Terrasse mit kleinem Baum
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Kleine Bäume bis 3 Meter: 7 Empfehlungen für euren Garten

Katharina Schneider

Wer einen kleinen Garten und wenig Platz hat, muss nicht auf einen Baum verzichten. Es gibt mittlerweile sehr viele Gehölz-Züchtungen, die nicht höher als drei Meter werden. Wir stellen euch 7 schöne Exemplare vor.

Bäume im Garten spenden Schatten, Sichtschutz und sind ein hübscher Schmuck. Doch sie wollen höher und oft auch breiter hinaus als andere Pflanzen. Wer einen kleinen Garten hat, muss deshalb aber noch lange nicht auf einen Baum verzichten. Es gibt kleine Bäume sowohl in Säulen- als auch in Kugelform.

Vor der Anschaffung solltet ihr nicht nur die Höhe bedenken. Viele Bäume erreichen auch beachtliche Breiten. Natürlich kann denen mit einem Rückschnitt zu Leibe gerückt werden. Doch oft verliert die Pflanze so etwas von ihrem schönen natürlichen Wuchs.

Wir stellen euch sieben Bäume vor, die nicht sehr hoch werden und daher auch bestens für kleine Gärten und Vorgärten geeignet sind.

1. Kleiner Baum mit hübscher Färbung: Fächerahorn

Fächerahorn
Der Fächerahorn besticht durch seine auffällige Herbstfärbung und seinen zierlichen Wuchs. © Getty Images/iStockphoto

Der Fächerahorn (Acer palmatum) kommt ursprünglich aus Ostasien, ist aber auch in Mitteleuropa ein sehr beliebter kleiner Zierbaum. Es gibt zahlreiche unterschiedliche Sorten im Fachhandel. In Japan wird er schon lange für die Bonsai-Kunst verwendet.

Der Baum hat eine locker verzweigte, schirmartige Krone und sehr dünne Äste und Zweige. Besonders beliebt ist er neben seiner Zierlichkeit wegen der hübschen Blätter. Die treiben frischgrün aus, werden im Herbst jedoch goldgelb bis kräftig rot. Im Mai bildet er purpurfarbene traubenförmige Blüten.

Besonders klein bleiben die Sorten

  • "Grüner Schlitz-Ahorn" (bis drei Meter hoch),

  • "Golden Treasure" (bis drei Meter hoch),

  • "Orange Dream" (bis drei Meter hoch),

  • "Oridono Nishiki" (bis zwei Meter hoch),

  • "Rainbow" (bis drei Meter hoch) und

  • "Shaina" (bis zu einem Meter hoch).

  • Standort: vollsonnig bis halbschattig, windgeschützt
    Boden: locker, durchlässig, sandig

  • Pflanzung: Am besten pflanzt ihr den Fächerahorn im Frühjahr. Die junge Pflanze ist noch etwas frostempfindlich, daher solltet ihr bis nach dem letzten Frost warten.

  • Pflege: Der Fächerahorn leidet sehr unter Wassermangel. Bekommt er zu wenig Wasser, trocknen die empfindlichen zarten Blätter schnell aus. Deshalb solltet ihr in immer regelmäßig gießen. Wenn ihr wollt, dass euer Fächerahorn schnell wächst, dann könnt ihr ihn mit Hornspänen oder einer Mischung aus Hornspänen und Kompost düngen.

2. Kurz aber breit: Japanischer Ahorn

Japanischer Ahorn
Der Japanische Ahorn wächst besonders in die Breite – darauf solltet ihr auch bei der Wahl des Standorts achten. © Getty Images/iStockphoto

Wie der Fächerahorn ist auch der Japanische Ahorn (Acer japonicum) ein beliebter, kleinbleibender Baum. Der Fächerahorn wird im Handel oft als "Japanischer Ahorn" angeboten, ist aber eine andere Art. Acer japonicum kommt ursprünglich aus den Bergwäldern Japans. Dort wächst der Baum in Lagen bis zu 1.300 Metern.

Bei uns ist die Sorte "Aconitifolium", der Eisenhutblättrige Ahorn, am meisten verbreitet. Wegen seiner auffälligen, leuchtenden dunkelroten Herbstfärbung wird er auch Japanischer Feuerahorn genannt. Neben seiner hübschen Blätterfärbung ist er besonders wegen seines hübschen Wuchses beliebt. Er bildet eine schöne, schirmförmige Krone und ist im Alter häufig mehr breit als hoch.

  • Größe: rund drei Meter, maximal fünf Meter hoch, drei bis sechs Meter breit
  • Standort: sonnig, junge Pflanze noch empfindlich für Sonnenbrand, ältere nicht mehr
  • Boden: feucht, durchlässig, sandig, kein Kalk
  • Pflanzung: Wenn der Boden zu lehmig ist, solltet ihr vor der Pflanzung etwas Sand einarbeiten. Am besten pflanzt ihr den kleinen Baum im Frühjahr.
  • Pflege: Je sonniger der Standort des Japanischen Ahorns ist, desto mehr müsst ihr ihn gießen. Prinzipiell braucht der Baum viel Wasser. Als Flachwurzler kann er sich auch nicht so gut selbst aus tieferen Schichten mit Wasser versorgen. Die Stämme und Äste sind außerdem frostempfindlich. Wenn die Pflanze noch jung ist, solltet ihr sie im Winter mit Jute umwickeln.

3. Kleiner Baum mit Blütenpracht: Stern-Magnolie

Stern-Magnolie
Die Stern-Magnolie wird nicht höher als drei Meter. Ihr solltet sie an einen sonnigen Standort stellen – so bildet sie mehr Blüten aus. © Getty Images/iStockphoto

Magnolien gehören zu den Königinnen der Blüten und sind in jedem Garten ein Hingucker. Magnolien kommen ebenfalls aus Asien. Für sehr kleine Gärten eignet sich besonders die Stern-Magnolie (Magnolia stellata), die eine Wuchshöhe von zwei bis drei Metern erreicht.

Der Zierstrauch wächst sehr langsam. Erst nach 20 bis 30 Jahren erreicht er seine vollständige Höhe von drei Metern. Die Stern-Magnolie hat dunkelgrüne, schmale vier bis zehn Zentimeter lange Blätter und blüht schon sehr früh. Bereits im März öffnet sie ihre weißen, sternförmig angeordneten Blütenblätter. Schon die jungen Pflanzen tragen sehr viele Blüten. Weil die Blüte schon so früh ist, ist die Stern-Magnolie empfindlich für Nachtfrost. Die Sorten "Waterlilly" und "Royal Star" blühen etwas später und sind daher weniger frostempfindlich.

  • Größe: zwei bis drei Meter hoch und breit
  • Standort: sonnig bis halbschattig, windgeschützt
  • Boden: humus- und nährstoffreicher Boden mit gleichmäßiger Feuchtigkeit
  • Pflanzung: Weil der Strauch ein sehr empfindliches Wurzelwerk hat, solltet ihr andere Pflanzen, die ihr mit der Magnolie kombinieren wollt, gleichzeitig einpflanzen. Die Magnolie sollte nicht zu tief eingesetzt werden, einen zu lehmhaltigen Boden solltet ihr zuvor mit Sand auflockern.
  • Pflege: Wenn es trocken ist, solltet ihr die Stern-Magnolie ausreichend und regelmäßig gießen. Außerdem empfiehlt es sich, den Strauch im Frühjahr mit Kompost zu düngen.

4. Winzling: Zwerg-Birke

Zwergbirke
Wer nur sehr wenig Platz hat, trotzdem aber nicht auf ein Bäumchen verzichten will, für den ist die Zwerg-Birke der richtige Baum. © Getty Images/iStockphoto

Wer einen wirklichen Winzling sucht, der ist mit der Zwergbirke (Betula nana) gut bedient. Der kleine Baum wird nicht höher als 120 Zentimeter. Er gehört wie der Name schon sagt zur Gattung der Birken und stammt ursprünglich aus dem europäischen Norden. Betula nana findet sich aber auch im deutschen Alpenraum.

Die kleinen Blätter sind fast rund. Im Frühjahr treiben sie grün aus, im Herbst verfärben sie sich grüngelb. Wenn es starken Frost gibt, können sie auch leuchtend rot werden. Im Gegensatz zu anderen Birken blättert die Rinde der Zwergbirke nicht oder nur kaum ab. Im April bildet die Zwergbirke kleine Kätzchen als Blüten.

  • Größe: 40 bis 120 Zentimeter
  • Standort: sonnig, kühl, hohe Luftfeuchtigkeit
  • Boden: torfig, schwach sauer bis sauer, sandig lehmig, kein Kalk
  • Pflanzung: Am besten im Frühjahr. Boden entsprechend anreichern, wenn er nicht sauer genug ist.
  • Pflege: Die Zwergbirke solltet ihr immer ausreichend gießen. Der Boden darf nie komplett ausgetrocknet sein.

5. Kleiner Baum bis drei Meter: Harlekinweide

Harlekinweide
Ihrer besonderen Färbung der Blätter hat die Harlekinweide auch den Spitznamen "Flamingobaum" zu verdanken. © Getty Images/iStockphoto

Ein sehr auffälliger kleiner Baum ist die Harlekinweide (Salix integra 'Hakuro Nichiki'). Sie stammt ebenfalls aus Ostasien und wird teilweise auch unter dem Namen Japanische Zierweide, Buntblättrige Weide oder Flamingobaum angeboten. Es gibt die Harlekinweide als Strauchform oder als Hochstämmchen. Die Sträucher wachsen höher, maximal werden sie drei Meter hoch.

Die Harlekinweide ist besonders wegen ihrer auffälligen hübschen Blätter beliebt. Das längliche Laub ist weiß und mittelgrün, im Austrieb haben die Blätter eine rosa Färbung. Die Blüten sind unscheinbare gelbe kleine Kätzchen, die aber oft dem Rückschnitt im Frühjahr und den auffälligen Blättern geopfert werden.

  • Größe: 2,50 Meter bis drei Meter hoch, einen Meter bis 1,50 Meter breit
  • Standort: sonnig bis halbschattig
  • Boden: frischer, feuchter und lockerer Boden
  • Pflanzung: Ihr solltet den kleinen Baum im Herbst oder im Frühjahr pflanzen.
  • Pflege: Wichtig ist regelmäßiges Gießen. Die Harlekinweide verträgt allerdings keine Staunässe. Zum Blattaustrieb im Frühjahr solltet ihr sie etwas düngen. Um die kugelige Form zu erhalten, solltet ihr die Harlekinweide regelmäßig zurückschneiden.

6. Kleine Bäume, große Früchte: Zwergobstbäume

Zwergapfelbaum
Zwergobstbäume werden in der Regel nur 1,50 Meter hoch. Ihre Früchte sind allerdings nicht kleiner als die ihrer großen Verwandten. © Getty Images/iStockphoto

Wer nicht nur einen kleinen Baum fürs Auge haben will, für den ist ein Zwergobstbaum geeignet. Die Früchte sind dabei genauso groß und schmackhaft wie die ihrer großen Brüder. Allerdings erreichen die Bäumchen nur eine Höhe zwischen 120 und 150 Zentimetern. Neben dem kleinen Wuchs zeichnen sich die Bäume auch dadurch aus, dass sie problemlos im Kübel auf Terrasse und Balkon gehalten werden können. Außerdem sind die Früchte früher reif. Natürlich ist die Ernte aufgrund des kleinen Baumes weniger ertragreich. Außerdem sind die kleinen Bäume – werden sie im Kübel gehalten – frostempfindlicher als ihre großen Verwandten.

Es gibt verschiedene Sorten an Zwergobstbäumen. Beliebt sind die Zwergapfelbäume "Alkmene Linus", "Delgrina" und "Galina", die Zwergaprikose "Compacta", die Zwergbirne "Helenchen". Außerdem gibt es Zwergkirschen, Zwergnektarinen und -pfirsiche sowie -mirabellen.

  • Größe: 120 bis 150 Zentimeter hoch
  • Standort: sonnig bis absonnig, geschützt, warm (in der Regel, es kommt aber immer auf die Sorte an)
  • Boden: nährstoffreiche Gartenerde, keine Staunässe
  • Pflanzung: Wenn ihr den Zwergobstbaum einpflanzen wollt, solltet ihr ein Loch ausheben, dass 50 Zentimeter größer ist als der Wurzelballen. Der ideale Zeitpunkt ist von Mitte März bis Mitte April.
  • Pflege: Steht die Pflanze im Kübel, muss sie regelmäßig ausreichend gegossen werden. Ist sie eingepflanzt, dann solltet ihr bei länger anhaltender Trockenheit mit einer Wassergabe nachhelfen. Im Frühjahr und während der Wachstumsphase solltet ihr das Bäumchen düngen – allerdings nicht über den Herbst hinaus. Im Winter sollte das Bäumchen mit Reisig abgedeckt werden.

7. Kleiner Klassiker: Sumpfeiche (Zwergformen)

Sumpfeiche
Die Zwergformen der Sumpfeiche werden nur drei Meter hoch, haben aber trotzdem die Eichen-typisch geformten Blätter. © Getty Images/iStockphoto

Die aus Nordamerika stammende Sumpfeiche ist ist mit ihren maximal 20 Metern Höhe ohnehin schon ein kleiner Vertreter ihrer Gattung. Ihre Zwergformen werden allerdings nicht höher als drei Meter. Dazu gehören insbesondere

  • "Grenn Dwarf",
  • "Isabel" und
  • "Swamp Pygmy".

Sie entwickeln schöne, bis zu zwei Metern breite Kugelkonen und wachsen nur langsam. Ihre Blätter haben die typische Eichenblattform und verfärben sich im Herbst in ein tiefes scharlachrot. Mitte Mai blüht der Baum. Seine Früchte – rund 1,5 Zentimeter lange, gestreifte Eicheln – bleiben über den Winter am Baum hängen.

  • Größe: natürlich bis zu 20 Metern hoch, Zwergformen bis maximal drei Meter
  • Standort: sonnig bis halbschattig
  • Boden: feucht, keine große Trockenheit, lehmiger Boden, kein Kalk
  • Pflanzung: Am besten pflanzt ihr den Baum im Herbst vor dem ersten Frost ein. Er braucht ein Pflanzloch, das doppelt so groß ist wie der Wurzelstock. Im ersten Jahr hilft dem Flachwurzler ein Stützpfahl.
  • Pflege: Die Pflanze braucht auf jeden Fall ausreichend Wasser, der Boden sollte immer feucht gehalten werden.

Wenn ihr einen kleinen Baum für euren Balkon sucht, werdet ihr vielleicht in unserer Übersicht zu Bäumen für den Balkon fündig. Und in diesen empfehlenswerten Online-Shops könnt ihr Bäume kaufen.

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