Mann steht vor einer Balkontür und öffnet diese.
© Getty Images/iStockphoto

Wohnen | Listicle

Rauchgeruch entfernen: 10 Tipps für gute Luft in der Raucherwohnung

Albert Linner

Level: Für Alle

Wer drinnen raucht, schadet auch dem Raumklima. Viele Raucher wollen sich die Zigarette in der eigenen Wohnung dennoch nicht nehmen lassen. 10 Tipps für ein gutes Raumklima in der Raucherwohnung.

Aller gesundheitlichen Risiken zum Trotz: Rund 20 Millionen Deutsche über 18 Jahre sind Raucher. Jeder dritte Erwachsene greift hierzulande also mehr oder weniger regelmäßig zu Zigarette, Zigarre oder Pfeife. Und sie machen oft auch ihr Zuhause zur Raucherwohnung.

Denn während der öffentliche Raum für Raucher präventiv immer weiter eingeschränkt wird, darf in den eigenen vier Wänden nach Herzenslust gequalmt werden – und das zudem ohne die vorwurfsvollen Blicke der umstehenden Nichtraucher.

Wer drinnen raucht, schadet aber nicht nur unmittelbar seiner eigenen Gesundheit, er beeinträchtigt auch das Raumklima in der Wohnung massiv. Diese zehn Tipps helfen euch, auch in der Raucherwohnung für bessere Luft zu sorgen.

1. Besser doch auf Balkon oder Terrasse?

Die einfachste Möglichkeit: Das Rauchen doch auf den Balkon oder die Terrasse verlagern. Nein, das ist nicht ganz so bequem – aber gesünder. Denn verbrannter Tabak enthält nicht nur über 90 krebserregende Stoffe, sondern setzt auch Feinstaub frei, der sich an der freien Luft viel besser verdünnt als in geschlossenen Räumen.

Wer nicht aufs Rauchen drinnen verzichten will, sollte es zumindest auf einen Raum beschränken, dort das Fenster öffnen und die Tür geschlossen halten, damit sich Gerüche und Schadstoffe nicht in der ganzen Wohnung verbreiten.

2. Regelmäßig lüften

Wer drinnen raucht, sollte selbstverständlich öfter und länger durchlüften als Nichtraucher. Das Fenster der Raucher-Wohnung nur zu kippen, reicht dabei nicht aus. Dadurch entsteht zu wenig Luftzirkulation. Vielmehr empfehlen Experten zehn- bis 15-minütiges Stoßlüften – auch wenn es draußen kalt ist.

3. Raucherwohnung regelmäßig reinigen

Nikotin und andere Schadstoffe aus dem Tabak wabern aber nicht nur durch die Luft der Raucherwohnung, sie setzen sich auch ganz massiv in Wänden, Möbeln und anderen Oberflächen ab, um von da aus stetig auszudünsten. Ein Zimmer, in dem regelmäßig geraucht wird, sollte daher öfter und regelmäßiger gereinigt werden als andere Räume. Selbst vermeintlich glatte Oberflächen wie Fenster haben winzige Einkerbungen, in denen sich schädliche Partikel ablagern können, und sollten regelmäßig geputzt werden.

Ganz wichtig: Ebenso solltet ihr den Aschenbecher regelmäßig leeren, da auch dieser ein steter Quell schädlicher Ausdünstungen ist.

Voller Aschenbecher in einer Wohnung
Nikotin setzt sich an Oberflächen in der Raucherwohnung fest. © Getty Images/iStockphoto

4. Rauchgeruch aus Textilien waschen

Textilien wirken wie Schwämme für Rauchgeruch. Jeder, der schon mal nach einer Nacht in einer rauchigen Kneipe an seiner Kleidung gerochen hat, kennt das. Waschbare Textilien in der Wohnung wie Gardinen, Vorhänge oder Kissenbezüge solltet ihr daher regelmäßig in die Waschmaschine schmeißen. Bei Teppichen und größeren bezogenen Möbelstücken wie Couch oder Sessel empfiehlt sich eine Dampfreinigung.

5. Duftkerzen oder Duftstäbe gegen Rauchgeruch

Oft nimmt man den unangenehmen Geruch in der Wohnung als Raucher gar nicht wahr, sondern wird etwa durch (nichtrauchende) Besucher erst darauf hingewiesen. Wer sich solche Momente ersparen will, hat verschiedene Möglichkeiten, den Rauchgeruch zu überdecken: Duftkerzen, Duftstäbe, Räucherstäbchen, Duftöl oder Duftspray – der Handel gibt dazu einiges her.

Wichtig dabei: Diese Maßnahmen übertünchen den Geruch nur, die Schadstoffe bleiben in der Wohnung.

6. Luftreinigende Pflanzen

In dieser Hinsicht kann Mutter Natur Abhilfe schaffen. Viele Pflanzen verwandeln nämlich nicht nur fleißig CO2 in Sauerstoff, sondern können auch Schadstoffe aus der Luft filtern. Zimmerpflanzen wie Crysantheme oder Einblatt (Spathiphyllum) sehen etwa nicht nur gut aus, sondern sind wahre Hochleistungsfilter. Hier findet ihr eine Übersicht der effektivsten luftreinigenden Pflanzen.

Einblatt
Das Einblatt ist eine effektive luftreinigende Pflanze. © Getty Images/iStockphoto

7. Rauchgeruch entfernen mit Mikroorganismen

Ebenfalls auf natürlicher Basis arbeiten Geruchsentferner mit Mikroorganismen. Millionenfach in der Reinigungsflüssigkeit konzentriert, versprechen sie, dass ihre Bakterien die Schadstoffe und Rückstände in Oberflächen, Textilien und auch in der Luft zersetzen. Gleichzeitig sollen sie auch noch umweltfreundlich und unbedenklich für Mensch und Tier sein.

8. Essig(wasser) und Kaffee

Essig ist ein effektives Hausmittelchen, vor allem wenn nur einmalig in der Wohnung geraucht wurde, etwa bei einer Party. Einfach Wasser erhitzen, einen Schuss Essig zugeben und in einer Schüssel in den Raum stellen, um die Gerüche zu binden. Auch Oberflächen, Fenster und Türen könnt ihr so gut von Rauchgeruch befreien. Wem der Essig zu beißend ist, kann stattdessen auch Zitronensaft benutzen.

Viele Menschen schwören auch auf Kaffee als Geruchsneutralisator. Schälchen mit frisch gemahlenem Kaffeepulver duften so intensiv, dass der Rauchgeruch nach einigen Stunden nicht mehr wahrnehmbar ist. Vorteil: Kaffee riecht wunderbar. Nachteil: nicht so wirksam wie Essig oder Zitrone.

9. Luftreiniger und Luftwäscher

Elektrische Luftreiniger sind wohl die effektivste Methode, die Luft in der Raucherwohnung sowohl von Schadstoffen als auch von lästigen Gerüchen zu befreien. Klassische Luftreiniger arbeiten mit einem kombinierten Filtersystem, bei Luftwäschern wird die Luft mit Wasser gereinigt und zugleich befeuchtet. Kostenpunkt: ab 50 Euro für die Anschaffung, plus laufende Stromkosten (je nach Leistung und Betriebsdauer).

10. Vorsicht bei Ozonbehandlung

Ozon-Generatoren sind eigentlich eine zwar teure, aber effiziente Variante, Gerüche nachhaltig zu beseitigen. Vorsicht ist aber in Verbindung mit Tabakrauch geboten. Denn Ozon verbindet sich mit Nikotin und weiteren Bestandteilen des Zigarettenrauchs zu feinstaubhaltigen Aerosolen, die extrem gesundheitsschädlich sind. Unbedingt also die Sicherheitshinweise beachten oder gleich eine Spezialfirma beauftragen. Auch bei so genannten Ionisationsgeräten ist Vorsicht geboten.

Rauchgeruch entfernen: Unser Fazit

Regelmäßiges Lüften ist für das Raumklima in einer Raucherwohnung ebenso unerlässlich wie regelmäßiges Reinigen von Oberflächen und Möbeln. Einige Maßnahmen überdecken Gerüche nur, andere entfernen zudem auch Schadstoffe. Am besten kombiniert ihr mehrere Maßnahmen für ein gutes und gesundes Raumklima auch in der Raucherwohnung.

Und wenn ihr Nichtraucher geworden seid, dann klären wie hier für euch die Frage: Wie kann ich Nikotinspuren dauerhaft beseitigen?

Lies noch mehr…

Wir verwenden Cookies, um die Website optimal zu gestalten. Durch die Nutzung der Website stimmen Sie grundsätzlich der Verwendung von Cookies zu (Websitefunktionalitäten, anonymisiertes Nutzerverhalten, usw). Sofern Sie zustimmen, teilen wir zudem Informationen anonymisiert mit Werbepartnern. Siehe Datenschutzhinweise.

OK