Keller als Wohnraum
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Kellerraum gestalten: 10 geniale Keller-Ideen

Uske Berndt

Uske Berndt

Von Spielzimmer bis Wellness-Oase – die Nutzungsmöglichkeiten für einen Keller sind vielfältig. Wir zeigen zehn geniale Beispiele, wie ihr euren Keller gestalten oder das Untergeschoss ausbauen könnt.

Noch immer werden viele Keller kaum genutzt oder mit sinnlosen Dingen vollgestellt. Schluss damit. Das Untergeschoss lässt sich so vielfältig nutzen. Natürlich nur, wenn ihr alle notwendigen Voraussetzungen für einen richtigen Wohnkeller schafft. Wir stellen euch zehn Ideen für den Keller vor und zeigen, wie ihr einen Keller ausbauen und gestalten könnt.

Keller als Spielzimmer für Groß und Klein nutzen

Zum Spielen kann ein Kinderzimmer gar nicht groß genug sein. Wer oben wenig Platz hat, kann vielleicht nach unten ausweichen. Im Keller können die elektrische Eisenbahn oder das 500-Teile-Puzzle einfach stehen bleiben. Das wissen auch die Erwachsenen zu schätzen. Was es dazu braucht? Ein flacher, strapazierfähiger Teppichboden aus Wolle ist für Kinder eine gute Basis: schön weich und warm und trotzdem pflegeleicht. Als Alternative eignet sich elastischer Korkboden, denn der gibt beim Hüpfen oder Toben etwas nach.

Kleines Kinderzimmer? Im Keller könnt ihr ein extra Zimmer zum Spielen für eure Kinder einrichten. © Getty Images/iStockphoto

Keller als Schutzraum für Sportgeräte nutzen

Die teuren Mountainbikes, die Skiausrüstung oder das Surfbrett – alles Sportgeräte, die ihr eher nicht täglich nutzt. Damit sind sie im Keller hervorragend aufgehoben, nämlich sicher und frostfrei, viel besser als in der Garage. Der Aufwand hält sich in Grenzen: Ein paar Meter einfache, möglichst tiefe Regale reichen meist aus. Fahrradhalter für die senkrechte Aufbewahrung (Anzeige*) gibt es für rund 24 Euro. Einfache Haken (Anzeige) halten euer Rad schon für wenige Euro an Wand oder Decke.

Fahrräder hängen an Kellerwand
Kein Platz in der Garage? Fahrräder und andere Sportgeräte könnt ihr frostfrei im Keller abstellen oder an der Wand aufhängen. © iStock/getty Images/laughingmango

Kellerraum als Gästezimmer gestalten

Das Fenster im Kellerraum mag noch so klein ausfallen, für ein Gästezimmer eignet sich der Raum allemal. Schick tapeziert, mit Designboden ausgelegt und einem Ausziehsofa oder Doppelbett ausgestattet, wird das Kellergeschoss zur Herberge für Besucher – oder Rückzugsort für Teenager. Die schauen eh lieber aufs Smartphone statt aus dem Fenster.

Wenn ihr den Keller als richtigen Wohnraum ausbauen wollt, müsst ihr einige Vorgaben einhalten. Lest dazu auch unseren Ratgeber: Keller ausbauen: Das müsst ihr für den neuen Wohnraum beachten

Gästezimmer Blau Rot im Keller
Gäste kann man gut im Keller unterbringen. © Getty Images/iStockphoto

Keller als Werkstatt oder Hobbyraum gestalten

Die Nähmaschine ist auch so ein Gerät, das möglichst immer griffbereit stehen bleiben soll, aber auf dem Schreibtisch zu viel Platz weg nimmt. Da bietet sich der Keller als Schneiderwerkstatt an. Ein großer Tisch und wirklich gutes Licht sind ein Muss. Außer zum Nähen trifft man sich hier zum Basteln, Malen oder zu anderen kreativen Arbeiten.

Nähwerkstatt im Keller
Ein Keller bietet Platz für die Nähmaschine - oder andere kreative Hobbys. © Getty Images/iStockphoto

Arbeiten im Homeoffice

Im Keller lässt es sich ungestört arbeiten. Wenn das WLAN nicht bis hier unten reicht, installiert ihr einfach noch einen Router. Dazu Schreibtisch und Gummibaum und schon kann es losgehen mit dem Geld verdienen unter Tage. Aber Achtung: Prüft vorher, ob es in eurem Keller eine Radonbelastung gibt.

Home Office im Keller
Mit guter Beleuchtung könnt ihr den Keller auch als Home Office nutzen. © Getty Images/iStockphoto

Keller zum Probenraum ausbauen

Endlich Schlagzeug spielen, ohne dass einer meckert. Dank gut gedämmter Kellerdecke könnt ihr hier unten eure erste eigene Band gründen. Für Heavy Metal-Fans empfehlen wir eine schalldichte Tür und vielleicht noch Schallabsorber für die Wände.

Tipp: Setzt auf rund 15 Millimeter starke Schalldämmplatten aus Wellpappe plus Quarzsand. Die lassen sich ähnlich wie Gipskartonplatten verarbeiten. Kosten: etwa 25 Euro pro Quadratmeter.

Proberaum Musik im Keller
Schalldämmplatten machen den Keller zum Proberaum. © Getty Images/iStockphoto

Ideen für den Partykeller

Auch hier darf es gerne lauter werden. Zu den oben genannten Schallschutzmaßnahmen kommen jetzt noch hochwertige und leistungsstarke Musikboxen. Ein großer Kühlschrank (ab rund 350 Euro) für perfekt temperierte Getränke und eine selbst gebaute Bar nebst farbiger Partybeleuchtung sind ebenfalls selbstverständlich. Musik und Lightshow steuert ihr übers Smartphone. Muss aber nicht sein: Eine Discokugel für die Steckdose kostet nur zehn Euro und macht auch schon richtig was her.

Lest auch: Keller als Wohnraum: Tipps zum Umbau und Ausbau des Kellerraums

Kellerraum gestalten als Heimkino

In fast jeder Familie kommt es irgendwann zum Streit vor dem Fernseher: Wer darf was gucken und wie lange? Fußball, Kinderfilm oder Krimi? Das kleine Tablet hilft da nicht weiter. Vielleicht könnt ihr das Drama beenden, indem ihr einen zweiten Bildschirm mit Internetanschluss in den Keller stellt. Gerne so richtig schön groß. Ein bequemes Sofa davor – fertig ist das Heimkino. Hier können die Teenager auch mal Computerspiele testen oder sich mit einem Sportspiel austoben.

Mit einem anständigen Beamer (Anzeige*), Popcorn und Nachos könnt ihr das Kino-Feeling perfektionieren.

Homekino im Keller
Der Keller eignet sich auch gut für ein eigenes Heimkino. © Getty Images/iStockphoto

Fitness im Keller

Statt mit vielen anderen in einem Raum zu schwitzen, könnt ihr auch zu Hause im Keller Sport treiben. Für die private Yogastunde legt ihr einfach eine Matte aufs Massivholz-Parkett. Wer Ausdauersportarten favorisiert, stellt sich für rund 500 bis 1.500 Euro ein Laufband in den Raum. Gute Rudergeräte beginnen bei rund 800 Euro, ein Crosstrainer kostet 400 bis 1.300 Euro.

Hier findet ihr Tipps zum richtigen Fitnessboden.

Keller mit Sauna und Sportgeräten
Wer ausreichend Platz im Keller hat, kann sich die Fläche zum privaten Homegym umbauen. Eine kleine Sauna lädt zum Entspannen ein. © istock/getty images/phototropic

Sauna im Keller

Der Klassiker für das Untergeschoss ist wohl die heimische Sauna. Wo sonst lässt es sich ungestört schwitzen und danach eine Runde auf der Liege entspannen? Gleichzeitig ist so eine Wellness-Oase wohl die teuerste Möglichkeit, einen Keller zu nutzen. Ganz einfache Saunen aus dem Baumarkt kosten zwar nur 1.500 Euro, für einen individuelle gestalteten Schwitzkasten mit hochwertiger Holzverkleidung, moderner Klimasteuerung und ausgeklügelter Beleuchtung werden aber eher 10.000 Euro und mehr fällig.

Allerdings solltet ihr einiges beachten, wenn ihr in eurem Keller eine Sauna einrichten wollt.

Sauna
Eine Sauna im Keller ist echter Luxus, durch schöne Lichtstimmung wird es in der Saune noch gemütlicher. © KLAFS

Für was ihr euren Keller nutzen wollt, hat auch Konsequenzen für die richtige Wahl des Bodenbelags im Keller. Mehr Infos dazu lest ihr in unserem Artikel "Bodenbelag im Keller".

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