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Wohnen | Ratgeber

Inspiration und Blickfang: Tipps zum Einrichten der Hausbibliothek

Michael Penquitt

Level: Für Anfänger

Eine Büchersammlung ist nicht nur der Quell neuen Wissens, sondern zeigt auch, wie ihr tickt. Hier sind 5 Tipps zum Einrichten eurer Bibliothek.

Eine eigene Hausbibliothek ist der Traum vieler Leseratten. Doch eine große Büchersammlung kann auch ein schönes Deko-Element sein. Es ist zudem keine Schande, wenn ihr nicht jedes einzelne Werk, das ihr zur Schau stellt, auch gelesen habt. Ganz im Gegenteil: Die beste Bibliothek besteht aus Büchern, deren Inhalt ihr noch nicht kennt.

Der Schriftsteller Umberto Eco besaß eine Bibliothek von rund 30.000 Büchern. Er erzählte einmal, dass Gäste ihm immer wieder die gleiche Frage stellen: "Wow! Signore professore dottore Eco, welch beeindruckende Bibliothek Sie haben! Haben Sie all diese Bücher gelesen?" Dieser erwiderte gerne mit Sarkasmus: "Nein, das sind die, die ich bis zum Ende des Monats lesen muss. Den Rest habe ich im Büro."

Eco beklagte, dass die Fragesteller nicht erkannten, dass die ungelesenen Bücher die wertvollsten waren. Denn alleine ihre Anwesenheit genügt schon, um zu sehen, wie viel man nicht weiß. Die Einbände, Titel und das bloße Blättern in den Büchern inspirieren zu neuen Ideen.

Damit auch ihr viel Freude an euren Büchern habt, ihr aus ihnen neue Gedanken schöpfen könnt und sie zugleich nicht völlig ohne Ordnung verstreut herumliegen, gibt's hier fünf Tipps zum Einrichten eurer Hausbibliothek.

1. Bücher finden immer einen Platz

Es muss ja nicht gleich ein ganzes Lesezimmer sein. Die wenigsten Menschen können es sich leisten, einen ganzen Raum seinen Schmökern zu widmen. Doch egal wie klein eure Großstadtwohnung oder wie verwinkelt euer Einfamilienhaus auch ist, es gibt immer eine Ecke, die zumindest Teile eurer Büchersammlung aufnehmen kann. Wo ein Wille ist, ist schließlich auch ein Weg.

Nischen im Flur oder unter der Treppe könnt ihr mit Brettern bestücken, die als Regalböden eure Bücher tragen. So wird der eigentlich leerstehende Platz nicht nur optimal genutzt, er wird auch aufgewertet. In Wohn- oder Schlafzimmern lässt sich auch spielend einfach eine Leseecke einrichten. Das Bücherregal könnt ihr dabei als Raumtrenner nutzen, um euch in Ruhe in den Lesestoff vertiefen zu können.

2. Raum zum Wachsen geben

Eine Büchersammlung ist eine Dauerbaustelle, die stetig größer wird – auch wenn sie zunächst nur auf ein kleines Regal beschränkt ist. Entweder ihr sortiert regelmäßig rigoros aus oder ihr gebt der Bibliothek von Beginn an Raum zum Wachsen. Was ihr allerdings vermeiden solltet, ist, zu viel Regalfläche anzulegen. Denn leere Regale wirken unfertig und verleihen dem Raum den Charme einer tatsächlichen Baustelle.

Wenn ihr zu einem späteren Zeitpunkt neue Regale anbaut, sollten diese im selben Stil und in einer einheitlichen Farbe wie das erste Regal sein. Die unterschiedlichen Buchrücken sorgen ja ohnehin schon für genug Abwechslung. Da Produktlinien aber gerne auslaufen, könnte es schwierig werden, die Regale nachzukaufen. Es empfiehlt sich deshalb, die Regale von Beginn an nach Maß anfertigen zu lassen. Dabei können eure Wünsche direkt berücksichtigt werden und ihr müsst keine Kompromisse eingehen.

3. Sitzecke an die Bedürfnisse anpassen

So schön das Bücherregal auch aussieht, die darin enthaltenen Bücher wollen ab und zu herausgeholt und gelesen werden. Das wollt ihr wohl kaum im Stehen machen. Eine gemütliche Leseecke mit ein oder zwei Sitzgelegenheiten ist deswegen ein Muss. Wer es besonders gemütlich mag, begibt sich auf die Suche nach einem Ohrensessel, dazu vielleicht sogar ein Hocker, auf dem ihr die Füße ablegen könnt.

Wenn ihr die Bücher nicht bloß zu eurem Vergnügen lest, sondern sie für die Recherche nutzt und mit ihnen arbeitet, sollte der Leseort ein wenig formeller gestaltet werden. In dem Fall gehört ein Schreibtisch in eure Bibliothek. An ihm könnt ihr Notizen anfertigen oder das Buch auch mal liegen lassen.

4. Licht im Raum verteilen

Es führt kein Weg daran vorbei: Zum Lesen braucht ihr gute Lichtverhältnisse, sonst wird es schnell anstrengend. Damit der Raum, trotz voller Bücherwände, einen offenen Eindruck macht, ist es darüber hinaus wichtig, das Licht mithilfe mehrerer Lichtquellen über den Raum zu verteilen. Ein großes Fenster, das viel Tageslicht hereinlässt, ist eine gute Grundlage.

Doch auch zu späten Abendstunden sollte die Bücherwand gut ausgeleuchtet sein. Am besten eignen sich dafür breit fächernde Regalleuchten*, die ihr am oberen Rand der Regale befestigt. Sie setzen eure Bücher erst richtig ins Szene. Zum Lesen braucht ihr dagegen eine gerichtete Lampe, die euch über die Schulter guckt.

5. Keine Bücherwand gleicht der anderen

Eure ganz persönliche Büchersammlung gibt es nur einmal und ist deshalb Ausdruck eures ganz individuellen Wesens. Mit einem Blick auf die Bücherrücken bekommen Besucherinnen und Besucher gleich einen Eindruck davon, wie ihr tickt. Entscheidend ist auch die Sortierung der Bücher. Nach welchen Kriterien ihr eure Bibliothek ordnet, ist ganz euch überlassen. Ob ihr sie nach Autor, Sachgebiet oder Farbe gruppiert: Keine dieser Herangehensweisen ist den anderen klar überlegen.

Es ergibt Sinn, auch aus rein praktischer Sicht, die Bücher zumindest nach Größe zu sortieren. Große Bücher kommen eher an die Seite statt in die Mitte, wodurch das Regal aufgeräumter aussieht. Und doch müssen die Bücher nicht alle in Reih und Glied stehen, sondern können auch auf Stapeln liegen. Das lockert die Reihen etwas auf.

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