Frau steuert Klimaanlage mit einer Fernbedienung
© Getty Images/iStockphoto

Wohnen | Listicle

Klimaanlagen: Welche Klimageräte es gibt, um eure Wohnung abzukühlen

Eva Dorothée Schmid

Level: Für Alle

Die Sommer werden immer heißer und nicht nur für Bewohner von Dachgeschosswohnungen wird die sommerliche Hitze zunehmend unerträglicher. Es gibt fünf Möglichkeiten, eure Wohnung mit einem Klimagerät nachzurüsten, die wir euch hier kurz vorstellen.

In Deutschland werden Klimaanlagen bisher nicht standardmäßig wie Heizungen in Wohnungen verbaut. Was also tun, wenn die Hitze im Sommer unerträglich wird? Es gibt vier verschiedene Möglichkeiten, eure Wohnung mit einer Klimaanlage oder einem Klimagerät nachzurüsten. Diese stellen wir euch folgend vor.

Vier kleine Überraschungspakete beim Advent-Gewinnspiel

Adventsgewinnspiel: Preise im Gesamtwert von 4.000 € zu gewinnen!

Hier mitmachen

1. Eine Wärmepumpe als Klimaanlage nutzen

In erster Linie ist eine Wärmepumpe dazu da, Wohnräume in den kalten Monaten mit Wärme zu versorgen. An heißen Sommertagen lässt sie sich aber auch zur Klimaanlage umfunktionieren. Allerdings geht das nicht bei jeder handelsübliche Wärmepumpe. Wer die Wärmepumpe auch zum Kühlen nutzen will, sollte vor dem Kauf darauf achten, dass sie über eine Kühlfunktion verfügt. Eine Nachrüstung ist häufig teuer und aufwändig. Mehr dazu, wie ihr eine Wärmepumpe als Klimaanlage nutzen könnt, lest ihr in unserem Beitrag: "Eine Wärmepumpe als Klimaanlage nutzen: So geht's".

2. Eine Split-Klimaanlage installieren lassen

Wer nachträglich eine Klimaanlage installieren lassen will, kühlt mit einem Split-Gerät am effizientesten. Split-Klimageräte bestehen aus zwei Komponenten: aus einem Innengerät, das im Zimmer fest verbaut wird, und aus einem Kompressor, der an der Außenwand montiert wird. Sie müssen bis auf wenige Ausnahmen von Fachbetrieben installiert werden. Wer zur Miete wohnt, braucht für die Installation einer Split-Klimaanlage die Erlaubnis des Vermieters. Mehr zu den Vorteilen und Nachteilen einer Split-Klimaanlage lest ihr in diesem Beitrag: "Monoblock versus Split-Klimagerät".

3. Ein Monoblock-Klimagerät kaufen

Ein Monoblock-Klimagerät ist mobil – das heißt, ihr könnt es je nach Bedarf mal ein einem, mal im anderen Zimmer aufstellen. Ihr benötigt lediglich eine Steckdose und die Möglichkeit, den Abluftschlauch durch ein Fenster oder eine Tür nach draußen zu führen. Monoblock-Klimageräte sind relativ günstig, allerdings sind sie aufgrund ihres hohen Stromverbrauchs nicht für den Dauergebrauch geeignet. Für einzelne heiße Tage sind sie aber eine unkomplizierte Möglichkeit, eure Wohnung abzukühlen.

Monoblock-Klimagerät mit Abluftschlauch
Ein Mono-Klimagerät wie dieses Modell von AEG sorgt relativ unkompliziert für Abkühlung in der Wohnung. © AEG

4. Luftkühler anschaffen: Ventilatoren mit Kühlfunktion

Sogenannten Luftkühler oder Ventilatoren mit Kühlfunktion führen die warme Luft an Wasser oder Eiswürfeln vorbei und kühlen sie dadurch ab. Sie funktionieren nach dem Prinzip der Verdunstungskälte. Ihr füllt bei diesen Geräten also nur den Tank auf, steckt die Stecker ein und los geht's. Diese Klima-Geräte haben allerdings eine schlechtere Kühlleistung als Monoblock- oder Split-Geräte. Sie können die Raumtemperatur in der Wohnung nur minimal senken – wer eine Absenkung der Temperatur von fünf Grad Celsius oder mehr erwartet, wird enttäuscht sein. Die Reichweite der auch Aircooler genannten Geräte ist außerdem begrenzt. Für große Räume sind sie eher nicht geeignet.

Luftkuehler von Klarstein
Ein Luftkühler oder auch Aircooler wie dieser von Klarstein funktioniert ohne Abluftschlauch. © Klarstein

5. Ventilator kaufen

Es gibt fünf verschiedene Arten von Ventilatoren: Deckenventilatoren, runde Standventilatoren, Turmventilatoren / Säulenventilatoren, Tischventilatoren und Miniventilatoren. Allerdings kann keines dieser Geräte die Lufttemperatur senken. Kühlen kann er nur die Menschen in dem heißen Raum.

Das geschieht auf zweierlei Weise: Weil wir wärmer sind als die uns umgebende Luft, geben wir über die Haut Wärme ab. Allerdings vor allem an die Luftschicht direkt über der Haut, und die wirkt als Wärmeisolator. Bläst der Ventilator ständig die warme Schicht weg, kühlen wir schneller ab. Wenn wir schwitzen, kühlt uns zusätzlich die Verdunstung des Schweißes. Der Ventilator beschleunigt diesen Effekt, weil er die feuchte Luft fortbläst. Wenn es allerdings 37 Grad oder wärmer ist und/oder eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit herrscht, nützt der Ventilator nichts. Die Preise für einen Ventilator liegen zwischen 5 und 500 Euro.

Was ihr vor der Anschaffung eines Kühlgerätes beachten solltet

Welche Leistung eure Klimaanlage erbringen sollte, hängt von der Größe des Raumes und noch einigen anderen Faktoren ab. Bevor ihr euch ein Kühlgerät kauft, solltet ihr berechnen, welche Kühlleistung dieses haben sollte. Wie das geht, erklären wir in unserem Artikel zum Thema "Kühlleistung berechnen".

Lies noch mehr…

Wir verwenden Cookies, um die Website optimal zu gestalten. Durch die Nutzung der Website stimmen Sie grundsätzlich der Verwendung von Cookies zu (Websitefunktionalitäten, anonymisiertes Nutzerverhalten, usw). Sofern Sie zustimmen, teilen wir zudem Informationen anonymisiert mit Werbepartnern. Siehe Datenschutzhinweise.

OK