Frau prüft Heizkörper
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Wohnen | Ratgeber

Fernwärme-Kosten: Ist mit Fernwärme heizen günstig?

Lisa Gutknecht

Lisa Gutknecht

Nach Gas und Öl ist Fernwärme die meist genutzte Heizart in Deutschland. Größter Pluspunkt: Ihr spart die Kosten für eine eigene Heizungsanlage. Dafür seid ihr langfristig an einen Anbieter und dessen Preisstruktur gebunden. Erfahrt hier alles über Vorteile, Nachteile und Fernwärme-Kosten.

Das Besondere an Fernwärme ist, dass jeder der deutschlandweit rund 100 Versorger ein lokales Monopol bildet. Das heißt, wenn ihr Fernwärme bezieht, könnt ihr nicht wie beim Strom- oder Gasvertrag einen Anbietervergleich anstellen und das beste Angebot auswählen. In eurer Region gibt es nur einen Lieferanten für Fernwärme. An den seid ihr dann dauerhaft gebunden. Umso wichtiger ist es, die Vor- und Nachteile gut abzuwägen und sich über die Fernwärme-Kosten zu informieren.

Was ist Fernwärme?

Fernwärme ist simpel ausgedrückt die Belieferung mit Wärme aus der Ferne. Ihr habt keine eigene Heizungsanlage im Haus stehen. Stattdessen strömt die Heizenergie von einem Kraftwerk über Leitungen direkt zu euch. Als Brennstoff kommen vor allem Erdgas, Braunkohle und Steinkohle zum Einsatz, zum Teil auch Öl, Erdwärme und Solarthermie. Eine zentrale Quelle ist zudem die Abwärme von industriellen Prozessen und der Müllverbrennung. Üblicherweise handelt es sich bei Fernwärme um einen Energiemix.

Lest auch: So heizt Deutschland: Wo in Deutschland die ältesten Heizungen arbeiten

Wie funktioniert Fernwärme?

Fernwärmelieferanten sind Heizkraftwerke und Blockheizkraftwerke, die nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung aus einem Primärenergieträger Energie und Wärme produzieren. Das geschieht durch einen thermodynamischen Prozess. Die Energie wird üblicherweise direkt in Strom umgewandelt, während die Wärme ins Fernwärmenetz eingespeist wird und von dort über ein unterirdisches Rohrleitungssystem zu den Haushalten fließt.

Wärmeträger ist Heißwasser. Dieses gelangt über eine Hausanschlussleitung direkt zum Endabnehmer und kann sofort zum Heizen und zur Warmwasserbereitung genutzt werden. Das abgekühlte Wasser fließt anschließend zurück ins Fernwärmenetz. Die Fernwärmeversorgung ist somit ein geschlossener Kreislauf mit Vor- und Rücklauf.

Was sind die Vorteile von Fernwärme?

Fernwärme hat viele Vorteile. Nicht ohne Grund nutzen mehr als fünf Millionen Haushalte diese Heizart, davon sind etwa 80 Prozent Mieterhaushalte.

  • Kein Heizkessel: Für Fernwärme braucht ihr weder einen Heizkessel noch ein Lager, etwa für Pellets oder Holz. Entsprechend gibt es auch weniger Technik, die unter Umständen erneuert werden muss.
  • Platzsparende Technik: Die Technik für Fernwärme nimmt kaum Raum ein und ist deshalb auch in kleinen Objekten gut umsetzbar.
  • Bequeme Nutzung: Fernwärme wird ganzjährig geliefert und kann im Haus sofort genutzt werden.
  • Keine Kosten für Wartung und Schornsteinfeger: Weil im Haus selbst keine Verbrennung stattfindet, fallen dafür auch keine Wartungs- oder Reinigungsarbeiten an.
  • Keine Beschaffung von Brennstoffen: Anders als Nutzer von Pelletheizungen oder anderen Holzheizungen müsst ihr euch bei Fernwärme keine Gedanken um die Brennstoffbeschaffung und -lagerung machen.
  • Simple Handhabung: Wer Fernwärme nutzt, kann seine Heizung wie eine herkömmliche Gasheizung bedienen. Die Wartungsarbeiten finden regelmäßig automatisch über den Anbieter statt.
  • Keine Abgase und Gerüche: Die Wärme kommt verbrauchsfertig beim Abnehmer an. Dadurch entstehen im Haus auch weder Abgase noch Ruß, Rauch oder andere Gerüche.
  • Effiziente Energiegewinnung: Durch Kraft-Wärme-Kopplung ist die Energieausbeute
    mit 80 bis 90 Prozent bei den Kraftwerken sehr hoch.
  • Klimafreundliche Wärmeerzeugung: Nutzt der Versorger vor allem regenerative Primärenergieträger, so ist Fernwärme eine klimafreundliche Art zu heizen.

Welche Nachteile hat Fernwärme?

Um abzuwägen, ob Fernwärme sinnvoll ist, solltet ihr auch die Nachteile kennen.

  • Fossile Brennstoffe: In der Theorie ist Fernwärme klimafreundlich. Doch in der Praxis nutzen die meisten Kraftwerke vor allem fossile Brennstoffe wie Steinkohle und Gas zur Wärmeerzeugung.
  • Wärmeverluste: Die Effizienz wird durch die langen Transportwege vom Kraftwerk zum Verbraucher vermindert. Ein Teil der Wärme geht verloren.
  • Langfristige Bindung: Bei Fernwärme seid ihr langfristig an einen Versorger und an dessen Preisstruktur gebunden. Ihr habt von Anfang an keine Wahl und könnt den Anbieter auch nicht wechseln.
  • Intransparenz: Bei den Versorgern herrscht trotz entsprechender Vorschriften oft nicht genügend Transparenz über Preise und Preiszusammensetzungen, Netzverluste und Energieträger.
  • Hohe Verbrauchskosten: Die Fernwärmepreise liegen oft über den Verbrauchskosten für eine konventionelle Gasheizung. Zudem gibt es starke regionale Schwankungen.
  • Eingeschränkte Verfügbarkeit: Vor allem in ländlichen Gebieten, die weniger dicht besiedelt sind, ist Fernwärme oft gar nicht verfügbar.
  • Keine Flexibilität bei der Heizart: Die Entscheidung für Fernwärme ist eine langfristige. Ihr habt keine Möglichkeit, die Heizart kurzfristig zu wechseln.

Erfahrt hier, welche weiteren Heizarten es gibt und was sich lohnt: Alternative Heizsysteme: Was ist die beste Heiz-Alternative?

Heizungsrohre
Bei der Fernwärme gelangt die Heizwärme über Leitungen von einem Kraftwerk direkt in den Haushalt. © Getty Images Plus/iStockphoto/VojislavM

Was kostet Fernwärme im Monat?

Die Fernwärme-Kosten fallen in jeder Region und zum Teil sogar in jedem Stadtteil anders aus. Jedes Fernwärmenetz ist unterschiedlich bepreist.

Die Kosten für Fernwärme setzen sich dabei meist aus drei Komponenten zusammen:

  1. Arbeitspreis in Cent pro Kilowattstunde
  2. Grundpreis (auch Leistungspreis oder Anschlusswert) pro Kilowatt abgeschlossener Leistung
  3. Dienstleistungspreis

Mit dem Grundpreis, der fix und jährlich fällig ist, bezahlt ihr anteilig die Kosten am Kraftwerk und am Wärmenetz. Er ist abhängig von der Anschlussleistung und macht im Schnitt 25 Prozent der Gesamtkosten aus. Pro Jahr liegt der Fernwärme-Grundpreis aktuell bei rund 20 bis 30 Euro pro Kilowatt. Für ein Einfamilienhaus fallen so durchschnittlich 300 bis 450 Euro Fixpreis jährlich an.

Über den Arbeitspreis bezahlt ihr euren tatsächlichen Wärmeverbrauch. Je wirtschaftlicher das zuständige Kraftwerk arbeitet, desto günstiger kann die Fernwärme bezogen werden. Abhängig ist der Preis auch von der Primärenergiequelle. Und genau hier liegt – besonders aktuell – das Problem: Viele Kraftwerke arbeiten hauptsächlich mit Erdgas. Entsprechend stark sind 2022 die Fernwärme-Kosten für Verbraucher gestiegen, um mindestens 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der durchschnittliche Arbeitspreis pro Kilowattstunde liegt aktuell bundesweit
bei 11,3 Cent. Am teuersten ist Fernwärme in München mit gut 15 Cent pro Kilowattstunde.

Lest hier, wie ihr eure individuellen Heizkosten ermittelt: Heizkosten berechnen: So errechnet ihr eure Kosten fürs Heizen

Fernwärme-Kosten: Beispiel

Wir gehen in unserem Beispiel von einem Einfamilienhaus mit einer Heizlast von 15 Kilowatt und einem Verbrauch von 20.000 Kilowattstunden aus. Der Arbeitspreis liegt bei 11,3 Cent pro Kilowattstunde. Daraus ergeben sich folgende Fernwärme-Kosten:

  • Fernwärme-Kosten pro Jahr
  • Fernwärme-Kosten pro Monat
  • Grundpreis
  • 375 Euro
  • 31,25 Euro
  • Arbeitspreis
  • 2.260 Euro
  • 188,33 Euro
  • Dienstleistungspreis
  • 150 Euro
  • 12,50 Euro
  • Gesamtkosten
  • 2.785 Euro
  • 232,08 Euro

Durchschnittliche Fernwärme-Kosten für ein Einfamilienhaus (Angaben ohne Gewähr)

Aber: Die Fernwärme-Kosten sind für Verbraucher in Deutschland extrem intransparent. Es ist bislang beispielsweise unklar, welche Margen in den Preisen stecken und wie der Grundpreis kalkuliert wird. Zwar müssen Versorger seit Oktober 2021 für mehr Transparenz sorgen. Eine aktuelle Untersuchung der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) zeigt aber, dass sich fast zwei Drittel der Netze nicht daran halten.

Wie hoch sind die Fernwärme-Kosten 2022?

Wie sich die Fernwärme-Kosten 2022 und darüber hinaus entwickeln, lässt sich aktuell nicht abschätzen. Eine gute Nachricht: Von Oktober 2022 bis einschließlich März 2024 senkt die Bundesregierung den Mehrwertsteuersatz auf Gas und Fernwärme von 19 auf 7 Prozent. Diese Entlastung soll vollständig an die Nutzer weitergegeben werden.

Seit Juli 2022 haben die Kartellbehörden Fernwärmeversorger außerdem mehr im Blick und gehen verstärkt gegen überhöhte Preise vor. Wird vermutet, dass ein Versorger Missbrauch betreibt, muss er diesen gemäß § 29 GWG ausräumen und die höheren Kosten nachweisen.

Allerdings haben Versorger die Möglichkeit, ihre Fernwärme-Kosten seit Juli 2022 kurzfristig zu erhöhen, wenn die Gaspreise weiter steigen. Dabei gilt: Anbieter dürfen die Preisanpassung frühestens nach zwei Wochen an die Nutzer weitergeben und müssen diese schriftlich begründen. Andernfalls habt ihr das Recht, euren Vertrag außerordentlich zu kündigen.

Gut zu wissen: Zum Schutz der Verbraucher sind Fernwärmeversorger seit 2022 dazu verpflichtet (§ 4 Abs. 4 FFVAV), eine monatliche Übersicht zu den Kosten und dem Verbrauch bereitzustellen. So habt ihr – auch als Mieter – eure Kosten besser im Blick.

Wie lassen sich Fernwärme-Kosten senken?

Ihr ärgert euch über die gestiegenen Fernwärme-Kosten? Ein paar Dinge könnt ihr unternehmen, um Geld zu sparen:

Überprüft die Anschlussleistung eures Hauses und lasst den Grundpreis gegebenenfalls anpassen. Nehmt dafür eure letzte Abrechnung und teilt den Verbrauch in Kilowattstunden durch die Anschlussleistung in Kilowatt. Das Ergebnis, eure Nutzungsdauer, sollte mindestens 1.800 Stunden betragen. Alternativ könnt ihr euch für einen Heiz-Check an die Verbraucherzentrale oder einen Energieberater wenden.

Ist die Anschlussleistung zu hoch, habt ihr die Möglichkeit, sie um bis zu 50 Prozent zu senken
(§3 Abs. 1 AVBFernwärmeV). Dies ist einmal im Jahr möglich. Der Versorger muss eurem Wunsch binnen vier Wochen zum Ende eines Kalendermonats nachkommen. Die Korrektur könnt ihr übrigens auch veranlassen, wenn ihr zur Miete wohnt. Voraussetzung ist, dass ihr den Fernwärmevertrag geschlossen habt. Alternativ bittet den Vermieter, dies zu übernehmen.

Tipp: Die Firma Senercon bietet für Mehrfamilienhäuser ab 250 Quadratmetern Wohnfläche eine kostenlose Fernwärme-Optimierung an. Eigentümer von Ein- und Zweifamilienhäusern zahlen dafür einmalig 180 Euro.

Als Mieter sind euch oft die Hände gebunden. Umso wichtiger ist es, euren Wärmebedarf und
-verbrauch gut im Blick zu behalten und eure jährliche Nebenkostenabrechnung genau zu prüfen. Wie das geht, erklären wir hier: Nebenkostenabrech­nung prüfen: So könnt ihr bares Geld sparen

Was außerdem gegen horrende Heizkosten hilft, lest ihr in "Richtig heizen: 5 einfache Regeln, die Geld sparen".

Wann lohnt sich Fernwärme?

Die Fernwärme-Kosten rechnen sich meist dann, wenn viele Nutzer ans Wärmenetz angeschlossen sind. Zum einen ist die Verlegung der Versorgungsleitungen und Erzeugungsanlagen teuer. Darüber hinaus gibt es üblicherweise eine Mindestabnahmemenge pro Meter Netz. Das heißt, ein gewisser Energieverbrauch ist Grundvoraussetzung, damit sich Fernwärme lohnt. Grundsätzlich eignet sich Fernwärme vor allem für dicht besiedelte Gegenden wie Neubaugebiete, wo bestenfalls zusätzlich noch industrielle oder gewerbliche Betriebe in der Nähe sind.

Bevor ihr euch für Fernwärme in einem Neu- oder Altbau entscheidet, solltet ihr die Vor- und Nachteile genau abwägen. Denn immerhin bindet ihr euch langfristig. Womöglich ist eine Wärmepumpe oder eine andere Alternative zur Gasheizung die bessere Wahl. Lasst euch im besten Fall vorab von einem Energieexperten oder im Rahmen eines Modernisierungs-Checks beraten.

Hilfreiche Tipps findet ihr auch hier: Heizung fürs neue Haus – welche ist die richtige?

FAQs Fernwärme

Wie viel kostet Fernwärme im Monat?

Die monatlichen Fernwärme-Kosten setzen sich aus dem Grundpreis, dem Arbeitspreis und einem Dienstleistungspreis zusammen. Sie variieren zum Teil stark zwischen den Fernwärmenetzen. Im Schnitt zahlt ihr für ein Einfamilienhaus im Monat 200 bis 300 Euro für Fernwärme.

Was kostet Fernwärme pro kWh?

Die Fernwärme-Kosten pro Kilowattstunde hängen vom Versorger ab. Sie werden unter anderem von der Effizienz des Kraftwerks und den Energiequellen bestimmt. Ihr könnt euch meist am Gaspreis-Niveau orientieren. Bundesweit liegt der Fernwärme-Arbeitspreis zwischen 7 bis 12 Cent pro kWh (Stand Oktober 2022).

Was kostet eine Fernwärmeheizung?

Die Einrichtung einer Fernwärmeheizung mit Fernwärmeübergabestation, Fernwärmeleitungen und Hausanschluss kostet rund 5.000 bis 10.000 Euro. Hinzu kommen die Kosten für die Montage. Beim Umstieg auf Fernwärme fallen circa 8.000 bis 15.000 Euro an, inklusive Entsorgung der Altanlage und Einbau der neuen Technik.

Die gute Nachricht: Den Erstanschluss ans Nah- und Fernwärmenetz könnt ihr euch vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördern lassen.

Kann ich den Fernwärmeanbieter wechseln?

Bei Fernwärme ist es nicht möglich, den Anbieter zu wechseln. Für euren Standort gibt es genau ein Unternehmen, das euch über sein Wärmenetz versorgen kann.

Ist Fernwärme umweltfreundlich?

Ob Fernwärme umweltfreundlich ist, hängt vom Energieträger und der Effizienz des Kraftwerks ab. Der Einsatz von Kraft-Wärme-Kopplung sorgt für eine hohe Energieeffizienz. Gut fürs Klima ist außerdem die Nutzung von regenerativen Wärmequellen wie Solar- oder Geothermie. Ob eure Fernwärme umweltfreundlich ist, könnt ihr nur beurteilen, wenn euer Versorger euch diese Informationen zur Verfügung stellt.

Generell stehen bei der Fernwärme alle Zeichen auf grün: Im September 2022 ist das Förderprogramm BEW zur Umstellung der Fernwärme auf erneuerbare Energien in Kraft getreten. Bis 2026 stehen dafür rund 3 Milliarden Euro zur Verfügung.

Womit wird Fernwärme erzeugt?

Fernwärme wird mithilfe einer Primärenergiequelle (zum Beispiel Erdgas, Steinkohle, Abwärme aus Industrieprozessen, Solarthermie) in Kraftwerken erzeugt. Sie wird dann über den Wärmeträger Wasser durch unterirdische Rohrleitungen zum Nutzer geleitet und kann hier sofort für Heizung und Warmwasser verbraucht werden.

Woher kommt Fernwärme?

Fernwärme kommt aus Kraftwerken wie Blockheizkraftwerken. Als Primärenergieträger kommt eine Vielzahl an zentralen und dezentralen Wärmequellen in Frage. Eure Fernwärme kann somit aus Braunkohle, Steinkohle, Erdgas, Biogas, Öl und Holz stammen. Ebenso aus regenerativen Quellen wie Solarthermie und Geothermie. Auch Abwärme aus Industrieprozessen, Müllverwertung oder Abwasserreinigung kommt mancherorts zum Einsatz.

Warum ist Fernwärme so teuer?

Die Preise für Fernwärme sind seit vielen Jahren vergleichsweise hoch. Sie orientieren sich in der Regel an den Energiekosten für Gas und andere Heizarten. Wenn die Beschaffung von Erdgas, Holz und Co. teurer wird, steigen auch die Fernwärme-Kosten.

Wie kündige ich einen Fernwärmevertrag?

Ein Fernwärmevertrag darf maximal zehn Jahre Laufzeit haben (§ 32 AVBFernwärmeV) und sich anschließend um höchstens fünf Jahre verlängern. Mit Ablauf dieser Vertragslaufzeit könnt ihr euren Fernwärmevertrag wie jeden anderen Vertrag fristgerecht kündigen. Wohnt ihr zur Miete, könnt ihr euren Vertrag bei Auszug mit einer Frist von zwei Monaten kündigen. Gleiches gilt, wenn ihr euer Haus komplett auf erneuerbare Energien umstellt (§3 Abs. 2 AVBFernwärmeV). Erhöht euer Versorger die Preise kurzfristig aufgrund gestiegener Gaskosten, habt ihr das Recht, euren Vertrag außerordentlich zu kündigen.

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