Mit Bodeneinbaustrahlern beleuchtete Einfahrt
© Getty Images/iStockphoto

Bauen | Listicle

Bodeneinbaustrahler für Einfahrt und Wege: 7 Trends & Tipps vom Profi

Katharina Schneider

Einfahrten und Wege, die nicht beleuchtet sind, sehen nicht nur unfreundlich aus – sie sind auch ein Sicherheitsrisiko. Bodeneinbaustrahler eignen sich besonders gut, um da Abhilfe zu schaffen. Ein Profi verrät, worauf ihr achten müsst.

Einfahrten und Wege sind – gerade in der dunklen Jahreszeit und nachts – nicht leicht zu finden. Mit Bodeneinbaustrahlern könnt ihr leicht Abhilfe schaffen.

Sie machen euer Grundstück nicht nur freundlicher. Sie sorgen auch für zusätzliche Sicherheit. Ein Licht-Profi hat uns Tipps verraten, worauf ihr bei Bodeneinbaustrahlern unbedingt achten solltet.

Warum sind Bodeneinbaustrahler sinnvoll?

Die Beleuchtung von Wegen und Einfahrten ist aus verschiedenen Gründen sinnvoll:

Bodeneinbaustrahler schaffen Orientierung

Zuallererst dienen Bodeneinbaustrahler der Orientierung. Besonders in den Wintermonaten verlässt man das Haus oft in Dunkelheit und kehrt auch erst nach Sonnenuntergang wieder zurück.

Um den Weg mit dem Auto und zu Fuß nicht zu verpassen, ist eine Beleuchtung unabdingbar. Aber nicht nur für die Bewohner ist eine Wegbeleuchtung eine tolle Orientierungshilfe. Auch für Gäste, Lieferanten oder im Falle eines Notfalls ist es sinnvoll, wenn der Weg zum Haueingang schnell gefunden wird.

Und die Beleuchtung ist nicht nur dazu gut, den Weg schnell zu finden. Sie kann auch helfen, Unfälle zu vermeiden und Stolperfallen nicht zu übersehen.

Bodeneinbaustrahler von Ledando
Schick und auch noch sparsam: Beim Bodeneinbaustrahler von Ledando ist das Leuchtmittel austauschbar. © Ledando

Bodeneinbaustrahler sorgen für eine schöne Optik

Eine schön beleuchtete Einfahrt dient nicht nur der Sicherheit. Sie kann auch Wege ästhetisch betonen und Einfahrten viel freundlicher erscheinen lassen. Die optische Komponente spielt also auch eine große Rolle.

Was spricht für Bodeneinbaustrahler bei der Wegebeleuchtung?

Wenn ihr Einfahrten oder Wege beleuchten wollt, dann habt ihr verschiedenen Leuchten zur Auswahl. Ihr könnt zum Beispiel mit Laternen oder Pollerleuchten arbeiten. Der Vorteil von Bodeneinbaustrahlern ist, dass sie euch keinen Platz wegnehmen. Sie sind einfach im Boden eingelassen und ihr könnt darüber gehen oder fahren. Außerdem stellen sie – im Gegensatz zu nicht in den Boden eingelassenen Leuchten – kein zusätzliches Unfallrisiko dar.

Wenn ihr Wege und Einfahrt mit Bodeneinbaustrahlern ausstatten wollt, dann solltet ihr auf einiges achten. Wir haben mit Jürgen Waldorf, Vorsitzender des Fachverbands Licht im Zentralverband Elektrotechnik und Elektroindustrie (ZVEI) gesprochen. Hier sind seine Profi-Tipps:

Tipp 1: Auf die Reflexion achten

"Das Licht sollte nicht einfach nur in die Luft strahlen, sondern etwas beleuchten", sagt Waldorf. "Das kann ein Baum sein, eine Statue oder die Fassade." Das sieht nicht nur schöner aus, als wenn das Licht ins Leere geht und setzt Haus und Garten zusätzlich in Szene. Man lande auch schnell im Bereich der Lichtverschmutzung, wenn man das nicht beachte, sagt Waldorf.

Lichtverschmutzung ist nicht nur für die Umwelt schädlich. Sie stört auch Nachbarn und Tiere. Wie viel erlaubt und was zu vermeiden ist, ist im Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) geregelt. Allgemeine Grenzwerte gibt es allerdings nicht. Es gilt immer die Betrachtung im Einzelfall.

Bodeneinbaustrahler: Bodeneinbauleuchte von Lambado
Besonders effektiv sind Bodenstrahler (hier: Bodeneinbauleuchte von Lambado) immer dann, wenn sie auch konkret etwas anleuchten. © Lambado

Tipp 2: Bodeneinbaustrahler dürfen nicht blenden

Weil Bodeneinbaustrahler im Gegensatz zu zum Beispiel Pollerleuchten das Licht naturgemäß eher nach oben strahlen, gilt es unbedingt darauf zu achten, dass sie nicht blenden. "Das kann sonst dem Konzept, dass man durch sie einen Weg besser findet oder ein Objekt in Szene setzt, widersprechen", sagt Waldorf.

So könne durch die eigentlich zur Unfallvermeidung gedachten Leuchten sogar einer hervorgerufen werden. Außerdem könne Blendung zu rechtlichen Problemen mit den Nachbarn führen. Um Blendung zu vermeiden, gilt es auf die Platzierung der Strahler und auf die Intensität des Lichts zu achten. Außerdem gibt es Bodeneinbaustrahler, die das Licht nicht nach oben sondern seitlich abgeben.

Tipp 3: Solarleuchten eignen sich gut

Wem die Umwelt am Herzen liegt und wer nebenbei auch noch Stromkosten sparen möchte, der sollte bei der Beleuchtung von Einfahrt und Wegen auch auf Leuchten setzen, die mit Solarenergie betrieben werden. "Gerade bei der Wegbeleuchtung funktioniert es gut, auch die ein oder andere Solarleuchte dazu zunehmen", sagt Waldorf. "Die sind ja nur kurz an und haben deshalb genug Zeit, tagsüber die benötigte Energie einzusammeln."

Mittlerweile gibt es zahlreiche Produkte im Handel. Ihr solltet aber darauf achten, dass die Leuchten alle ähnlich viel Sonne abbekommen – denn sonst gehen sie zu ganz unterschiedlichen Zeiten aus.

Solare Bodeneinbauleuchten von Paulmann
Dank Solarzellen kommen diese Bodeneinbauleuchten von Paulmann komplett ohne Strom aus. © Paulmann

Tipp 4: Greift auf LEDs zurück

Bei der Frage, welche Leuchtmittel geeignet sind, fällt Waldorfs Wahl auf LEDs. "Heute sollte jeder zu LEDs greifen. Die gibt es mittlerweile in verschiedenen Farbtemperaturen. Die sollte immer zur Farbe und zum Stil des Hauses passen."

Ein großer Vorteil von LEDs ist – und das gilt besonders bei der Wegebeleuchtung, wo die Leuchten oft mit einem Bewegungsmelder ausgestattet sind und oft an- und ausgehen – sehr schaltfest. Das heißt, sie überstehen auch viele Schaltungen ohne Probleme. "Außerdem haben sie auch weniger Probleme mit Kälte als Energiesparlampen und starten auch bei niedrigen Temperaturen sofort in voller Helligkeit", sagt Waldorf. Und: "Auch für Insekten sind LEDs weit weniger gefährlich, weil sie nicht heiß werden."

Bodeneinbaustrahler Madon von SSC-LUXon
Lichtstark, sparsam, haltbar: Bei Bodeneinbaustrahlern (hier: Modell Madon von SSC-LUXon) geht nichts über den Einsatz von LEDs. © SSC-LUXon

Tipp 5: Lichtsteuerung ist unabdingbar

Grundsätzlich habt ihr mehrere Möglichkeiten, eure Wegbeleuchtung zu steuern. Das geht natürlich mit dem klassischen Ein- und Ausschalter, der mittlerweile aber fast schon mittelalterlich anmutet. Ein Dämmerungsschalter schaltet die Beleuchtung dann an, wenn es dunkel wird. Dann brennen die Lampen aber auch die ganze Nacht. Besser für Umwelt und Geldbeutel ist, wenn die Leuchten nur dann angehen, wenn sie auch gebraucht werden.

Waldorf rät deshalb: "Ich würde eine Wegbeleuchtung zum Haus hin immer mit Bewegungsmeldern kombinieren. Wenn die Fassadenbeleuchtung aus ist, dann kann zumindest der Zuweg automatisch beleuchtet werden, wenn jemand das Grundstück betritt." Viele Leuchten, die sich für Einfahrt und Wege eignen, sind ohnehin mit Bewegungsmeldern ausgestattet.

Angst davor, dass die Beleuchtung jedes Mal angeht, wenn eine Katze über das Grundstück huscht, braucht ihr nicht zu haben. Die Sensoren reagieren in der Regel nicht auf kleine Tiere.

Tipp 6: Vergesst die Beleuchtung am Haus nicht

Zu einer Beleuchtung von Wegen und Einfahrten gehört aber auch, dass die Beleuchtung direkt vor dem Haus mitgedacht wird. Hier sollte man auf eine gut ausgerichtete Beleuchtung achten, die zuverlässig funktioniert, sagt Waldorf. "Es geht ja nicht nur darum, dass jeder den Weg findet. Man will auch den Menschen erkennen können, der vor der Haustür steht."

Auch für diese Zwecke gibt es Bodeneinbaustrahler, die zum Beispiel in die Treppen eingelassen werden können. Sinnvoll sind hier aber auch Leuchten, die zum Beispiel auf Kopfhöhe in die Wand eingelassen sind.

Bodeneinbauleuchte Juavi von SSC-LUXon
Beim Modell Juavi der Firma SSC-LUXon ist die Leuchte schwenkbar. Damit könnt ihr genau steuern, welcher Bereich ausgeleuchtet werden soll. © SSC-LUXon

Tipp 7: Achtet auf Qualität und Einbauort der Bodeneinbaustrahler

Gerade Leuchten, die in den Boden eingebaut werden, sind vielen Umweltbelastungen ausgesetzt. Wenn ihr lange etwas von euren Lampen haben wollt, dann solltet ihr daher auf Qualitätslampen setzen. Unbedingt sollten die Leuchten für den Außeneinsatz geeignet sein und mindestens die Schutzart IP44 haben. "Edelstahl, Stahlblech oder gutes, langlebiges Aluminium sind natürlich sehr robuste Materialien. Aber es gibt auch hochwertigen Kunststoff, der für einen langen Einsatz im Außenbereich geeignet ist", sagt Waldorf.

Am besten ist es, die Leuchten in einem Untergrund mit guten Drainageeigenschaften zu platzieren. Ihr solltet sie daher niemals in Senken anbringen sondern immer auf einer ebenen oder höhergelegenen Fläche. Eine Schicht Kies, die in die Aushöhlung für den Bodeneinbaustrahler gegeben wird, hilft außerdem, dass das Wasser schnell abfließt. Wer sich unsicher ist, der sollte hier unbedingt einen Profi hinzuziehen – was beim Umgang mit Strom sowieso zu raten ist.

Bodeneinbaustrahler von Paulmann
Robuste Bodeneinbaustrahler sind dank Schutzart IP67 garantiert wasserdicht, rostfrei und mit mehreren hundert Kilos belastbar (hier: Modell Special Line Floor von Paulmann). © Paulmann

Lies noch mehr…

Der Schutz Deiner Daten ist uns wichtig

Wir verwenden Cookies, um die Website optimal zu gestalten. Durch die Nutzung der Website stimmst Du grundsätzlich der Verwendung von Cookies zu (Websitefunktionalitäten, anonymisiertes Nutzerverhalten usw.). Sofern Du zustimmst, teilen wir zudem Informationen anonymisiert mit Werbepartnern. Du kannst unter „Weitere Optionen“ selbst entscheiden, welche Cookie-Kategorie Du wählen möchtest:

Weitere Optionen