Älteres Paar verhandelt über Kaufpreis
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Kaufpreis verhandeln: Mehr als die Hälfte der Käufer konnte Preis reduzieren

Eine Umfrage hat ergeben: Beim Hauskauf verhandeln lohnt sich. Rund drei Viertel der Käufer verhandelten über den Kaufpreis. Mehr als die Hälfte gab so weniger als den ursprünglich verlangten Preis für die Immobilie aus. Der erzielte Preisnachlass liegt für ein Drittel der Käufer zwischen zehn und 15 Prozent.

Der Kauf einer Immobilie stellt eine große Investition dar. Angesichts gestiegener Immobilienpreise fragen sich Käufer, wie sie den Kaufpreis senken können. Eine Möglichkeit ist, den Kaufpreis herunterzuhandeln. Eine Umfrage zeigt: Die Mehrheit der Käufer verhandelt beim Immobilienkauf über den Kaufpreis und erzielt einen Preisnachlass – Kaufpreis verhandeln lohnt sich.

Immobilienpreise sind verhandelbar

Im Auftrag von ImmoScout24 führte die Innofact AG im April 2022 eine Umfrage unter 500 Menschen durch, die in den vergangenen fünf Jahren eine Immobilie gekauft hatten. 76 Prozent der befragten Käufer gaben an, dass sie über den Kaufpreis ihrer Immobilie verhandelten. Knapp 57 Prozent hatten bei der Verhandlung Erfolg und erzielten einen Preisnachlass.

Am häufigsten und mit dem größten Erfolg wurde in Mittelstädten (20.000 bis 100.000 Einwohner) verhandelt: Hier sind 82 Prozent der Käufer in die Verhandlung gegangen. 65 Prozent gaben an, den Preis ihrer Immobilie erfolgreich reduziert zu haben.

In Großstädten (ab 100.000 Einwohner) verhandelten trotz höheren Wettbewerbs rund 56 Prozent mit Erfolg. Auch die Erfolgsquote in ländlichen Regionen (unter 5.000 Einwohner) kann sich sehen lassen. Bei 54 Prozent der befragten Käufer, die eine Immobilie auf dem Land kauften, führte die Verhandlung zu einem Preisnachlass. In den Kleinstädten (5.000 bis 20.000 Einwohner) liegt die Erfolgsquote der Verhandlungen bei 49 Prozent.

Kaufpreis verhandeln lohnt sich: Preisnachlass von bis zu 25 Prozent ist möglich

Auf die Frage nach dem möglichen Preisnachlass gibt es keine pauschale Antwort. Doch Verhandeln lohnt sich. Die Umfrage ergab: Mehr als ein Drittel der Befragten erzielte einen Preisnachlass von zehn bis 15 Prozent. Jeder Achte zahlte bis zu 20 Prozent weniger. Ein Viertel des Kaufpreises oder mehr sparten noch rund vier Prozent.

Argumente für einen Preisnachlass

Welche Argumente können bei der Verhandlung über den Kaufpreis einer Immobilie zu einem Preisnachlass führen? Anfallende Modernisierungskosten führen mit 53 Prozent die Liste der Argumente an. 30 Prozent der Käufer bemängelten eine veraltete Ausstattung. Ein hohes Alter der Immobilie brachten 29 Prozent der Käufer in den Verhandlungen zur Sprache. Generelle Mängel an der Immobilie nannten 27 Prozent.

Auch konkrete fehlende Ausstattungsmerkmale, wie eine fehlende Einbauküche (zwölf Prozent), Parkmöglichkeit oder Garage (elf Prozent) und Keller (elf Prozent) sowie Balkon oder Garten (neun Prozent) wurden von den befragten Käufern in den Verhandlungen genannt. Neun Prozent verwiesen auf die Lage der Immobilie, wenn diese vergleichsweise unattraktiv war.

Bedenken gegen Verhandlungen

Im Vorfeld einer Kaufpreisverhandlung haben Käufer oft Bedenken. Die häufigste Sorge ist, dass konkurrierende Interessenten den aufgerufenen Preis akzeptieren und daher den Zuschlag erhalten. Das gaben 36 Prozent der Befragten an.

Zudem fürchteten knapp 35 Prozent der Käufer, der Verkaufsdeal könnte wegen eines Verhandlungsversuchs platzen. 21 Prozent gaben an, die Marktlage nicht gut genug einschätzen zu können – 22 Prozent befürchteten, ein zu niedriges Angebot abzugeben. Hingegen hatten 14 Prozent die Sorge, mit einem zu hohen Preis in die Verhandlung zu gehen.

Unser Tipp: Engagiert einen Experten, wenn ihr eine Immobilie kaufen wollt als Kaufbegleitung. Dieser kann den wahren Wert der Immobilie richtig einschätzen, weiß, wie viel an Modernisierungskosten noch auf euch zukommen und liefert Argumente für die Preisverhandlung.

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