Bettwäsche hängt auf einer Wäscheleine zum trocknen in der Sonne
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Wohnen | Ratgeber

Perfekte Bettwäsche: Der richtige Stoff zur richtigen Jahreszeit

Michael Penquitt

Die Wahl der richtigen Bettwäsche kann darüber entscheiden, wie gut ihr schlaft. Welche Bettwäsche eignet sich für welche Jahreszeit? Hier ist die Antwort.

Das eigene Bett ist einer der schönsten Orte auf der ganzen Welt. Es sei denn, ihr habt Probleme mit dem Einschlafen oder werdet häufig wach. Dann kann sich der vermeintlich erholsame Schlaf als Qual erweisen. Das kann natürlich die unterschiedlichsten Ursachen haben. Doch echte Schlaf-Profis wissen, dass die Wahl der richtigen Bettwäsche entscheidend zum Wohlbefinden im Bett beiträgt.

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Denn: Die Textilien und die Webart, aus denen die Bettwäsche bestehen, haben unterschiedliche Eigenschaften. Die Bettwäsche ist schwerer oder leichter, mehr oder weniger luftdurchlässig und nimmt Schweiß besser oder schlechter auf. Die Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Jahreszeit sind bei der Wahl der Bettwäsche deshalb wichtige Faktoren. Wir stellen euch die richtige Bettwäsche für jede Jahreszeit vor.

Bettwäsche für Frühling & Sommer

In warmen Sommernächten neigen Menschen dazu viel zu schwitzen und sich im Bett von der einen auf die andere Seite zu wälzen. Die richtige Bettwäsche kann helfen. Sie sollte eine gute Luftzirkulation ermöglichen und feuchtigkeitsregulierend sein.

Ein Kopfkissen liegt im Bett.
Sommerbettwäsche sollte vor allem leicht und atmungsaktiv sein. © Getty Images

Leinen

Leinen hat in den vergangenen Jahren eine Art Comeback gefeiert. Mit der Hinwendung zu einem gesunden und, so weit es geht, natürlichen Lebensstil wurde auch dieser Stoff wiederentdeckt. Und das nicht ohne Grund: Die Fasern der Flachspflanze sind leicht, robust und schmutzabweisend, womit sich Leinen-Bettwäsche hervorragend für Allergiker eignet.

Für den Einsatz im Sommer spricht, dass Bettwäsche aus Leinen atmungsaktiv ist und Feuchtigkeit sehr gut aufnimmt, zugleich aber auch schnell trocknet. Das bewirkt einen kühlenden Effekt, der neben dem natürlichen Knitter-Look dafür sorgt, dass Leinen einfach cool ist.

Halbleinen

Halbleinen besteht etwa zur Hälfte aus Leinen und zur anderen Hälfte aus Baumwolle. Letztere ist günstiger, ist aber ähnlich saugfähig und hautfreundlich. Damit vereint Halbleinen die positiven Eigenschaften beider Stoffe.

Linon

Linon ist eine preiswerte Alternative zu Leinen. Linon-Bettwäsche besteht vollständig aus Baumwolle, ist aber so gewebt, dass sie stark an das hochwertigere Leinen erinnert. Auch die Eigenschaften sind ähnlich. Wegen des niedrigeren Preises kommt Linon-Bettwäsche häufig im Kinderzimmer zum Einsatz.

Renforcé

Es gibt ganz unterschiedliche Arten, wie Baumwolle gewebt werden kann – Renforcé ist dabei gewissermaßen die Standardwebart. Die meisten Kissen- und Deckenbezüge in deutschen Haushalten zählen dazu. Renforcé-Bettwäsche ist mittelfein gewebt, weich, glatt und doch strapazierfähig. Sie kann zwar das ganze Jahr über verwendet werden, ihre atmungsaktiven Eigenschaften kommen aber besonders gut in warmen Sommernächten zum Tragen.

Perkal

Auch Perkal-Bettwäsche besteht in den allermeisten Fällen aus Baumwolle. Sie ist dafür feiner und dichter gewebt und fühlt sich damit spürbar zarter auf der Haut an als Renforcé-Bettwäsche. Zugleich ist sie sehr langlebig und allergikerfreundlich. Die hochwertige Machart erklärt auch den spürbaren Preisunterschied von Perkal zu Renforcé.

Seersucker

Seersucker ist eine weitere Webart, in der Baumwolle und manchmal auch Leinen verarbeitet werden. Seersucker-Bettwäsche ist bekannt für ihre ungleichmäßige, kreppartige Struktur. Dadurch, dass der Stoff nicht glatt am Körper anliegt, kann die Luft besser zirkulieren, was im Sommer besonders angenehm ist.

Satin

Kaum ein anderer Stoff wirkt so edel und ist so geschmeidig wie Satin. Dabei bezeichnet Satin genau genommen die Webart, die dafür sorgt, dass der Stoff auf der Oberseite glatt und auf der Unterseite matt ist. Früher wurde Satin vornehmlich aus Seide gewebt, heute werden dafür meistens Baumwolle, Viskose oder Polyester verwendet. Satin-Bettwäsche aus Baumwolle ist feuchtigkeitsregulierend sowie atmungsaktiv und schmiegt sich kühl an den Körper an.

Ganz besonders gilt das für Mako-Satin, das aus Mako-Baumwolle hergestellt wird. Diese ist hochwertiger und vor allem strapazierfähiger, sodass Bettwäsche aus Mako-Satin im Gegensatz zu einfachem Satin auch in der Waschmaschine gewaschen werden kann. Von Bettwäsche aus synthetischem Satin raten wir hingegen ganz ab, da sie nicht atmungsaktiv und nicht feuchtigkeitsregulierend ist.

Batist

Batist ist ein sehr feiner, fast schon durchsichtiger, aber fester Stoff. Batist-Textilien werden meistens aus Baumwolle, manchmal aus Leinen oder synthetischen Fasern gewebt. Batist wirkt sehr edel und ist nicht mehr als bloß ein Hauch von einem Stoff.

Bettwäsche für Herbst & Winter

Wenn die Nächte kalt werden, wünschen wir uns nichts sehnlicher als ein kuscheliges Bett, das schnell warm wird. Dickere, weiche Bettwäsche ist dann das, wonach ihr sucht.

Ein gemütliches Schlafzimmer
Kuschelig warm und weich: Das sollte die Bettwäsche im Winter sein. © Getty Images/iStockphoto

Biber und Flanell

Sowohl Biber- als auch Flanell-Bettwäsche bestehen meistens aus dichtem, feinem Baumwollgewebe. Damit sind sie ebenso saugfähig, atmungsaktiv und pflegeleicht wie andere Bettbezüge aus Baumwolle. Biber- und Flanell-Bettwäsche unterscheiden sich von anderen Bettwäschearten dadurch, dass sie in der Herstellung aufgeraut werden. Dadurch fühlt sich die Bettwäsche schön flauschig und warm auf der Haut an.

Aber: Winterbettwäsche ist auch schwerer. Manche Menschen vertragen das nicht besonders gut. In dem Fall könnt ihr auf Feinbiber ausweichen. Feinbiber ist ein wenig leichter, noch weicher und, wie der Name schon sagt, feiner gewebt. Dafür ist es etwas teurer.

Frottee

Frottee kennen die meisten wohl von ihren Bademänteln und Handtüchern. Dort wird der Stoff wegen seiner starken Saugfähigkeit und kurzen Trocknungszeit verwendet. Frottee besteht aus einer Mischung aus Baumwoll- und Kunstfasern. Diese bilden unzählige Schlaufen, die anschließend aufgeschnitten werden und so eine weiche, angenehme Oberflächenstruktur bilden. Frottee-Bettwäsche ist besonders warm und ist daher nur etwas für wirklich kalte Nächte.

Allrounder-Bettwäsche für alle Jahreszeiten

Bettwäsche, die viele positive Eigenschaften in sich vereint und keine echten Schwächen hat, kann auch das ganze Jahr über verwendet werden.

Ein verlassenes Bett mit knitteriger Bettwäsche.
Das ganze Jahr über angenehm: Einige Bettwäschearten vereinen die besten Eigenschaften und gelten als ideale Allrounder. © Getty Images

Jersey

Jersey ist ein Sammelbegriff für gestrickte und nicht gewebte Stoffe. Die meisten T-Shirts bestehen aus solchen Stoffen. Üblicherweise sind diese aus Baumwolle, manchmal enthalten sie zusätzlich auch Seide oder Kunststofffasern. Durch die feine Stricktechnik ist das Gewebe besonders elastisch und pflegeleicht. Jersey-Bettwäsche ist weich und geschmeidig, atmungsaktiv, saugfähig und klimaregulierend, kann aber auch gut wärmen.

Wegen dieser Eigenschaften wird Jersey vor allem für Spannbettlaken verwendet. Ihr könnt aber auch Decken- und Kissenbezüge aus Jersey-Baumwolle kaufen. Während Single-Jersey einfach gestrickt und damit leichter ist, ist Interlock-Jersey doppelt gestrickt. Damit ist es etwas dicker und auch wärmer. Insgesamt aber kommt Jersey-Bettwäsche den Anforderungen einer Ganzjahresbettwäsche am nächsten.

Mikrofaser

Die einzige Bettwäsche in unserer Liste, die ausschließlich aus synthetischen Fasern besteht ist die Mikrofaser-Bettwäsche. Der Begriff bezeichnet äußerst dünne Kunststofffasern, die sehr eng gewebt werden. Dadurch fühlt sich der Stoff geschmeidig und weich an.

Meistens werden Mikrofaser-Stoffe aus Polyester und Polyamid hergestellt. Sie absorbieren viel Feuchtigkeit und trocknen sehr schnell, lassen aber nicht so viel Luftzirkulation zu wie Baumwolle oder Seide. Der Vorteil: Hausstaubmilben und andere Allergene können sich nicht im Stoff festsetzen.

Damast

Damast sieht man auf den ersten Blick an, dass es sich hier um einen sehr edlen Stoff handeln muss. Benannt nach der syrischen Hauptstadt Damaskus, wird Damast in extrem feinen Fäden an speziellen Webstühlen meist aus Baumwolle gewebt. Der Stoff wird zunächst mithilfe einer Lauge veredelt, sodass er später an Seide erinnert. Die sehr dicht gewebten Fäden bilden am Ende ein leicht schimmerndes Muster, das man vor allem bei richtigem Lichteinfall erkennt. Wer auf Luxus-Bettwäsche steht, kann das ganze Jahr über im weichen Damast schlafen.

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