Garten mit Tisch und Bank unter einem Baum
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Wohnen | Listicle

Schnell wachsende Bäume: 7 Baumarten für jeden Garten

Katharina Schneider

Bäume schmücken jeden Garten. Doch bis sie zu einer beachtlichen Größe herangewachsen sind, vergehen oft Jahre oder Jahrzehnte. Wenn euch das zu lange dauert, solltet ihr auf besonders schnell wachsende Bäume setzen. Wir stellen euch sieben Exemplare vor.

Bäume spenden Schatten, sie bieten Sichtschutz, Früchte, Holz und sorgen für Gemütlichkeit im Garten. Doch bis es so weit ist, vergehen – je nach Baumart – oft Jahrzehnte. So lange wollen viele Hobbygärtner oft nicht warten.

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Es bleiben zwei Möglichkeiten: Einen schon größeren, älteren Baum als Containerware in der Baumschule kaufen oder auf schnell wachsende Bäume setzen. Zweiteres ist in jedem Fall die preisgünstigere Alternative.

Worauf ihr beim Kauf eines schnell wachsenden Baumes achten solltet

Schnell wachsende Bäume bekommt ihr in unterschiedlichen Größen in sehr vielen Baumschulen und Online-Shops. Ein rund 100 Zentimeter hoher Baum ist in der Regel noch erschwinglich, aber schon als solcher zu erkennen. Damit es nicht zu bösen Überraschungen kommt, wenn der Baum ausgewachsen ist, solltet ihr einige Dinge beachten:

  • Wie hoch ist die Endhöhe des Baumes?
  • Wie breit wird die Krone des ausgewachsenen Baumes?
  • Kann das Wurzelwerk Gehwege oder Mauerwerk beschädigen?
  • Können andere Pflanzen gut mit dem Baum und seinen Wurzeln kombiniert werden?
  • Wie schnell wächst der Baum pro Jahr?
  • Wird der Baum, wenn er seinen endgültige Höhe erreicht hat, zu hoch für den Garten und beschädigt er eventuell Gebäude?

Wir stellen euch sieben schnell wachsende Laubbäume und Nadelbäume vor und zeigen euch, was ihr bei ihnen beachten müsst.

1. Schnell wachsend und hübsch: Essigbaum

Essigbaum
Auch ausgewachsen bleibt der Essigbaum von der Größe her überschaubar. Er eignet sich besonders für kleinere Gärten. © Getty Images/iStockphoto

Der Essigbaum (Rhus typhina) oder Hirschkolbensumach stammt aus dem östlichen Nordamerika. Seit dem 17. Jahrhundert gibt es ihn auch in Europa. Seitdem ist er hier ein beliebtes Ziergehölz. Kein Wunder: Der Essigbaum verfärbt seine Blätter im Herbst besonders beeindruckend. Sie werden zunächst gelb, dann orange und im Oktober leuchten sie karmesinrot.

Die Blätter des Baumes sind gefiedert. Im Frühsommer nach dem Austreiben der Blätter blüht der Essigbaum gelb-grün. Er hat rote, trockene Steinfrüchte, die gerne von Vögeln gegessen werden.

Vorsicht: Alle Pflanzenteile des Essigbaumes sind giftig. Allerdings nur sehr gering. Der Essigbaum steht in der Schweiz auf der Schwarzen Liste der invasiven Neophyten und ist dementsprechend verboten. Zudem solltet ihr beachten, dass dieses Gewächs wirklich extrem stark zu Ausläuferbildung neigt und seine Wurzelschösslinge ohne entsprechende Gegenmaßnahmen schnell "außer Kontrolle" geraten können. Ihr solltet den Baum daher auf jeden Fall mit einer Wurzelsperre pflanzen. Der Essigbaum ist außerdem bei Bienen sehr beliebt. Er bietet ihn sowohl Pollen zur Ernährung ihrer Brut wie auch Nektar, mit dem sie sich selbst mit Energie versorgen können.

  • Wuchshöhe: vier bis sechs Meter
  • Breite: vier bis sechs Meter
  • Wachstum pro Jahr: 30 bis 50 Zentimeter
  • Standort: sonnig bis halbschattig
  • Boden: durchlässig, nicht stark kalkhaltig
  • Pflanzung: Ihr solltet den Baum im Herbst oder Frühjahr pflanzen. Wenn ihr die Fruchtbildung anregen wollt, pflanzt mehrere Bäume nebeneinander.
  • Pflege: Ihr solltet den Essigbaum nur bei länger anhaltender Trockenheit oder großer Hitze gießen. Zu viel Wasser verträgt er nicht.
  • Kosten: Einen rund 80 bis 100 Zentimeter großen Essigbaum bekommt ihr für rund 20 Euro in Baumschulen, Gartencentern, Online-Shops und vielen Baumärkten.

2. Schnell wachsender Baum: Blauglockenbaum

Blauglockenbaum
Durch seine auffälligen lilafarbenen Blüten wird der Blauglockenbaum im Frühjahr zum Highlight im Garten. © Getty Images/iStockphoto

Wenn ihr einen großen Garten habt, könnte der Blauglockenbaum (Paulownia tomentosa) die richtige Pflanze für euch sein. Ursprünglich stammt der Blauglockenbaum, der auch Kaiserbaum oder Kaiser-Paulownie genannt wird, aus Asien. Er erfreut sich aber auch in Europa aufgrund seiner großen, glockenförmigen blau-violetten Blüten großer Beliebtheit.

Schon im Alter von fünf Jahren blüht der Baum zum ersten Mal. Die Blütenknospen bildet der Baum schon im Vorjahr. Ende April bis Ende Mai öffnet er seine Blüten.

Der Blauglockenbaum ist allerdings nichts für jeden Garten. Zum einen erreicht er eine Wuchshöhe und -breite von bis zu 15 Metern. Ihr solltet also ausreichend Platz in eurem Garten haben. Zum anderen ist er kälteempfindlich. In den ersten Jahren benötigt er Frostschutzmatten, danach ist er winterhart. Die Blütenpracht entfaltet sich zuverlässig nur im milden Weinbauklima. Ist es zu kalt, dann erfrieren die Blütenknospen oft.

  • Wuchshöhe: 12 bis 15 Meter
  • Breite: fünf bis zehn Meter
  • Wachstum pro Jahr: 50 bis 70 Zentimeter
  • Standort: sonnig, geschützt vor kalten Ostwinden
  • Boden: kalkhaltig, durchlässig und nicht zu feucht
  • Pflanzung: Den Baum solltet ihr am besten im Frühjahr pflanzen. Wenn der Boden zu schwer ist, könnt ihr ihn mit Sand und Humus lockern.
  • Pflege: In der Pflege ist der Blauglockenbaum einfach. Ihr müsst ihn nicht düngen, außerdem mag er es gerne trocken.
  • Kosten: Den Baum könnt ihr in zahlreichen Online-Shops für Bäume bestellen oder in Baumschulen kaufen. Der Preis hängt von der Größe ab. Eine kleine Pflanze bis 20 Zentimeter bekommt ihr schon für neun Euro, ein Baum bis 1,50 Meter kostet rund 100 Euro.

3. Imposante Krone: Trompetenbaum

Trompetenbaum
Die hübsche Krone des Trompetenbaumes macht ihn zu einem hervorragenden Schattenspender. © Getty Images/iStockphoto

Der Trompetenbaum (Catalpa bignonioides) kommt ursprünglich aus Nordamerika, ist aber als Zierbaum auch in Europa verbreitet. Seine herzförmigen Blätter bilden eine große, ausladende Krone, die den Trompetenbaum zu einem perfekten Schattenspender macht. Die Blätter sind auf der Oberseite dunkel-, auf der Unterseite hellgrün und verfärben sich im Herbst nicht.

Der Trompetenbaum blüht von Juni bis Juli. Die Blüten sind weiß mit roten Flecken. Der Baum bildet lange, bis zu 40 Zentimeter lange und fünf bis sieben Millimeter breite Früchte, die über den Winter am Baum bleiben. Erst im Frühjahr öffnen sich die Kapseln. Alle Bestandteile des Baumes sind leicht giftig. Darüber hinaus kann der Trompetenbaum aber mit seiner Bienenfreundlichkeit punkten. Er hat zwar nicht viele Pollen, sein Nektar gibt den Tieren aber Energie, die sie zum Fliegen und für ihre generellen Körperfunktionen benötigen.

  • Wuchshöhe: 10 bis 15 Meter
  • Breite: acht bis zwölf Meter
  • Wachstum pro Jahr: 30 bis 50 Zentimeter
  • Standort: sonnig bis halbschattig, windgeschützt
  • Boden: feuchter Lehmboden
  • Pflanzung: Den Baum könnt ihr das ganze Jahr über pflanzen.
  • Pflege: Ihr solltet den Wurzelbereich mulchen, um die Feuchtigkeit im Boden zu halten. Regelmäßig düngen müsst ihr den Baum nicht.
  • Kosten: Ihr bekommt den Trompetenbaum in Online-Shops und Baumschulen. Ein rund ein Meter hoher Baum kostet ab 40 Euro.

4. Schnell wachsend und widerstandsfähig: Spitzahorn

Spitzahorn
Ein Klassiker unter den heimischen Bäumen: Der Spitzahorn ist insbesondere gegen Industriebelastung sehr widerstandsfähig. Er eignet sich daher gut für die Bepflanzung an stark befahrenen Straßen. © Getty Images/iStockphoto

Der Spitzahorn (Acer platanoides) ist ein heimischer Baum, der besonders in jungen Jahren sehr schnell wächst. Mit seiner bis zu über 20 Meter breiten Krone ist er ein idealer Schattenspender. Seine Blätter sind – wie der Name schon sagt – auffallend spitz und saftig grün. Im Herbst verfärben sie sich gelb und rot.

Von April bis Mai blüht der Baum in doldenförmigen gelben Blüten. Als Früchte bildet der Baum geflügelte Nüsschen, die zur Fruchtreife braun werden. Er hat eine hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber Industriebelastung und ist daher auch gut als Baum für die Stadt oder an stark befahrenen Straße geeignet. Der Ahorn hat eine wichtige Funktion als Bienenweide in Städten. Seine Blüten liefern ihnen besonders viel Nektar.

  • Wuchshöhe: 20 bis 30 Meter
  • Breite: 15 bis 20 Meter
  • Wachstum pro Jahr: 40 bis 60 Zentimeter
  • Standort: sonnig bis halbschattig
  • Boden: lehmig und kalkhaltig
  • Pflanzung: Für den Spitzahorn solltet ihr aufgrund der ausladenden Krone genug Platz einplanen. Außerdem können seine Wurzeln Pflasterbeläge beschädigen.
  • Pflege: Ihr solltet den Baum während seiner Anwachszeit gut wässern, sonst hat er keine besonderen Ansprüche. Im Frühjahr könnt ihr mit einer Kompostgabe das Wachstum des Baumes fördern.
  • Kosten: Der Spitzahorn ist sehr günstig zu haben. Einen Baum zwischen 100 und 125 Zentimetern bekommt ihr für etwas über 20 Euro in allen Baumschulen und zahlreichen Online-Shops.

5. Schnell wachsender Baum: Japanische Nelkenkirsche

Japanische Nelkenkirsche
Die Blüte dauert zwar nicht lange, ist aber umso spektakulärer. Mit einer Japanischen Nelkenkirsche setzt ihr Akzente im Garten. © Getty Images/iStockphoto

Wenn ihr einen eher kleinen Garten habt, dann ist die Japanische Nelkenkirsche (Prunus serrulata) eine schöne Alternative. Sie wird lediglich acht bis zehn Meter hoch und ist wegen der rosafarbenen Blüte im Mai ein echter Hingucker unter den schnell wachsenden Bäumen.

Die Blütezeit dauert allerdings nur wenige Tage an. Das Rosengewächs ist eine der beliebtesten Sorten von Zierkirschen in Europa. Ursprünglich kommt sie aus Asien. Nicht nur die Blüten, auch die Blätter des Baumes sind sehr attraktiv. Im Frühjahr treiben sie bronzefarben aus, im Sommer sind sie glänzend grün. Im Herbst verfärben sich die Blätter gelborange. Die Japanische Nelkenkirsche hat auch für Bienen einen besonderen Wert. Auch wenn der Baum nicht heimisch ist, nehmen ihn die Bienen gerne an und versorgen sich mit Nektar und Pollen.

  • Wuchshöhe: sieben bis zehn Meter
  • Breite: fünf bis acht Meter
  • Wachstum pro Jahr: 40 bis 70 Zentimeter
  • Standort: vollsonnig
  • Boden: lockere, leicht kalkhaltige Erde
  • Pflanzung: Die Japanische Nelkenkirsche solltet ihr im Herbst pflanzen. Achtet darauf, dass sie genügend Platz hat, um ihre große und breite Krone voll auszubilden.
  • Pflege: Gerade in jungen Jahren braucht die Nelkenkirsche viel Wasser. Ihr solltet sie deshalb nach dem Pflanzen besonders im Sommer noch gießen. Später braucht sie das nur, wenn es lange Zeit sehr trocken ist.
  • Kosten: Ihr bekommt den Baum in allen möglichen Größen in verschiedenen Baumschulen – auch online. Eine rund ein Meter hohe Pflanze bekommt ihr schon für unter 20 Euro.

6. Sehr schnell wachsender Baum: Japanische Sicheltanne

Japanische Sicheltanne
Ihren besonders geformten Nadeln verdankt die Japanische Sicheltanne ihren Namen. © Getty Images/iStockphoto

Auch die Sicheltanne (Cryptomeria japonica) gehört zu den schnell wachsenden Bäumen, die ursprünglich aus Japan kommen. Die Japaner nennen den Baum "Sugi". Er wächst jedoch in allen kühlen feuchten Gebieten sehr gut und schnell. Der immergrüne Nadelbaum hat einen schlanken, geraden Stamm und harte grüne Nadeln. Diese stehen spiralig am Zweig und sind sichelförmig gebogen – daher der Name.

Die Krone ist kegelförmig und wird im Alter größer und ausladender. Die Sicheltanne bildet als Früchte rund 15 bis 30 Millimeter lange Zapfen.

  • Wuchshöhe: rund 20 Meter
  • Breite: vier bis acht Meter
  • Wachstum pro Jahr: bis zu 80 Zentimeter
  • Standort: sonnig bis absonnig, geschützt
  • Boden: kalkarm, nicht zu nährstoffreich
  • Pflanzung: Ihr solltet die Tanne am besten im Frühjahr pflanzen. Die jungen Bäume sind frostgefährdet. Daher ist es sinnvoll, in den ersten Jahren die Wurzeln im Winter mit etwas Laub vor Frost zu schützen.
  • Pflege: Die Sicheltanne braucht viel Wasser. Sowohl im Winter wie auch in trockenen Sommern solltet ihr daher zusätzlich gießen. Düngen müsst ihr den Baum nicht.
  • Kosten: Der Baum ist in verschiedenen Wuchshöhen in Baumschulen und Online-Shops erhältlich. Für einen rund einen Meter hohen Baum müsst ihr mit rund 80 Euro rechnen.

7. Sehr pflegeleicht: Waldkiefer

Waldkiefer
Die Waldkiefer ist ein pflegeleichter Klassiker und wächst einen guten halben Meter im Jahr. © Getty Images/iStockphoto

Die Waldkiefer oder Föhre (Pinus sylvestris), wie sie auch genannt wird, ist von Europa bis Ostasien heimisch. Sie wächst besonders dort, wo Laubbäume nicht gut wachsen: auf Schotterflächen, Felsen, in Mooren und auf Dünen. Sie ist aus holz- und forstwirtschaftlichen Gründen einer der am häufigsten angebauten Bäume in Deutschland.

Der junge Baum ist schlank und kegelförmig, bildet aber im Alter einen schirmförmige Krone aus. Sowohl der Stamm wie auch Äste und Nadeln sind in sich gedreht und gekrümmt.

Die Nadeln sind blaugrün und drei bis sechs Zentimeter lang. Sie sind paarweise an der Nadelscheide zusammengefasst. Die Waldkiefer bildet bis zu acht Zentimeter lange graubraune Zapfen. Die Pollen der Kiefer sind für Bienen eine wichtige Nahrungsquelle.

  • Wuchshöhe: 10 bis 30 Meter
  • Breite: 7 bis 15 Meter
  • Wachstum pro Jahr: 40 bis 50 Zentimeter
  • Standort: sonnig
  • Boden: durchlässig, leicht sauer, trocken
  • Pflanzung: Ihr könnt die Waldkiefer das ganze Jahr über pflanzen. Jungpflanzen solltet ihr gut gießen. Das Pflanzloch sollte etwa doppelt so groß sein wie der Wurzelballen.
  • Pflege: Die Waldkiefer ist sehr pflegeleicht. Nur nach dem Pflanzen solltet ihr sie im Sommer regelmäßig gießen, sonst braucht sie keine zusätzliche Pflege. Wenn der Boden sehr nährstoffarm ist, könnt ihr die Kiefer mit einem Koniferendünger versorgen.
  • Kosten: Auch die Waldkiefer bekommt ihr in unterschiedlichen Wuchshöhen. Für eine rund 100 Zentimeter hohe Pflanze müsst ihr rund 70 Euro einplanen.

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