KfW-Effizienhaus 40 Plus: Musterhaus Cube X von Fischerhaus
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KfW-Effizienzhaus 40 Plus: 9 Fertighäuser unter 250.000 Euro

Dirc Kalweit

Dirc Kalweit

Fertighaus-Anbieter haben auch echte Energiesparhäuser im Programm. Dazu zählen vor allem die Modelle, die den Standard des KfW-Effizienzhaus 40 Plus erfüllen. Wir zeigen euch neun Modelle, die weniger als 250.000 Euro kosten.

Ein KfW-Effizienzhaus 40 Plus ist so etwas wie der Goldstandard beim energieeffizienten Bauen. Dementsprechend bieten auch viele Fertighaushersteller ihren Kunden die Möglichkeit, ein Fertighaus als 40 Plus Haus zu bauen.

Was das genau bedeutet, zeigen wir euch in diesem Artikel. Darüber hinaus erfahrt ihr, welche Vorteile und Nachteile diese Häuser haben und welche Fördermittel ihr erhalten könnt. Zuletzt listen wir eine Auswahl von aktuellen Häusern inklusive Preis auf, die den Standard 40 Plus der KfW erfüllen und gleichzeitig eher günstig sind.

Was ist eigentlich ein Energiesparhaus?

Der Begriff Energiesparhaus selbst ist nicht eindeutig definiert. Vielmehr gibt es die unterschiedlichsten Formen von Energiesparhäusern, vom Passivhaus bis hin zum Sonnenhaus.

Genau festgelegt sind allerdings die Energiestandards der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Die KfW hat den Begriff des Effizienzhauses geprägt. Dabei handelt es sich um eine Vorgabe für energiesparende Gebäude, an dem sich unter anderem auch die Förderung der KfW für Neubauten orientiert.

Dabei gilt: Basis für die Energiewerte, die ein KfW-Effizienzhaus jeweils erreichen muss, ist ein Referenzgebäude, das den Vorgaben des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) beim Neubau entspricht. Ein Effizienzhaus 100 erfüllt dabei die Vorgaben des GEG zu 100 Prozent.

Übrigens: Fördermittel erhaltet ihr auch, wenn ihr ein Haus saniert und so zu einem KfW 40 Haus macht.

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Was ist ein KfW-Effizienzhaus 40 Plus?

Zusätzlich zur Bezeichnung KfW-Effizienzhaus bestimmt eine Zahl (70, 55, 40), wie gut die Energieeinsparungen sind. Dabei gilt: Je niedriger die Zahl, desto mehr Energie wird eingespart. Grob gesagt verbraucht so zum Beispiel ein Effizienzhaus 40 gegenüber dem Effizienzhaus 100 rund 60 Prozent weniger Energie.

Der (auch am höchsten geförderte) Spitzenstandard ist das KfW-Effizienzhaus 40 Plus. Dabei bedeutet das Plus, dass das Haus sich selbst mit Energie versorgt. Deshalb ist so ein Haus also in erster Linie auf eigene Strom­erzeugung und Selbst­nutzung des erzeugten Stroms ausgelegt.

Um diesen Standard zu erreichen, muss ein KfW-Effizienzhaus 40 Plus folgende Ausstattungsmerkmale haben:

  • eine Anlage zur Stromerzeugung auf Basis erneuerbarer Energien
  • einen stationären Batteriestromspeicher
  • eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung
  • ein Benutzerinterface zur Visualisierung des Stromverbrauchs

Und natürlich muss es die grundsätzlichen Bedingungen eines KfW-Effizienzhauses 40 in Bezug auf den Primärenergiebedarf und den Transmissionswärmeverlust erfüllen. Mehr dazu erfahrt ihr in diesem Artikel: Energiesparhaus: Passivhaus, KfW-Effizienzhaus und andere im Überblick

Unser Tipp: Ihr plant den Bau eines Effizienzhauses und benötigt dabei Unterstützung? Die Bauexperten von Wohnglück helfen euch weiter. Einfach unverbindlich anrufen.

3 Vorteile eines KfW-Effizienzhaus 40 Plus

Es lohnt sich aus folgenden Gründen, ein Effizienzhaus 40 Plus zu bauen:

  1. Von der KfW gibt es für den Bau eines KfW-Effizienzhaus 40 Plus die höchsten Zuschüsse. Demzufolge könnt hier mit bis zu 37.500 Euro Tilgungszuschuss für euren Kredit rechnen. Und: Diesen Zuschuss müsst ihr nicht zurückzahlen.
  2. Eine eigene Stromversorgung macht euch unabhängig von Stromlieferanten – und damit auch von steigenden Strompreisen.
  3. In Sachen Umweltschutz ist eine KfW-Effizienzhaus 40 Plus zur Zeit der höchste Standard beim Hausbau.

KfW-Effizienzhaus 40 Plus: 3 Nachteile

Aber wir wollen euch auch nicht verschweigen, dass ein solches Energiespar-Haus auch Nachteile hat:

  1. Durch die besonderen Anforderungen in Bezug auf die Energieeinsparungen entstehen – trotz einer hohen Förderung – deutliche Mehrkosten.
  2. Mehr Technik bedeuten auch immer zusätzliche Folgekosten, was Wartung und Instandhaltung betrifft.
  3. Obwohl Photovoltaik-Anlagen und Stromspeicher mittlerweile erprobt sind, bleibt doch immer ein Risiko, das diese Technik auch mal ausfällt.

Diese Fördermittel erhaltet ihr für ein 40 Plus Haus

Seit dem 1. Juli 2021 bekommt ihr im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) neben attraktiven Kreditzinsen auch einen Tilgungszuschuss, wenn ihr ein KfW-Effizienhaus 40 Plus baut. Dabei erhaltet ihr Fördermittel für die Bau- und Bau­neben­kosten (ohne Grundstücks­kosten).

Bedingung: Bei einem Effizienzhaus 40 Plus beträgt der Jahres-Primärenergiebedarf höchstens 40 Prozent eines Referenzgebäudes, der Transmissionswärmeverlust maximal 55 Prozent. Die Stufe "Effizienzhaus 40 Plus" erreicht ihr wie oben beschrieben durch die Installation von gebäudenahen Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien.

Bei der Effizienzhaus-Förderung vergibt die KfW Kredite und gleichzeitig Tilgungszuschüsse. Beim Effizienzhaus 40 Plus beträgt der Maximalkredit 150.000 Euro. Auf diese Summe bekommt ihr den erwähnten Tilgungs­zuschuss. Der reduziert den zurück­zu­zahlenden Kredit­betrag und verkürzt die Lauf­zeit. In diesem Falle wären das konkret 25 Prozent beziehungsweise bis zu 37.500 Euro. Das bedeutet: Ihr müsst nur einen Teil des aufgenommenen Kredites zurückzahlen. Lest hier, was ihr zu Zinsen und Tilgung wissen müsst.

Wichtig: Um die Fördermittel für das KfW 40 Plus-Haus zu erhalten, müsst ihr einen Energieberater (= Energieeffizienz-Experte) mit einbinden. Aber auch für dessen Leistung könnt ihr eine Förderung beantragen. Lest mehr dazu in unserem Artikel Wann brauche ich einen Energieberater?

KfW-Effizienzhaus 40 Plus als Fertighaus

Wer baut, der achtet auf die Kosten. Aber das gilt nicht nur für die Errichtung des Hauses, sondern vor allem für den Betrieb. Dadurch, dass die Energiekosten einen großen Teil der laufenden Kosten bei einem Haus ausmachen, ist hier das Sparpotential besonders groß. Obendrein kommt zur Kostenersparnis auch noch ein gutes Umweltgewissen, dann lohnt sich die Investition in ein Energiesparhaus doppelt.

Das haben auch die Hersteller von Fertighäusern erkannt. Weil Neubauten sowieso die Anforderungen des Gebäudeenergiegesetzes erfüllen müssen, gehen viele Anbieter gleich einen Schritt weiter und bieten ihre Modelle auch als KfW-Effizienzhaus an. Und dann natürlich auch in der 40 Plus-Ausführung.

KfW-Effizienzhaus 40 Plus: 9 Fertighaus-Modelle

In unserer Fertighaus-Datenbank findet ihr zahlreiche Fertighäuser, die verschiedene KfW-Effizienzhaus-Standards erfüllen. Für den höchsten Standard, das KfW-Effizienzhaus 40 Plus, haben wir hier neun ausgewählte Modelle aufgelistet. Sortiert sind sie aufsteigend nach Preis:

1. Haus Armeria von FischerHaus

Beim Haus Armeria von FischerHaus sorgen neben der Dämmung noch eine ausgeklügelte Haustechnik mit einer Luft-Wasser-Wärmepumpe und eine Be- und Entlüftungsanlage mit kontrollierter Wärmerückgewinnung für die Energieeffizienz.

2. Bungalow 138 von FischerHaus

Für die energieeinsparenden Eigenschaften des Bungalow 138 setzt das Unternehmen vor allem auf die intelligente Kommunikation der Haustechnik untereinander, damit die Energie richtig eingesetzt wird.

3. Musterhaus Leipzig - UNO 2.0 200 B von FingerHaus

Die Firma FingerHaus bietet das Musterhaus Leipzig - UNO 2.0 200 B als Hauskonzept in unterschiedlichen Ausführungen an. Es sind unter anderem verschiedenen Dachneigungen und Kniestockhöhen sowie Extras wie Erker oder ein Wintergarten möglich.

4. Blackbox 357 von Finnscania

Die Bezeichnung "Blackbox" ist bei diesem Modell des Herstellers Finnscania Programm. Das heißt, es dient in dieser Form als Basis für diverse Ausbaustufen und ist auch als Doppelhaus, Mehrfamilienhaus oder Vermietobjekt für Ferien- und Freizeitparks planbar.

5. Musterhaus Frankenberg – Sento 500 B von FingerHaus

Neben den energiesparenden Eigenschaften eines KfW 40-Plus-Hauses besitzt das Sento 500 B von FingerHaus auch eine umfassende Smart-Home-Ausstattung nach dem kabelgebundenen KNX-Standard.

6. Musterhaus La Rocca von FischerHaus

Eine dichte Gebäudehülle, eine Wärmepumpe, effiziente Photovoltaik und eine Steuerung, die dieses komplexe System wirklich in jedem Moment optimal regelt, sind die Komponenten, die das Musterhaus La Rocca von FischerHaus zu einem vollwertigen KfW 40-Plus-Haus machen.

7. Musterhaus München – Medley 3.0 300 B von FingerHaus

Durch das klassische Satteldach mit einer Dachneigung von 25 Grad und dem hohen Kniestock von 2,15 Meter entsteht im Musterhaus München – Medley 3.0 300 B von FingerHaus deutlich mehr Raum und Stellfläche.

8. Musterhaus Cube X von FischerHaus

Das X beim Musterhaus Cube X steht laut des Anbieters Fischerhaus für die Variablen im Leben. Dementsprechend ist dieses Modell mit einer Einliegerwohnung ausgestattet, die sich entweder gut vermieten oder auch privat (zum Beispiel als Arbeitszimmer) selbst nutzen lässt.

9. Musterhaus Werder von Okal Haus

Beim Musterhaus Werder von Okal lässt sich ein dem Eingangsbereich angeschlossener Anbau zum Arbeitszimmer erweitern. Insofern ist ein Home-Office hier also von vornherein mit eingeplant.

Ihr sucht noch mehr Beispiele für KfW-Effizienzhäuser 40 Plus? Hier könnt ihr auch alle KfW-Effizienzhaus 40 Plus-Angebote in der Wohnglück-Fertighaus-Datenbank ansehen.

Übrigens: Das luxuriöseste KfW Effzienzhaus 40 Plus in unserer Datenbank ist nicht nur energetisch, sondern auch optisch absolut überzeugend.

KfW-Effizienzhaus 40 Plus bauen: Unser Fazit

Steigende Energiepreise und eine Umwelt, die durch den Energieverbrauch immer mehr belastet wird – es gibt gute Gründe für den Bau eines KfW-Effizienzhauses. Das Gebäudeenergiegesetz macht beim Neubau sowieso strenge Vorgaben in puncto Energieeffizienz. Warum also nicht gleich über den Bau eines KfW-Effizienhaus 40 Plus nachdenken?

Dabei verfügen die Fertighaus-Hersteller neben den technischen Voraussetzungen bei ihren Modellen auch optisch über eine große Angebotspalette. Und: Die höheren Anschaffungskosten amortisieren sich mittelfristig durch die Energieeinsparung.

Ob sich das für euch lohnt, welche Fördermöglichkeiten ihr ausschöpfen könnt und wie ihr am besten in die Planung geht, dabei hilft euch auch ein Energieberater.

Unser abschließender Tipp: Ihr habt noch nicht das richtige unter unseren Beispielmodellen für euch gefunden? Dann schaut euch gern einmal in unserer umfangreichen Datenbank um:

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