DIY-Trend Gedrehte Kerzen auf Tisch
© Wohnglück

Wohnen | Listicle

Kerzen drehen: So könnt ihr "Twisted Candles" selber machen

Antonia Eigel

Antonia Eigel

Unter dem Hashtag #twistedcandles verbreitet sich diesen Winter ein neuer Trend in der Interior-Welt: Kerzen drehen ist gerade super in. Wir haben den Trend für euch ausprobiert und zeigen eine Schritt für Schritt Anleitung.

Ein neuer DIY-Trend erobert diesen Winter die Interior-Welt auf Instagram, Tiktok und Pinterest: Kerzen drehen ist gerade der letzte Schrei in der Szene. Unter Hashtags wie #twistedcandles findet ihr tausende Fotos von gezwirbelten bunten Kerzen, die sich besonders schön auf dem Couchtisch machen. Auch wir konnten es nicht lassen, unsere Kerzen zu verbiegen und zu verdrehen und den DIY-Trend einmal selbst auszuprobieren. In einer ausführlichen Schritt-für-Schritt-Anleitung zeigen wir euch, wie ihr Kerzen selber drehen könnt.

Materialliste fürs Kerzendrehen

Das braucht ihr, um selbst Kerzen zu drehen:

  • Durchgefärbte Stabkerzen aus Paraffin
  • Unterlage (Holzbrett oder Backpapier)
  • hohes Glas
  • Nudelholz, alternativ: Marmeladenglas, Weinflasche oder Altglas
  • kleine Wanne oder Auflauffform
  • Handtuch

Tipp: Verwendet für das DIY-Projekt am besten durchgefärbte Stabkerzen aus 100 Prozent Paraffin. Sind sie nicht komplett durchgefärbt, sondern von innen weiß, kann die farbige äußere Schicht bei Drehen schnell reißen und es blitzen weiße Stellen durch. Wenn ihr keine anderen Kerzen zuhause habt, aber keine neuen kaufen wollt, könnt ihr es dennoch ausprobieren. Dann solltet ihr bei Drehen aber sehr vorsichtig vorgehen.

Materialien fürs Kerzen drehen
Zum Kerzendrehen benötigt ihr nur wenige Materialien. © Wohnglück

Schritt 1: Kerzen in warmes Wasser stellen

Bevor ihr die Kerzen drehen könnt, müsst ihr sie für circa zehn Minuten in ein warmes Wasserbad stellen, damit das Wachs weich wird. Dafür nehmt ihr ein Glas, das im besten Fall so hoch ist wie eure Kerzen lang sind. Ist das Glas etwas niedriger, wie in diesem Beispiel, ist das aber auch nicht schlimm. Ihr könnt auch einfach nur den oberen oder unteren Teil der Kerze drehen.

Wenn ihr kein hohes Glas habt: Alternativ könnt ihr die Kerzen auch in ein Wasserbad in einer Auflaufform legen. Da Paraffin aber leichter ist als Wasser, werden eure Kerzen schnell an die Wasseroberfläche aufsteigen. Ihr müsst sie also mit einem Gegenstand beschweren. Das kann zur Folge haben, dass das aufliegende Gewicht sichtbare Dellen im weichen Wachs hinterlässt.

Tipps zur richtigen Wassertemperatur

Das Wasserbad sollte nicht kochend heiß sein, sonst schmelzen die Kerzen. Aber auch nicht zu kalt, sonst wird das Wachs nicht richtig weich und beim Auswalzen bereits brüchig. Doch wie findet man nun die richtige Temperatur? Am besten funktioniert es, wenn ihr heißes Wasser aus dem Wasserhahn nehmt. Das reicht völlig aus. Nach zehn Minuten im Wasserbad sollte das Kerzenwachs dann die perfekte Konsistenz haben, um es weiterverarbeiten zu können.

Stellt außerdem nicht zu viele Kerzen gleichzeitig ins Wasser, sonst werden die letzten Kerzen später beim Verarbeiten zu weich sein.

Kerzen vor dem Drehen in Wasserglas erwärmen
Je länger die Kerzen, desto höher sollte das Glas sein, damit ihr sie vollständig drehen könnt. © Wohnglück

Schritt 2: Kerzen platt rollen

Damit die Kerzen später ihr spiralförmiges Aussehen erhalten, müsst ihr das warme Wachs jetzt mit einem Nudelholz oder einem anderen runden Gegenstand platt rollen. Legt die weiche Kerze dazu auf ein Stück Backpapier oder ein Holzbrettchen und rollt das warme Wachs wie einen Plätzchenteig platt. Doch Vorsicht: Nicht zu dünn, sonst wird der gedrehte Teil später viel breiter sein als der Rest der Kerze.

Tipp: Das Ende der Kerze solltet ihr beim Plattwalzen am besten aussparen, damit ihr sie später noch richtig im Kerzenständer aufstellen könnt und sie nicht umkippt. Das ist auch aus Brandschutzgründen wichtig.

Vor dem Drehen Kerzen plattrollen
Mit einem Nudelholz oder einem runden Gegenstand könnt ihr die Kerzen an der erwärmten Stelle platt rollen. © Wohnglück

Schritt 3: Kerzen drehen

Jetzt kommt der spannende Teil: Wenn ihr alle vorherigen Schritte richtig ausgeführt habt, könnt ihr nun mit dem Drehen der Kerzen beginnen. Haltet die Kerzen dazu unterhalb der plattgewalzten Stelle und an der Spitze fest und beginnt langsam sie von unten einzudrehen. Mit der oberen Hand könnt ihr in die entgegengesetzte Richtung drehen und, wenn notwendig etwas korrigieren.

Kerzen mit den Händen drehen
Das noch weiche Wachs dreht ihr nun langsam bis die Stabkerze spiralförmig aussieht. © Wohnglück

Schritt 4: Kerzen abkühlen lassen

In einem letzten Schritt lasst ihr die fertig gedrehten Kerzen kurz für ein paar Minuten in einem kalten Wasserbad abkühlen, damit sie sich nicht weiter verbiegen oder beim Ablegen Dellen entstehen. Nehmt dazu ein längeres Gefäß und befüllt es mit kaltem Wasser. Hier ist es auch nicht schlimm, wenn die Kerzen nicht vollständig unter Wasser getaucht sind. Abschließend trocknet ihr sie mit einem Handtuch ab, fertig sind die gedrehten Kerzen.

Tipp: Ihr habt kein langes Behältnis? Dann könnt ihr auch etwas kaltes Wasser ins Spülbecken laufen lassen und sie dort hinein legen.

Kerzen nach dem drehen in kaltem Wasser abkühlen
Damit sich die Kerze nicht weiter verbiegt, legt ihr sie abschließend für ein paar Minuten in ein kaltes Wasserbad. © Wohnglück

Kerzen drehen: Kurzanleitung

Für diejenigen, die es eilig haben, alle wichtigen Schritte zum DIY-Kerzendrehen in der kurzen Übersicht:

  1. Alle notwendigen Materialien bereitlegen.
  2. Kerzen für zehn Minuten in ein warmes Wasserbad tauchen.
  3. Das weiche Wachs mit einem Nudelholz platt walzen.
  4. Mit beiden Händen das noch warme Wachs der Kerzen drehen.
  5. Fertig gedrehte Kerzen in einem Wasserbad abkühlen lassen und anschließend abtrocknen.
Nahaufnahme gedrehte Kerzen
So sehen die fertigen gedrehten Kerzen aus. © Wohnglück

Wer den Aufwand nicht betreiben möchte, der findet bei HAY schöne Alternativen. Wer sich aber nun denkt, was für ein Quatsch mit den gedrehten Kerzen, dem empfehlen wir ganz reflektiert und selbstkritisch die Glosse "Twisted Candles – Ganz schön verdreht" vom Zeit Magazin, die euch garantiert zum Schmunzeln bringen wird. Denn einen Nachteil haben die gedrehten Kerzen tatsächlich: Sie brennen relativ schnell ab und je nachdem, wie stark ihr sie gedreht habt, läuft das Wachs nicht optimal herunter. Doch probiert es selbst aus und lest euch dazu unseren Artikel "Sicherer Umgang mit Kerzen: 10 Tipps, die ihr beachten solltet" durch.

Ihr seid DIY-Fans und wollt noch mehr Wohntrends zum Nachmachen sehen? Dann schaut doch mal auf unserer DIY-Seite vorbei. Hier findet ihr eine Menge Inspiration und Ideen zum Selbermachen:

Lies noch mehr…

Der Schutz Deiner Daten ist uns wichtig

Wir verwenden Cookies, um die Website optimal zu gestalten. Durch die Nutzung der Website stimmst Du grundsätzlich der Verwendung von Cookies zu (Websitefunktionalitäten, anonymisiertes Nutzerverhalten usw.). Sofern Du zustimmst, teilen wir zudem Informationen anonymisiert mit Werbepartnern. Du kannst unter „Weitere Optionen“ selbst entscheiden, welche Cookie-Kategorie Du wählen möchtest:

Weitere Optionen