Beton im Eimer
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5 Fehler beim Mischen von Beton – und wie ihr sie vermeidet

Jan Krutzsch

Jan Krutzsch

Beton mischen kann doch jedes Kind? Von wegen... Vom Werkzeug bis Rührtechnik könnt ihr da einiges falsch machen. Wir zeigen euch, wie es richtig geht und welche fünf Fehler ihr auf jeden Fall vermeiden solltet.

Beton mischen scheint ja recht einfach zu sein. Man kauft einen Sack Fertigbeton, leert ihn in einen Behälter, gibt Wasser dazu und rührt kräftig um ... Aber halt! Ganz so einfach ist es nicht. Wir zeigen euch in diesem Artikel fünf typische Anfängerfehler beim Mischen von Beton und wie ihr sie vermeiden könnt.

Auf der Terrasse eines modernen Holzhauses stehen zwei bunte Stühle und die Sonne scheint durch Baumkronen.

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Ein Rührwerk
Das richtige Rührwerk ist für die jeweilige Mischung wichtig. © Getty Images/iStockphoto

Fehler 1: Nur eine Art Rührkorb für verschiedene Materialien verwenden

Der Rührkorb ist nicht etwa der Behälter, in dem der Beton angemischt wird. So wird das Werkzeug genannt, mit dem man die Mischung durchmengt. Und einen Rührkorb für jegliches Material zu verwenden klappt nicht. Denn die unterschiedlichen Baumaterialien haben jeweils verschiedene Anforderungen an die Form des zu verwendenden Rührkorbs.

Mit einem falsch gewählten Rührkorb kann es passieren, dass die Mischung nicht richtig homogenisiert. Das bedeutet, sie verbindet sich nicht richtig. Dann kommt es häufig zu starker Klumpenbildung beim Beton mischen. Ein Beispiel: Nivelliermasse, die leicht verlaufen soll, benötigt einen Rührkorb mit hohen Scherkräften. Ein ganz normaler Mörtelrührer kommt hier an seine Grenzen.

Eine Bohrmaschine mit Rührwerk
Bohrmaschinen eignen sich nur bedingt für das Mischen von Beton. © Getty Images/iStockphoto

Fehler 2: Das falsche Werkzeug oder die falsche Mischtechnik verwenden

Es gibt Materialien, die entweder eine spezielle Mischtechnik oder ein spezielles Mischwerkzeug benötigen. Meist wird im Heimbereich mit einer handelsüblichen Bohrmaschine als Antrieb gearbeitet. Für das Anmischen von Reaktionsharzmörteln reicht solch eine Bohrmaschine nicht aus. Ihr fehlt schlichtweg die nötige Kraft.

Abhilfe schafft dann ein Rührwerk, das mit beiden Händen gehalten werden kann. So kann die ganze Kraft abgerufen werden. Auch die Geschwindigkeit ist entscheidend. Ist diese zu gering, werden die einzelnen Komponenten nicht richtig miteinander homogenisiert.

Auf die richtige Mischtechnik kommt es gerade bei Mischungen an, die aus zwei Komponenten bestehen. Am besten mischt ihr die beiden Komponenten (Harz & Härter) in separaten Mischeimern vor. Erst danach homogenisiert ihr sie in einem großen Mischeimer mit dem Rührwerk und dem dazu passenden Rührkorb.

Ein Mann gibt Zement hinzu
Die richtige Mischreihenfolge muss beachtet werden. © Getty Images/iStockphoto

Fehler 3: Die falsche Mischwirkung & Mischreihenfolge beim Beton mischen

Was ist denn bitte eine "Mischwirkung"? Einfach erklärt: Das Material wird von unten nach oben anstatt von oben nach unten gemischt. Auch hier gilt: Jedes Material braucht seinen speziellen Rührkorb.

Durch die Wahl der falschen Mischwirkung kann es beispielsweise zu Rückständen am Eimerboden kommen. Statt den schweren Mörtel von unten nach oben zu holen, drückt sich dann der Rührkorb immer wieder aus dem Material heraus. Das macht nicht nur das Mischen schwieriger, sondern verändert auch das Mischverhältnis.

Als Faustregel gilt: Je schwerer das zu mischende Material, desto besser ist es, beim Beton mischen von unten nach oben zu rühren.

Und alles einfach in einen Eimer zu schmeißen und durchzumischen funktioniert schon mal gar nicht. Je nach Produkt gilt es, eine bestimmte Reihenfolge bei der Zugabe der Materialien einzuhalten. Sonst kommt es zu Klumpenbildung und schlimmstenfalls dazu, dass die Mischung nicht funktioniert.

Rührwerk beim Mischen von Beton
Ein sogenanntes Rührwerk hat die nötige Kraft und die Geschwindigkeit zum Mischen von Beton. © Getty Images/iStockphoto

Fehler 4: Zu kurz gemischt

Wird nicht lange genug gemischt, kommt es häufig zu einer unvollständigen Durchmischung und dann auch zu falschen Materialeigenschaften. Dabei ist besonders wichtig, dass immer die vorgeschriebene Mischzeit des Herstellers eingehalten wird. Ansonsten drohen mangelnde Haftfähigkeit, Hohlstellen oder später dann sogar Abplatzungen.

Dreckiges Werkzeug beim Mischen von Beton
Mit dreckigem Werkzeug kann man nicht gut arbeiten und die Mischung eventuell verunreinigen. © Getty Images/iStockphoto

Fehler 5: Schmutzige Werkzeuge beim Beton mischen

Woran erkennt man einen guten Handwerker? An seinem sauberen Werkzeug! Das klingt erst einmal paradox, könnte man doch bei sehr sauberem Werkzeug auf eine seltene Nutzung schließen.

Weit gefehlt: Sauberes Werkzeug ist gerade beim Betonmischen unverzichtbar und wichtig für ein gutes Endergebnis. Denn angetrocknete Materialrückstände können sich beim nächsten Mischvorgang ablösen und das neue Material verschmutzen und damit weniger effektiv machen. Und die Lebensdauer des Rührers läßt sich durch regelmäßiges Reinigen verlängern.

Unser abschließender Tipp: Ihr wollt Beton nicht nur mischen, sondern auch verarbeiten? In diesem Artikel zeigen wir euch, worauf es dabei ankommt:

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