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Wohnen | Ratgeber

Leben wie in Marrakech: So gelingt die Einrichtung im marokkanischen Stil

Michael Penquitt

Level: Für Alle

Fernweh adé! Der Wohntrend Marokko begeistert Fans südlicherer Breitengrade. Wir erklären, wieso der Stil derzeit so beliebt ist und wie ihr ihn umsetzt.

Ob Hygge oder Lagom: Wohntrends und angesagte Einrichtungsstile haben in den vergangenen Jahren vornehmlich aus dem hohen Norden heraus die Wohnzimmer dieser Welt erobert. Ein Wohnkonzept, das den skandinavischen Ideen seit einiger Zeit Konkurrenz bietet, hat seinen Ursprung in der genau entgegengesetzten Richtung: in Marokko.

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Wieso marokkanisch anmutendes Interieur gerade so angesagt ist? Weil es mehrere aktuelle Wohntrends in sich vereint! Es bringt den Stil des Art déco mit seinen opulenten Farben unter und verbindet ihn mit Erdtönen und natürlichen Materialien. Hinzu kommen verspielte Muster, die sich gerne auf Wänden und Teppichen wiederfinden. Auch reich verzierte Lampenschirme und Laternen treffen den Zahn der Zeit. Wir zeigen euch worauf es ankommt, wenn ihr den Stil eines marokkanischen Riads zu euch nach Hause holen wollt.

Farben der Medina

Im Wesentlichen hängt das Gelingen einer Einrichtung im marokkanischen Stil von drei Faktoren ab, die ihr beherzigen solltet. Der erste ist die Farbauswahl. Um einen Eindruck der authentischen marokkanischen Farben zu erhalten, müssen Reisende sich bloß auf den Märkten der örtlichen Medina, also der Altstadt, umschauen.

Die Grundlage bilden warme Farben und das ganze Spektrum verschiedenster Erdtöne. Braun, Grau, Beige, rostiges Rot und Senfgelb bringen Ruhe in eure Oase der Entspannung. Etwas aufregender, aber nicht weniger traditionell sind kräftige Farben wie Azurblau, Türkis und Violett. Auf den Dächern der Gerberviertel werden Stoffe noch heute mit natürlichen Mitteln in diesen Farben eingefärbt.

Ergänzt wird dieser Farbmix durch den Glanz von Gold, Kupfer, Messing und Silber, die sich in Tischen, Teetabletts, Spiegeln, Kerzenständern, Lampenschirmen oder Laternen wiederfinden.

Natürliche Materialien haben Vorrang

Um den Stil eines Riads oder eines maurischen Nomadenzeltes nachzuahmen, solltet ihr nahezu ausschließlich auf natürliche Stoffe setzen. Tische und Regale aus Zedern- oder Akazienholz verwenden Ressourcen, die in warmen Regionen wachsen. Das gleiche gilt für Flechtkörbe und Unterlagen aus Rattan.

Was Textilien und andere Stoffe angeht, könnt ihr euch so richtig austoben. Es gibt hier schlicht kein Zuviel. Je mehr Seidenkissen auf dem Sofa oder in der Sitzecke, desto besser. Dazu kommen bunte handgeknüpfte Teppiche aus Wolle, die sowohl am Boden als auch an der Wand eine gute Figur machen.

Generell findet das Geschehen nah am Boden statt. Wenn ihr euch dennoch nicht an das Dinieren auf Teppichen und Kissenbergen gewöhnen könnt, sind mit Samt bezogene Poufs etwas für euch. Und im Sommer sorgen Baldachine und Vorhänge aus Organza oder Seide für ein herrlich luftiges Gefühl.

Verspielte Muster sind ein Muss

Freie Flächen, ob auf Möbeln oder an der Wand, die nicht Teil eines Musters sind? Unvorstellbar! Im gesamten arabischsprachigen Raum gehören reiche Verzierungen des Interieurs zum kulturellen Selbstverständnis.

Ornamente in Form von floralen Mustern, sogenannte Arabesken, finden sich auf Teppichen, Kissen, Laternen und Tischen. Geometrische Muster mit geraden Linien hingegen sind häufig Teil von Paravents, dekorativen Gittern, Regalen und anderen Möbelstücken. Nicht zu vergessen sind farbenfrohe Mosaike und bemalte Fliesen, die Wänden und Böden eine unverwechselbare Note verleihen.

Pflanzen sorgen für das Finish

Gerade im Sommer zeigt sich die Qualität der marokkanischen Einrichtung. Pflanzen gehören hier zwingend dazu und verbessern durch ihre Anwesenheit die Luftqualität. Vor allem robuste Pflanzen aus südlicheren Breitengraden passen optimal zu diesem Einrichtungsstil.

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