Schlafzimmer im Boho-Stil
© Getty Images/iStockphoto

Wohnen | Listicle

Boho-Stil: Was steckt tatsächlich hinter dem Top-Wohntrend?

Antonia Eigel

"Boho" scheint überall zu sein: Wer sich für Wohntrends und moderne Einrichtung interessiert, kommt nicht nur auf Instagram und Pinterest am Boho-Stil nicht vorbei. Doch was steckt eigentlich dahinter? Wir zeigen, was zum Boho-Style gehört – und was nicht.

Der Boho-Stil, oft auch "Bohemian Chic" genannt, erlebt in den vergangenen Jahren eine echte Renaissance, nicht nur in der Modewelt. Sämtliche Online-Shops und Einrichtungshäuser verkaufen Boho-Möbel und -Accessoires. Und in Makramee-Workshops könnt ihr lernen, wie ihr Wandbehänge im Boho-Stil knüpft.

Doch was verbirgt sich eigentlich hinter dem Boho-Trend und wie setzt man ihn richtig um? Wir verraten euch 8 Wahrheiten über den Boho-Stil und geben Einrichtungstipps.

1. Im Boho-Stil einrichten: Alles andere als minimalistisch

Die Wände sind mit Bilderrahmen zugehängt, davor befindet sich ein Sammelsurium aus allerlei Gegenständen von Flohmarkt, Reisen oder Erbstücken: Ja, auch das ist Boho.

Und der Boho-Einrichtungsstil ist alles andere als minimalistisch. Starre Einrichtungsmuster? So etwas gibt es im Boho nicht. Statt Oberflächen frei zu halten und möglichst wenig Dinge herumstehen zu haben, ist hier sogar erlaubt, alles vollzustellen und -zuhängen.

Unser Einrichtungstipp: Maximalismus ja, aber bitte mit Vorsicht genießen. Denn in einem vollgestellten Wohnzimmer kann es schnell aussehen wie bei Hempels unterm Sofa. Achtet also immer darauf, dass eure ausgewählten Lieblingsgegenstände genügend Fläche haben, auf der ihr sie präsentieren könnt.

Fürs Schlafzimmer gilt außerdem: Lieber etwas dezenter und unaufgeregter, so könnt ihr besser schlafen.

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2. Chaos ist im Boho-Stil erlaubt

Auf Interior-Blogs und -Instagram-Seiten sieht es immer so schön aufgeräumt aus? Nicht unbedingt in den Wohnzimmern der Boho-Blogger. Denn hier liegen gleich mehrere Teppiche übereinander, die Regale sind vollgestellt und ein bunter, kräftiger Mustermix aus Patchwork und ausgefallenen Prints zieht sich vom Boden über die Kissenlandschaft auf dem Sofa, vorbei an riesigen Zimmerpflanzen bis hin zum üppigen Wandbehang.

Unser Einrichtungstipp: Es ist gar nicht mal so leicht, ein geordnetes Chaos zu kreieren. Damit eure Boho-Einrichtung am Ende harmonisch aussieht, verwendet maximal drei bis vier konträre Farben in einem Raum.

Auch die Wände könnt ihr ruhig farbig streichen. Sind eure Textilien schon sehr bunt, setzt lieber auf dezentere Wandfarben in erdigen Pastelltönen oder ihr lasst sie einfach Weiß.

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3. Im Boho-Style einrichten geht auch in Dunkel

Beigefarbene Decken mit Fransen, Makramees aus hellen Garnen, leichte erdige Wandfarben: Ja, das hört sich doch nach Boho-Einrichtungsstil an.

Doch der Boho-Style funktioniert tatsächlich auch in Dunkel, wie dieses tolle Beispiel zeigt. Wie passend, dass unter den aktuellen Trendfarben 2020 auch Schwarz und dunkles Anthrazit dabei sind.

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Unser Einrichtungstipp: Mit ein paar grellen Farbakzenten, zum Beispiel einer knalligen Vase oder einem bunt bestickten Kissen, könnt ihr dunkle Farbwelten etwas auflockern. So verhindert ihr, dass euch die Wandfarbe erdrückt und der Raum dadurch kleiner wirkt.

Ihr wollt es wagen? Dann lest euch vorher unbedingt unseren Artikel "7 Anfängerfehler beim Streichen – und wie ihr sie einfach vermeidet" durch.

4. Boho-Materialien: Mehr als Rattan, Bast und Makramee

Ein schöner Hängesessel aus Makrameegarn, angesagte Möbel und Accessoires mit Wiener Geflecht: Damit lässt sich ganz einfach ein leichter Boho-Flair ins Wohnzimmer zaubern. Doch neben den beliebten Boho-Materialien wie Rattan, Bast, Baumwolle oder Leinen gibt es noch viel mehr Möglichkeiten, die Wohnung "à la Bohème" zu gestalten:

  • Textilien aus Samt und Mohairwolle
  • Metall (Schwarz oder Gold)
  • Spiegel
  • Accessoires von fernen Reisen (oder solche, die zumindest den Eindruck erwecken)
  • Rustikale Einrichtungsobjekte aus Holz
  • Leder
  • Federn
  • Flohmarkt-Schätze

Unser Einrichtungstipp: Stöbert entweder auf Flohmärkten nach schönen Einzelstücken oder schaut doch mal in Online-Shops für Second-Hand-Möbeln nach den passenden Accessoires für euer Zuhause.

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5. Boho-Begriff stammt nicht aus der Hippie-Zeit

Oder doch? So ganz trennscharf ist die Linie nicht: Ursprünglich kommt der Begriff "Bohème" aus Paris und bezeichnete im frühen 19. Jahrhundert eine intellektuelle Randgruppe aus Künstlern, die von Böhmen nach Frankreich kam und sich dort ansiedelte.

Kunst, Musik, und Dichtkunst prägten den authentischen und bodenständigen Lebensstil, der später auch andere Bewegungen, wie zum Beispiel die Hippie-Bewegung der 1960er, inspirierte. Der Boho-Trend, so wie wir ihn heute als Einrichtungsstil kennen, wurde in diesem Jahrzehnt von Stil- und Pop-Ikonen wie Talitha Getty oder Janis Joplin geprägt.

In der Modebranche wird der Trend auch heute noch als Boho-Chic bezeichnet. Der Unterschied zwischen den echten "Bohèmes" und den Boho-Hippies liegt in deren politischen Ausrichtung.

Mehr zu den Unterschieden könnt ihr auf dem Blog von Exploration Happiness (auf Englisch) lesen.

6. Boho-Style: Mehr als ein Mode- und Einrichtungstrend

Boho scheint viel mehr eine Lebenseinstellung zu sein, die ihr mit Wörtern wie Freigeist, Dichter und Denker oder Weltenbummler übersetzen könnt. Sichtbar wird das zum Beispiel auch in der Vanlife-Szene, wo nicht selten der komplette Camper im Boho-Style eingerichtet wird:

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7. Boho-Sitzmöbel: Je näher zum Boden, desto besser

Auch Boho-Sitzmöbel versprechen einen "Down to earth"-Lebensstil, im wahrsten Sinne des Wortes. Denn je näher zum Boden, desto authentischer das Boho-Feeling in eurem Zuhause.

Folgende Möbelstücke eignen sich besonders gut dazu:

  • Sitzpuffs,
  • große Sitzkissen aus Fell,
  • flache Sofas mit niedriger Rückenlehne,
  • gerne kombiniert mit einem flachen Sofatisch.

Unser Einrichtungstipp: Ordnet ihr die Möbel zum Beispiel auf einem gemusterten Teppich im marrokanischen Stil an, schafft ihr eine gute Grundlage für den Boho-Stil und bekommt dazu keine kalten Füße, wenn ihr auf dem Boden sitzt.

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8. Boho und Pflanzen – passt das?

Absolut! Ein paar Pflanzen können eure Boho-Einrichtung sogar schön einrahmen. Dazu sind Pflanzen ideale Luftreiniger und halten die Raumluft frei von Schadstoffen. So könnt ihr noch besser entspannen.

Mit großen Zimmerpflanzen und Hängepflanzen schafft ihr außerdem einen farblichen und vor allem natürlichen Akzent, ohne zu dick aufzutragen.

Unser Einrichtungstipp: Wie ihr euer Wohnzimmer zur grünen Oase umgestaltet, erfahrt ihr in unserem Artikel "5 Tipps wie ihr euer Wohnzimmer in einen Urban Jungle verwandelt".

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