Sanierungsblog: Bild mit neuen Steckdosen
© Lina Stefanie Albrecht

Modernisieren | Homestory

Haus sanieren: Neue Elektrik plus Solarthermie für die Fußboden­heizung

Lina Stefanie

Steckdosen kann man nie genug haben. Das hat auch Familie Albrecht festgestellt. In ihrem Sanierungsblog berichtet sie diesmal über die neue Elektrik und die Installation der Solarthermieanlage, die die Fußbodenheizung unterstützt.

Hallo ihr Lieben,
heute möchten wir euch von dem wahnsinnig umfangreichen Thema Elektrik berichten. Auch hier waren einige Vorüberlegungen wichtig, die Sascha und ich besprochen und gemeinsam entschieden haben.

Zu wenige Steckdosen und alte Leitungen

Die Stromleitungen und die Verteilung im Haus waren wie vieles noch Stand 1974. Heißt im Klartext: Viel zu wenig Steckdosen und zum Beispiel keine Fi-Schutzschalter im alten Verteilerkasten. Das war früher einfach nicht erforderlich und man hat es somit selten gemacht. Der riesige Nachteil: Ständig flogen bei uns die alten Sicherungen raus. Dafür reichte es schon, nur eine große Bohrmaschine anzuschalten.

Die Elektrik verlief in den Wänden von der Verteilung im Keller bis hoch ins Obergeschoss in die jeweiligen Zimmer. Uns war klar: die alten Leitungen mussten wir komplett austauschen. Wir planten daher für jedes Zimmer die Anzahl der neuen Steckdosen und Lichtschalter sowie die Lichtsteuerung mit Bewegungsmeldern in den drei Fluren.

Doch damit war es nicht genug. Die neuen Raffstores mussten genauso mit Strom versorgt werden, wie auch auch die komplette, neu geplante Außenbeleuchtung. Dazu kamen noch Steckdosen für den Garten und die geplante Solarthermieanlage auf unserem Flachdach! Und natürlich wollten wir auch für jedes Zimmer eine Netzwerkverbindung, um die Räume auch für Internet und TV-Anschluss vorzubereiten.

Geholfen und beraten haben uns hier unsere beiden Elektriker. Sie haben unsere Wünsche und Vorstellungen kritisch durchleuchtet und uns auch in dem ein oder anderen Fall andere Wege und Möglichkeiten genannt.

Nachtlicht, USB-Anschlüsse und versteckte Kabel

In der Küche, im Eingangsbereich, haben wir gleich auch ein dämmerungsgesteuertes Nachtlicht (in der Steckdose fertig verbaut) installiert. Dazu kamen dann noch in der Küche sowie am Sofa im Wohnzimmer gut zugängliche USB-Zugänge. Jetzt können wir ganz schnell und bequem unsere Smartphones, Tablets etc. aufladen. Für uns ein großer Zugewinn, denn die Elektrogeräte sind so immer griffbereit und aufgeladen.

Und noch ein Detail, das sich schnell bezahlt gemacht hat: Bei dem Fernseher war Sascha sehr wichtig, dass die Kabel für sämtliche Anschlüsse und für die Spielekonsole direkt aus der Wand kommen. Denn ein Kabelsalat oder sogar Kabelkanäle wollten wir nicht mehr haben. Im Ergebnis hängt nun der Fernseher ganz flach an der Wand und die Kabel sind nicht sichtbar.

Gut geplante Kabelführung

Die neuen Leitungen für Raffstores, Außenbeleuchtung und die neue Elektrik im Haus haben die Elektriker an den Zimmerdecken gebündelt und nach außen auf den Außenwänden der Fassade nach unten in den Keller geführt.

Später wurde die Dämmung der Außenfassade um den großen Kabelstrang mit allen Leitungen herum gesetzt. Hier war eine sorgfältige Dokumentation mit Bildern wichtig, um durch weitere geplante Fassadenarbeiten (wie zum Beispiel die Rhombusfassade im Erdgeschoss) nicht die Kabel zu beschädigen.

Ein altes Loch unterhalb der Kellerdecke vom alten Wasserhahn für den Garten war hier wie geschaffen, um den großen Kabelstrang der gesamten Elektrik zurück ins Haus zu führen. Denn unterhalb dieses Loches in der Hauswand war auch gleich der neue Verteilerkasten im alten Heizungskeller geplant.

Wir wählten einen Verteilerkasten der Firma Hager für die Stromanschlüsse und einen separaten Multimediaschrank für die Haustechnik, um den Starkstrom von der Multimediatechnik sauber zu trennen.

Außenfassade eines Haus im Sanierungszustand mit Kabelsträngen an der Wand
Immer an der Wand lang ... Gut zu sehen, wie die neue Verkabelung an der Fassade montiert ist. Später ist davon dann durch die Fassadendämmung nichts mehr zu sehen. © Lina Stefanie Albrecht

Schlitze fräsen, Leitung verlegen, verputzen

Für die gesamte neue Elektrik frästen die beiden Elektriker in den einzelnen Zimmern Schlitze für die neuen Elektroleitungen in die Wände. Allein im Wohnzimmer wuchs die Zahl der Steckdosen von elf auf 30 an. Im Flur zum Beispiel war damals nicht eine Steckdose gesetzt worden! Also zogen hier auch wieder große Staubwolken durchs Haus und der nächste Container Bauschutt füllte sich.

Die geschlitzten Kanäle haben unsere Elektriker mit meterweise Kabel bestückt. Sascha schloss die Schlitze dann nach und nach an den Abenden und Wochenenden. Anschließend verputzte er die kompletten Wände und schliff sie glatt, um dann mit weißer Wandfarbe die Wände richtig zu erhellen. Tapete wollten wir nicht mehr.

Wand, in die Schlitze für die elektrischen Leitungen gefräst sind.
Hier seht ihr die gefrästen Schlitze für die neuen Leitungen. © Lina Stefanie Albrecht

Solarthermie für die Fußbodenheizung

Zeitgleich war auch wieder die Heizungsfirma im Haus beziehungsweise dieses Mal auch auf dem Dach. Sie hat die Solarthermieanlage von Vaillant aufgestellt und an die Gastherme im Keller angeschlossen.

Für alle von euch, die technisch interessiert sind: Bei unserer Solarthermieanlage handelt es sich um das Modell auroTHERM VFK 145 V. Ein Flachkollektor (wir haben zwei verbaut) hat einen Wirkungsgrad von 80 Prozent und einen Absorptionsgrad von 95 Prozent. Die Bruttokollektorfläche umfasst rund 2,51 Quadratmeter, und die Ertragswerte liegen deutlich höher als die von der BAFA geforderten 525 kWh/m².

Ab jetzt sorgt die liebe Sonne bei uns für warmes Wasser und die Gastherme springt nur an, wenn die UV-Strahlung nicht ausreicht, um das Wasser in den Leitungen sowie der neuen Fußbodenheizung zu erwärmen.

Solarpaneel mit zwei Flachkollektoren
Die beiden Flachkollektoren der Solarthermieanlage sorgen für die Heizungsunterstützung durch die Sonne. © Lina Stefanie Albrecht

In Planung: Ein Pelletofen, um Heizenergie zu sparen

Im Herbst ist auch die Aufstellung eines kompakten und hochmodernen Pelletofens im Wohnzimmer geplant. Der soll auch einen Großteil zur Beheizung unseres Hauses beitragen. Dazu aber mehr zu gegebener Zeit.

Die neue Elektrik im Erdgeschoss ist nun komplett fertig und für das Obergeschoss geplant und vorbereitet. Als nächstes steht also die Sanierung des Obergeschosses an.

Die Kosten für Elektrik und Solarthermie

Die Kosten für die Elektrik werden im Rahmen der energetischen Sanierung nicht von der KfW übernommen. Wir mussten die Kosten komplett selbst tragen. Insgesamt haben wir für die Verteilerkästen im Keller, die Elektrik im Erdgeschoss und die Außenbeleuchtung rund 13.000 Euro bezahlt.

Bei der Solarthermieanlage kamen wir – inklusive Einbau – auf Gesamtkosten von knapp 5.000 Euro.

Auch im nächsten Teil unseres Sanierungsblogs geht es um die Elektrik. Konkret um das neue Beleuchtungskonzept und die kontrollierte Belüftung in den Wohnräumen.

Bis dahin sende ich euch herzliche Grüße,
eure Lina Stefanie

Weitere Beiträge aus dem Sanierungs-Blog:

Was vorher geschah, lest ihr in Teil 7 unseres Sanierungs-Blogs. Zudem findet ihr hier eine Übersicht über alle Fortschritte, die Familie Albrecht in ihrem Sanierungs-Blog bereits gemacht hat:

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