Hand mit Malerrolle, die Wand streicht
© Getty Images/iStockphoto

Modernisieren | Expertentipp

Wasserflecken und Schimmel: Welche Farbe eignet sich zum Überstreichen?

Redaktion

Level: Für Einsteiger

Ein Nutzer fragt sich, wie er Wasserflecken an einer Wand überstreichen kann und ob es Farben gibt, die Schimmel vorbeugen. Unser Experte weiß Rat.

Ein Nutzer hat sich mit folgender Frage an uns gewandt: "Ich würde gerne eine Innenwand, die vor ein paar Jahren von einem Wasserschaden betroffen war, und eine bisher nicht betroffene Kellerwand mit einer Antischimmelfarbe beziehungsweise blockenden Deckfarbe streichen. Macht das Sinn und welche Produkte sollte ich wählen?"

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Die Wohnglück-Experten antworten:

Es gibt grundsätzlich zwei verschiedene Typen von Isolier- und Abdeckfarben:

  1. Wasserverdünnbare Isolierfarben (Dispersionsfarben): Diese Farben decken in vielen Fällen leichte Wasser- und Nikotinflecken mit zwei Anstrichen ab. Je nach Intensität und Alter der Wasserflecken können starke Verschmutzungen durch den Wasseranteil angelöst werden und beim Trocknen wieder an die Oberfläche "durchschlagen". Schimmelbefall kann man mit diesen Farben nicht zuverlässig abdecken, da der Wasseranteil in den Farben Schimmelsporen wieder aufleben lässt.
  2. Lösemittelhaltige Isolierfarben (Schnellrenovierfarben): Wenn man starke Verschmutzungen sicher abdecken möchte, empfiehlt sich eine lösemittelhaltige Isolierfarbe. Mit dieser Farbe erzielt ihr schnelle und gute Ergebnisse. Es ist keine spezielle Grundierung oder Vorstreichfarbe erforderlich.
    Oftmals erreicht man bereits mit einem satten Anstrich ein zufriedenstellendes Ergebnis. Die Farbe trocknet schnell und spannungsfrei auf, ohne später abzuplatzen. Sie ist scheuerbeständig. Sie lässt sich einfach mit einer kurzflorigen Rolle verstreichen und bildet eine gleichmäßige tuchmatte Oberfläche. Dabei kommt es in der Anfangsphase zum Abdunsten der Lösemittel. Das kann zur Geruchsbelästigung führen.
    Nach Ausdunsten der Lösemittel verbleibt oftmals noch ein leichter Geruch von Pflanzenölen. Dieser systembedingte Ölgeruch ist in den ersten 14 Tagen wahrnehmbar und klingt mit zunehmender Aushärtung der Pflanzenöle ab. Durch regelmäßiges Lüften verkürzt ihr diesen Zeitraum. Isolier-/Schnellrenovierfarben gibt es auch in Kleingebinden (5 Liter).

Schimmelbildung lässt sich durch Farbe nicht verhindern

Schimmelbildung könnt ihr durch einen vorbeugenden Anstrich kaum verhindern. Die Ursache für Schimmelbildung ist eine ständige Feuchtigkeitsbelastung. Ein Anstrich verhindert das nicht. Das ist nur durch wirksame Lüftung und ausreichende Wärmedämmung möglich.

Sicherlich könnte man mit den oben genannten Anstrichfarben eine Kellerwand streichen, das ist aber wie mit Kanonen auf Spatzen zu schießen. Wenn die Kellerwand bereits mit Dispersionsfarbe (Binderfarbe) gestrichen wurde, kann das weiter geschehen.

Ideal wären aber Innen-Silikatfarben. Die könnt ihr allerdings nur auf Kalkanstrichen oder ungestrichenem Putz oder Kalksandstein verwenden. Silikat-Farben gehen mit mineralischen Untergründen eine unlösbare Verbindung ein, sie verkieseln mit ihnen. Die Durchlässigkeit von Wasserdampf funktioniert weiterhin, die Wand kann weiter atmen.

Unser abschließender Hinweis: Ihr habt auch eine Frage und benötigt den Rat unserer Wohnglück-Experten? Kein Problem: Schreibt uns über den Facebook-Messenger und wir stehen euch nach Möglichkeit mit Rat und Tat zur Seite.

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