Photovoltaikanlage auf dem Dach eines Hauses
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Photovoltaikanlage: So berechnet ihr die optimale Größe

Claudia Lindenberg

Level: Für Anfänger

Für den wirtschaftlichen Betrieb einer PV-Anlage sind diverse Faktoren wichtig. Welche Nenngrößen zu beachten sind und warum Autarkie mehr Aufwand bedeutet.

Ihr zieht die Installation einer Photovoltaikanlage in Erwägung ? Dann müsst ihr zunächst die Nennleistung kalkulieren. Sie wird in Kilowatt Peak – kurz: kWp – angegeben. Dabei werden pro kWp rund 1.000 Kilowattstunden Strom erzeugt. Dieser Wert lässt sich allerdings nur unter genormten Rahmenbedingungen erreichen. In der Praxis ist er meist aufgrund unterschiedlicher Rahmenbedingungen und Witterungseinflüsse etwas geringer. Als Vergleichsmaßstab ist er trotzdem hilfreich.

Wovon hängt die Leistung der PV-Anlage ab?

Um die zu euren Bedürfnissen passende Nennleistung der Photovoltaikanlage zu ermitteln, müsst ihr folgende Eckdaten berücksichtigen:

Jährlicher Stromverbrauch

Schaut ihr einfach in eure bisherigen Stromabrechnungen oder nehmt eine ungefähre Schätzung vor. Für einen vierköpfigen Haushalt werden beispielsweise rund 4.000 Kilowattstunden (kWh) veranschlagt.

Standort der Photovoltaikanlage

Es macht einen großen Unterschied, ob die PV-Anlage in Niedersachsen oder Baden-Württemberg installiert wird. Die für die Leistung wichtige Globalstrahlung liegt im Bundesdurchschnitt bei jährlich rund 1.000 Kilowattstunden je Quadratmeter. Eine regionale Datenabfrage könnt ihr auf der Webseite des Solarenergie-Fördervereins Deutschland e.V. durchführen.

Verschattung

Wenn eine Photovoltaikanlage optimalen Ertrag liefern soll, muss sie möglichst ohne Verschattung durch Bäume oder Nachbarhäuser angebracht werden. Auch Dachgauben werfen Schatten.

Ausrichtung der PV-Anlage

Es ist ziemlich wichtig, in welche Himmelsrichtung die PV-Anlage ausgerichtet ist. Optimal ist eine reine Südausrichtung.

Dachneigung

Optimal für eine Photovoltaikanlage ist eine Dachneigung, die eine Installation mit einer Neigung von 30 Grad ermöglicht.

Die Größe der Dachflächen

Je nachdem, wie günstig die Voraussetzungen für die Installation sind, benötigt ihr mehr oder weniger Dachfläche für die Photovoltaikanlage.

Gewünschter Autarkiegrad

Je mehr Strom ihr selbst nutzen wollt, desto größer muss die Anlage größer werden – und auch einen Stromspeicher umfassen.

Wie viel Quadratmeter Dachfläche werden pro kWp benötigt?

Wie viel Fläche ihr auf eurem Dach für die Photovoltaikanlage veranschlagen müsst, hängt davon ab, wie leistungsstark sie ist. Das wiederum wird von der Verschattung in der Umgebung, der Ausrichtung der Anlage, der Dachneigung und den verwendeten Solarzellen beeinflusst. Dabei gilt, dass Siliziumzellen weniger Fläche erfordern als Dünnschichtmodule.

Als Faustregel gilt: Pro kWp Leistung solltet ihr sieben bis zehn Quadratmeter einkalkulieren. Dabei gilt: Je günstiger die Voraussetzungen für die Anlage, desto geringer die benötigte Fläche und umgekehrt.

Wie groß sollte die Leistung meiner Photovoltaikanlage sein?

Als wichtigste Richtgröße für eure Berechnungen dient euer jährlicher Stromverbrauch. Nach Angaben des Infoportals co2online.de ist bei Einfamilienhäusern üblicherweise mit folgenden Jahreswerten (ohne Warmwasserbereitung mit Strom) zu rechnen:

  • Durchschnittlicher Stromverbrauch pro Haushalt
  • Singlehaushalt: 2.300 kWh
  • 2-Personen-Haushalt: 3.000 kWh
  • 4-Personen-Haushalt: 4.000 kWh
  • 5-Personen-Haushalt: 5.000 kWh

Zwei Beispiele: Bei einem Verbrauch von jährlich 4.000 Kilowattstunden benötigt ihr eine Photovoltaikanlage mit einer Nennleistung von rund vier kWp. Dafür ist eine Dachfläche von rund 40 Quadratmetern erforderlich, wenn pro kWp Leistung zehn Quadratmeter veranschlagt werden.

Für einen 2-Personen-Haushalt reichen drei kWp, für eine Familie mit drei Kindern wären fünf kWp sinnvoll. An Dachfläche werden unter den genannten Voraussetzungen jeweils 30 oder 50 Quadratmeter erforderlich.

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