Mann verlegt Terrassen-Platten
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Modernisieren | Ratgeber

Terrassen-Platten verlegen: Darauf solltet ihr achten

Redaktion

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Level: Für Fortgeschrittene

Ihr wollt eure Terrasse selbst pflastern? Wer weiß, worauf er dabei achten muss, kann auch ohne professionelle Hilfe selbst eine haltbare Terrasse zaubern.

Auch wenn ihr einen Handwerker damit beauftragen wollt, bei euch Terrassen-Platten zu verlegen, ist es nicht schlecht, wenn ihr wisst, worauf es dabei ankommt. Auf folgende Dinge müsst ihr achten.

Der richtige Unterbau – die Minimallösung

Zwei Voraussetzungen müssen für die fachgerechte Verlegung von Terrassen-Platten erfüllt sein:

  1. Der Unterbau muss tragfähig sein.
  2. Der Unterbau muss wasserdurchlässig sein.

Wie aufwändig der Unterbau hergestellt werden muss, hängt von der späteren Belastung ab. Außerdem hängt der Aufwand auch davon ab, ob es euch stört, wenn die Platten im Laufe der Zeit etwas absinken und die Terrassenfläche nicht mehr ganz eben ist.

Die fachgerechte Verlegung besteht aus zwei Schichten:

  1. Der eigentliche Unterbau besteht aus einer zirka 30 Zentimeter hohen Schicht aus Grobkies, Schotter oder Recycling-Material. Das Material wird jeweils lagenweise eingebracht und mit einem Rüttler verdichtet. Damit verhindert ihr, dass sich der Unterbau später setzt.
  2. Darauf wird die Bettung aus einer fünf bis acht Zentimeter dicken Schicht aus Splitt oder Sand eingebracht. In der verlegt ihr dann die Terrassen-Platten.

Auch bei diesem "fachgerechten" Aufbau müsst ihr allerdings davon auszugehen, dass die Fugen im Laufe der Zeit verstopfen und die Terrasse nicht mehr so gut entwässert wird. Die Folge: Im Winter drohen Frostschäden.

Der ideale Terrassen-Aufbau

Als Alternative möchten wir euch folgenden Terrassen-Aufbau empfehlen, der frostbeständig ist und dauerhaft eine funktionierende Wasserableitung bietet:

  1. Stellt eine Beton-Bodenplatte her, die ein ausreichendes Gefälle zum Wasserablauf haben sollte (zwei Prozent, das entspricht zwei Zentimetern auf einem Meter Länge).
  2. Bringt darauf eine Flachdach-Abdeckung aus Dachfolie an. Damit sich an den überlappenden Nähten das abfließende Regenwasser nicht staut, müsst ihr die Bahnen in Richtung des Gefälles und nicht quer dazu verlegen.
  3. Zusätzlich müsst ihr besonders auf die Anschlüsse am Haus achten. Die Folie sollte am Haus oder an umgebenden Mauern so hoch geführt werden, dass die Oberkante rund fünf Zentimeter über dem späteren Terrassen-Fußboden liegt. Die Folienkanten dübelt ihr mit einer Spezialschiene an das Mauerwerk, und die Oberkante solltet ihr mit Silicon-Dichtungsmasse abdichten.
  4. Auf dem so vorbereiteten Untergrund könnt ihr den eigentlichen Bodenbelag aus frostbeständigen Fliesen, Steinzeug- oder Betonplatten lose in Stelzlagern verlegen. Stelzlager sind Kunststoff-Füße, die unter den Platten jeweils dort eingebaut werden, wo die Ecken von vier Platten zusammenstoßen. Dadurch erreicht ihr, dass eine gleichmäßige Fugenbreite entsteht und die Platten nicht direkt auf der Abdeckung liegen. So kann das Regenwasser durch die Fugen auf die Unterseite gelangen und ungehindert ablaufen.

Diese Art, Terrassen-Platten zu verlegen, ist seit Jahrzehnten erprobt und bewährt. So liegt der Plattenbelag fest und sicher. Feuchtigkeits- und Frostschäden können normalerweise nicht mehr auftreten.

Wenn ihr eure Terrasse lieber mit Holzdielen versehen wollt, lest hier, welche Holzarten dafür geeignet sind. Außerdem haben wir eine Anleitung für euch, nach der ihr eure Terrasse aus Paletten bauen könnt.

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