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Das Zuhause ordentlich halten: 10 goldene Regeln für Faule

Sandra Brajkovic

Sandra Brajkovic

Level: Für Alle

Ihr seid nicht faul, ihr seid energiesparend! Wir haben hier 10 Tipps, wie auch gemütliche Menschen an eine annähernd ordentliche Wohnung kommen – und diese ohne großen Aufwand in Schuss halten.

1. Weniger Besitz bedeutet weniger Unordnung

Es klingt so einfach – und ist es eigentlich auch. Wer weniger Krempel besitzt, hat auch weniger Krempel, der verstaut und geputzt werden will. Und auch weniger Krempel, der beim Putzen beiseite geräumt werden muss oder in der Schublade verkeilt. Minimalismus sorgt für freie Flächen und Schränke und somit dauerhaft auch für mehr Zeit und Ordnung. Wer Hilfe beim Ausmisten braucht, fragt entweder erbarmungslose Freunde, die rabiate Mutti oder auch Marie Kondo auf Netflix.

2. Leere Arbeitsflächen sind gute Arbeitsflächen

Schaut euch mal eure Arbeitsfläche in der Küche an. Wie viel Kram steht darauf, den ihr nicht ansatzweise täglich benutzt? Vom Mixer bis zum Toaster finden sich häufig viele Gegenstände, deren große Stunde nur selten schlägt. Und doch dominieren sie das Raumbild und bilden eine fruchtbare Grundlage für Krümel, Schlieren und Fettspritzer – davon mal abgesehen, dass ihr noch um sie herum wischen müsst. Stellt also alles, was ihr nicht in ständiger Nutzung habt in einen Küchenschrank und holt es nur hervor, wenn ihr es wirklich braucht. Wenn ihr Glück habt, seid ihr vielleicht sogar dafür zu faul und alles bleibt an seinem Platz. Noch ein Tipp: Umherstehende, hässliche Verpackungen wirken sich auch negativ auf das Raumbild aus. Füllt stattdessen Müsli und Co. in Glasbehälter um.

3. Wartezeit ist wertvolle Zeit

Die Kaffeemaschine tröpfelt vor sich hin, der Toaster fährt sich gerade warm, bis zum "ding!" der Mikrowelle sind es noch 43 Sekunden. Verschwendet diese Wartezeit nicht damit, nutzlos in der Gegend herumzustehen oder noch mal aufs Handy zu gucken. Hebt stattdessen lieber ein paar Socken auf oder räumt die Teetassen in den Geschirrspüler. Kaffee und Toast schmecken danach noch besser, versprochen.

4. Der Erfinder der 5-Minuten-Regel ist ein Genie

Die Herdplatte hat Soßenspritzer abbekommen, im Bad wartet ein einsames Pappröllchen darauf, durch eine neue Rolle Klopapier ersetzt zu werden. Stellt euch innerlich folgende Frage: "Dauern die Aufräum-Maßnahmen länger als fünf Minuten?" Nein? Dann macht sie JETZT SOFORT! Eine Ausrede habt ihr nämlich nicht, fünf Minuten hat schließlich jeder zur Verfügung. Und nach getaner fünf-Minuten-Arbeit dürft ihr euch auch mit stolzer Brust eine Runde ausruhen.

5. Leere Hände sind nutzlose Hände

Ihr liegt faul auf der Couch herum (natürlich!) und müsst mal eben in die Küche, um Knabberkram zu holen? Schaut euch vorm Verlassen des Wohnzimmers einmal um: Wetten, da liegt etwas, das auch mit in die Küche muss? Verlasst überhaupt NIEMALS einen Raum, ohne etwas in einen anderen mitzunehmen. Ihr werdet staunen, wie viel mehr Ordnung ihr mit dieser Rotation von Habseligkeiten schafft. Denn im Bad hängt bestimmt die Sporthose, die in die Turntasche unterm Bett soll. Und im Schlafzimmer wiederum liegt die Kuscheldecke, die eigentlich aufs Sofa gehört.

6. Die Tagesdecke ist der beste Freund der Faulen

Zerknitterte Bettwäsche und zerknautschte Kissen mit Teeflecken drauf: Ein ungemachtes Bett ist kein besonders schöner Anblick. Egal wie weh euch der Aufwand tut, macht jeden Morgen euer Bett, denn das dauert vieeeel weniger als fünf Minuten. Und investiert in eine schöne, große Tagesdecke, die verbirgt, wie wenig akkurat und widerwillig ihr besagtes Bett gemacht habt. Glaubt uns, euer Zimmer wird direkt aufgeräumter aussehen, sogar dann, wenn rund ums Bett noch Chaos herrscht. Ob gemustert, gehäkelt, knallbunt oder strahlend weiß: Eine schöne Tagesdecke bringt Ruhe in den Raum, wertet jedes Schlafzimmer auf und lässt es direkt ordentlich(er) erscheinen.

7. Sagt den Wäschebergen den Kampf an

Regel Nummer 1 "Weniger Krempel, weniger Unordnung" lässt sich nahtlos auf eure Garderobe und somit auf eure Wäscheberge übertragen. Wer sich nämlich mit dem regelmäßigen Wäschewaschen schwertut und irgendwann nichts Schönes mehr zum Anziehen hat, weicht in der Not immer wieder auf alte, ungeliebte Klamotten zurück, die – warum auch immer – noch im Schrank zu finden sind. Das macht den Teufelskreis perfekt: Alte Kleidung nimmt wertvollen Platz im Schrank ein, die Wäschekörbe quellen über, ihr lauft rum wie ein Lump – und produziert dabei neue Dreckwäsche, die ihr nicht waschen und im Schrank einsortieren mögt. Die Lösung: Raus mit allen Kleidungsstücken, die ihr im vergangenen Jahr nicht getragen habt. Wer nur noch wenige, aber dafür ausgewählte und geliebte Kleidung im Schrank hat, zwingt sich liebevoll dazu, häufiger Wäsche zu waschen – und hat dabei mehr Stauraum und ein besseres Outfit.

8. Legt eure Sachen thematisch zurecht

Die Chancen, dass ihr von euch aus solch unüberwindbare Hürden meistert, wie das Bett neu zu beziehen, steigen, wenn ihr im Vorfeld besser sortiert. Wir gehen mal davon aus, dass ihr nicht groß bügelt und faltet, aber: Stopft nicht einfach wahllos die Bettwäsche in den Schrank. Stattdessen: Stopft das ganze Bettwäsche-Set in die dazugehörige Kissenhülle. So habt ihr auf einen Schlag alles beisammen, das ihr beim nächsten kräftezehrenden Bettenbeziehen braucht. Selbiges könnt ihr auch mit euren Outfits machen: Kommen Lieblingsjeans und Lieblingsshirt zusammen aus der Wäsche oder vom Wäscheständer runter, könnt ihr das Traum-Paar direkt zusammen in den Schrank legen.

9. Faule brauchen Routinen

Etabliert Aufräum-Routinen. Und sei es, dass ihr jeden Abend, wenn ihr nach Hause kommt, direkt drei Gute-Laune-Songs anschmeißt und so lange herumräumt, bis diese vorbei sind. Ihr werdet staunen, wie viel diese rund zehn Minuten täglich bringen.

10. Es ist keine Schande, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen

Eine professionell aufgeräumte und geputzte Wohnung ist leichter sauber zu halten als eine, die vier Staubkörner davon entfernt ist zu explodieren. Wer ein paar Groschen übrig hat, investiert also in eine Reinigungshilfe, die alle zwei Wochen mal richtig auf den Putz haut und eine Grundsauberkeit in eure vier Wände bringt. Ihr werdet sehen, dass ihr die Wohnung damit deutlich besser im Griff habt – allein schon, weil ihr schon vorm Eintreffen eurer Putzhilfe vor Scham aufräumt.

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