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Wohnen | Ratgeber

Geschickt möbliert: So gelingt das Einrichten jeder kleinen Wohnung

Michael Penquitt

Level: Für Anfänger

Ob Einzimmerwohnung oder Tiny House: Kleine Wohnungen wollen geschickt und platzsparend eingerichtet werden. Mit diesen Tipps gelingt die Einrichtung.

Wenn ihr abends in eurer kleinen, beengten Großstadtwohnung hockt und selbst dafür jeden Monat mühevoll die Miete zusammenkratzen müsst, denkt daran: Das Leben auf kleinem Raum macht frei. Doch, ehrlich!

Es klingt ein wenig absurd, womöglich sogar fern der Realität. Doch nicht wenige kokettieren derzeit tatsächlich ganz gezielt mit einem minimalistischen Lebensstil. Einige davon setzen die Pläne auch um und reduzieren ihr Eigentum so weit, dass es ohne Probleme zum Beispiel in ein Tiny House passt. Weniger Hab und Gut bedeutet weniger Verpflichtungen und damit auch weniger Stress. So kann eine kleine Wohnung euch zur bitter benötigten Entschleunigung zwingen.

Sich von alten Zöpfen zu trennen und Dinge auszusortieren, ist ein Anfang. Aber wie gestalte ich meine Einzimmerwohnung oder mein Tiny House so, dass ich mich wohl fühle und dass der wenige Raum möglichst geschickt genutzt wird? Hier sind die hilfreichsten Tipps, die ihr bei der Einrichtung einer kleinen Wohnung bedenken solltet.

Wohnbereiche trennen

Wenn ihr schon mit nur einem Zimmer auskommen müsst oder wollt, ist es ratsam, den verfügbaren Raum in unterschiedliche funktionale Bereiche zu trennen. Um ihn möglichst gut zu nutzen, solltet ihr von Beginn an mit einem Grundriss arbeiten, auf dem ihr euch die Möbel und verschiedenen Bereiche einzeichnet. Raumteiler können dabei helfen, die geplante Struktur im Alltag einzuhalten.

Multifunktionale Möbel

Wo wir gerade bei Raumteilern sind: Regale oder Schränke eignen sich ganz wunderbar dazu, einen Wohnbereich von einem anderen zu separieren. Mit den richtigen Inhalten wie Büchern oder hübschen Pflanzen sehen die Möbel nicht nur gut aus, sondern schaffen zugleich Stauraum. Auch andere Möbel schlagen gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe und eignen sich damit bestens in einer kleinen Wohnung. Der Klassiker ist das Schlafsofa: Tagsüber eine bequeme Sitzgelegenheit, nachts ein Bett. Kisten mit Deckel bieten nicht nur Platz für unterschiedlichste Gegenstände, sondern können auch als Couchtisch oder Sitzhocker genutzt werden.

Helle Farbgestaltung

Unaufgeregte, nicht zu kräftige Farben bringen Ruhe in die Wohnung. Damit eignen sie sich nicht nur für kleine Wohnungen, denn auch größere Rückzugsorte laden zur Erholung ein. Helle, aber nicht unbedingt weiße Wände vermitteln dabei auch das Gefühl von Weite, weshalb gerade kleine Räume von ihnen profitieren. Vermeidet ihr dabei starke Kontraste und wählt Möbel in der Farbe der Wand, verschmelzen sie mit dieser und der Raum wirkt etwas größer.

Höhe des Raums nutzen

Wo ihr nicht in die Breite bauen könnt, müsst ihr in die Höhe gehen. Das gilt auch fürs Interieur. Reizt den Platz ruhig bis zur Decke aus. Die Vorteile liegen auf der Hand: In die deckenhohen Regale passen ganz schön viele Bücher, auch in einem großen Schrank lässt sich mehr verstauen als in einem kleinen. Darüber hinaus könnt ihr euch auch als Erwachsene mal Gedanken über ein Hochbett machen. Darunter lässt sich mit Sicherheit viel Stauraum oder eine gemütliche Sitzecke unterbringen.

Kleinere Möbel höher hängen

Auch die Position von kleineren Möbelstücken sollte gut überlegt sein. Kleine Schränke, Regale und Sideboards sollten, wenn möglich, nicht auf dem Boden stehen, sondern schwebend direkt an der Wand angebracht werden. Auch wenn es bloß eine Illusion ist: So entsteht das Gefühl, dass sie weniger im Weg sind und mehr Raum lassen. Zusätzlicher Pluspunkt: Der Staubsauger kommt bequem an sonst schwer zugängliche Stellen.

Schlank möblieren

Die Möbel, die ihr euch in eure Wohnräumlichkeiten stellt oder hängt, sollten nicht mehr Raum einnehmen als nötig. Sie sollen vor allem funktional sein und auf überflüssigen Schnickschnack verzichten. Das heißt auch: Keine wuchtigen Möbel, sondern eher leichte, filigrane Stücke, die sich bei Bedarf mühelos an einen anderen Platz verschieben lassen. Ähnliches gilt für den Sicht- und Sonnenschutz: Schwere, ausschweifende Vorhänge wirken zwar gemütlich, sie nehmen aber auch viel Platz weg. Stattdessen lohnt sich der Griff zu einem Rollo oder Plissee.

Licht gekonnt einsetzen

Eine einzige Lampe, so groß sie auch sein mag, ist zu wenig. Sie zieht den Raum zusammen, es entsteht eine beengte Atmosphäre. Setzt stattdessen auf viele, kleine Lichtquellen. Indirektes Licht, das sich gut verteilt, verschafft mehr Raumtiefe und ihr könnt für jeden der kleinen Wohnbereiche die Lampe wählen, die am besten auf die Bedürfnisse abgestimmt ist. Wo es geht, darf das Tageslicht seine Stärken ausspielen. Große Möbelstücke, die Schatten werfen, sollten deshalb nicht in unmittelbarer Nähe zum Fenster stehen.

Mit Spiegeln tricksen

Spiegel sind ein tolles Mittel, mit dem ihr das Licht noch besser verteilen könnt. Hängt ihr sie gegenüber von hellen Wänden auf, vergrößern sie den Raum auf magische Weise. In hellen Räumen kann es ein großer, dekorativer Spiegel sein, der die Blicke auf sich zieht. In dunklen Räumen, wie beispielsweise Fluren, können es auch mehrere kleine Spiegel sein.

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