeinen Efeu (Hedera helix) trifft man zumeist draußen an, wenn er sich etwa an einer Hauswand hinaufrankt. Aber auch drinnen sieht der grüne Kletterer nicht nur gut aus, sondern trägt zu einem guten Raumklima bei. Laut NASA-Studie schafft es der Efeu, bis zu 94 Prozent der Schadstoffe aus der Luft zu filtern.

Besonders gegen Schimmel ist er fulminant effektiv: Innerhalb von zwölf Stunden kann Efeu der Luft bis zu 80 Prozent aller Schimmelsporen entziehen.

Efeu
Efeu ist nicht nur ein Blickfang, sondern hilft auch gegen Schimmel. © Getty Images/iStockphoto

4. Efeutute ist gut fürs Auge

Die Efeutute (Epipremnum aureum) heißt zwar ganz ähnlich wie der gemeine Efeu, ist jedoch eine vollkommen andere Pflanze. Ihre luftreinigende Wirkung haben die beiden Kletterer jedoch gemeinsam. Die Efeutute entzieht der Luft vor allem das toxische Formaldehyd und neutralisiert ganz nebenbei Gerüche.

Besonders spannend: Die aus Asien stammende Zimmerpflanze lindert auch Augenreizungen und bringt Linderung bei Augenhochdruck. So hilft sie auch bei der Vorbeugung von Glaukom und grauem Star.

Efeutute
Efeutute ist nicht nur gut für das Raumklima, sondern auch gut fürs Auge. © Getty Images/iStockphoto

5. Bogenhanf passt gut ins Schlafzimmer

Bogenhanf (Sansevieria) ist eine der beliebtesten Zimmerpflanzen hierzulande. Und das nicht nur, weil er sehr pflegeleicht ist, sondern auch weil er für ein gesundes und frisches Raumklima sorgt. Bogenhanf filtert Benzol, Formaldehyd, Trichlorethylen und Xylol aus der Luft und liefert rund um die Uhr fleißig Sauerstoff.

Weil er nicht – wie die meisten anderen Pflanzen – nachts mehr CO2 als Sauerstoff produziert, ist der Bogenhanf auch fürs Schlafzimmer gut geeignet. Für Kinder und Haustiere kann er allerdings giftig sein.

6. Kentia-Palme, der große Luftreiniger

Darf es ein etwas größerer Lufterfrischer sein? Warum dann nicht zu einem echten Filmstar greifen? Die Kentia-Palme trägt den Beinamen "Hollywood-Palme", weil sie in vielen US-Streifen als grüner Statist auftaucht. Auch in eurem Zuhause kann sie eine Starrolle einnehmen, da die aus Australien stammende Pflanze überdurchschnittlich viel Sauerstoff produziert und die Luft von Schadstoffen befreit. Als Topfpflanze kann die Kentia-Palme dabei bis zu drei Meter groß werden.

7. Dieffenbachia: Nur gucken, nicht anfassen

Die großen, raffiniert gezeichneten Blätter der Dieffenbachia sind nicht nur optisch ein echter Hingucker. Sie reinigen auch die Luft in eurem Zuhause und sorgen so für ein tolles Raumklima. Die aus dem Amazonasgebiet stammende Schönheit ist daher eine der beliebtesten Zimmerpflanzen.

Allerdings ist die Dieffenbachia nicht ganz ungefährlich: Berührung mit der Pflanze kann Ausschläge verursachen – beim Umtopfen also unbedingt Handschuhe tragen.

Dieffenbachia
Raffiniert, aber giftig: Die Dieffenbachia ist für Haustierhalter eher ungeeignet. © Getty Images/iStockphoto

8. Crysantheme, farbenfroher Schadstofffilter

Die Crysantheme ist eine der effektivsten luftreinigenden Pflanzen überhaupt. Sie befreit die Luft von beinahe allen Schadstoffen, darunter auch Ammoniak. Zudem machen die rund 40 Arten mit Blüten in den verschiedensten Farben auch optisch einiges her. Haustierhalter sollten allerdings vorsichtig sein, denn für die knabbernden Mitbewohner ist die Crysantheme giftig.

9. Einblatt / Friedenslilie, ganzjähriger Luftfilter

Das Einblatt (Spathiphyllum) trägt seinen Namen wegen seiner charakteristischen kolbenförmigen Blüte und ist auch unter den Bezeichnungen Friedenslilie oder Blattfahne bekannt. Während die Pflanze bei guter Pflege zwar nur im Frühling und Spätsommer blüht, reinigt sie die Raumluft ganzjährig. Als effektiver Luftfilter-Allrounder sorgt das Einblatt für ein gesundes und frisches Raumklima. Für Haustiere kann die Friedenslilie indes giftig sein.

Einblatt
Oxalsäure macht das Einblatt giftig für Haustiere. © Getty Images/iStockphoto

10. Fensterblatt schafft Dschungel-Flair

Das Fensterblatt (Monstera deliciosa) beeindruckt besonders durch die Größe seiner Blätter. Bis zu 80 Zentimeter Durchmesser können diese erreichen. Klar, dass das Fensterblatt dadurch ein fleißiger Sauerstoffproduzent in den eigenen vier Wänden ist. Außerdem entzieht die aus den Wäldern Mittel- und Südamerikas stammende Pflanze der Luft Schadstoffe wie Benzol und Formaldehyd und bringt ganz nebenbei auch noch Dschungel-Flair in eure Wohnung.

Tropische Pflanzen für das eigene Heim liegen derzeit voll im Trend. Die ersten exotischen Gewächse wurden übrigens von europäischen Seefahrern, die mit ihren Schiffen die Welt erkundeten, nach Europa gebracht. Dass der Hashtag #urbanjungle auf Instagram über 2,5 Millionen Einträge (Stand: Juni 2019) zählt, war damals allerdings noch nicht abzusehen.

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