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Wohnen | Ratgeber

Es werde Licht: 3 einfache Tipps für die perfekte Beleuchtung

Michael Penquitt

Level: Für Anfänger

Die Beleuchtung eines Zimmers entscheidet darüber, ob der Raum einladend oder eher beklemmend wirkt. Diese 3 Fragen helfen bei der Erstellung eines Lichtkonzepts.

Bei der Einrichtung einer Wohnung tendieren viele Menschen dazu, sich auf Möbelstücke wie Tische, Sofas, Schränke, Regale und Kommoden zu konzentrieren. Die Beleuchtung fällt häufig hinten über, etwa nach dem Motto: "Eine oder zwei schöne Lampen lassen sich später schon noch finden."

Doch so einfach ist die Sache nicht. Das Lichtkonzept ist ebenso wichtig wie die Qualität der Tischlerarbeit und die Position der Sitzmöbel. Von der Beleuchtung hängt ab, wie ein Raum wirkt und ob ihr euch darin wohl fühlt. Lichtplanung ist geradezu eine eigene Wissenschaft, für die es Experten und Profis gibt. Drei einfache, aber wichtige Fragen helfen jedoch auch euch dabei, das Lichtkonzept von Anfang an mit etwas mehr Plan anzugehen.

1. Wofür benötige ich das Licht?

Welche Art der Beleuchtung ihr installieren solltet, hängt davon ab, wofür ihr sie benötigt. In den meisten Fällen läuft es auf einen Mix aus drei unterschiedlichen Beleuchtungsarten hinaus. Denn vielen Räumen kommt nicht nur eine einzige Aufgabe zu. Beispiel Wohnzimmer: Hier könnt ihr auf der Couch entspannen, lesen, unter Umständen auch arbeiten oder essen. Es empfiehlt sich daher, Räume wie diesen in mehrere Bereiche oder Lichtinseln aufzuteilen. Wenn es der Platz erlaubt, könnt ihr euch beispielsweise eine Leseecke einrichten, in der euch fokussiertes, kontrastreiches Licht zur Verfügung steht. Klassische Schreibtischlampen, Stehleuchten oder Strahler sind hier das Mittel der Wahl.

Für den ganz gewöhnlichen Abend oder wenn Freunde zu Besuch sind, reicht eine indirekte Grundbeleuchtung, die nicht blendet. Die eigentliche Lichtquelle ist durch Glas, einen Stoffbezug oder sonstige Materialien abgeschirmt. Für ein solches Stimmungslicht greift ihr am besten zu Decken- und Wandleuchten oder auch Deckenflutern, die gewissermaßen für das weiche Grundrauschen sorgen. Ein Dimmer ist besonders wertvoll, um mit dem Licht die Stimmung zu setzen.

Der dritte Einsatzzweck ist die punktuelle Betonung bestimmter Möbel, Wandbilder oder auch des Bücherregals. Licht und Schatten beleben das Zimmer und lenken den Blick auf bestimmte Details. Ohne sie wirkt das Zimmer schnell langweilig und kahl, auch wenn es vielleicht vollständig möbliert ist. Übertreiben solltet ihr es mit der Akzentsetzung trotzdem nicht.

2. Wie groß ist das Zimmer?

Licht kann einen Raum weiten oder die Wände näher rücken lassen, die Decke senken oder anheben. Die Herausforderung liegt daher darin, das Licht in einer Weise einzusetzen, die die Stärken betont oder die Schwächen ausgleicht anstatt beispielsweise einen ohnehin schon kleinen Raum noch kleiner wirken zu lassen.

Dieser Effekt hängt nicht nur vom Lichtkonzept ab. Auch die Farbgebung des Bodens, der Wände und der Decke sind entscheidend für die gefühlte Weite des Raums. Als Faustregel gilt: Dunkle Farben kommen auf einen zu, helle Farben öffnen den Raum. Die Kombination unterschiedlicher Farben und Lampen setzen die unterschiedlichen Seiten des Zimmers ins Verhältnis, sodass ihr gezielt bestimmte Bereiche des Raums strecken oder schrumpfen lassen könnt.

Die Decke hängt zu tief? Dann sollte sie heller gestrichen sein als die Wände und ihr solltet ihr mithilfe von Wandleuchten oder einem Deckenfluter indirektes Licht spenden. In Altbauten verhält es sich häufig umgekehrt: Die Räume sind relativ klein, dafür sind die Decken sehr hoch. Die Wände sollten daher heller sein als die Decke. Das Licht der Grundbeleuchtung richtet sich dann nur auf die seitlichen Wände. Ein einziges von der Decke hängendes Licht lässt die Wände hingegen immer näher zusammenrücken.

3. Wie viele Lichtquellen braucht das Zimmer?

Ein komplett gleichmäßig ausgeleuchteter Raum ist langweilig und ungemütlich zugleich. Licht und Schatten erschaffen Konturen und sorgen für eine positive Spannung. Mehrere, unterschiedliche Lichtquellen tun jedem Zimmer gut. Aber wie viele Lampen sollten es insgesamt sein und wie viel ist zu viel? Das hängt natürlich nicht unwesentlich von der Größe des Raums ab.

Nehmen wir zu Anschauungszwecken ein gewöhnliches Wohnzimmer mit angeschlossener Essecke. Welche Art der Beleuchtung brauchen wir hier? Für die Grundbeleuchtung nehmen wir eine Deckenlampe oder Wandleuchten. Hinzu kommt eine Pendelleuchte über den Couchtisch und eine oder gar mehrere über den Esstisch. Neben dem Sofa empfiehlt sich auch ein Leselicht, sofern ihr euch denn dorthin manchmal zum Schmökern zurückzieht.

Wenn das Wohnzimmer Richtung Fernseher ausgerichtet ist, will auch die Wohnwand einschließlich der Fernsehkonsole in Szene gesetzt werden. Ihr habt Bilder an der Wand oder ein Bücherregal? Auch die sollten nicht im Dunkeln hängen oder stehen, sondern ein gerichtetes Akzentlicht verpasst bekommen. Alles in allem kommen so meist fünf bis acht Leuchten zusammen, die für einen wohnlichen Lichtmix sorgen.

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