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Wohnen | Ratgeber

Hochbeet im Herbst auf die neue Saison vorbereiten: So geht's!

Michael Penquitt

Ein Hochbeet im Garten ist eine wahre Freude: Für eine leckere Ernte im nächsten Sommer solltet ihr schon im Herbst mit diesen Vorbereitungen starten.

Wer frisches Gemüse und aromatische Kräuter aus dem eigenen Garten schätzt, kommt um ein eigenes Beet nicht herum. Besonders einfach und erfolgreich gelingt der Anbau in einem Hochbeet. Denn dort herrschen bessere Bedingungen als in einem ebenerdigen Gemüsebeet.

In erster Linie liegt das an der recht hohen Temperatur und der sehr guten Nährstoffzufuhr. Die wiederum ergeben sich vor allem aus der besonderen Art und Weise, in der das Hochbeet befüllt wird. Wie das geht und warum ihr schon im Herbst damit loslegen solltet, verraten wir euch jetzt.

Hochbeet in Schichten befüllen: So geht's

Nachdem alle Pflanzen im Garten verblüht und die Früchte der eigenen Arbeit geerntet sind, fallen im Herbst viele Gartenabfälle an. Schließlich ist es jetzt an der Zeit, den Garten winterfest zu machen und die Pflanzen zurückzuschneiden, damit sie im Frühling wieder austreiben. Organische Reste wie Herbstlaub, Gras-, Hecken- oder Baumschnitt eignen sich – sofern sie nicht von Krankheiten oder Schädlingen befallen sind – ganz hervorragend als Füllung fürs Hochbeet.

Der Vorteil: Ihr gebt die Nährstoffe dem Garten direkt wieder zurück. Bis zum Frühling ist der aus den Abfällen entstandene Kompost gut gereift und damit bereit für die Aussaat. Ihr solltet die Pflanzenreste allerdings nicht wahllos ins Hochbeet werfen, sondern sie in mehreren, nach oben hin immer feiner werdenden Schichten ansetzen.

Falls ihr an dieser Stelle komplette Neueinteiger in Hochbeet-Themen seid, ein Hinweis an dieser Stelle: Robuste und gute Hochbeete gibt es im Gartenfachhandel oder auch Internet (zum Beispiel bei Amazon*) ab etwa 100 Euro.

1. Drainageschicht als Grundlage

Bevor ihr beginnt, das Hochbeet mit organischem Material zu befüllen, solltet ihr euch gegen Wühlmäuse und Maulwürfe wappnen. Legt den Boden dafür mit Unkrautvlies oder feinem Maschendraht aus. Dann geht's ans Eingemachte: Die unterste Schicht des Hochbeets bilden größere Äste und Zweige von Bäumen, Hecken und Sträuchern. Sie dienen dazu, überschüssiges Wasser hindurchzulassen, damit dieses im Boden versickert und keine Staunässe entsteht. Außerdem sorgt diese lockere Schicht für eine gewisse Belüftung von unten. Tretet die Äste und Zweige gut fest und macht mit der nächsten Schicht weiter.

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2. Die Wärme entsteht in der Mitte

Die mittlere Schicht ist diejenige, die dank ihres langsamen Zersetzungsprozesses dem Boden kontinuierlich Wärme zuführt. Dafür verwendet ihr vor allem feinere Gartenabfälle. Als erstes legt ihr Grassoden mit den Wurzeln nach oben hinein, darauf feine Pflanzenreste wie Gras- und Heckenschnitt oder Stroh. Anschließend bedeckt ihr das mit einer etwa 30 Zentimeter dicken Schicht aus feuchtem Herbstlaub und feuchter, zerkleinerter Pappe. Wenn ihr eine besonders gute Nährstoffversorgung gewährleisten wollt, werft ihr noch etwas halbreifen Kompost oder Stallmist drauf. Solltet ihr Regenwürmer finden, könnt ihr ihnen den Weg erleichtern und sie direkt in dieser Schicht unterbringen. Sie sind hauptverantwortlich für die Zerkleinerung des organischen Materials.

3. Alles mit Erde bedecken

Als letztes kommt eine 15 bis 30 Zentimeter dicke Schicht aus Pflanzerde und feinem Kompost hinein. So könnte das Hochbeet nun die Herbst- und Wintermonate reifen, ehe es im Frühling mit ein wenig mit Erde und Dünger nachgefüllt wird. Im Laufe des Winters zersetzen sich die Bestandteile zu feiner Komposterde, sodass sich das Volumen verringert. Anschließend ist das Beet "reif" für die neue Aussaat.

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Hochbeet fürs Überwintern vorbereiten

Im Winter fällt die Natur in den Winterschlaf und schützt sich so vor den kalten Temperaturen und dem vielen Niederschlag. Auch das Hochbeet sollte darauf vorbereitet werden, damit der Boden nicht matschig wird und die Nährstoffe nicht herausgespült werden.

Dazu gehört nicht viel, eine einfache Abdeckung reicht bereits. Wenn ihr auch im Herbst noch Gemüse im Hochbeet anbaut und es erst später wieder neu befüllt, solltet ihr euch ohnehin mit einem aufklappbaren Dach oder einem Folientunnel behelfen. Ansonsten helfen Mulchfolie oder Vlies. Ihr könnt die Erde auch mit Laub, Stroh oder Baumrinde bestreuen.

Wenn ihr diesen ganzen Aufwand vermeiden wollt, könnt ihr auch fertige Hochbeetbefüllungen in Bio-Qualität kaufen*. Die könnt ihr auch noch im Frühling frisch ins Hochbeet geben.

Hochbeet selber bauen: Anleitungen & DIY-Tipps

Unser abschließender Tipp: Und wenn ihr ganz im Gegenteil alles ohne Ausnahme selbst machen möchtet, erfahrt ihr in folgender praktischer Anleitung, wie ihr ein Hochbeet aus Paletten selber bauen könnt. Darüber hinaus hat sich unsere Redakteurin Dorothée sehr erfolgreich an einen DIY-Selbstversuch gewagt – und für weniger als 50 Euro ihr eigenes Hochbeet gebaut! Alles über ihre tolle Leistung, ihren Erfahrungsbericht und die komplette Schritt-für-Schritt-Anleitung findet ihr in folgendem Artikel:

Wir wünschen euch viel Spaß bei eurem ganz persönlichen Hochbeet-Projekt!

*Dieser Beitrag wurde um sogenannte Affiliate-Links ergänzt. Dadurch bekommen wir bei Kaufabschluss einen kleinen Anteil der Provision. Die Auswahl erfolgt aus rein redaktionellen Gesichtspunkten.

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