Eva Brenner, TV-Star und Kolumnistin bei wohnglück.de, beim Messebesuch

Wohnen | Statement

So wirken kleine Räume größer: 10 Tipps von Eva Brenner

Eva Brenner

Level: Für Alle

In Zeiten knappen Wohnraums sollten wir den Platz, der uns zur Verfügung steht, auch optimal ausnutzen. Inneneinrichtungs-Expertin Eva Brenner hat 10 Tipps für euch, wie ihr kleine Räume optisch größer wirken lassen könnt.

Kleine Räume größer erscheinen lassen – dazu gibt es natürlich schon eine Menge Tipps im Netz. Vielleicht kann ich euch an dieser Stelle aber noch den ein oder anderen neuen Hinweis geben. Wichtig ist das Thema aus meiner Sicht allemal. Gerade in Zeiten knappen Wohnraums sollten wir den Platz, der uns zur Verfügung steht, auch optimal ausnutzen.

Tipp 1: Immer an der Wand lang

Vielleicht habt ihr meine Kolumne über typische Fehler bei der Inneneinrichtung gelesen? Da habe ich ja erwähnt, dass nach meiner Erfahrung viele den vorhandenen Platz nicht nutzen und ihre Möbel nur an der Wand entlang platzieren. Nun, bei kleinen Räumen ist das genau das Mittel der Wahl. Ein Möbelstück kann auch gern mal als kleiner optischer Störer innerhalb des Raumes platziert werden. Ansonsten haltet euch aber möglichst mit Sofa oder Sessel an die äußeren Begrenzungen des Raumes und schafft so möglichst viel freie Fläche.

Tipp 2: Helle Farben

Hier ist es wirklich so: je heller, desto besser. Und das betrifft nicht nur Wand und Decke, sondern auch die Möbel – und vor allem den Fußboden. Und bleibt möglichst in einem Farbspektrum, zum Beispiel lassen sich helle Grautöne mit Weiß gut kombinieren. Neutrale Farben sind gut, auch helle Naturtöne. Wenn ihr es doch ein wenig bunter haben wollt, dann empfehle ich Blautöne. Das ahmt ein wenig den Himmel nach, wir empfinden dadurch ganz unbewusst so etwas wie Weite.

Tipp 3: Türen mitlackieren

Das wird gern mal vergessen: Die Türen nehmen ja eine ziemlich große Fläche ein. Wenn ihr sie in der gleichen Farbe wie die Wand lackiert (oder wenigstens in einem möglichst ähnlichen Farbton), dann bildet das für das Auge eine größere Fläche.

Tipp 4: Optisch strecken

Egal ob Regale oder Schränke, nutzt die Höhe des Raumes nach Möglichkeit bis zum Maximum aus. Ein hohes Möbelstück streckt den Raum optisch nach oben. Das gilt auch für Fenster. Helle, transluzente Vorhangstoffe sorgen nicht nur dafür, dass viel natürliches Licht durchkommt. Mit Stores an den Seiten lässt sich das Fenster verbreitern. Und wenn ihr diese möglichst weit oben anbringt, dann ergibt auch das eine Verlängerung nach oben.

Tipp 5: Auf Muster verzichten

Bei der Wandgestaltung in kleinen Räumen solltet ihr auf Muster möglichst verzichten.Falls ihr doch, außer mit Dingen, die ihr an der Wand aufhängt, die Wand gestalten wollt, dann setzt Muster nur ganz dezent ein. Arbeitet dann am besten mit Streifen. Die dürfen aber bitte nicht zu kontrastreich sein. Weiß und Beige oder andere Pastelltöne gestreift eignet sich sehr gut. Ein Dunkelblau neben einem Gelb ist viel zu bunt und kontrastreich, weil das zu viel Unruhe schafft.

Tipp 6: Nicht zu kleinteilig werden

Klingt vielleicht etwas komisch, dass man gerade in kleinen Räumen mit größeren Möbeln arbeiten soll. Aber mein Tipp wäre, sich auf wenige, etwas größere Möbel zu beschränken, statt sich mit vielen kleinen Teilen zu umgeben. Wenn es zu kleinteilig ist, kann sich das Auge nicht entscheiden. Es entsteht eine optische Unruhe und der Raum wirkt ganz schnell vollgestopft. Das gilt auch für die Deko.

Daher mein Tipp: Reduziert euch. Nehmt weniger Möbel und schaut euch nach Stücken um, die vielleicht sogar gleich mehrere Funktionen auf einmal erfüllen, zum Beispiel Sitzmöbel mit Stauraum.

Tipp 7: Möbel mit der gewissen Leichtigkeit

Sessel aus geflochtenem Leder, Drahtgestell-Regale oder auch geflochtene Körbe – die Möbel im Raum finde ich bei kleinen Räumen immer dann ideal, wenn sie etwas Durchscheinendes haben. Diese Durchlässigkeit bei den Materialien verschafft dem ganzen Zimmer dann etwas Leichtes, Lockeres.

Tipp 8: Spiegel zum Vergrößern

Zugegeben, dass Spiegel einen Raum vergrößern, das ist jetzt nicht die neueste Erkenntnis. Trotzdem möchte ich das noch mal erwähnen. Hier könnt ihr schon mit kleinstem Aufwand einen großen Effekt erzielen. Aber Achtung: Achtet unbedingt darauf, was sich spiegelt. Auch hier geht es wieder um die optische Ruhe. Bei einer Wand mit vielen Bildern, vielen Büchern oder kleinteiliger Deko solltet ihr auf der gegenüber liegenden Wand keinen Spiegel aufhängen.

Tipp 9: Geschlossene Flächen

Mit einem hohen Wandregal fangt ihr gleich zwei Fliegen mit einer Klappe. Zum einen wird die Fläche an der Wand perfekt ausgenutzt, zum anderen streckt so ein Regal den Raum nach oben. Dieser Eindruck verpufft aber sofort, wenn ihr nur offene Regale verwendet. Das bringt einfach zu viel Unruhe in den Raum. Meine Empfehlung: Offene Regale nur in Sichthöhe platzieren, alles darunter und darüber nach Möglichkeit mit Schubfächern oder Türen schließen.

Tipp 10: Licht schafft Ordnung

Benutzt möglichst viele Lichtquellen, um den Raum optimal auszuleuchten. Gerade indirektes Licht eignet sich sehr gut, um einen Raum zu vergrößern. Wenn ihr ein Licht hinter das Sofa oder das Regal setzt, dann löst sich der Raum sozusagen ein wenig auf. Außerdem – und da schließt sich der Kreis – wirken die Möbel dann etwas "abgerückter", obwohl sie direkt an der Wand stehen. Das ist ein schöner optischer Trick, und Tricks sind genau das, was ihr bei kleinen Räumen braucht, um sie größer wirken zu lassen.

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