Photovoltaik Förderung: Zuschüsse und Tipps
- Welche Förderungen für Photovoltaik gibt es?
- Photovoltaik-Förderung vom Staat: Einspeisevergütung und Steuervorteile
- Photovoltaik-Förderung durch KfW-Kredit
- Photovoltaik-Förderung der Bundesländer
- Photovoltaik-Förderung auf kommunaler Ebene
- Photovoltaik-Förderung von Stromanbietern
- Fazit: Lohnt sich für mich die Photovoltaik-Förderung?
- Häufig gestellte Fragen zur Photovoltaik-Förderung
Das Wichtigste in Kürze
- Photovoltaikanlagen werden durch Bund, Länder und Kommunen gefördert.
- Die Fördermöglichkeiten variieren stark je nach Standort und können direkte Zuschüsse, steuerliche Anreize und zinsgünstige Darlehen, zum Beispiel durch die KfW, umfassen.
- Die Einspeisevergütung hängt von der Anlagengröße, Inbetriebnahmedatum und dem Anteil der Einspeisung ab. Seit 2024 sinkt der Vergütungssatz.
- Auch Stromanbieter haben teilweise eigene Förderungen, die aber häufig den Kauf zusätzlicher Dienstleistungen oder Produkte voraussetzen.
Das kannst du tun
- Informiere dich mithilfe unserer Übersicht vor dem Kauf einer Photovoltaikanlage, welche Förderprogramme für dich in Frage kommen.
- Checke die Förderbedingungen. Wichtig: In den meisten Fällen musst du den Zuschuss vor der Inbetriebnahme beantragen.
- Prüfe mit unserem Sanierungsrechner, welche weiteren Sanierungsmaßnahmen für deine Immobilie sinnvoll sind, die sich mit der Installation einer PV-Anlage gut kombinieren lassen.
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Welche Förderungen für Photovoltaik gibt es?
Hier sind die aktuellen Photovoltaik-Förderungen in Deutschland im Überblick. Weiterführende Informationen findest du weiter unten im Artikel.
- (Indirekte) Photovoltaik-Förderung durch Einspeisevergütung: Die Einspeisevergütung ermöglicht es, für jede Kilowattstunde, die ins Netz eingespeist wird, eine Vergütung zu erhalten. Der Betrag variiert je nach Anlagengröße, Inbetriebnahmedatum und dem Anteil der Einspeisung.
- Förderung von PV-Anlagen durch steuerliche Vorteile: Seit 2023 gilt eine Steuerbefreiung beim Kauf von Solarmodulen und wesentlichen Komponenten für den Betrieb von Photovoltaikanlagen, sofern diese in der Nähe von Wohngebäuden installiert werden.
- Photovoltaik-Förderung durch KfW-Kredit: Das KfW-Programm 270 bietet zinsgünstige Kredite für die Anschaffung von Photovoltaikanlagen und Batteriespeichern, die bis zu 100 Prozent der Investitionskosten abdecken können.
- Photovoltaik-Förderung auf Länderebene: Grundsätzlich bieten einige Bundesländer spezifische Förderprogramme an, oft kombinierbar mit KfW-Krediten. Diese umfassen zinsgünstige Kredite und zusätzliche Zuschüsse. Die genauen Bedingungen variieren je nach Bundesland. Aktuell hat nur Berlin ein PV-Förderprogramm.
- Photovoltaik-Förderung auf kommunaler Ebene: Kommunen bieten oft eigene Förderungen an, in Form von direkten Zuschüssen, vergünstigten Darlehen oder anderen finanziellen Anreizen. Auch hier variieren die Angebote stark je nach Gemeinde.
- Photovoltaik-Förderung von Stromanbietern: Einige Stromanbieter haben eigene Förderungen oder Rückvergütungen für die Installation von Photovoltaikanlagen im Angebot.
Photovoltaik-Förderung vom Staat: Einspeisevergütung und Steuervorteile
Der Staat greift dir unter die Arme, damit sich die Investition in eine Solaranlage für dich auszahlt: durch die Einspeisevergütung, steuerliche Vorteile und die Bezuschussung einer Energieberatung.
Einspeisevergütung als indirekte Photovoltaik-Förderung
Den selbst produzierten Strom können Eigentümer einer PV-Anlage auf zwei Wegen nutzen: Sie können ihn selbst verbrauchen oder ins öffentliche Netz einspeisen. Für ihren Strom erhalten die Betreiber von PV-Anlagen die sogenannte Einspeisevergütung. Alle Details dazu sind im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) geregelt.
Es gibt zwei Tarife in der Einspeisevergütung – einen für Volleinspeiser und einen für Teileinspeiser. Wer seinen selbst erzeugten Strom vollständig ins Netz einspeist, erhält dafür eine höhere Vergütung. Damit will der Staat einen Anreiz schaffen, möglichst viele Dachflächen möglichst großflächig mit PV-Modulen zu belegen. Daneben hängt die Höhe der Einspeisevergütung vom Zeitpunkt der Inbetriebnahme und von der Anlagengröße ab. Der Vergütungssatz gilt dann für 20 Jahre.
In unseren Tabellen siehst du, wie hoch die Vergütungssätze für typische Ein- oder Zweifamilienhausanlagen ausfallen.
Einspeisevergütung für PV-Anlagen mit Inbetriebnahme ab 1. Februar 2024
| Größe der Anlage | Teileinspeisung | Volleinspeisung |
|---|---|---|
| bis 10 Kilowatt Leistung | 8,11 Cent/kWh | 12,86 Cent/kWh |
| bis 40 Kilowatt Leistung | 7,03 Cent/kWh | 10,79 Cent/kWh |
| bis 100 Kilowatt Leistung | 5,74 Cent/kWh | 10,79 Cent/kWh |
| Quelle: Bundesverband für Solarwirtschaft | ||
Einspeisevergütung für PV-Anlagen mit Inbetriebnahme ab 1. August 2024
| Größe der Anlage | Teileinspeisung | Volleinspeisung |
|---|---|---|
| bis 10 Kilowatt Leistung | 8,03 Cent/kWh | 12,73 Cent/kWh |
| bis 40 Kilowatt Leistung | 6,95 Cent/kWh | 10,67 Cent/kWh |
| bis 100 Kilowatt Leistung | 5,68 Cent/kWh | 10,68 Cent/kWh |
| Quelle: Bundesverband für Solarwirtschaft | ||
Förderung von PV-Anlagen durch steuerliche Vorteile
Eine weitere, indirekte Form der Photovoltaik-Förderung durch den Staat sind die Steuervorteile für Betreiber von PV-Anlagen:
- Einkommens- und Gewerbesteuer: Anlagen mit einer Bruttonennleistung von bis zu 30 Kilowatt auf Einfamilienhäusern und bis zu 15 Kilowatt je Wohn- oder Gewerbeeinheit auf Mehrfamilienhäusern sind von der Einkommens- und Gewerbesteuer befreit. Die Steuerbefreiung gilt rückwirkend bereits seit 2022.
- Umsatzsteuer: Seit 2023 beträgt die Umsatzsteuer für den Kauf einer PV-Anlage bis zu 30 Kilowatt und für dazugehörige Stromspeicher sowie alle Komponenten null Prozent. Voraussetzung ist, dass die Anlage auf dem Dach des Wohngebäudes oder in unmittelbarer Nähe installiert wird.
Zuschuss für eine Energieberatung
Wenn du dich fragst, ob sich eine Photovoltaikanlage für dich lohnt, kannst du dich an einen Energieberater wenden. Die Kosten für die Beratung werden oft bezuschusst, beispielsweise vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Übernommen werden bis zu 50 Prozent des förderfähigen Honorars für eine Vor-Ort-Beratung inklusive individuellem Sanierungsfahrplan. Bei Ein- und Zweifamilienhäusern sind 650 Euro drin und bei Wohngebäuden ab drei Wohneinheiten beträgt der maximale Zuschuss 850 Euro. Die Eigenbeteiligung beträgt dementsprechend zwischen 650 und 850 Euro. Der Betrag gleicht sich meist mit der Umsetzung der ersten Sanierungsmaßnahmen durch die resultierenden Energieersparnisse aus.
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Photovoltaik-Förderung durch KfW-Kredit
Über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gibt es verschiedene Wege, direkt oder indirekt eine Photovoltaik-Förderung zu erhalten. Folgende Förderprogramme bietet die KfW an:
KfW-Kredit 270: Erneuerbare Energien – Standard
Mit diesem Programm fördert die KfW die die Errichtung, Erweiterung und den Erwerb von Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien einschließlich der zugehörigen Kosten für Planung, Projektierung und Installation. Das bedeutet, du bist bei der KfW an der richtigen Adresse, wenn du für eine Photovoltaikanlage ein Darlehen aufnehmen willst.
Die Förderung erfolgt über einen zinsgünstigen Kredit, wobei die Konditionen nicht mehr so attraktiv sind wie früher. Derzeit verlangt die KfW einen effektiven Jahreszins von 3,27 Prozent (Stand: Januar 2026, Konditionen gelten für sehr gute Bonität). Ob sich das lohnt, lässt sich pauschal nicht sagen. Auf jeden Fall solltest du das Angebot mit einem Modernisierungskredit anderer Finanzinstitute vergleichen.
Tipp: Du willst die Konditionen von Bankdarlehen mit denen der KfW vergleichen? Dann achte auch darauf, ob die Bank die Mehrwertsteuer für die Photovoltaik-Anlage mitfinanziert oder nicht. Die KfW finanziert diese mit, sofern ihr nicht vorsteuerabzugsberechtigt seid.
KfW-Kredit 297, 298: Klimafreundlicher Neubau
Im Rahmen der Bundesförderung effiziente Gebäude (BEG) wird auch der Einbau von Photovoltaik-Anlagen indirekt über die Neubauförderung unterstützt. Denn um die Gelder zu erhalten, muss der Neubau strenge energetische Standards erfüllen. Allerdings wurde diese Förderung stark verschärft. Näheres dazu liest du in diesem Artikel: KfW-Förderung beim Neubau: So kommt ihr an die Fördermittel
KfW-Kredit 261: Sanierung zum Effizienzhaus
Auch über die energetische Sanierung zu einem Effizienzhaus kannst du indirekt eine Photovoltaik-Förderung erhalten. Dafür müssen auch hier für bestimmte Fördersummen spezifische Effizienzhaus-Standards erreicht werden. Die Förderung besteht aus einem Kredit mit Tilgungszuschüssen. Die erhält allerdings nur, wer keine Förderung beziehungsweise Einspeisevergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) in Anspruch nimmt.
Tipp: Nutze gerne unseren Sanierungsrechner, um zu prüfen, welche Sanierungsmaßnahemn für dich in Frage kommen und was sie kosten.
Photovoltaik-Förderung der Bundesländer
Auf Bundesebene ist die "echte" Photovoltaik-Förderung überschaubar und beschränkt sich hauptsächlich auf den erwähnten KfW-Kredit 270. Aktuell gibt es nur in Berlin eine direkte Bezuschussung von PV-Anlagen und Batteriespeichern.
Die Förderprogramme in anderen Bundesländern wie Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein sind zwischenzeitlich ausgelaufen. Stattdessen gibt es es aber eine Reihe von Programmen auf kommunaler Ebene – mehr dazu im nächsten Abschnitt.
PV-Förderung in Berlin
SolarPLUS nennt sich das von der Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe aufgelegte Förderprogramm. Am 8. Januar 2026 ist das Programm mit einer neuen Struktur gestartet. SolarPLUS S fokussiert sich auf die Förderung von Solaranlagen auf Eigenheimen und bietet Pauschalen für Zählerschränke, Photovoltaikanlagen mit Speicher sowie denkmalgerechte Solaranlagen. SolarPLUS L unterstützt hingegen größere Solaranlagen mit der Förderung von Stromspeichern, Messplätzen, Gutachten, Studien, Konzepten und Sonderlösungen, wie der Kombination von Gründächern mit Photovoltaikanlagen oder der Installation von Solaranlagen auf denkmalgeschützten Gebäuden und an Fassaden. Anträge werden bei der Investitionsbank Berlin-Brandenburg (IBB) gestellt.
Mehr Infos zum Förderprogramm SolarPLUS.
Photovoltaik-Förderung auf kommunaler Ebene
Diverse Kommunen, insbesondere mittelgroße Städte und Großstädte, unterstützen die Installation von Photovoltaik-Anlagen mit Fördermitteln. Daher lohnt es sich, bei der Gemeinde- oder Stadtverwaltung danach zu fragen. Übrigens: Auch Fachbetriebe vor Ort können dir dazu Auskunft geben.
Achtung: Bei allen Förderprogrammen gilt im Allgemeinen die Regel, dass du alle Förderanträge vor der Installation der PV-Anlage stellen musst! Darüber hinaus auch hier noch einmal der Hinweis: Diese Förderprogramme sind extrem volatil, das heißt sie können jederzeit gestoppt, aber auch wieder aufgenommen werden.
Photovoltaik-Förderung von Stromanbietern
Es gibt auch Stromanbieter oder Stadtwerke, die dich mit Zuschüssen oder Förderkrediten unterstützen. Voraussetzung ist meist, dass du dort auch Kunde bist. Hier ein kurzer, nicht repräsentativer Überblick einiger Angebote:
- Elektrizitätswerke Schönau EWS: Investitionszuschüsse für EWS-Kunden für den Batteriespeicher.
- Energie Waldeck-Frankenberg GmbH: Förderung möglich bei Anschaffung eines Photovoltaik-Solarspeichers.
- Stadtwerke Castrop-Rauxel: Zuschuss für die Anschaffung eines Stromspeichers und die Neuanschaffung einer Photovoltaik-Anlage.
Fazit: Lohnt sich für mich die Photovoltaik-Förderung?
Du fragst dich beim Blick auf dein ungenutztes Dach, ob sich nicht doch die Installation einer Photovoltaik-Anlage rentiert? Fördergelder helfen bei der Entscheidung, nur leider sind die Förderprogramme extrem kleinteilig.
Trotzdem kann es sich lohnen, mithilfe von Fördergeldern eine eigene PV-Anlage zu installieren. Grundsätzlich ist es dabei ratsam, dass du einen Energieberater hinzuziehst. Der kennt sich nämlich mit den Fördermöglichkeiten bestens aus und kann dir im Rahmen eines individuellen Sanierungsfahrplans wertvolle Tipps geben, was du in Sachen Energieautarkie noch alles unternehmen kannst. Nutze dafür auch gerne unseren digitalen Sanierungsfahrplan-Service.
Und nicht zu vergessen: In einigen Bundesländern herrscht Solarpflicht. Das heißt, beim Neubau, teils aber auch bei einer Dachsanierung, musst du zwingend eine PV-Anlage einbauen.
Häufig gestellte Fragen zur Photovoltaik-Förderung
Welche Förderungen gibt es für PV-Anlagen mit Speicher?
In Deutschland werden Photovoltaikanlagen durch diverse Programme auf Bundes- und kommunaler Ebene gefördert. Oft gelten diese Zuschüsse auch für die Anschaffung und Installation der Batteriespeicher, die in Kombination mit Photovoltaikanlagen eingesetzt werden. Die genauen Bedingungen und Höhen der Förderung variieren regional.
Wird Photovoltaik bald besser gefördert?
Die Förderung für Photovoltaikanlagen wird kontinuierlich angepasst, um die Nutzung erneuerbarer Energien zu steigern. Es ist zu erwarten, dass die Förderungen in Zukunft verbessert oder zumindest erweitert werden, um Klimaziele zu erreichen und die Energieunabhängigkeit zu fördern.
Welche Förderung der Solarenergie gibt es durch die Bundesländer?
Viele Bundesländer in Deutschland bieten eigene Förderprogramme für Solarenergie an, meist allerdings indirekt auf kommunaler Ebene. Diese Programme können sich in der Höhe der Zuschüsse, den geförderten Technologien und den spezifischen Anforderungen unterscheiden.
Welche Arten von PV-Anlagen werden gefördert?
Gefördert werden in der Regel netzgekoppelte Photovoltaikanlagen, Anlagen mit Speichern sowie spezielle Installationsarten wie dachintegrierte oder fassadenintegrierte Systeme. Auch innovative Technologien wie Agri-Photovoltaik können unter bestimmten Bedingungen Förderungen erhalten.
Kann eine schon im Betrieb laufende Solaranlage gefördert werden?
In der Regel zielen Förderprogramme auf die Neuinstallation von Anlagen ab. Bestehende Anlagen können unter bestimmten Voraussetzungen gefördert werden, wenn sie etwa erweitert oder mit neuen Technologien wie Speichern nachgerüstet werden.
Sind PV-Anlagen 2026 noch steuerfrei?
Beim Kauf und der Installation von Photovoltaikanlagen fällt seit 1.1.2023 keine Umsatzsteuer an.
Wie hoch ist die Förderung bei Solaranlagen?
Die Höhe der Förderung für Solaranlagen variiert stark je nach Programm, Standort und Art der Installation. Die Förderung kann von pauschalen Zuschüssen über prozentuale Kostenerstattungen bis hin zu reduzierten Darlehenszinsen reichen.