Monoblock- oder Splitklimageraet: Was ist besser?
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Wohnen | Pro/Contra-Liste

Monoblock vs. Split-Klimagerät: Vor- und Nachteile der Klimaanlagen

Deborah Hucht

Level: Für Alle

Monoblock-Klimagerät im Vergleich zu einer Split-Klimaanlage: Wir erklären euch die Unterschiede – und wägen die Vorteile und Nachteile ab.

Schon gewusst? Ihr könnt euer Haus oder eure Wohnung auch mit Klimaanlagen nachrüsten. Diese funktionieren nach einem ähnlichen Prinzip wie die Wärmepumpen. Einziger Unterschied: Sie sind nicht an eure Heizungsanlage angeschlossen. Jetzt müsst ihr euch nur noch entscheiden: Wollt ihr eine einfache Monoblock-Anlage aufstellen oder setzt ihr auf ein Split-Klimagerät?

Was ist der Unterschied zwischen Split- und Monoblock-Klimageräten?

Split-Geräte funktionieren als Zweiteiler: Die warme Raumluft wird innen angesaugt und durch ein Kältemittel abgekühlt. Die überschüssige Wärme wird dann durch eine Ventilator-Einheit nach draußen befördert.

Monoblock-Klimaanlagen ziehen die warme Raumluft an und geben sie über einen Abluftschlauch nach draußen ab. Heißt: Ihr hängt diesen ins Fenster oder verlegt ihn durch einen Türschlitz nach draußen.

Split-Klimagerät: Vorteile und Nachteile

Der Vorteil von Split-Geräten: Sie sind effizienter, da sie bei geschlossenem Fenster funktionieren. Wegen der größeren Effizienz brauchen sie weniger Strom als Monoblock-Klimaanlagen.

Die Nachteile: Ihr braucht einen Fachhandwerker für die Installation – das dauert in der Regel länger und kostet auch mehr. Und: Die Kältemittel, die aus teilfluorierten Kohlenwasserstoffen (HFKW) bestehen. sind Klimakiller.

Handwerker bringt Split-Klimaanlage an.
Ein Teil einer Split-Klimaanlage muss außen angebracht werden - das kann nur ein Fachbetrieb machen. © Getty Images/iStockphoto

Eure Nachbarn könnten sich außerdem an dem Ventilatoren-Teil stören, denn es erzeugt bis zu 59 Dezibel. Nachts sollten die Split-Geräte deshalb nicht laufen. Achtung: Wohnt ihr zur Miete, müssen eure Vermieter dem Einbau eines Split-Gerätes zustimmen.

Split-Klimageräte kosten zwischen 1300 und 2800 Euro – das ist deutlich mehr als ihr für Monoblock-Klimageräte ausgeben müsst.

Monoblock-Klimaanlage: Vorteile und Nachteile

Der Abluftschlauch von Monoblock-Klimaanlagen führt dazu, dass ihr immer auch wieder Wärme in den Raum lasst. Ein Nachteil, denn dadurch müssen die Geräte wiederum mehr arbeiten – und verbrauchen mehr Strom. Ein weiterer Nachteil: Klimageräte erzeugen Lärm, ähnlich wie ein Kühlschrank. Bis zu 64 Dezibel laut brummen die Monoblöcke – schlafen werdet ihr dabei nicht mehr sehr gut.

Der Vorteil solcher Fensterklima-Geräte: Ihr bekommt sie im Baumarkt, könnt sie aufstellen und zack ist euer Haus oder eure Wohnung bei heißen Temperaturen angenehm kühl. Die Kosten für Monoblöcke liegen deutlich unter denen für Split-Klimaanlagen: Ihr müsst mit etwas 350 bis 850 Euro rechnen.

Monoblock-Klimagerät mit Abluftschlauch
Ein Mono-Klimagerät wie dieses Modell von AEG sorgt relativ unkompliziert für Abkühlung in der Wohnung. © AEG

Klimaanlagen aufstellen: Kauftipps

Bevor ihr zu einem Klimagerät greift, solltet ihr prüfen, ob ihr nicht auf eine andere Art eure Räume herunterkühlen könnt. In manchen Wohnungen oder Häusern hilft es schon, tagsüber konsequent Rollläden einzusetzen oder mit wärmeabweisenden Vorhängen gegen die Hitze vorzugehen. Nur noch in den kühleren Abendstunden zu lüften, kann ebenfalls schon wirken. So vermeidet ihr unnötigen Stromverbrauch – und spart euch den Platz, den die Klimageräte einnehmen.

Ob mobile Monoblöcke oder Split-Klimageräte – beide Versionen verbrauchen einiges an Strom. Achtet beim Kauf unbedingt auf die Energieeffizienzklasse. Die Leistung ("Watt-Angabe") sollte euch auch interessieren: Je höher diese Zahl ist, desto leistungsstärker ist der Apparat – verbraucht dann aber auch mehr Strom. Stellt die mobilen Geräte deshalb unbedingt außerhalb direkter Sonneneinstrahlung auf. Und ihr solltet es vermeiden, sie zu dicht an Hitzeproduzenten wie Rechner, Fernseher und andere zu installieren.

Klimaanlagen, egal ob Monoblock- oder Split-Geräte, arbeiten mit Kältemitteln. Achtet darauf, dass diese ökologisch gut verträglich sind. Umweltverträgliche Kältemittel sind beispielsweise Propan (R290) oder Ammoniak (R717).

Neben den Klimageräten, die mit Kältemitteln arbeiten, gibt es noch die Luftkühler, auch Aircooler genannt Diese arbeiten statt mit einem Kühlmittel mit Wasser oder Eis. Sie sind nicht so effizient wie die Monoblock- oder Split-Klimageräte, aber ebenfalls eine Überlegung wert.

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