Dimmbare Glas färbt sich auf Knopfdruck und verdunkelt so die Scheibe.
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Fenster, die sich selbst verdunkeln: Lohnt sich das?

Uske Berndt

Level: Für Anfänger

Cleveres Glas verdunkelt sich von selbst oder sogar auf Knopfdruck. Aber lohnt sich diese besondere Form des Sonnenschutzes?

Puristen mögen weder flatternde Gardinen noch Rollos oder Plissees: Alles zu viel. Da kommt ein im Fensterglas integrierter Sonnenschutz gerade recht. Hier lest ihr, wie das System funktioniert und was es kostet. Am Ende findet ihr noch eine kleine Pro- und Contra-Liste.

Sonnenschutz direkt im Glas

Die Fensterscheibe verändert ihre Farbe – quasi wie von selbst. Durch die automatische Abdunkelung bleibt die Sonne und damit auch die Hitze draußen. Statt Rollos, Jalousien oder Markisen ist der Schattenspender gleich mit im Glas verbaut. Wie funktioniert das?

Sonnenschutz von Geisterhand

Eine thermochrome Folie oder eine spezielle Harzschicht im Verbundglas macht es möglich: Das Glas verdunkelt sich automatisch, wenn die Sonne darauf scheint und die Temperatur auf der Scheibe einen bestimmten Wert erreicht (zum Beispiel 40 Grad Celsius). Die Substanzen in der Folie erzeugen so ein effektives Sonnenschutzglas. Vorteil: Der Raum heizt sich im Sommer nicht so auf, der Wärmeeintrag durch die Sonnenstrahlen wird um bis zu 90 Prozent reduziert.

Sonnenschutz-Fenster auf Knopfdruck

In diesem Fall reagiert die Folie im Glas auf Knopfdruck. Wird der Schalter betätigt, fließt Strom – und sofort verändern die Scheiben ihre Farbe, werden milchig weiß oder bläulich. Das funktioniert auch prima als Sichtschutz. Wer sich erst später für ein elektrochromes Fenster entscheidet, bekommt die schaltbare Folie plus Zubehör auch zum Nachrüsten. Der Belag wird dann schön sauber auf die Scheibe geklebt.

Clever geregelt

An oder aus – das funktioniert bei der schaltbaren Folie entweder über einen normalen Lichtschalter oder drahtlos über die mitgelieferte Fernbedienung. Richtig bequem wird es, wenn die Steuerung ganz ohne uns erfolgt, und zwar mit Hilfe der Smart Home-Technik. Scheint die Sonne, erfassen das Sensoren und die schicken ein Signal an die zentrale Steuerung. Diese wiederum liefert den Befehl: "Folie einschalten, bitte."

Dimmbares Glas färbt sich auf Knopfdruck und verdunkelt so die Scheibe.
Dimmbares Glas färbt sich auf Knopfdruck und verdunkelt so die Scheibe. © E-Control

Was kosten selbst verdunkelnde Fenster?

Nein, preiswert ist intelligentes Glas nicht gerade. Bei schaltbaren, also elektrochromen Fenstern, werden pro Quadratmeter um die 900 Euro fällig, plus Steuerung und Schalter. Beim Nachrüsten müsst ihr mit 600 Euro für die Folie plus Zubehör rechnen.

Fazit: Lohnt sich ein Fenster mit eingebautem Sonnenschutz?

Wer nicht auf den Preis schauen muss, bekommt mit dem intelligenten Glas einen effektiven und sehr bequem bedienbaren Sonnenschutz fürs Fenster. Dieser spart auch noch langfristig Energie und ist bei Nichtgebrauch fast komplett unsichtbar. Wer sich für die dauerhafte Lösung, etwa eine thermochrome Scheibe entscheidet, wird diesen Sonnenschutz aber nicht mal eben wieder los.

Fenster, die sich selbst verdunkeln: Die Vorteile und Nachteile

  • Vorteile
  • Nachteil
  • Schneller Farbwechsel
  • Teuer
  • Bequeme Bedienung
  • Stromzufuhr notwendig
  • Kein zusätzlicher Sonnenschutz notwendig
  • Nachrüsten kann umständlich sein
  • Spart Energie für Klimaregulierung
  • Nicht mal eben auswechselbar
  • Bis zu 90 Prozent weniger Wärmeeintrag
  • Folien lassen auch im Winter die Wärme draußen

Fenster, die sich selbst verdunkeln: Die Vorteile und Nachteile

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