Mann trägt Dichtschlämme auf einen Balkonboden auf.
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Balkon abdichten: Möglichkeiten und Kosten – alles über Balkonabdichtung

Dirc Kalweit

Dirc Kalweit

Wind und Wetter setzen gerade älteren Balkonen zu. Wenn diese nicht richtig abgedichtet sind, kann vor allem Regenwasser eine Menge Schaden anrichten. Wir stellen euch hier die gängigsten Methoden der Balkonabdichtung vor.

Wenn ihr euren Balkon vor Feuchtigkeit schützen wollt, dann müsst ihr ihn abdichten. Nur so könnt ihr dieses Bauteil auch dauerhaft nutzen. Wir listen hier die gängigsten Methoden der Balkonabdichtung kurz auf. In den weiterführenden Artikeln findet ihr dann jeweils detaillierte Informationen zur Verarbeitung, den Vorteilen und Nachteilen und vor allem zu den Kosten.

Vier Möglichkeiten der Balkonabdichtung

Viele Balkonbesitzer kennen das Problem: Da sich Fliesen nur sehr schwer frostsicher verlegen lassen, kommt es früher oder später zu Rissen im Balkonbelag. Da dringt das Regenwasser ein und gerade bei älteren Balkonen zeigt sich dann, dass die Feuchtigkeit durch eine mangelhafte Abdichtung der Bodenplatte die Substanz des Balkons angreift.

Bevor also der Beton bröckelt oder gar die Armierung rostet, solltet ihr euren Balkon anständig abdichten. Dafür kommen vier Methoden in Frage, die wir euch hier vorstellen. Zur Vervollständigung empfehlen wir euch auch noch folgenden Artikel: Balkon abdichten: 7 Anfängerfehler und wie ihr sie vermeidet

Ein Tipp in eigener Sache: Die Sanierung eines Balkons kann ziemlich teuer sein. Ob sich das noch lohnt, das könnt ihr mit einem Wohnglück-Bauexperten vor Ort besprechen. Einfach mal unverbindlichen anfragen, um erste Details zu klären und einen Termin zur Ortsbesichtigung zu verabreden.

Möglichkeit 1: Balkon abdichten mit Flüssigkunststoff

Die Balkonabdichtung mit Flüssigkunststoff ist in den vergangenen Jahren immer beliebter geworden. Wobei es sich hier in vielen Fällen um mehr als um eine reine Abdichtung handelt. Denn zuerst muss der Untergrund gründlich gesäubert und geglättet werden. Eine gute Vorbehandlung ist zwar auch bei den anderen Methoden wichtig, bei Flüssigkunststoff aber essentiell.

Dann kommt in der Regel eine erste Schicht des Kunststoffs auf den Balkonboden. Doch damit ist es noch nicht getan. Ein Armierungsvlies und eine weitere Kunststoffschicht plus Versiegelung beugen der Rissbildung vor und machen die Beschichtung immun gegen kratzende Stuhlbeine auf dem Balkon.

Ganz simpel ist eine Abdichtung des Balkons mit Flüssigkunststoff also nicht. Dafür erhaltet ihr zusätzlich noch eine begehbare Oberfläche, müsst euch also nicht zwangsläufig für einen Bodenbelag entscheiden. Zumal viele Firmen den Kunststoff mittlerweile nicht nur in Mausgrau, sondern in diversen Farben und mit unterschiedlichen Oberflächen anbieten.

In diesem Artikel gehen wir aber nicht nur auf die Balkonabdichtung mit Flüssigkunststoff ein. Wir zeigen euch auch, worauf ihr bei der umfangreichen Sanierung eines Balkons (auch der Unterseite) achten solltet:

Möglichkeit 2: Balkon abdichten mit Bitumenschweißbahnen

Bitumen beziehungsweise Bitumenschweißbahnen sind die Klassiker bei der Balkonabdichtung. Das Erdpech wird bei der Aufbereitung von Erdöl gewonnen. Bei der Bitumen-Schweißbahn wird ein Trägermaterial beidseitig mit Bitumen beschichtet. Zum Verlegen wird das Bitumen dann mit einem Propangasbrenner erhitzt und typischerweise in mehreren Bahnen überlappend miteinander verschweißt.

Das Verfahren hat sich seit Jahrzehnten bei der Abdichtung von Flachdächern, aber auch bei Balkonen bewährt. Der Vorteil sind die günstigen Materialkosten. Allerdings erfordert das Verlegen schon einiges an Können und Erfahrung.

Möglichkeit 3: Balkon abdichten mit EPDM-Folie

Warum denn einzelne Bahnen verlegen, wenn es doch auch im ganzen Stück geht? Das ist das Grundprinzip bei der EPDM-Folie. Die gibt es nämlich als Ganzes bis zu einer Größe von mehreren hundert Quadratmetern. Damit entfällt aufwendiges Zusammenschweißen.

Noch ein Vorteil der Möglichkeit, mit EPDM-Folie den Balkon abzudichten: Die Folie ist sehr elastisch und dabei extrem widerstandsfähig. Gleichzeitig lässt sie sich mit einem Kleber recht einfach auf den Untergrund auftragen und hält sogar auf alten Bitumenbahnen. Hierzulande wird die Folie noch relativ selten eingesetzt. Aber gerade für Hobby-Handwerker lohnt es sich (auch kostenmäßig), da mal genauer hinzuschauen.

Möglichkeit 4: Balkon abdichten mit Dichtschlämme

Wenn Keller oder Wände gegen Feuchtigkeit geschützt werden, dann geschieht das meist mit Dichtschlämme. Das Gemisch aus Zement und Kunststoff gibt es für die unterschiedlichsten Anwendungen und natürlich auch für die Balkonabdichtung.

Vorteil der Dichtschlämme ist die recht einfache Verarbeitung. Ihr braucht dafür nur Wasser und einen dicken Pinsel oder Quast. Der Nachteil: die Trocknungszeit, die mehrere Tage dauern kann. Alles weitere zu dem Abdichtungsmaterial lest ihr in diesem Artikel:

Soweit zu unserer Übersicht zum Thema Balkonabdichtung und den Möglichkeiten, die es dafür gibt. Wir möchten euch noch zwei weitere Balkon-Themen ans Herz legen, die euch vielleicht auch interessieren könnten. Da wäre zum Beispiel die Frage, wir ihr verhindert, dass euer Balkon bei Regen unter Wasser steht. Spoiler: Alles steht und fällt mit der richtigen Balkonentwässerung.

Und für alle, die sich schon immer vergeblich einen Balkon gewünscht haben – hier haben wir alle Informationen dazu zusammengetragen:

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