Professionelle Umzugshelfer tragen Sofa in Zimmer
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15 typische Fehler, wenn ihr ein Umzugsunternehmen beauftragt

Lisa Gutknecht

Lisa Gutknecht

Entspannt zurücklehnen, während das Umzugsunternehmen den gesamten Aus- und Einzug erledigt – eine traumhafte Vorstellung! Doch in der Realität geht dieser Plan meist nicht auf. Es sei denn, ihr umgeht diese 15 Fallstricke.

Die Vorfreude auf ein neues Zuhause ist meist groß, wäre da nicht der leidige Umzug. Kisten packen, Möbel schleppen, Transporter beladen: Zum Glück gibt es Umzugsunternehmen, die euch die Arbeit abnehmen. Was aber nicht bedeutet, dass ihr euch um gar nichts kümmern müsst.

Vorbereitung ist alles, wenn ihr am Ende nicht auf Extrakosten und Mehraufwand sitzen bleiben wollt. Erfahrt in diesem Artikel, welche 15 typischen Fehler ihr vermeiden solltet, wenn ihr ein Umzugsunternehmen beauftragt.

1. Keinen Festpreis vereinbaren

Umzugsunternehmen bieten in der Regel entweder einen Festpreis an oder sie kalkulieren nach Aufwand. Wird die Arbeitsleistung nach Stunden berechnet, kann die finale Rechnung ein ordentlicher Schock sein. Vor allem dann, wenn der Kostenvoranschlag Fragen offen lässt, wie beispielsweise nach den Einzelleistungen und der konkreten Helferzahl.

Ein Festpreis ist in den meisten Fällen die sicherste und günstigste Lösung. Dieser ist verbindlich und braucht das Unternehmen doch länger als veranschlagt, geht der Mehraufwand nicht zu euren Lasten. Umgekehrt zahlt ihr drauf, wenn der Umzug deutlich schneller über die Bühne geht. Der Leistungsumfang sollte deshalb so exakt wie möglich eingeschätzt werden.

2. Zu wenig Kisten und Möbelstücke angeben

Für einen Kostenvoranschlag erfragen professionelle Umzugsunternehmen die Anzahl von Kisten und Möbelstücken. Wer die Sache nicht so ernst nimmt und Angaben Pi mal Daumen macht, kann sich nicht nur Ärger mit den Möbelpackern einhandeln. Im schlimmsten Fall passt das Umzugsgut nicht komplett in den Transporter und ihr müsst selbst ran oder eine extra Pauschale zahlen. Nehmt euch deshalb genügend Zeit für die Umzugsplanung und zählt lieber einmal mehr nach.

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3. Laufwege zu kurz berechnen

Es macht einen gewaltigen Unterschied, ob ihr ebenerdig wohnt, mit Parkplatz direkt vor der Tür, oder im fünften Stock mitten in der City. Je länger die Laufwege an Start- und Zielwohnung, desto größer der Aufwand für die Möbelpacker. Ähnlich wie beim Umzugsgut solltet ihr hier nicht mogeln, sondern exakte Angaben machen. Alles andere kommt euch am Ende nur teuer zu stehen.

4. Nicht über die Möglichkeit eines Möbellifts nachdenken

Wer schon mal ein sperriges Sofa durch ein schmales Treppenhaus geschleppt hat, weiß: einmal und nie wieder! Zieht deshalb ruhig die Möglichkeit eines Umzugslifts in Betracht und sprecht euren Dienstleister darauf an. Wann sich ein Möbellift lohnt und was es dabei zu beachten gibt, erfahrt ihr in diesem Artikel: Möbellift mieten: Lohnt es sich, einen Umzugslift zu leihen?

Hand hebt Umzugskarton von Möbellift vor dem Fenster
Ein Möbellift macht vor allem bei Wohnungen im Dachgeschoss und bei engen Treppenhäusern Sinn. © iStock/Getty Images/taikrixel

5. Kein Packmaterial mit bestellen

Beim Umzug steht und fällt alles mit der korrekten Verpackung. Wer am Packmaterial spart, spart an der falschen Stelle. Zum Schutz von eurem Hab und Gut solltet ihr ausreichend solide Umzugskartons, Bücherkisten, Tellerpapier und Luftpolsterfolie da haben. Die meisten Umzugsunternehmen bieten entsprechendes Material an – ihr müsst nur danach fragen.

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6. Vorher keine Referenzen prüfen

Der erste Ergebnis in der Suchmaschine muss nicht immer das beste sein. Verlasst euch bei der Wahl eines Umzugsunternehmens lieber auf Empfehlungen. Es kann zudem nicht schaden, vorab ein paar vertrauenswürdige Bewertungen durchzulesen. Auch der Umzugsservice von Wohnglück findet kompetente Helfer vor Ort, die zu euch passen. Generell ist es ratsam, mehrere Umzugsdienstleister anzufragen und das Preis-Leistungs-Verhältnis zu vergleichen.

7. Kein Trinkgeld einkalkulieren

Der Umzug ist schon teuer genug. Da wird jeder Extracent zweimal umgedreht. Vergesst aber nicht, dass es zum guten Ton gehört, den schwer schuftenden Möbelpackern nach getaner Arbeit Trinkgeld zu geben. Wer die zehn oder zwanzig Euro pro Helfer nicht extra einkalkuliert und am Umzugstag parat hat, wird sich nicht nur schlecht fühlen, sondern auch in betretene Gesichter schauen.

8. Keine Getränke für die Umzugshelfer vorbereiten

Ebenso wie Trinkgeld Ehrensache ist, gehört auch ein Mindestmaß an Verpflegung für die Helfer zu einem Umzug dazu. Ihr müsst dem Personal kein üppiges Mittagessen anbieten, solltet aber etwas Wasser und Kaffee vorbereiten. Auch ein paar Snacks können nicht schaden. So ein Energieschub kann den Umzug durchaus beschleunigen.

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9. Planlos in der neuen Wohnung ankommen

Zur Umzugsvorbereitung gehört auch, die Ankunft in der Zielwohnung zu planen. Wo sollen Kartons und Möbel abgestellt werden? Wer koordiniert die Umzugshelfer und gibt Anweisungen fürs Entladen und gegebenenfalls für die Montage? Wer unkoordiniert im neuen Zuhause ankommt, muss mit Chaos rechnen. Das lässt sich mit einer guten Planung vermeiden. Dazu gehören unter anderem beschriftete Kartons und eine klare Kommunikation.

10. Kein Halteverbot einrichten (lassen)

Wer vor dem alten und neuen Zuhause einen eigenen Parkplatz hat, ist fein raus. Allerdings ist dieser Fall selten. Besonders in der Innenstadt, wo ohnehin Platzmangel herrscht, solltet ihr nichts dem Zufall überlassen. Eine Halteverbotszone ist Pflicht. Entweder ihr beantragt diese selbst oder bucht den Service direkt über das Umzugsunternehmen mit. Das hat den Vorteil, dass die Helfer sich vor Ort auch um den Anruf bei der Polizei kümmern, sollten parkende Autos den Weg versperren.

11. Keinen Zeitplan vorbereiten

Ihr seid im Alltag eher Typus "Ich lass alles auf mich zukommen"? Diese gelassene Einstellung ist toll, bei einem durchgetakteten Umzug allerdings fehl am Platz. Macht euch im Voraus einen genauen Zeitplan, bestenfalls in Rücksprache mit dem Umzugsunternehmen. Wann wollt ihr starten? Wann seid ihr in der neuen Wohnung? Entsprechend könnt ihr die Halteverbotszonen günstig timen und private Helfer organisieren, die euch beim Auspacken und der Montage unter die Arme greifen. Danach darf auch wieder Gelassenheit einkehren!

12. Keine (digitale) Vorbesichtigung machen lassen

Eine Umzugsbesichtigung bewahrt euch vor unnötigen Kosten durch eine unrealistische Volumen- und Leistungsschätzung. Auch wenn ihr sperrige, empfindliche oder besonders kostbare Möbelstücke und Kunstwerke habt, ist eine Vorbesichtigung durch die Speditionsfirma sinnvoll. Unser Tipp: Wer sich Ärger, Mehrkosten und Aufwand ersparen will, fragt das Umzugsunternehmen nach einem gemeinsamen Vor-Ort-Termin, der inzwischen sogar bequem digital erfolgen kann.

Ihr wollt beim Umzug Kosten reduzieren? Lest hier 7 Tricks, wie ihr beim Umzug viel Geld sparen könnt.

13. Den Keller oder Dachboden vergessen

Ups, da war ja noch was! Ein Kellerraum oder Dachbodenabteil dient häufig als Fundgrube für alles, was man nicht mehr braucht, aber auch nicht entsorgen will. Kein Wunder, dass ausrangiertes Kinderspielzeug, Zelte und Campingküche, Gartenwerkzeug oder Kleidersäcke im Rahmen der Umzugsvorbereitung vielfach vergessen werden. Auch Fahrräder, Kinderwagen und Hundehänger sind typische Gebrauchsgegenstände, die Umziehende nicht auf dem Radar haben. Wenn ihr keine Extratour fahren wollt, durchsucht jeden bewohnten beziehungsweise genutzten Winkel eurer Wohnung, bevor ihr ein Umzugsunternehmen beauftragt.

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Chaotischer Kellerraum
Unser Tipp: Entrümpelt euren Keller vor dem Umzug. © iStock/Getty Images/Marcus Lindstrom

14. Keine Helferzahl vereinbaren

Ob zwei, vier oder sechs Umzugshelfer mit anpacken, macht einen preislichen und zeitlichen Unterschied. Ein professionelles Speditionsunternehmen macht im Rahmen der Beauftragung transparent, mit wie vielen Möbelpackern ihr rechnen könnt. Die Helferzahl sollte im Kostenvoranschlag festgehalten sein. Das kann euch vor Abzocke schützen.

15. Selbst beim Umzug anpacken

Entspannt zuschauen, während die Umzugshelfer Möbel und Kisten schleppen, liegt nicht jedem. Manch einer kommt auf die Idee, selbst mit anzupacken. Aber Vorsicht: Geht euch dabei etwas zu Bruch, müsst ihr selbst für den Schaden aufkommen. Eine Versicherung greift in diesem Fall üblicherweise nicht. Überlasst die Arbeit also den Profis: Bei kompetenten Umzugsunternehmen ist eine Transportversicherung bis zu einem Wert von 620 Euro pro Kubikmeter Transportgut meist inklusive. Lest in diesem Artikel, warum ihr beim Umzug unbedingt Profis engagieren solltet.

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