Haus im Bau
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Bauen | News

Neue Zahlen: Häuserpreise steigen, Baupreise nicht

Katharina Schneider

Katharina Schneider

Die Häuserpreise in Deutschland trotzen der Krise. Wohnimmobilien sind im dritten Quartal 2020 im Schnitt um 7,8 Prozent teurer geworden. Die Baupreise hingegen sind Ende des Jahres leicht gesunken – dafür gibt es einen Grund.

Der Markt für Wohnimmobilien trotzt der Corona-Krise weiterhin. Die Wohnungs- und Häuserpreise für sind auch im dritten Quartal 2020 gestiegen. Wohnungen und Häuser waren um ganze 7,8 Prozent teurer als im gleichen Zeitraum 2019. Gegenüber dem zweiten Quartal 2020 kletterten Wohnungs- und Häuserpreise um 2,6 Prozent nach oben.

Auf der Terrasse eines modernen Holzhauses stehen zwei bunte Stühle und die Sonne scheint durch Baumkronen.

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Die Baupreise hingegen entwickelten sich Ende des Jahres in die andere Richtung. Sie sind im November vergangenen Jahres um 0,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gefallen. Das geht aus Zahlen des Statistischen Bundesamts (Destatis) hervor.

Grund für die sinkenden Baupreise ist die Mehrwertsteuersenkung, die von Juli bis inklusive Dezember 2020 galt. Einen Rückgang der Baupreise im Vergleich zum Vorjahresmonat hatte es zuletzt im Februar 2002 gegeben. Schon im August, der Monat der letzten Berechnung, stagnierten die Baupreise im Vergleich mit dem Vorjahresmonat. Die Mehrwertsteuersenkung hat sich im Bausektor also schnell bemerkbar gemacht.

Baupreise: Rohbauarbeiten sind günstiger geworden

Ohne den gesenkten Steuersatz wären die Baupreise im November hingegen um 2,5 Prozent im Vergleich zu November 2019 gestiegen, heißt es von Destatis.

Die Preise für Rohbauarbeiten an Wohngebäuden gingen mit Berücksichtigung der gesenkten Mehrwertsteuer zwischen November 2019 und November 2020 um 0,3 Prozent zurück. Jene für Ausbauarbeiten erhöhten sich dagegen um 0,1 Prozent.

Unter den Bauarbeiten an Wohngebäuden gab es nennenswerte Preisrückgänge bei folgenden Gewerken:

  • Die Baupreise für Betonarbeiten sanken um ein Prozent
  • Die Preise für Wärmedämm-Verbundsysteme gingen um 0,7 Prozent zurück
  • Für Putz- und Stuckarbeiten mussten 0,3 Prozent weniger bezahlt werden
  • Für Mauerarbeiten lag der Preisrückgang bei 0,2 Prozent.

Teurer sind hingegen folgende Arbeiten geworden:

  • an Nieder- und Mittelspannungsanlagen (+1,1 Prozent)
  • an Heiz- und zentralen Wassererwärmungsanlagen (+0,6 Prozent)
  • bei Gas-, Wasser- und Entwässerungsanlagen (+0,5 Prozent).

Immobilienpreise in Städten und auf dem Land gestiegen

Nichtsdestotrotz müssen Kaufinteressierte fürs Eigenheim immer tiefer in die Tasche greifen. Häuser waren in den sieben größten Städten Deutschlands (Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt, Stuttgart und Düsseldorf) zwischen Juli und September um ganze 8,9 Prozent teurer als im gleichen Zeitraum 2019.

Eigentumswohnungen wurden dort um 7,3 Prozent teurer. In anderen Großstädten ab 100.000 Einwohnern kletterten die Häuserpreise um 8,3 Prozent nach oben. Wohnungen wurden sogar um 10,2 Prozent teurer.

Nicht nur in den Städten wird es immer kostspieliger, eine Wohnimmobilie zu erwerben. In dichter besiedelten ländlichen Gegenden verteuerten sich die Häuserpreise um 9,7 Prozent, Wohnungspreise um 7,1 Prozent. Und in dünn besiedelten ländlichen Kreisen mussten Käufer im dritten Quartal 2020 für Häuser 8,4 Prozent, für Wohnungen 8,1 Prozent mehr bezahlen als im Vorjahreszeitraum.

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