KfW-Effizienhaus 40 Plus: Musterhaus Cube X von Fischerhaus
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KfW 40 Plus: 7 tolle Effizienzhäuser

Dirc Kalweit

Dirc Kalweit

Fertighaus-Anbieter haben auch echte Energiesparhäuser im Programm. Dazu zählen vor allem die Modelle, die den Standard des KfW-Effizienzhaus 40 Plus erfüllen. Ein Überblick zu den Bedingungen, die ein KfW 40 Plus-Haus erfüllen muss sowie sieben Hausbeispiele aus unserer Datenbank.

KfW 40 Plus ist ein Topstandard beim energieeffizienten Bauen. Dementsprechend bieten viele Fertighaushersteller ihren Kunden die Möglichkeit, ein Fertighaus als 40-Plus-Haus zu bauen. Im Folgenden zeigen wir euch, was das genau bedeutet. Darüber hinaus erfahrt ihr, welche Vorteile und Nachteile diese Häuser haben. Zuletzt listen wir eine Auswahl von aktuellen Häusern inklusive Preis auf, die den Standard 40 Plus der KfW erfüllen.

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KfW 40 Plus oder: Was ist eigentlich ein Energiesparhaus?

Der Begriff Energiesparhaus selbst ist nicht eindeutig definiert. Vielmehr gibt es die unterschiedlichsten Formen von Energiesparhäusern, vom Passivhaus bis hin zum Sonnenhaus.

Allerdings sind die Energiestandards von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) genau festgelegt. Dafür hat die KfW den Begriff des Effizienzhauses geprägt. Dabei handelt es sich um eine Vorgabe für energiesparende Gebäude, an der sich unter anderem auch die Förderung der KfW für Neubauten orientiert.

Basis für die Energiewerte, die ein KfW-Effizienzhaus jeweils erreichen muss, ist ein Referenzgebäude, das den Vorgaben des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) beim Neubau entspricht. Ein Effizienzhaus 100 erfüllt dabei die Vorgaben des GEG zu 100 Prozent.

Was ist ein KfW-Effizienzhaus 40 Plus?

Zusätzlich zur Bezeichnung KfW-Effizienzhaus bestimmt eine Zahl (70, 55, 40), wie gut die Energieeinsparungen sind. Dabei gilt: Je niedriger die Zahl, desto mehr Energie wird eingespart. Das heißt grob gesagt verbraucht so zum Beispiel ein Effizienzhaus 40 gegenüber dem Effizienzhaus 100 rund 60 Prozent weniger Energie.

Zudem bedeutet beim KfW-Effizienzhaus 40 Plus der Zusatz "Plus", dass das Haus sich selbst mit Energie versorgt. Deshalb ist so ein Haus also in erster Linie auf eigene Strom­erzeugung und Selbstnutzung des erzeugten Stroms ausgelegt.

Um diesen Standard zu erreichen, muss ein KfW-Effizienzhaus 40 Plus folgende Ausstattungsmerkmale haben:

  • eine Anlage zur Stromerzeugung auf Basis erneuerbarer Energien
  • einen stationären Batteriestromspeicher
  • eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung
  • ein Benutzerinterface zur Visualisierung des Stromverbrauchs

Und natürlich muss es die grundsätzlichen Bedingungen eines KfW-Effizienzhauses 40 in Bezug auf den Primärenergiebedarf und den Transmissionswärmeverlust erfüllen. Falls ihr mehr dazu wissen wollt, empfehlen wir euch diesen Artikel: Energiesparhaus: Passivhaus, KfW-Effizienzhaus und andere im Überblick

3 Vorteile eines KfW-Effizienzhaus 40 Plus

Es lohnt sich aus folgenden Gründen, ein Effizienzhaus 40 Plus zu bauen:

  1. Eine eigene Stromversorgung macht euch unabhängig von Stromlieferanten – und damit auch von steigenden Strompreisen.
  2. Durch die Erhöhung der Einspeisevergütung bei Photovoltaik-Anlagen kann es sich durchaus lohnen, den selbst erzeugten Strom ins Netz einzuspeisen.
  3. Deutlicher weniger Energieverbrauch heißt nicht nur weniger Kosten. Außerdem bedeutet es auch aktiven Umweltschutz und eine geringere CO2-Belastung.

Hat ein KfW 40 Plus-Effizienzhaus auch Nachteile?

Aber wir wollen euch auch nicht verschweigen, dass ein solches Energiespar-Haus auch Nachteile hat:

  1. Durch die besonderen Anforderungen in Bezug auf die Energieeinsparungen entstehen deutliche Mehrkosten. So liegen allein die Investitionskosten für eine PV-Anlage mit Batteriespeicher und eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung zwischen 40.000 bis 50.000 Euro.
  2. Mehr Technik bedeutet auch immer zusätzliche Folgekosten, was Wartung und Instandhaltung betrifft.
  3. Obwohl Photovoltaik-Anlagen und Stromspeicher mittlerweile erprobt sind, bleibt doch immer ein Risiko, dass diese Technik auch mal ausfällt.
Haus mit Photovoltaikanlage auf dem Dach
Eine Anlage zur Stromerzeugung auf Basis erneuerbarer Energien ist eine der Grundvoraussetzungen für ein KfW-40-Plus-Effizienzhaus. © Getty Images/iStockphoto/querbeet

Diese Fördermittel erhaltet ihr für ein 40 Plus Haus

Bis April 2022 gab es die Förderung für ein Effizienzhaus 40 Plus-Kategorie in Form eines KfW-Kredites mit Tilgungszuschüssen. Der Tilgungszuschuss betrug bis dato 12,5 Prozent von maximal 150.000 Euro. Bauherren konnten für ihr Kfw-Effizienzhaus 40 plus also Fördergelder in Höhe von bis zu 18.750 Euro einstreichen.

Allerdings wurde die KfW 40 Plus-Förderung im April 2022 eingestellt. Seitdem gilt, das bei der Neubau-Förderung nur noch nur noch eine einzige Effizienzhaus-Kategorie gefördert wird: das EH 40 NH (NH = Nachhaltigkeit). Daher könnt ihr keine Förderanträge mehr für EH 40 Plus stellen.

KfW 40 Plus: Effizienzhaus als Fertighaus

Wer baut, der achtet auf die Baukosten. Aber das gilt nicht nur für die Errichtung des Hauses, sondern vor allem für den Betrieb. Dadurch, dass die Energiekosten einen großen Teil der laufenden Kosten bei einem Haus ausmachen, ist hier das Sparpotential besonders groß. Kommt zur Kostenersparnis auch noch ein gutes Umweltgewissen hinzu, dann lohnt sich die Investition in ein Energiesparhaus doppelt.

Dementsprechend haben auch die Hersteller von Fertighäusern ihre Angebotspalette erweitert. Weil Neubauten sowieso die Anforderungen des Gebäudeenergiegesetzes erfüllen müssen, gehen viele Anbieter gleich einen Schritt weiter und bieten ihre Modelle auch als KfW-Effizienzhaus an.

Also warum beim Neubau eines Fertighauses nicht gleich auf eine möglichst hohe Effizienzklasse achten? Denn das garantiert Bauherren erst mal ein weitgehend sorgenfreies Wohnen in Sachen Energiekosten, Nachhaltigkeit und steigenden (Nachrüstungs-)Anforderungen seitens der Politik.

KfW-Effizienzhaus 40 Plus: 7 Fertighaus-Modelle

In unserer Fertighaus-Datenbank findet ihr zahlreiche Fertighäuser, die verschiedene KfW-Effizienzhaus-Standards erfüllen. Im Folgenden haben wir für das KfW-Effizienzhaus 40 Plus sieben ausgewählte Modelle aufgelistet.

Sortiert sind sie aufsteigend nach Preis, ausgewählt haben wir jeweils die schlüsselfertige Variante. In der Ausbaustufe Bausatzhaus oder Ausbauhaus sind die Angebote dementsprechend günstiger.

1. Bungalow 138 von FischerHaus

Für die energieeinsparenden Eigenschaften des Bungalow 138 setzt das Unternehmen FischerHaus vor allem auf die intelligente Kommunikation der Haustechnik untereinander, damit die Energie richtig eingesetzt wird. Preis für die schlüsselfertige Variante: ab 287.350 Euro

2. Bungalow lifestyle 44.3 von hebelHaus

Der klassische Bungalow lifestyle 44.3 von hebelHaus wird durch eine zusätzliche Pultdachkonstruktion zum optischen Highlight. Optional ist dieser Bungalow auch mit Massivdach erhältlich. Preis für die schlüsselfertige Variante: ab 332.500 Euro

3. Haus Garten von Fertighaus Weiss

Ein ländlich-natürliches Fertighaus in Holzfertigbauweise. Das Modell "Haus Garten" von Fertighaus Weiss verfügt über ein Satteldach und bietet auf rund 147 Quadratmetern Platz für die ganze Familie. Preis für die schlüsselfertige Variante: ab 370.000 Euro

4. Musterhaus Dresden von Schwabenhaus

Das Musterhaus Dresden von Schwabenhaus ist ein klassisch-traditionelles Einfamilienhaus mit Satteldach. Die verbauten Materialien wurden vom TÜV Rheinland und dem Sentinel Haus Institut schadstoffgeprüft. Preis für die schlüsselfertige Variante: ab 379.705 Euro

5. Bungalow 200 von FischerHaus

Der Bungalow 200 von FischerHaus ist nicht nur ein energieeffizientes KfW-40-Plus-Haus. Er überzeugte aufgrund seiner Barrierefreiheit und großzügigen Aufteilung auch bei der Wahl zum Deutschen Traumhauspreis 2019 und war Sieger in der Kategorie Bungalows. Preis für die schlüsselfertige Variante: ab 450.000 Euro

6. Musterhaus Werder von Okal Haus

Beim Musterhaus Werder von Okal lässt sich ein dem Eingangsbereich angeschlossener Anbau zum Arbeitszimmer erweitern. Insofern ist ein Home-Office hier also von vornherein mit eingeplant. Preis für die schlüsselfertige Variante: ab 456.900 Euro

7. Holzmassivhaus 476 von Finnscania

303 Quadratmeter Wohnfläche hat das Holzmassivhaus 476 von Finnscania und kann damit sowohl als Ein- als auch als Mehrfamilienhaus konzipiert werden. Das verwendete Holz ist PEFC-zertifiziert. Preis für die schlüsselfertige Variante: ab 598.000 Euro

Ihr sucht noch mehr Beispiele für KfW-Effizienzhäuser 40 Plus? Hier könnt ihr auch alle KfW-Effizienzhaus 40 Plus-Angebote in der Wohnglück-Fertighaus-Datenbank ansehen.

Übrigens: Das luxuriöseste KfW-Effizienzhaus 40 Plus in unserer Datenbank ist nicht nur energetisch, sondern auch optisch absolut überzeugend.

KfW-Effizienzhaus 40 Plus bauen: Unser Fazit

Steigende Energiepreise und eine Umwelt, die durch den Energieverbrauch immer mehr belastet wird – es gibt gute Gründe für den Bau eines KfW-Effizienzhauses. Denn das Gebäudeenergiegesetz macht beim Neubau sowieso strenge Vorgaben in puncto Energieeffizienz. Warum also nicht gleich über den Bau eines KfW-Effizienzhaus 40 Plus nachdenken?

Dabei verfügen die Fertighaus-Hersteller neben den technischen Voraussetzungen bei ihren Modellen auch optisch über eine große Angebotspalette. Und: Die höheren Anschaffungskosten amortisieren sich mittelfristig durch die Energieeinsparung.

Ob sich das für euch lohnt, welche Fördermöglichkeiten ihr ausschöpfen könnt und wie ihr am besten in die Planung geht, dabei hilft euch auch ein Energieberater.

Unser abschließender Tipp: Ihr habt noch nicht das richtige unter unseren Beispielmodellen für euch gefunden? Dann schaut euch gern einmal in unserer umfangreichen Datenbank um:

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