Stromspeicher Haus der Zukunft.
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Modernisieren | Pro/Contra-Liste

Lohnt sich ein Photovoltaik-Speicher? Alle Vor- und Nachteile im Überblick

Claudia Lindenberg

Level: Für Anfänger

Ein Photovoltaik-Speicher ist erstmal eine ziemlich große Investition, die wohl überlegt sein will. Lest hier, welche Vorteile und Nachteile Stromspeicher haben.

Auch wenn die Kosten für Photovoltaik-Speicher immer weiter sinken – sie verteuern die Photovoltaikanlage zunächst einmal erheblich. Die Frage, ob sich ein PV-Speicher lohnt, hängt von verschiedenen Faktoren ab: eurem Nutzungsverhalten, der Sonneneinstrahlung, der Entwicklung der Strompreise und der Einspeisevergütung.

Wie man ermittelt, ab wann sich eine Photovoltaikanlage mit oder ohne Batteriespeicher rechnet, zeigen wir euch in unserem Beitrag zur Photovoltaik-Förderung. Doch die Kosten allein sind nicht alles, was ihr beachten solltet. Bevor ihr euch für oder gegen einen Photovoltaikspeicher entscheidet, solltet ihr die Vor- und Nachteile kennen.

Vorteile von Stromspeichern

Stromspeicher dienen dazu, den selbst produzierten Strom aus der Photovoltaikanlage nicht zum Zeitpunkt der Erzeugung zu nutzen, sondern später – beispielsweise an wolkigen Tagen oder abends. Es gibt sowohl Lithium-Ionen-Speicher als auch Bleispeicher. Folgende Vorteile haben PV-Speicher:

1. Mehr Unabhängigkeit von der Strompreisentwicklung

Mit einem Stromspeicher müsst ihr weniger Strom aus dem öffentlichen Netz beziehen. Steigen die Energiepreise, müsst ihr daher deutlich weniger draufzahlen.

2. Ein gutes Gewissen

Wer sich für eine Photovoltaikanlage entscheidet, hat dabei oft auch den Nachhaltigkeitsgedanken im Hinterkopf. Und wer Wert darauf legt, erneuerbare Energie zu verbrauchen, kann mit Hilfe des Stromspeichers fast doppelt so viel grünen Strom nutzen wie ohne.

3. Langfristige Kostenersparnis

Über die Jahre könnt ihr die Kosten für den Stromspeicher je nach Verbrauch etwas eher oder später wieder hereinholen und unterm Strich sogar sparen.

Nachteile von Photovoltaik-Speichern

Den Vorteilen von Stromspeichern stehen auch Nachteile gegenüber. Dabei muss jeweils zwischen Lithium-Ionen und Bleispeichern unterschieden werden, weil sie teils sehr unterschiedliche Eigenschaften aufweisen.

1. Höhere Kosten

Zunächst einmal müsst ihr für den Stromspeicher tief in die Tasche greifen. Auch kommen bei Lithium-Ionen-Stromspeichern möglicherweise Wartungskosten auf euch zu.

2. Höherer Platzbedarf

Bleispeicher benötigen generell mehr Platz, da ihre Speicherkapazität geringer ist. Außerdem ist eine Entlüftung erforderlich. Geringer fallen die Nachteile bei Lithium-Ionen-Stromspeichern aus: Sie benötigen weniger Platz, für ein Einfamilienhaus entsprechen die Maße etwa denen eines Kühlschranks. Allerdings müssen Lithium-Ionen-Speicher an einem kühlen Ort installiert werden, da sie hitzeempfindlicher als Bleispeicher sind. Für beide gilt, dass der Keller sich besser eignet als der Dachboden.

3. Stromspeicher enthalten Umweltgifte

Stromspeicher müssen am Ende ihrer Lebensdauer entsorgt werden – und sowohl Blei als auch Lithium sind Umweltgifte. Das passt wenig zum Nachhaltigkeitsgedanken, der vielen Nutzern von Photovoltaikanlagen wichtig ist.

Tipp: Wenn ihr euch noch nicht endgültig für einen Stromspeicher entscheiden möchtet, könnt ihr zunächst auch die Photovoltaikanlage ohne Speicher planen und installieren lassen. Die Nachrüstung ist zwar etwas teurer, aber technisch kein Problem.

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