Hand setzt Pflänzchen in Hochbeet
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Wohnen | Ratgeber

Hochbeet im Herbst: Gemüse & Kräuter, die ihr jetzt pflanzen könnt

Michael Penquitt

Michael Penquitt

Der Herbst naht und im Garten kehrt langsam Ruhe ein. Nur das Hochbeet ist noch aktiv – und wird es noch eine Weile bleiben: Diese Kräuter und Gemüse könnt ihr im Herbst in euren Hochbeeten anpflanzen.

Nach dem Sommer sieht euer Hochbeet ziemlich leer gefegt aus? Das muss nicht sein, denn auch im Herbst und Winter könnt ihr dort eine Vielzahl an Gemüsesorten säen und ernten. Welche davon in eurem Hochbeet im Herbst besonders gut gedeihen und wie ihr es auf die kalte Jahreszeit richtig vorbereitet, erfahrt ihr in unserem Ratgeber.

Darum eignet sich ein Hochbeet gut für Herbstgemüse

Das Hochbeet ist für den Anbau von Herbst- und Wintergemüse besonders gut geeignet. Dank des Abstands zum Boden und der speziellen Schichtung an organischem Material herrschen im Hochbeet höhere Temperaturen als im Erdreich unter euren Füßen. Die Pflanzen sind darin geschützter vor Frost und finden eine große Dichte an Nährstoffen vor, wodurch ihr das Gemüse etwas enger pflanzen könnt als in einem bodennahen Gemüsebeet.

Wer gerne Lebensmittel aus eigenem Anbau isst, hat jetzt noch die Möglichkeit, die Weichen für eine späte Ernte zu stellen. Schließlich bekommt ihr nirgendwo frischeres Gemüse als im eigenen Garten oder vom Balkon. Die Vitamine, die im Gemüse stecken, sind gerade dann wichtig, wenn die Tage kürzer werden. Zudem könnt ihr euch sicher sein, dass es nicht mit Pestiziden oder anderen Schadstoffen belastet ist.

Welche Gemüsesorten eignen sich fürs Hochbeet im Herbst und Winter?

Zu den typischen Gemüsesorten, die ihr im Spätherbst ernten könnt, zählen:

  • Chinakohl
  • Brokkoli
  • Rosenkohl
  • Karotten
  • Fenchel
  • Rote Beere
  • Endivien
  • Sellerie

Für eine ertragreiche Ernte in den Herbstmonaten solltet ihr mit der Aussaat der oben genannten Sorten allerdings schon im Sommer beginnen. Gemüse- und Salatkulturen, die ihr noch im September oder bei einem milden Oktoberanfang aussäen könnt, sind:

  • Feldsalat
  • sämtliche Kohlarten
  • Lauch
  • Pflücksalat
  • Postelein (Winterportulak)
  • Petersilie
  • Radieschen
  • Radicchio
  • Spinat
  • Winterkopfsalate
  • Winterpuffbohne
  • Wintererbsen
  • Winterkresse
  • Wilde Rauke (Rucola)

Hier haben wir noch ein paar Tipps zu Aussaat und Anzucht unserer fünf liebsten Herbst- und Wintergemüsearten fürs Hochbeet:

1. Kohl

Kohlfans haben im Herbst die Qual der Wahl. Ob Rosenkohl, Chinakohl, Grünkohl, Brokkoli oder Kohlrabi* (Anzeige): Alle erdenklichen Kohlarten fühlen sich im Herbst im Hochbeet wohl. Wenn ihr sie als Samen selbst aussät, solltet ihr das bereits spätestens Ende August/Anfang September getan haben. Die Setzlinge lassen sich gut auf der Fensterbank anzüchten, ehe sie nach draußen ins Hochbeet gebracht werden.

Kleine Pflanzen bekommt ihr allerdings auch im Fachhandel und könnt sie im Spätsommer oder frühen Herbst pflanzen. Besonders Kohlrabi macht wenig Probleme und wächst schnell, sodass ihr schon bald eure erste Ernte einfahren könnt. Rosenkohl und Grünkohl entwickeln dagegen bekanntermaßen erst ihr volles Aroma, wenn sie Bekanntschaft mit dem ersten Frost gemacht haben.

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2. Salat

Auch unter den Salaten finden sich zahlreiche Arten, die nicht sonderlich empfindlich auf Kälte reagieren. Nahezu alle von ihnen überzeugen mit einer kurzen Wachstumsperiode, sodass ihr auch hier nicht lange auf die Ernte warten müsst. Feldsalat beispielsweise solltet ihr Anfang bis Mitte September säen, ehe die Samen zwei bis drei Wochen zum Keimen brauchen. In dieser Phase sollte der Boden durchgängig feucht sein. Wenn ihr das beherzigt, könnt ihr den Salat bereits frühestens im November und spätestens im Januar ernten.

Der Rucola macht sich nahezu das ganze Jahr über besonders gut im Hochbeet, da dieser Salat sowohl mit hohen als auch niedrigen Temperaturen zurechtkommt und immer wieder ausgesät werden kann. Auch mit den Herbst- und Wintersalaten Endivien und Radicchio (Anzeige) könnt ihr kaum etwas falsch machen.

3. Radieschen

Radieschen* (Anzeige) sind echte Allrounder im Garten und im Hochbeet. Sie sind für unerfahrene Gärtnerinnen und Gärtner ein äußerst dankbares Gemüse, weil sie pflegeleicht und bereits nach einem bis zwei Monaten erntereif sind. Da sie auch im September noch gesät werden können, kommt ihr auch im November noch in den Genuss von frischen Radieschen. Sie brauchen im Beet nicht viel Platz und werden deshalb auch als Lückenfüller im Garten geschätzt.

Gemüse im Hochbeet
Es ist (fast) nie zu spät, sein Hochbeet zu bepflanzen und Freude an einer reichen Ernte zu haben. © Getty Images / Hero Images

4. Spinat

Spinat wird klassischerweise entweder früh im Jahr oder nach der Ernte des restlichen Gemüses im Spätsommer ausgesät. Sorten wie Butterfly (Anzeige) und Palco (Anzeige) eignen sich besonders gut als sogenannte Nachkultur im Herbst. Für welche Sorte ihr euch auch entscheiden mögt, am besten sät ihr den Spinat zunächst auf der Fensterbank aus und züchtet die Setzlinge dort an. Anschließend pflanzt ihr sie ins Hochbeet, wo ihr für feuchten Boden und einen ausreichenden Windschutz sorgen solltet. Wenn ihr alles richtig macht, könnt ihr den Spinat im Spätherbst oder frühen Winter ernten.

5. Petersilie

Petersilie gehört zu den beliebtesten Kräutern in deutschen Küchen. Besonders praktisch ist die Verwendung, wenn ihr die Blätter direkt auf dem Balkon, der Terrasse oder im Garten frisch ernten könnt. Um das zu ermöglichen, erfolgt die Aussaat meistens bereits im Frühling und spätestens bis zum Juni. Erfolg versprechend ist es allerdings auch, die Samen am Ende des Sommers auszusäen. Zu beachten ist dabei, dass Petersilie niemals am selben Standort wachsen sollte wie im Jahr zuvor. Dadurch vermeidet ihr, dass sich die Petersilie* (Anzeige) Schädlinge und Krankheiten einfängt.

In folgendem Video findet ihr zudem zahlreiche weitere Tipps und Hinweise, was ihr bei der Hochbeet-Bepflanzung im Herbst beachten solltet:

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Hochbeet im Herbst: Diese Voraussetzungen solltet ihr schaffen

Im Herbst purzeln die Temperaturen manchmal schneller als einem lieb ist. Gerade in den Nächten kratzt das Thermometer zügig an der Null-Grad-Marke. Bevor es so weit ist, sollten die Pflanzen ausreichend vor den kalten Temperaturen sowie Nässe geschützt werden. Eine Abdeckung des Hochbeets ist im Herbst und Winter deswegen ein Muss. Ein festes Dach, ein Folientunnel oder zumindest Vlies schützen vor Regen und halten die Wärme bei den Pflanzen.

Das Gemüse darf ebenso niemals bei Frost geerntet werden. Ansonsten könnte es nach dem Auftauen weich bis matschig werden. Einzig Rosenkohl und Grünkohl können während ihrer Wachstumsphase gerne niedrigen bis frostigen Temperaturen ausgesetzt werden. Erst dann entfalten sie ihren ganzen Geschmack. Doch selbst ihre Ernte erfolgt ausschließlich bei Plusgraden.

Mehr Tipps findet ihr passend dazu in unseren Ratgebern:

Hochbeet selber bauen: Tipps & Baupläne

Unser abschließender Tipp: Falls ihr auf den Geschmack gekommen seid und jetzt feststellt, dass ihr noch gar kein Hochbeet habt – kein Problem. Auch dafür haben wir bei wohnglück.de die passende Antwort. Wie ihr ein Hochbeet für unter 50 Euro und mit geringem Aufwand selber bauen könnt, findet ihr in unserem umfangreichen Artikel.

Kein Platz für ein Hochbeet im Garten? Dann schaut mal in unseren Ratgeber: Hochbeet auf dem Balkon anlegen: So geht’s richtig. Wie ihr ein Hochbeet aus Europaletten könnt, findet ihr in dieser DIY-Anleitung mit Video. Und nun wünschen wir euch viel Spaß und viel Erfolg für eine reiche Ernte im Herbst beziehungsweise Winter!

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