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Wohnen | Listicle

Slow Living: Mit diesen 5 Tipps bringt ihr die Achtsamkeit nach Hause

Michael Penquitt

Level: Für Alle

Achtsam mit sich und seinem Umfeld umgehen – das versuchen immer mehr Menschen. Wie ihr Slow Living zu Hause umsetzt, verraten wir euch mit diesen 5 Tipps.

Stellt euch vor, ihr joggt auf einem Laufband. Erst ist das Tempo genau richtig und ihr spürt, dass euch die Bewegung gut tut. Doch dann wird das Laufband immer schneller und schneller. Ihr stolpert über eure eigenen Füße, weil ihr nicht mehr hinterherkommt. Und aus der anvisierten halben Stunde Laufzeit werden mehrere Stunden. Erst dann entlässt euch das Gerät und ihr könnt absteigen. Allerdings seid ihr so platt, dass ihr nur noch ins Bett fallen möchtet.

Offenbar fühlen sich derzeit viele Menschen von der Hektik des Alltags und all den Problemen links und rechts des Weges ähnlich überfordert. Die To-do-Listen werden immer länger und die Anspannung wird auch am Wochenende nicht weniger. Immer mehr von ihnen sagen sich: Ich muss etwas verändern. Mich frei machen von diesen Sorgen. Nicht mehr auf eine Zukunft hinarbeiten, die vielleicht ohnehin nicht eintritt, sondern ganz bei mir sein und mein Glück jetzt suchen. Das Laufband des Lebens etwas entschleunigen.

Genau diese Veränderung verspricht das Slow Living. Dieser Lifestyle bedeutet einen echten Sinneswandel. Und der fängt damit an, seine Umgebung zu hinterfragen. Sind die Bedingungen um mich herum so, dass ich mich fallen lassen kann? Damit euer Zuhause zu einem Ort der Erholung wird, gibt es jetzt fünf Tipps, die euch beim Einrichten helfen.

1. Klares Ziel

Habt immer ein Ziel vor Augen! Wie soll die Wohnung am Ende aussehen? Werden einige Möbel unter Umständen sogar ihren Platz wechseln? Nach dem erfolgreichen Abschluss eines solchen Einrichtungsprojekts sollte es kinderleicht sein, das Zuhause ordentlich zu halten. Indem ihr euch euer Zielbild immer wieder vor Augen führt, könnt ihr einerseits immer wieder abgleichen, ob ihr noch auf dem Weg seid, den ihr euch ausgemalt habt. Andererseits motiviert das auch immer wieder weiterzumachen, wenn ihr mal Zweifel habt, ob das alles eine gute Idee ist.

2. Schmeißt Dinge weg

Eine der Grundlagen des Slow Living ist der Minimalismus. Reduziert euer Eigentum, ganz nach Marie Kondo, auf die Gegenstände, die euch Freude bereiten und die wirklich notwendig sind. Seid dabei ehrlich zu euch selbst. Nehmt gegebenenfalls die Hilfe eures Partners oder einer guten Freundin in Anspruch, die euch beim Entrümpeln berät und eure Entscheidungen im Zuge dessen auf den Prüfstand stellt. Gerade was den Kleiderschrank angeht, fällt das Aussortieren schwer. Auch dafür haben wir fünf Tipps parat.

3. Auf nachhaltige Produkte setzen

Dass sich ein langsameres Leben hervorragend mit nachhaltigen Produkten aus natürlichen Materialien verträgt, liegt auf der Hand. Achtsam mit der Umwelt umzugehen, schließt auch die eigene Person mit ein. Die Aufmerksamkeit, die der Natur zuteil wird, schärft euer Bewusstsein dafür, wann es euch selbst gut geht und wann ihr euch lieber wieder auf das Wesentliche besinnen solltet.

Ihr müsst dabei nicht gleich alle Möbel und Interior-Stücke durch neue ersetzen, auch wenn es einige tolle Öko-Möbelhäuser gibt. Auf Flohmärkten und in Online-Tauschbörsen findet ihr immer wieder mit schöner Patina überzogene Vintage-Möbel oder upgecycelte Accessoires, die noch lange nicht reif für den Sperrmüll sind. Ein derzeit angesagter Einrichtungsstil, der natürliche Materialien in den Mittelpunkt setzt, ist Lagom.

4. Erholung im Grünen

Um den Einklang mit der Natur in eurem Zuhause zu beschwören, eignet sich kaum etwas besser als echte, lebende Pflanzen. Sie bieten eine ganze Reihe an Vorzügen: Sie sorgen für eine frische Luft, indem sie Schadstoffe filtern und Sauerstoff produzieren. Sie helfen, den Schall zu dämmen und verschönern den Raum. Zimmerpflanzen reduzieren nachweislich Stress und senken den Blutdruck. Wenn das mal nicht genug Gründe sind, sich mindestens eine pflegeleichte Pflanze anzuschaffen!

5. Offline bleiben

Die ständige Verfügbarkeit und die Reizüberflutung in den sozialen Medien machen uns krank – und das ist nicht übertrieben. Um dem etwas entgegenzusetzen, muss es aber nicht gleich ein Retreat im Kloster einschließlich eines einwöchigen Digital-Detox-Programms sein. Es reicht schon, sich selber gewisse Regeln für den Alltag aufzustellen und sich an die zu halten. Ihr könnt elektronische Geräte aus dem Schlafzimmer verbannen und euch einen ruhigeren Schlaf bescheren.

Wenn ihr auf den Wecker auf eurem Smartphone angewiesen seid und das Mobilgerät deshalb unbedingt neben dem Bett liegen muss, könnt ihr euch dennoch einen Riegel vorschieben und eine halbe bis eine Stunde vor dem Schlafengehen nicht mehr aufs Display schauen. Dass der Klingelton für eingehende Nachrichten und Anrufe stumm geschaltet sein sollte, versteht sich von selbst.

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