Haus mit Solaranlage auf dem Dach
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Solaranlage kaufen: Lohnt sich Solarthermie?

Claudia Lindenberg

Level: Für Einsteiger

Solarthermische Anlagen gewinnen Wärme aus Sonnenlicht. Mit einer Solaranlage könnt ihr Heizkosten sparen. Zunächst muss die Anlage aber erst einmal finanziert werden. Wir erklären, worauf ihr in puncto Kosten achten müsst und wie ihr mit Fördermitteln sparen könnt.

"Lohnt sich das denn?" Diese Frage stellt ihr euch sicherlich, wenn ihr über die Anschaffung einer Solarthermieanlage nachdenkt. Denn auch wenn ihr übers Jahr gesehen Heizkosten einspart: Erst einmal müsst ihr mehrere Tausend Euro für eine solche Anlage hinblättern. Und das ist nicht die einzige Frage, mit der ihr euch beschäftigen solltet. Wir erklären, worauf ihr in puncto Kosten der Solarthermieanlage achten müsst und wie ihr mit Fördermitteln sparen könnt.

Was kostet eine Solarthermieanlage?

Die Kosten für eine Solarthermieanlage hängen von verschiedenen Faktoren ab: Wie viel Wärme soll sie erzeugen, wie groß ist euer Warmwasser- und Heizbedarf? Welche Kollektoren sollen es sein – Flachkollektoren oder die teureren Vakuumröhrenkollektoren? Letztere sind immer dann sinnvoll, wenn ihr wenig Dachfläche zur Verfügung habt, weil sie weniger Platz bei gleicher Leistung benötigen.

Das kostet eine Anlage mit Warmwasserbereitung

Für eine Anlage zur Warmwasserbereitung, die auf einen Vierpersonenhaushalt ausgelegt ist, solltet ihr rund 5.000 Euro inklusive Montage einplanen. Diese Kosten verteilen sich etwa zu gleichen Teilen auf vier bis sechs Quadratmeter Solarkollektoren, den Solarspeicher und die Montage.

Das kostet eine kombinierte Anlage mit Heizungsunterstützung

Wollt ihr nicht nur die Warmwasserbereitung, sondern auch die Heizungsanlage an eine Solarthermieanlage anschließen, verdoppeln sich die Kosten in etwa. Beim Vierpersonenhaushalt und einer Kollektorfläche von rund 16 Quadratmetern wären das also rund 10.000 Euro einschließlich Montage. Das liegt daran, dass ihr einen größeren Solarspeicher und mehr Kollektorfläche braucht. Das verteuert auch die Montage.

Vereinfacht könnt ihr auch als Näherungswert mit 500 bis 750 Euro pro Quadratmeter Kollektorfläche rechnen. Dabei gilt: Pro Person im Haushalt sind ein bis 1,5 Quadratmeter erforderlich, wenn es nur um die Warmwasserbereitung geht. Mit Heizungsunterstützung verdreifacht sich die Fläche auf vier bis sechs Quadratmeter.

Welche Wartungskosten fallen im Betrieb an?

Wie bei Photovoltaikanlagen solltet ihr jährlich rund 1,5 Prozent der Anschaffungskosten für Wartung und eventuell erforderliche Arbeiten wie etwa eine Reinigung der Kollektoren beiseite legen. Bei einer Anlage für 10.000 Euro sind dies 150 Euro im Jahr.

Ab wann rechnet sich die Anschaffung einer Solarthermieanlage?

Nach wie vielen Jahren ihr die Kosten für die Anschaffung wieder hereinholt, lässt sich vorab nicht exakt vorhersagen. Das liegt daran, dass nicht bekannt ist wie sich die Energiepreise entwickeln. Im Schnitt spielt ihr die Kosten mit solchen Anlage nach rund 15 bis 20 Jahren wieder ein – je nach Region und Voraussetzungen vor Ort. So spart ihr in einer sonnenreichen Region mit optimalen Bedingungen am Haus (Dachausrichtung, kein Schatten, Dachneigung) mehr, bei weniger günstigen Rahmenbedingungen weniger.

Welche Fördermittel gibt es für Solarthermieanlagen?

Da die Nutzung erneuerbarer Energien politisch gewünscht ist, könnt ihr von mehreren Fördermöglichkeiten profitieren, die eure Anlage schneller rentabel machen:

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